DE610369C - Verfahren zur Herstellung von Rohren auf Strangpressen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Rohren auf Strangpressen

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DE610369C
DE610369C DESCH103994D DESC103994D DE610369C DE 610369 C DE610369 C DE 610369C DE SCH103994 D DESCH103994 D DE SCH103994D DE SC103994 D DESC103994 D DE SC103994D DE 610369 C DE610369 C DE 610369C
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block
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21CMANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES, PROFILES OR LIKE SEMI-MANUFACTURED PRODUCTS OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
    • B21C23/00Extruding metal; Impact extrusion
    • B21C23/01Extruding metal; Impact extrusion starting from material of particular form or shape, e.g. mechanically pre-treated

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Forging (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Rohren auf Strangpressen Die Verarbeitung hochlegierter Stahlsorten auf Strangpressen zu Rohren bietet besondere Schwierigkeiten, weil sich diese Materialien nur unter hohem Druck auspressen lassen. Man ist hierbei bisher so vorgegangen, daß man die Rohblöcke zur Entfernung der Guß-, Walz oder Schmiedehaut erst außen abdrehte und dann entweder noch vor dem Einsetzen in- die Presse ausbohrte oder sie als volle Blöcke einsetzte und dort unmittelbar vor dem Auspressen durch einen Dorn lochte.
  • Die erste Arbeitsweise ist durch den hohen Abfall, der beim Bohren entsteht, für so wertvolles Material, wie es hochlegierte Stähle sind, sehr unwirtschaftlich. Auch bedingt deren Härte sehr teure Bohreinrichtungen und verursacht einen hohen Verschleiß an Bohrwerkzeugen; außerdem nimmt das Bohren viel Zeit .in Anspruch, was die Verarbeitung weiter unwirtschaftlich macht.
  • Bei der zweiten Arbeitsweise werden zwar diese Nachteile vermieden, da beim Lochen nur ein Putzen von geringem Gewicht abfällt und für diese Operation auch keine Bohreinrichtungen notwendig sind. Dafür ist aber mit einem erhöhten Verschleiß der Preßwerkzeuge - des Lochdornes, der Matrize und des Aufnehmers - zu rechnen, weil hier die Berührung dieser Teile mit dem Preßgut länger dauert und auch unter größeremKraftaufwand erfolgt als im ersten Fall. Ferner besteht heim Verpressen voller Blöcke keine Gewähr dafür, daß die Rohre gleichwandig werden, denn der Dorn verläuft sich beim Lochen leicht im Block, -da dieser hinsichtlich seiner Temperatur und seines Gefüges nicht an allen Stellen einheitlich ist und der Dorn sich den Weg des geringsten Widerstandes sucht.
  • Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Rohren aus den eingangs erwähnten Materialien auf Strangpressen, das keines der vorerwähnten Mängel mehr aufweist. Es stimmt mit dem an zweiter Stelle beschriebenen Verfahren insofern überein, als auch hier die Blöcke in einer Presse mittels eines Dornes gelocht, also der beim Bohren sich ergebende Abfall sowie die dafür benötigten zusätzlichen Einrichtungen vermieden werden.
  • Das Verfahren nach der Erfindung unterscheidet sich jedoch von dem Bekannten dadurch, daß man das Abdrehen der Blöcke erst zwischen dem Lochen und dem Auspressen vornimmt. Da das Abdrehen erst nach dem Lochen erfolgt, ist die genaue zentrische Lage des Loches zum Blockumfang gewährleistet, auch dann, wenn der Block exzentrisch gelocht sein sollte, da die Blöcke nach der Lochachse abgedreht werden.
  • Es ist an sich bekannt, ein Werkstück erst nach dem Herstellen einer Bohrung außen abzudrehen, um dadurch eine genau zentrische Lage der Bohrung zum Umfang des Werkstücks zu erhalten; die Anwendung dieses Verfahrens in dem obenerwähnten Zusammenhang ergibt die besonderen angeführten Vorteile. Das Lochen der Blöcke kann beim Verfahren nach der Erfindung auf einer besonderen Vorrichtung oder auf der Strangpresse vorgenommen werden, auf der das Auspressen der vorgelochten Blöcke vor sich geht.
  • D,aß die Blöcke vor dem Auspressen aus der Lochvorrichtung herausgenommen und ein zweites Mal erwärmt werden müssen, fällt gegenüber dem Vorteil, daß die Gleich-,vandigkeit von Rohren aus hochlegierten Stählen gesichert ist, nicht ins Gewicht. Es ist damit sogar noch ein weiterer Vorteil vorhanden, der darin besteht, daß der Verschleiß der Preßwerkzeuge vermindert wird, weil sich das Pressen nicht mehr unmittelbar an das Lochen 'anschließt und damit die Zeit, während der die Preßwerkzeuge mit dem Block in Berührung stehen, auf ein Mindestmaß herabgesetzt ist.
  • Der Umstand, daß beim Verfahren nach der Erfindung das Lochen und das Auspressen in zwei zeitlich auseinanderliegenden Operationen stattfinden, läßt noch eine weitere Verbesserung in der Richtung zu, daß die Stirnflächen der Blöcke beim Lochen als Zentrierflächen ausgebildet werden, indem man sie beim Lochen entsprechend den Kegelflächen der Z'reßscheibe und der Matrize ausformt, an denen sie in der Strangpresse anliegen.
  • Es ist bereits vorgeschlagen worden, gelochte Blöcke, die in Strangpressen verformt werden, an den Stirnflächen kegelig auszubilden. 'Dies geschah jedoch unabhängig von den Lochen in einem besonderen Arbeitsgang. Außerdem lagen die Stirnflächen nur linienhaft an den Preßwerkzeugen an, entsprechen also nicht deren kegeligen Flächen.
  • Mit der kegeligen Ausformung der Blockstirnflächen ist außer der Sicherung der Zentrierung des Blockes im Aufnehmer noch ein weiterer sehr erheblicher Vorteil verbunden. Das Blockende, das in der Strangpresse der Matrize zugekehrt ist, erhält durch diese Formgebung an Stelle des rechtwinkligen einen stumpfwinkligen Übergang zum Blockmantel. An diesen rechtwinkligen Übergängen hat, wie die Praxis lehrte, sich aber das Preßgut stets besonders rasch abgekühlt, so daß diese Stellen Hindernisse im Fließprozeß bildeten und Fehler im Fertigerzeugnis ergaben. Die friizeitige Erkaltung der scharfkantigen Übergänge führte auch zu einem hohen Verschleiß der Matrize.
  • Der Umstand, daß bei der kegeligen Form der Stirnfläche das der Preßscheibe zugekehrte Blockende eine trichterförmige Aushöhlung .erhält und dadurch dessen Übergänge zum Blockmantel noch verschärft werden, hat keine Bedeutung, weil dieses Ende ohnehin nicht mit verpreßt wird, sondern als Restblock .im Aufnehmer zurückbleibt und vom Rohr abgeschnitten wird.
  • In den Zeichnungen zeigt _ Abb. i den auf Länge abgesägten Rohblock, Abb.2 den Block nach dem Lochen und Verformen der Stirnflächen, Abb. 3 den gelochten und halb abgedrehten Block, Abb. 4. den Block während des Aaspressens.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE .i. Verfahren zur Herstellung von Rohren aus schwer preßbaren Ilaterialien, wie Stahl und seinen Legierungen, auf Strangpressen, dadurch gekennzeichnet, daß die Blöcke vor dem Auspressen zum Rohr erst warm. gelocht und dann nach der Achse des Loches außen abgedreht werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnflächen der Blöcke beim Lockgen so vorgeformt werden, daß sie den kegeligen Flächen der Rohrpreßwerkzeuge entsprechen.
DESCH103994D 1934-04-14 1934-04-14 Verfahren zur Herstellung von Rohren auf Strangpressen Expired DE610369C (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE954683C (de) * 1944-01-18 1956-12-20 Kabel Und Metallwerke Neumeyer Verfahren zum Herstellen von Rohrlaeufen fuer Hand- und Maschinenwaffen
DE1057054B (de) * 1957-09-06 1959-05-14 Comptoir Ind Etirage Schmierverfahren beim Warmstrangpressen von metallischen Hohlprofilen, wie Rohren
DE1129039B (de) * 1957-01-14 1962-05-03 Heinz Schmalz Dr Ing Verfahren zum Herstellen stranggepresster Halbzeuge hoher Festigkeit
EP0191739A3 (de) * 1985-02-14 1988-07-20 INNSE INNOCENTI SANTEUSTACCHIO S.p.A. Verfahren zum Formen eines endbearbeiteten und gebohrten Schmiederohrlings zum Extrudieren auf einer Rohrextrusionspresse und Werkzeugmaschine zur Durchführung dieses Verfahrens

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