DE175488C - - Google Patents

Info

Publication number
DE175488C
DE175488C DENDAT175488D DE175488DA DE175488C DE 175488 C DE175488 C DE 175488C DE NDAT175488 D DENDAT175488 D DE NDAT175488D DE 175488D A DE175488D A DE 175488DA DE 175488 C DE175488 C DE 175488C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
zinc
templates
molds
work
time
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT175488D
Other languages
English (en)
Publication of DE175488C publication Critical patent/DE175488C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B19/00Obtaining zinc or zinc oxide
    • C22B19/04Obtaining zinc by distilling
    • C22B19/16Distilling vessels
    • C22B19/18Condensers, Receiving vessels

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Bei der Zinkgewinnung durch das Destillationsverfahren spielt bekanntlich die Länge der Destillationszeit eine große Rolle. Je länger sie ist, desto mehr Zink kann aus den Erzen reduziert werden und in die Vorlagen überdestillieren. Dadurch- wird einerseits das Metallausbringen ein günstigeres, andererseits können die Muffeln eine reichere Beschüttung erhalten, also besser ausgenutzt werden. Die
ίο Länge der Destillationszeit ist aber vollkommen abhängig von der Länge der Zeit, während welcher der Destillationsvorgang durch das sogenannte Manöver, d. h. die Muffelarbeit unterbrochen wird. Je weniger Zeit letztere' für sich in Anspruch nimmt, desto mehr Zeit bleibt für den Destillationsvorgang übrig. Vorliegende Vorrichtung ermöglicht es, durch Vereinfachung der Arbeiten beim Abstechen des Zinks aus den Vorlagen .die Muffelarbeit zu verkürzen und damit die Destillationszeit zu verlängern und das Metallausbringen zu erhöhen. Sie ermöglicht es, daß das Zink aus den Vorlagen, nicht wie bisher üblich war, zuerst in eine tragbare Kelle oder fahrbare Pfanne abgestochen und erst aus dieser in Formen gegossen wird, sondern daß man es aus den \'orlagen direkt in die Zinkformen absticht, es also ohne Zuhilfenahme einer Kelle oder Pfanne in Form von Barren erhält. Durch diese Arbeitsweise wird zunächst das Abtragen des abgestochenen Zinks in der Kelle vom Destillierofen nach dem Formtisch, sowie die Arbeit des Ausgießens des Zinks aus der Kelle oder Pfanne in· die Formen, also Zeit und Kraft, gespart. Zum Zinkabstechen mittels der Kelle sind immer zwei Mann erforderlich, während das Abstechen des Zinks direkt in die Formen von einem' Arbeiter allein ausgeführt werden kann, so daß. der sonst erforderliche zweite Mann inzwischen eine andere Muffel bearbeiten kann. Diese Vorrichtung macht somit die Arbeiter eines Destillierofens bei der Arbeit des Zinkabstechens vollkommen unabhängig voneinander, was. für die .Schnelligkeit der Bearbeitung der Muffeln namentlich dann von großem Vorteil ist, wenn die Belegschaft eines Ofens nicht vollzählig anfährt oder nicht gleichzeitig zur Schicht kommt, in welchem Falle beim Abstechen des Zinks in die Kelle, z. B. der Schmelzer auf seinen Gehilfen, oder umgekehrt, warten muß, ehe er mit der ersten Arbeit, und dies ist das Zinkabstechen, beginnen kann.
Die vorliegende Erfindung bringt aber auch noch den nicht zu unterschätzenden Vorteil mit sich, daß sie dadurch, daß das Abtragen der an und für sich schweren ■Kelle mit dem abgestochenen Zink fortfällt, die Muffelarbeit wesentlich erleichtert. Dank dieser Vorrichtung kann der Arbeiter beim Zinkabstechen seine sonst dazu verwendeten Kräfte schonen und sie für die anderen Muffelarbeiten verwenden, welche infolgedessen schneller vonstatten gehen.
Die Formen, in die das Zink direkt aus den Vorlagen abgestochen wird, stehen zweckmäßig auf einem Tisch, der um eine Achse drehbar so an oder in der Nähe des Ofens angebracht ist, daß ein und dieselbe Form zum Abstechen des Zinks aus mehreren Vor-
lagen benutzt werden kann, ohne daß das Vorhandensein der Formen die Bearbeitung der Muffeln hindert.
Aus der Abbildung ist eine solche Einrichtung ersichtlich.
α ax ist die Zinkform, die auf dem Tisch b steht; dieser ist um die Zapfen c C1, die sich in der an dem Ofenanker angebrachten Führung d bewegen, um i8o° drehbar, so daß
ίο er, nachdem das Zink aus den Vorlagen e ex in die Form abgestochen worden ist, in die punktierte Stellung unter die Vorlagen// gedreht werden kann. Während das Zink in den Formen erstarrt, werden die zu den Vorlagen e ex gehörenden Muffeln fertig bearbeitet, hierauf die erstarrten Zinkbarren aus den Formen herausgenommen, das Zink aus den Vorlagen// abgestochen und der Tisch in die erste Stellung, d. h. unter die Vorlagen e ex gedreht, damit er bei der Bearbeitung der zu den Vorlagen// gehörenden Muffeln nicht im Wege ist. Ist die Form groß genug, so kann auch gleich.
nachdem das Zink aus den Vorlagen e ex abgestochen und der Tisch in die punktierte Stellung unter die Vorlagen // gedreht worden ist, das Zink aus letzterem zu den aus e ex abgestochenen Zink abgestochen werden. Durch diese Arbeitsweise wird die zur Muffelarbeit erforderliche Zeit um etwa Stunde verkürzt und damit die Destillationszeit um ebensoviel verlängert.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zum Abstechen von Zink aus den Vorlagen direkt in Formen, dadurch gekennzeichnet, daß die Zinkform bezw. Zinkformen sich auf einem Tisch befinden, der so drehbar ist, daß einerseits die vor den Vorlagen befindlichen Formen bei der Bearbeitung der Muffeln nicht im Wege sind und daß andererseits ein und dieselbe Form zum Abstechen des Zinks aus mehreren Vorlagen benutzt werden kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT175488D Active DE175488C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE175488C true DE175488C (de)

Family

ID=440129

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT175488D Active DE175488C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE175488C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE175488C (de)
DE2605687C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Sandformen
DE102012108079B3 (de) Verfahren zur Herstellung hohler Salzkerne
DE3112225C2 (de) Verfahren zum Herstellen von Formwerkzeugen
DE313735C (de)
DE218403C (de)
DE618870C (de) Spritzgussform
AT228952B (de)
DE675093C (de) Verfahren zum Herstellen von Dauergiessformen fuer Formgussstuecke
DE368480C (de) Verfahren zum Anbringen von Spitzen oder Schneiden aus Schnelldrehmetall an einem Koerper aus weniger wertvollem Eisen oder Stahl
DE542094C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Giessen von geschmolzenem Metall unter Druck
DE102018111400A1 (de) Verfahren zum Kippgießen und Kippgießvorrichtung
DE2807844C2 (de) Verfahren zum Elektroschlackegießen von Metallblöcken
DE127930C (de)
DE154887C (de)
DE677931C (de) Verfahren zur Herstellung von Schleudergussmuffenkokillen
DE200357C (de)
DE510497C (de) Verfahren zur Herstellung seigerungsfreier, gegossener Hohlkoerper
DE3426169A1 (de) Verfahren und horizontalstranggiesskokille zum horizontalstranggiessen von metall, insbes. von stahl und insbes. von duennen und breiten straengen
DE196061C (de)
DE717013C (de) Verfahren zum Herstellen von Fertiggussstuecken einfacher Gestalt aus Nichteisenmetallen und ihren Legierungen, insbesondere Kupferlegierungen, mittels nasser Sandformen
DE673743C (de) Verfahren zum Herstellen von Hohlkoerpern aus Stahl
DE242307C (de)
DE2119265C2 (de) Gießform für große Kurbelhübe und Gießverfahren
DE2101819C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von bleihaltigem Stahl