DE533779C - Verfahren zur Herstellung von Bleitetraaethyl - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Bleitetraaethyl

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DE533779C
DE533779C DED54077D DED0054077D DE533779C DE 533779 C DE533779 C DE 533779C DE D54077 D DED54077 D DE D54077D DE D0054077 D DED0054077 D DE D0054077D DE 533779 C DE533779 C DE 533779C
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lead
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magnesium
ethyl chloride
chloride
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DED54077D
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EIDP Inc
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EI Du Pont de Nemours and Co
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F7/00Compounds containing elements of Groups 4 or 14 of the Periodic Table
    • C07F7/24Lead compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Investigating Or Analyzing Non-Biological Materials By The Use Of Chemical Means (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft die Herstellung von Bleitetraäthyl aus Magnesium, einem Alkylchlorid und einem Bleisalz.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung ist die Verwendung von Magnesiumäthylchlorid zur Herstellung von Bleitetraäthyl.
Tetramethylblei, Tetrapropylblei und andere Tetraalkylbleiderivate außer Tetraäthylblei sind durch die Einwirkung der entsprechenden Magnesiumalkylchloride auf Bleichlorid hergestellt worden. Bei der Herstellung von Bleitetraäthyl ist stets Magnesiumäthyljodid oder Magnesiumäthylbromid verwendet worden. Die Verwendung von Brom- oder Jodverbindungen in der für die Herstellung von Bleitetraäthyl notwendigen Menge erfordert aber eine sehr weitgehende Wiedergewinnung dieser Ausgangsstoffe.
Die Vorteile der Verwendung von Magnesiumäthylchlorid liegen besonders in der Billigkeit und leichten Beschaffungsmöglichkeit des Ausgangsmaterials. Zur Herstellung von Äthylchlorid' ist eine praktisch unbegrenzte Menge von Halogen verfügbar, während bei Anwendung von Magnesiumäthyl j odid und Magnesiumäthylbromid die Kosten des Halogens selbst weit hoher sind und die Menge der Ausgangsstoffe beschränkt ist.
Ein weiteres, wichtiges Merkmal der Erfindung liegt darin, daß man das Magnesium,.
das Alkylhaloid und das Bleisalz gleichzeitig aufeinander einwirken läßt.
Bisher ließ man bei der Herstellung von Tetraäthylblei die Reaktion zwischen dem Alkylhaloid und dem Magnesiummetall bis zur Beendigung der Reaktion fortschreiten, man bildete also ein Zwischenprodukt, welches, erst dann'zur Herstellung von Tetraäthylblei benutzt würde. Die fertige Lösung des Zwischenproduktes wurde in ein Gefäß gebracht, welches das suspendierte Bleisalz enthielt, oder letzteres wurde der Lösung des fertig gebildeten Zwischenproduktes zugesetzt. ■ - :
Dies erforderte die Urnfüllung der ätherisehen 'Lösungen aus einem Gefäß in ein anderes. Da aber das Zwischenprodukt, Magne-•siumäthylhaloid, äußerst empfindlich gegen Luftfeuchtigkeit ist und die Reaktion schon durch kleinste Wassermengen ungünstig beeinflußt wird, so wird am besten möglichst jede Umfüllung der - Flüssigkeit sowie jede unnötige Handhabung unterlassen.
Nach der Erfindung werden die erforderlichen Ausgangsstoffe Magnesiummetall, Äthylchlorid und Bleisalz unter geeigneten Temperaturbedingungen in einem Gefäß gemischt und die Reaktion sodann eingeleitet.
Die Herstellung des Tetraäthylbleis vollzieht sich bei diesem Verfahren in einem
Arbeitsgange, da das durch, die Reaktion yon Magnesium und Äthylchlorid gebildete Magnesiumäthylchlorid alsbald mit dem vorhandenen Bleisalz, unter Bildung von Tetraäthylblei, reagiert.
Ausführungsbeispiel
Man bringt eine Suspension von 30 Teilen Bleichlorid und 10 Teilen Magnesiumspänen in 200 Teilen wasserfreien Äthers in ein Gefäß mit Rückflußkühler, dann werden 5 Teile Äthylchlorid zugesetzt, die gleichzeitig 0,1 Äthyl- oder Methyljodid und 0,02 Teile Jod enthalten. Die Flüssigkeit wird allmählieh auf 30 bis 35° erwärmt. Ist die Reaktion sehr heftig, was sich durch starkes Kochen der Flüssigkeit verrät, so kühlt man, indem man das Gefäß in Wasser'taucht. Gewöhnlich sind 10 bis 30 Minuten erforderlich, um die Reaktion in Gang zu bringen, manchmal tritt sie erst ein, wenn mehr Äthylchlorid zugesetzt wird. Man fährt mit dem Zusatz von Äthylchlorid so lange fort, bis insgesamt So Teile hinzugegeben sind, wobei man die Temperatur auf etwa 35 bis 390 hält. Wenn die Reaktion eingeleitet ist, ist weitere Wärmezufuhr gewöhnlich unnötig. Man hält die Masse nach Zusatz des gesamten Äthylchlorids 12 Stunden auf dieser Temperatur.
Den Kolbeninhalt trägt man dann vorsichtig in Wasser ein und setzt nur so viel kaustische Sodalösung hinzu, bis hellgelbes Reagenspapier eine rote Farbe annimmt. (Das Reagenspapier ist mit einem Farbstoff getränkt, der durch Kupplung von Diaminostilbindisulfosäure mit Phenol gewonnen wird, und unter dem Namen »Brillantgelb« Schultz Nr. 303 bekannt ist.) · Man -entfernt den Äther durch sorgfältige Wasserbaddestillation und destilliert schließlich das gebildete Bleitetraäthyl mittels Wasserdampfes.
Bei Verwendung des Chlorids ist es wesentlich, einen der üblichen Katalysatoren, wie Methyl j odid und Jod, zu verwenden, welche die Reaktionen von Alkylthloriden mit metallischem Magnesium beschleunigen. Ein erheblicher Überschuß des Alkylchlorids begünstigt die gewünschte Reaktion und vermindert den Prozentsatz unerwünschter Pro-So dukte. Man arbeitet vorzugsweise bei den angegebenen Temperaturen, doch ist dies nicht unbedingt nötig.
Verdünnungsmittel, wie Gasolin, Benzin, Toluol usw., können gleichfalls Verwendting finden, sollen aber nicht völlig den Äther ersetzen.
Das vorgeschlagene Bleichlorid kann auch durch jedes wasserfreie Bleisalz ersetzt werden.
Man kann auch das Magnesiummetall zu einer Suspension des Bleisalzes in einer Mischung von Äther und Alkylchlorid hinzugeben.

Claims (8)

Patentansprüche: ,
1. Verfahren zur Herstellung von Bleitetraäthyl durch Behandlung eines Bleisalzes mit einer Magnesiumverbindung, dadurch gekennzeichnet, daß als letztere Magnesiumäthylchlorid verwendet wird.
2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Bleichlorid als Bleisalz verwendet wird und die Reaktion in Gegenwart eines Alkyljodides als Katalysator bewirkt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Lösung von Magnesiumäthylchlorid der Suspension des Bleisalzes in einem Lösungsmittel zugesetzt wird und dabei eine Tem-
. peratur von ο bis 50° aufrechterhalten wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur etwa 5 Stunden lang nach dem Zusatz des Magnesiumäthylchlorids aufrechterhalten wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Reaktion von Bleisalz und Magnesiumäthylchlorid -unter gleichzeitiger Bildung des letzteren bewirkt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktionsprodukte in Wasser eingetragen werden und das Tetraäthylblei schließlich mit Dampf abdestilliert wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche ι bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktion in Gegenwart eines Überschusses an Äthylchlorid über die zur Bildung von Magnesiumäthylchlorid theoretisch nötigen Menge stattfindet.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktion in Gegenwart eines Katalysators aus der für die Grignard-Reaktion typischen Klasse von Stoffen durchgeführt wird.
BEKUN. GEbSUCKT IN bSk
DED54077D 1926-10-15 1927-10-13 Verfahren zur Herstellung von Bleitetraaethyl Expired DE533779C (de)

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US141883A US1705723A (en) 1926-10-15 1926-10-15 Process of producing tetra-ethyl lead

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GB (2) GB283913A (de)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1123323B (de) * 1955-12-29 1962-02-08 Ethyl Corp Verfahren zur Herstellung von Tetraalkylbleiverbindungen

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BE497579A (de) * 1949-01-03
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GB279106A (de) 1928-08-23
US1798593A (en) 1931-03-31
GB283913A (de) 1928-09-06
US1705723A (en) 1929-03-19

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