DE177353C - - Google Patents
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B28—WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
- B28B—SHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
- B28B21/00—Methods or machines specially adapted for the production of tubular articles
- B28B21/02—Methods or machines specially adapted for the production of tubular articles by casting into moulds
- B28B21/10—Methods or machines specially adapted for the production of tubular articles by casting into moulds using compacting means
- B28B21/12—Methods or machines specially adapted for the production of tubular articles by casting into moulds using compacting means tamping or ramming the material or the mould elements
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22C—FOUNDRY MOULDING
- B22C13/00—Moulding machines for making moulds or cores of particular shapes
- B22C13/10—Moulding machines for making moulds or cores of particular shapes for pipes or elongated hollow articles
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
durch Walzen.
Bei Stampfmaschinen für Röhrenformen war es bisher gebräuchlich, glockenförmige
Stampfer zu verwenden, welche das Rohrmodell vollkommen einschlossen und deren
Länge daher etwas größer als diejenige des Modells sein mußte. Bei dieser Bauart muß
die Antriebsvorrichtung für den Stampfer in verhältnismäßig großer Entfernung über der
Formkastenmündung angebracht werden, damit der Stampfer in seiner ganzen Länge zwischen
diesen, beiden Teilen Platz hat. Wenn man ferner noch berücksichtigt, daß für jeden
Stampfer eine Führung vorzusehen ist, die also gleichfalls dieselbe Länge wie der
Stampfer hat, so ergibt sich für die Gesamthohe der Maschine mindestens das Doppelte
der Rohrlänge. Bei der allgemein gebräuchlichen Länge der Rohre von 4 m mußte .daher
für die Stampfmaschine über der Formkastenmündung ein Raum von 8 m Höhe frei sein.
Die große Entfernung der Antriebsvorrichtung über der Formkastenmüridung und andererseits
das verhältnismäßig' große Gewicht des Stampfers ist ferner die Ursache, daß das
Einstellen des Stampfers über dem Formkasten mit erheblichen Schwierigkeiten und Zeitverlusten verbunden ist, ein Umstand, der bei der
■ Herstellung von Röhren in Massen naturgemäß sehr ins Gewicht fällt. Dagegen wird
bei der Erfindung an Stelle des glockenförmigen ein kurzer ringförmiger Stampfer verwendet,
dessen Höhe nur durch Festigkeitsund Herstellungsrücksichten bedingt ist.
Dieser ringförmige Stampfer ist mit Antriebsstangen verbunden, welche in dem Raum der
auszustampfenden Form untergebracht sind, so daß sie bei Bestimmung der Höhenlage der
Antriebsvorrichtung über der Formkastenmündung nicht berücksichtigt zu werden brauchen. Die Höhe ist also lediglich von der
kurzen Höhe des Stampfers abhängig; ferner ist es gegenüber den Vorrichtungen mit langen
Stampfern nicht nur möglich, die Stampfmaschine bei verhältnismäßig geringem Gewicht
leicht einzustellen, sondern auch ihre Leistungsfähigkeit zu erhöhen, wie dieses bei
der Massenherstellung von Röhren sehr wesentlich ist. Hierzu trägt ferner noch bei,
daß der Stampfer in der Zeiteinheit eine größere Schlagzahl als die schweren Stampfer
ausführen kann. Um dieses aber zu erreichen, ist die Antriebsvorrichtung mit einer selbsttätigen
Umsteuerung für die Hubbewegung des Stampfers versehen. Ein gleichmäßiges Ausstampfen der Form wird dadurch erreicht,
daß der Stampfer nach jedem Schlag um ein bestimmtes Stück gedreht wird. Die Zuführung
des Formbandes kann unabhängig von der Stellung des Stampfers innerhalb des Formkastens stets von der Mündung des
letzteren aus erfolgen, weil diese stets frei-Hcgt.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel
der Stampfmaschine. Fig. 1 ist eine Seitenansicht. Fig. 2 zeigt den Stampfer
in der Ansicht und Fig. 3 im Grundriß. Fig. 4
ist eine Seitenansicht der Bewegungsvorrichtung für den Stampfer, Fig. 5 ein Schnitt
nach A-B der Fig. 4. .
Der Stampfer 1 wird gebildet aus einem Ring 2, der mit Fingern 3 versehen ist. Diese
sind an ihren unteren Enden verstärkt, um auf den Formsand mit einer möglichst großen 'Angriffsfläche
zu wirken. Um aber auch den Sand am unteren Ende der Form — dem
Muffenende des Rohres — feststampfen zu können, müssen sich die Finger beim Berühren
des Muffenstückes am Modell etwas spreizen können; sie sind deshalb aus federndem Stoff
herzustellen. Zwei der Zungen setzen sich oberhalb des Ringes in Antriebsstangen1 4 fort,
die an ihren oberen Enden gegenseitig versteift sind. Mit diesen Stangen führt sich der
Stampfer in dem Gestell 5 über der Antriebsvorrichtung 6. Letztere trägt einen Bock 7,
in dessen oberem Ende Riemenscheiben o. dgl. gelagert sind, welche die Kraft von einem
Elektromotor 8 auf dfe Antriebsvorrichtung für den Stampfer übertragen. Außer der auf-
und niedergehenden Bewegung erhält die Stampfvorrichtung noch eine Drehung um ihre
Achse, damit alle Teile der Formoberfläche gleichmäßig von den Schlägen getroffen werden,
da die Finger stets nur einen Teil der Fläche bearbeiten. Um diese Drehbewegung ausführen zu können, ist die Antriebsvorrichtung
auf einem Zahnkranz 9 drehbar, welcher seinerseits auf einem mittels Schneckengetriebes
13 drehbaren Ausleger 10 eines Gestelles 11 verschiebbar ist; ihr Gewicht wird
durch ein Gegengewicht 12 ausgeglichen. Außerdem können noch besondere Einrichtungen
zum genauen Einstellen des Stampfers auf die Mitte des Formkastens vorgesehen werden.
. Die Antriebsvorrichtung des frei fallenden Stampfers besteht aus zwei mit Aussparungen
zur Aufnahme der Antriebsstangen versehenen Backen 14 aus Holz, Hartgummi o. dgl.,
welche durch Walzen 15 abwechselnd gegen
4^ die Stangen gepreßt werden, um sie mit in
die Höhe zu nehmen, oder in ihrem Druck nachlassen, wodurch die Stangen mit dem Stampfer frei fallen können. Die Backen
sind aus einem Stoffe, der sich schneller als die Stangen oder Walzen abnutzt, weil die
Backen leicht ausgewechselt werden können, während die anderen Teile geschont werden
müssen. Jede Walze 15 hat zweierlei Durchmesser, so daß auf ihrem Umfang ein mit
dem größeren Durchmesser versehenes Stück mit einem konzentrischen, von kleinerem
Durchmesser abwechselt. Beide Walzen liegen symmetrisch zur Achse der Stangen, und ihre
Oberflächen sind, wenn auch von verschiedenem Durchmesser, zylindrisch, damit die
Stampferstangen beim Heben und Fallen nicht seitlich verrückt werden, und durch die Teile
mit stärkerem Durchmesser gleichzeitig beide Backen gleichmäßig angepreßt werden, bei
dem schwächeren Durchmesser aber unbeeinflußt bleiben.
Um nun aber ein schnelles Abnutzen der Backen infolge des verhältnismäßig großen'
Anpressungsdruckes zu vermeiden, sind sie beweglich gelagert und können durch geringe
Änderung einer Federspannkraft stets selbsttätig und mit gleichbleibendem Druck angepreßt
werden. Die Walzen liegen in exzentrisch gebohrten Zapfen der Zahnradsegmente
16, welche in dem Gestell 17 drehbar sind. Der Abstand der Mittelpunkte von Walzen und
Zahnradsegmenten bildet den Radius, eines Kreisbogens, auf dem sich die Walzen verschieben
können. Die Einstellung" der Zahnradsegmente und der Walzen wird durch eine Feder 18 bewirkt, welche an zwei Armen 23
angreift, die sich mit ihren Achsen 19 drehen (Fig. 5) ; mit ihnen verbunden sind die Zahnräder
20, welche in 'die äußeren Zähnungen der Segmente 16 eingreifen. Angetrieben
werden die Walzen durch die Zahnräder 21, und die Riemenscheiben 22 von dem Elektromotor
8 aus. In den Zahnkranz 9 greift ein Kegelrad 24. ein, welches durch ein Gesperre
25 bekannter Bauart angetrieben wird und eine allmähliche Drehung der ganzen Antriebsvorrichtung
bewirkt.
Die Stampfvorrichtung wirkt in der folgenden Weise:
Durch Elektromotor 8 werden die Walzen 15 angetrieben. Diese ergreifen mit den
stärkeren Teilen ihres Umfanges die Backen, pressen sie gegen die Stangen 4 und führen
letztere aufwärts. Kommen die schwächeren Teile mit den Backen in Berührung, so öffnen
diese sich, wodurch der Stampfer frei fallen kann, während die Backen selbst auf das Brett
26 gleiten (Fig. 4), von dem sie durch die Walzen wieder aufgenommen werden. Die
Feder 18 übt dabei ständig einen Druck auf die Walzen aus, während diese unter dem Einfluß
des Gegendruckes der Backen bestrebt sind, sich nach außen um den Mittelpunkt der
Zahnradsegmente 16 zu drehen, und zwar so, daß sich die von der Feder und den Backen
ausgeübten Drehmomente stets das Gleichgewicht halten. Nutzen sich die Backen ab,
so werden die Walzen durch die Federspann-. kraft gegeneinander bewegt und stets mit
demselben Druck gegen die Backen gepreßt. Da das Übersetzungsverhältnis der beiden
Hebelarme von Mitte Zahnradsegment bis Mitte Walzen (Exzentrizität) einerseits und
von Mitte Zahnradsegment bis zum Teilkreis der äußeren Zähne andererseits groß ist, genügt
eine schwache Feder zur Erzielung des nötigen Preßdruckes.
Um beim Einstellen auf eine neue Form den Stampfer herunter zu lassen, kann ein Windwerk
mit Bremse gewöhnlicher Bauart benutzt werden.
Claims (4)
1. Stampfmaschine zur Herstellung von Röhrenformen mit Antrieb der Stampferstangen
durch unrunde Walzen, gekennzeichnet durch einen kurzen, ringförmigen Stampfer (i), der mit Antriebsstangen
(4) verbunden ist, welche bei der Bewegung des Stampfers in den auszustampfenden
Ringraum eintreten, so daß zwischen der Antriebsvorrichtung für den Stampfer und dem Formkasten nur ein geringer
Raum erforderlich ist.
2. Stampfmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß 'die beiden
Antriebsstangen (4) des Stampfers von einem Backenpaar (14) umschlossen werden,
dessen äußere Flächen an Walzen (15) mit zylindrischen Oberflächen, die abwechselnd
nach einem größeren und kleineren, konzentrischen Durchmesser gekrümmt sind, anliegen.
3. Stampfmaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Walzen (15) in Zahnradsegmenten (16) exzentrisch gelagert sind, und letztere unter
Vermittelung von Zahnrädern (20) unter dem Druck von Federn (18) stehen, welche
an drehbaren Armen (23) befestigt sind, .um auf die Zahnräder (20) ein stets gleichbleibendes
Drehmoment auszuüben und dadurch die. Walzen mit gleichem Druck
gegen die Backen zu pressen.
4. Stampfmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsvorrichtung
auf einem Zahnkranz (9) drehbar gelagert ist, um den ringförmigen Stampfer drehen zu können und dadurch
ein gleichmäßiges Ausstampfen zu erzielen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT30121D AT30121B (de) | 1905-03-04 | 1906-11-07 | Stampfmaschine zur Herstellung von Röhrenformen mit Antrieb der Stamferstang durch Walzen. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE177353T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE177353C true DE177353C (de) |
Family
ID=5701725
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1905177353D Expired - Lifetime DE177353C (de) | 1905-03-04 | 1905-03-04 |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE177353C (de) |
| FR (1) | FR363434A (de) |
-
1905
- 1905-03-04 DE DE1905177353D patent/DE177353C/de not_active Expired - Lifetime
-
1906
- 1906-02-14 FR FR363434A patent/FR363434A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR363434A (fr) | 1906-07-31 |
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