DE178172C - - Google Patents

Info

Publication number
DE178172C
DE178172C DENDAT178172D DE178172DA DE178172C DE 178172 C DE178172 C DE 178172C DE NDAT178172 D DENDAT178172 D DE NDAT178172D DE 178172D A DE178172D A DE 178172DA DE 178172 C DE178172 C DE 178172C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
quinine
ether
parts
magnesium
oxymagnesium
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT178172D
Other languages
English (en)
Publication of DE178172C publication Critical patent/DE178172C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D453/00Heterocyclic compounds containing quinuclidine or iso-quinuclidine ring systems, e.g. quinine alkaloids
    • C07D453/02Heterocyclic compounds containing quinuclidine or iso-quinuclidine ring systems, e.g. quinine alkaloids containing not further condensed quinuclidine ring systems
    • C07D453/04Heterocyclic compounds containing quinuclidine or iso-quinuclidine ring systems, e.g. quinine alkaloids containing not further condensed quinuclidine ring systems having a quinolyl-4, a substituted quinolyl-4 or a alkylenedioxy-quinolyl-4 radical linked through only one carbon atom, attached in position 2, e.g. quinine

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Nitrogen Condensed Heterocyclic Rings (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Daß sogenannte Grignard sehe Verbindungen, d. h. in Äther gelöste oder suspendierte Alkyl-, Aryl- bezw. Aralkyltnagnesiumhaloide sich mit hydroxylhaltigen neutral oder sauer reagierenden Verbindungen anorganischer und organischer Natur umsetzen unter Bildung von komplexen magnesiumhaltigen Verbindungen ist bekannt. Se entsteht durch Umsetzung mittels Wasser Magnesiumoxyhaloid, mittels Alkohol Äthoxymagnesiumhaloid usw.
Es ist nun gelungen, auch mittels Chinin, einem hydroxylhaltigen Alkaloid, solche komplexe magnesiumhaltige Körper darzustellen, obgleich dies bei dem stark alkalischen Charakter des Chinins nicht vorauszusehen war. Es wurde nämlich gefunden, daß bei gewöhnlicher oder erhöhter Temperatur das Hydroxyl des Chinins mit den Grignardsehen Verbindungen so reagiert, daß Kohlenwasserstoffe und Chininoxymagnesiumhaloidverbindungen gebildet werden.
Beispiele.
i. Man versetzt Gr ignardsches Reagens, welches aus 24,4 Teilen Magnesium und der. nötigen Menge Chloräthyl und Äther hergestellt ist, mit 324 Teilen trockenen Chinins und läßt die Mischung unter öfterem Schütteln bei Zimmertemperatur stehen, bis kein Äthan mehr entweicht. Das Reaktionsprodukt, welches das Chininoxymagnesiumchlorid enthält, kann unmittelbar weiter verarbeitet werden. ;;:
2. Aus 126 Teilen Benzylchlorid, 25 Teilen Magnesium und 1000 Teilen Äther wird in üblicher Weise Benzylmagnesiumchlorid bereitet. Da auf diese Verbindung bei der Siedetemperatur des Äthers Chinin kaum einwirkt, wird der Äther möglichst abdestilliert und dann 500 Teile Benzol und 324 Teile wasserfreies Chinin zugegeben. Es tritt folgende Umsetzung ein:
C6H6CH2-MgCl+ C20H23N2O-OH = C6H,- C H3 + C20 Hn N20.0.Mg Cl.
Nach kurzem Kochen erhält man eine auch beim Erkalten klar bleibende Lösung. Einige Stückchen Magnesium, das in diesem Falle bei der-Bereitung der Grignardschen Verbindung zweckmäßig in geringem Überschuß angewendet wird, um zu verhindern, daß sich eventuell nicht umgesetztes Benzylchlorid mit Chinin zu salzsaurem Benzylchinin vereinigt, werden entfernt. In der Lösung befindet sich jetzt im wesentlichen Chininoxymagnesiumchlorid, Benzol und Toluol. Durch Äther kann das Chininoxymagnesiumchlorid ausgefällt werden. Es verhält sich dieses also umgekehrt wie Chinin, das in Äther leicht, in Benzol und Toluol fast unlöslich ist.
3. Darstellung von Chininoxymagnesiumbromid:
Zu einer Lösung von Phenylmagnesiumbromid, das in üblicher Weise aus 157 Teilen Brombenzol, 24,4 Teilen Magnesium und 300 Teilen Äther bereitet ist, setzt man 324 Teile wasserfreies .Chinin. Unter Erwärmung be-
ginnt die Einwirkung des Chinins auf Phenylmagnesiumbromid laut folgender Gleichung:
C6H5 · Mg Br + C20 Η^Ν.2Ο·ΟΗ
= C6H6 + C20H23N2OO-MgBr.
D.ie-Reaktion wird dann durch Zusatz von 2000f'T.eilen Benzol, Abdestillieren von 600 Teilen/des Lösungsmittels zur Entfernung des Äthers und zweistündiges Kochen am Rückflußkühler zu Ende geführt. Man erhält eine klare Flüssigkeit, aus welcher durch Zusatz von Äther Chininoxymagnesiumbromid als weißes Pulver gefällt wird.
Die so erhältlichen Verbindungen sind sehr reaktionsfähig und können zum Aufbau anderer Chininverbindungen, z. B. von Chininestern, dienen.

Claims (1)

  1. Patent-AnSpruch :
    Verfahren zur Herstellung von Chininoxymagnesiumhaloiden, darin bestehend, daß man auf Grignard'sehe Verbindungen, d. h. in Äther gelöste oder suspendierte Alkyl- bezw. Aryl- oder Aralkylmagnesiumbaloide, gleichmolekulare Mengen von wasserfreiem Chinin bei gewöhnlicher oder erhöhter Temperatur einwirken läßt.
DENDAT178172D Active DE178172C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE178172C true DE178172C (de)

Family

ID=442591

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT178172D Active DE178172C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE178172C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0623577B1 (de) Herstellung von Carbonsäurehalogeniden und Carboxylat-Salzen
CH368800A (de) Verfahren zur Trennung von Organomagnesiumverbindungen von anderen Verbindungen
DE178172C (de)
WO2007099173A1 (de) Magnesiumorganisches synthesemittel
DE1906401A1 (de) Verfahren zur Herstellung von 4-Acyloxy-azetidin-2-onen
DE804986C (de) Sparbeize
DE878826C (de) Verfahren zur Verbesserung von Bindemitteln fuer Lacke, Anstrichmittel, Kitte, Klebstoffe und plastische Massen auf der Grundlage von OElen, Naturharzen oder Kunstharzen
DE533779C (de) Verfahren zur Herstellung von Bleitetraaethyl
EP0158163B1 (de) Herstellung von Organozinn-halogeniden durch katalysierte Redistribution von höher alkylierten Organozinn-Verbindungen mit niedriger alkylierten
DE1261507B (de) Verfahren zur Gewinnung von Trialkylphosphinen aus einem Reaktionsgemisch
DE112216C (de)
DE1271114B (de) Verfahren zur Herstellung von Tricyclohexylzinnchlorid oder -bromid
DE74619C (de) Verfahren zur Darstellung von Pyrazolderivaten aus /5-Diketonen oder /?-Ketoaldehyden der Fettreihe mit Hydrazin
DE2153014C3 (de) Verfahren zur Herstellung von a -Phenylaminoacetonitrilen
DE949738C (de) Verfahren zur Herstellung von Terephthalsaeure
DE191547C (de)
DE501280C (de) Verfahren zur Darstellung von 4-(B-Oxyaethylamino-) 1-oxybenzol
DE2402426C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Dialkonboracetylacetonat enthaltenden Gemischen
DE239311C (de)
DE115920C (de)
DE671099C (de) Verfahren zur Darstellung von kernalkylierten, kernarylalkylierten und kernarylierten Abkoemmlingen der Morphinreihe
CH624668A5 (de)
DE500438C (de) Verfahren zur Darstellung von Kondensationsprodukten der aromatischen Reihe
DE1028120B (de) Verfahren zur Herstellung von Boralkylen
DE690483C (de) naralkylierten und kernarylierten Abkoemmlingen der Morphinreihe