DE677931C - Verfahren zur Herstellung von Schleudergussmuffenkokillen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schleudergussmuffenkokillen

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DE677931C
DE677931C DED72989D DED0072989D DE677931C DE 677931 C DE677931 C DE 677931C DE D72989 D DED72989 D DE D72989D DE D0072989 D DED0072989 D DE D0072989D DE 677931 C DE677931 C DE 677931C
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DE
Germany
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socket
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forged
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Expired
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DED72989D
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Deutsche Eisenwerke AG
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21KMAKING FORGED OR PRESSED METAL PRODUCTS, e.g. HORSE-SHOES, RIVETS, BOLTS OR WHEELS
    • B21K21/00Making hollow articles not covered by a single preceding sub-group

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Forging (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Schleudergußmuffenkokillen Zur Herstellung von Schleudergußmuffenkokillen aus vollen Blöcken kannte man bisher im .wesentlichen zwei Verfahren. Bei dem einen Verfahren wurde aus dem mit etwa paralleler oder zueinander schwach geneigt verlaufender Wandungsbegrenzung gegossenen Rohblock die Kokille durch Verspanen des überschüssigen Werkstoffes unmittelbar herausgearbeitet; hierzu sind jedoch gegossene Rohblöcke sehr großer Abmessungen, insbesondere großer Länge, erforderlich, und weiterhin ist die durch Verspanung insbesondere am langen Schaftteil zu entfernende Werkstoffmenge verhältnismäßig groß, so dab dieses Verfahren umständlich und teuer ist. Bei dem anderen Verfahren wurde der entsprechend der Kokille mit zueinander schwach geneigt verlaufender Außenwandungsbegrenzung gegossene Rohblock in radialer Richtung derart ausgeschmiedet, daß das eine Ende dieses Blockes auf verhältnismäßig kurzer axialer Länge weniger stark durchgeschmiedet wurde, so daß es später das verdickte Muffenende der Kokille bildete, während der anschließende längere Teil des Blockes; welcher "später den langen Schaftteil der Kokille bilden sollte, verhältnismäßig stark durchgeschmiedet wurde, so daß er einen geringeren Durchmesser aufwies als der nur schwach durchgeschmiedete, die spätere Muffenform der Nluffenkokille bildende Endteil des Rohblockes. In das so ausgeschmiedete Vor werkstück, welches also durch den verschieden starken Ausschmiedungsvorgang ein verdicktes Ende besaß, wurde daraufhin die durchgehende Schaftbohrung: eingearbeitet, und nach daran anschließender Vergütung wurden die erweicerte Muffenbohrung vorgearbeitet sowie die Fertigbearbeitung dieser erweiterten Muffenbohrung und die Fertigbearbeitung der Schaftbohrung und außerdem gegebenenfalls die äußere Überdrehung des Werkstückes vorgenommen.
  • Nach diesem letzteren Verfahren erfolgte bisher fast ausnahmslos die Anfertigung der Schleudergußmuffenkokillen, ,die zur Herstellung von Schleudergußmuffenrohren dienen und die sich auch in der Praxis recht gut bewährt haben. Die Praxis zeigte jedoch auch, daß der Verschleiß der so hergestellten Schleudergußmuffenkokillen fast ausnahmslos am Muffenteil, insbesondere an dem Übergangsteil zwischen Muffe und Schaft beginnt und daß der hier eintretende Verschleiß bereits das Unbrauchbarwerden der Kokillen hervorruft, wenn der übrige lange Schaftteil der Kokille noch verhältnismäßig gut ist und kaum einen nennenswerten Verschleiß aufweist. Da nun bereits kleinere Anrisse in der Innenfläche der Kokille die-Güte der Schleudergußerzeugnisse wesentlich beeinträchtigen können, bezieht sich die Erfindung auf ein solches Verfahren zur Herstellung von Schleudergußmuffenkokillen, durch welches es gewährleistet wird, .daß der Verschleiß auch im Muffenteil: der Kokillen und im Übergangsteil zwischen; Muffe und Schaft erst dann aufzutreten beginnt, wenn auch der Verschleiß im langen, Schaftteil einsetzt. Dadurch werden die Lebensdauer der Schleudergußmuffenkokillen verlängert und die Gestehungskosten der Schleudergußrohre, an denen die Kokillenkosten einen wesentlichen Anteil haben, herabgesetzt.
  • Der zuerst im Muffenteil und im Übergangsteil zwischen Muffe und Schaft der Kokillen einsetzende Verschleiß beruht neben anderen Ursachen, wie beispielsweise bei der Vergütung eintretenden Spannungen sowie im Betrieb auftretenden verschiedenen Beanspruchungen durch verschieden, starke Kühlung und verschieden große Masse des an .den jeweiligen Stellen befindlichen flüssigen Eisens, im wesentlichen auch darauf, daß bei der vorstehend eingehend geschilderten Art der Herstellung der Schleudergußmuffenkokillen das Muffenende der Kokillen nicht den gleichen Durchschmiedungsgrad erfährt wie das Schaftende.
  • Um hier in möglichst wirksamer Weise Abhilfe zu schaffen, wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen, zunächst aus dem über seine ganze Länge etwa gleichmäßigen Querschnitt besitzenden gegossenen Rohblock ein Zwischenwerkstück durch Schmiedung oder Pressung in radialer Richtung herzustellen, welches überall den gleichen Durchmesser aufweist, nämlich etwa den Durchmesser des späteren Schaftteils der Kokille. Es wird also der gegossene Rohblock vollkommen im Gegensatz zu der bisherigen Praxis zunächst an allen Stellen auf gleichmäßigen Durchmesser heruntergeschmiedet, so daß das ausgeschmiedete Stück auf seiner ganzen Länge an allen Stellen etwa gleichen Durchschmiedungsgrad aufweist. Da der Teil, der die spätere Muffenform der Kokille bilden soll, durch diesen Schmiedevorgang gleichfalls auf den Durchmesser heruntergeschmiedet worden ist, welcher dem späteren Schaftteil der Kokille entspricht, mithin also nunmehr einen zu geringen Durchmesser besitzt, wird dieses Ende des ausgeschmiedeten Vorwerkstückes erfindungsgemäß nunmehr durch axialen Druck auf entsprechende Länge wieder angestaucht, um dadurch an diesem Ende entsprechend der Muffenform den Durchmesser des Werkstückes wieder zu vergrößern. Infolge des Anstauchvorganges erfährt dieses Ende des Vorwerkstückes nochmals eine Verdichtung, so daß der Muffenteil der Kokille dadurch mindestens die gleiche Haltbarkeit besitzt wie der Schaftteil. Anschließend an das Anstauchen des Muffenteiles erfolgt in an sich bekannter Weise die spanabhebende Bearbeitung der Außenseite und das Ausbohren des Werkstückes, wobei in nicht den Gegenstand der Erfindung bildender Weise vorzugsweise noch dafür gesorgt werden kann, daß das nach der Vergütung noch auf Fertigmaß nachzubearbeitende Werkstück bereits vor der Vergütung überall gleichen Wandungsquerschnitt besitzt, damit auch durch den Vergütungsvorgang leine nachteilige Beeinflussung des Gefüges insbesondere am Muffenteil hervorgerufen wird.
  • Es ist zwar bei der Herstellung von Achsbüchsen bereits bekannt, das muffenartig erweiterte Ende durch Aufdornen und gleichzeitiges Anstauchen des Endes eines Blockes zu bilden und darauf das so vorgerichtete Werkstück auszubohren. Im Gegensatz hierzu werden bei der. Erfindung die Teile des Werkstückes, welche vor dem Ausschmieden bereits einen genügend großen Durchmesser aufweisen, wie die anderen Teile zunächst auf einen Durchmesser ausgeschmiedet, der geringer ist als derjenige, den sie später haben müssen, und daran anschließend werden durch einen Anstauchvorgang die zuerst im Durchmesser heruntergeschmiedeten Teile wieder auf einen größeren Durchmesser gebracht. Durch diese auf den ersten Blick umständlich und merkwürdig erscheinende Maßnahme gelingt es jedoch in überraschender Weise, die Lebensdauer von Schieudergußmuffenkokillen ganz beträchtlich ztt verlängern, da gerade durch diese erfindungsgemäß vorgeschlagene Arbeitsweise die Haltbarkeit des Muffenteiles der Kokille und des Übergangsteiles zwischen Muffe und Schaft unter Vermeidung eines vorzeitigen Verschleißes dieser Teile ganz beträchtlich erhöht wird.
  • Nach dem Anstauchen des einen Endes des Vorwerkstückes kann im übrigen zur Vergleichmäßigung des Werkstoffes vor oder nach der Einarbeitung der Bohrung nochmals eine Ausschmiedung des Werkstückes erfolgen.
  • In :der Zeichnung ist das neue Verfahren an einem Ausführungsbeispiel wesenhaft erläutert. Das volle, über seine ganze Länge auf etwa gleichen Querschnitt heruntergeschmiedete Vorwerkstück i (mit ausgezogenen Linien dargestellt) wird an einem Ende durch axialen Druck derart angestaucht, daß seine Außenform etwa der Außenform des Muffenteiles der Schleuder-ußkokille entspricht (mit gestrichelten Linien 2 dargestellt). Nach dieser Stauchung und gegebenenfalls hieran nochmals anschließender Durchsehmiedung des ganzen Werkstückes wird zunächst die durchgehende Schaftbohrung 3 (strichpunktiert angedeutet) und anschließend die erweiterte Muffenbohrung 4 (punktiert dargestellt) eingearbeitet. Nach dieser Formgebung erfolgt die Vergütung und daran anschließend die genaue Maßbearbeitung, wodurch die schraffiert dargestellte-Kokille entsteht.

Claims (1)

  1. PATGNTANSPRUCII: Verfahren zurHerstellungvonSchleudergußmuffenkokillen durch Schmieden oder Pressen eines Rohblockes und darauf folgend Ausbohren, spanabhebende Bearbeitung auf der Außenseite und Vergüten, dadurch gekennzeichnet, daß der Rohblock (I) auf seiner ganzen Länge zunächst auf etwa den Außendurchmesser des Schaftteiles der Kokille heruntergeschmiedet und dann das zur Muffe umzuformende Ende durch axialen Druck wieder auf größeren, etwa den Außendurchmesser des Muffenteiles angestaucht wird.
DED72989D 1936-06-27 1936-06-27 Verfahren zur Herstellung von Schleudergussmuffenkokillen Expired DE677931C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE748061C (de) * 1941-10-18 1944-10-25 Verfahren zur Herstellung von spannungsfreien staehlernen Schleudergusskokillen
DE904617C (de) * 1943-12-28 1954-02-22 Boehler & Co Ag Geb Verfahren zur Herstellung von Laufbuechsen fuer wassergekuehlte Motorenzylinder, insbesondere Flugzeugzylinder

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE748061C (de) * 1941-10-18 1944-10-25 Verfahren zur Herstellung von spannungsfreien staehlernen Schleudergusskokillen
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