DE17698C - Tisch zur Ausführung von Operationen an Pferden - Google Patents

Tisch zur Ausführung von Operationen an Pferden

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DE17698C
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Germany
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horses
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J. DAVIAU in Marseille
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61DVETERINARY INSTRUMENTS, IMPLEMENTS, TOOLS, OR METHODS
    • A61D3/00Appliances for supporting or fettering animals for operative purposes

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • Veterinary Medicine (AREA)
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  • General Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Orthopedics, Nursing, And Contraception (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Um wundärztliche Operationen, als Castrirung, Brennen, Verbindung etc. an Pferden vollziehen zu können, ist es erforderlich, dafs das Thier liegt und stark gebunden ist.
Bisher liefs man das Pferd auf Stroh niederfallen, was für den Operateur gefährlich war, wie es auch häufig dem Thier Brüche oder Quetschungen verursachte.
Das Princip der Erfindung besteht darin, das stehende Thier vermittelst Bänder und Riemen an einer daneben befindlichen verticalen Platte zu befestigen und dann vermittelst eines sehr einfachen Mechanismus diese Platte mit dem Thier so umzukippen, dafs das letztere sich in horizontaler Lage befindet.
Auf diese Weise erfolgt kein Niederfallen des Pferdes, und der Thierarzt kann an dem unbeweglich festgehaltenen Thier mit aller Sicherheit operiren.
Fig. r zeigt das Pferd in seiner Befestigung an der Platte;
Fig. 2 stellt im Aufrifs die andere Seite der Platte mit den Stricken und zugehörigen Theilen dar;
Fig. 3 ist eine Endansicht, und
Fig. 4 eine Endansicht des Gestells.
Die Maschine besteht aus einem gufseisernen Gestell, das aus zwei durch Querstücke mit einander verbundenen Theilen A A' zusammengesetzt ist, und einer Platte B, die vermittelst der Zahnsectoren C C und des Schraubentriebes D beweglich ist.
Die Platte B ist aus Holz hergestellt und der eine Theil ihrer Oberfläche mit Leder b überzogen, damit der Körper des an der Platte befestigten Thieres daran besseren Halt findet und nicht verletzt "wird. Die auf der Zeichnung angegebenen 23 Löcher cc dienen zum Durchgang der Fesseln EE und Riemen FF, womit das Thier befestigt ist. Drei Riemen über dem Bauch halten das Pferd, und ein vierter Riemen längs des Körpers drückt denselben gegen die Platte. Kopf und Füfse sind durch Bande festgehalten. Wie in Fig. 2 ersichtlich ist, werden die Räume und Fesseln an der anderen Seite der Platte B festgemacht.
Durch Reifen G G ist die Platte B auf der Welle H befestigt; letztere trägt an ihren beiden Enden die Zahnsectoren C C mit schrägen Zähnen. Diese Sectoren werden durch zwei archimedische Schrauben D D und diese ihrerseits durch die Winkelräder K und Getriebe JJ auf Kurbelwelle h in Bewegung gesetzt.
Der Halfter M ist von Leder und mit drei Fesseln E versehen, welche letzteren durch die Löcher c c in der Platte hindurchgehen, um den Kopf des Pferdes unbeweglich zu halten.
Der Körper des Pferdes wird durch neun Riemen festgehalten; davon sind drei oben an der Platte befestigt, drei andere, an den Ketten der Rückseite befestigte, sind mit den ersteren drei Riemen durch Schnallen ο ο verbunden; zwei andere Riemen gehen durch die in der Brusthöhe des Pferdes angebrachten Löcher der Platte und werden hinten befestigt; der letzte Riemen, mit einer Schnalle an jedem Ende, verbindet die beiden .vorhergehenden Riemen.
Das Maschinengestell ist auf Rollen gebracht, welche auf zwei Schienen s s laufen, derart, dafs der Apparat gegen eine Wand oder in eine für diesen Zweck hergestellte Mauernische
geschoben werden kann, wenn er nicht gebraucht wird; soll derselbe wieder zur Anwendung kommen, so befestigt man daran die Rollen vermittelst der Bolzen r'r.
Will man eine Operation vollziehen, so führt man das Pferd gegen die Platte, welche in verticaler Stellung ist, befestigt zuerst den Kopf des Thieres durch eine Fessel, welche unter dem Hals durch die Platte hindurchgeht, ihm jedoch etwas Freiheit gewährt, dann befestigt man die Bauchriemen und die Fufsfesseln, wobei man vermittelst Riemen den Beinen die Stellung giebt, welche die Operation erforderlich macht.
Ist das Thier auf diese Weise an der Platte befestigt, so legt man die letztere um, indem man die Kurbel dreht. Das Pferd ist dadurch sanft niedergelegt, und man vollendet die Befestigung desselben durch Festschnallen der Flanken- und der Kopfriemen.
Bei dieser Disposition vermeidet man alle Uebelstände des früheren Systems, Verrenkungen des Rückgrats, Brüche etc., und das Pferd wird mit Leichtigkeit und ohne Gefahr wieder emporgehoben. Der Operateur kann mit Sicherheit und nach seiner Bequemlichkeit arbeiten und braucht keine Hülfe.
Schliefslich wird dabei an Zeit und Raum gespart.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Operationstisch, um eine Achse drehbar, um das stehende Pferd an demselben befestigen und ohne Beschädigung in bestimmte Operationshöhe bringen zu können.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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