DE1746979U - Einrichtung zur uebergabe von foerdergut von einem langstreckenbandfoerderer auf ein abwurfband. - Google Patents
Einrichtung zur uebergabe von foerdergut von einem langstreckenbandfoerderer auf ein abwurfband.Info
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Description
- Einrichtung zur Übergabe von Fördergut von einem Langstreckenbandförderer auf ein Abwurfband Bei endlosen, muldenförmigen Förderbändern sind ortsveränderliche Gutübergabeeinrichtungen bekannt, die aus einem längs des Förderbandes verfahrbaren Bandabwurfwagen bestehen, der das Fördertrum anhebt und in einer S-förmigen Schleife um-lenkt, An der oberen Umlenkstelle dieser S-förmigen Schleife wird das auf dem Obertrum liegende Fördergut in die Schurre eines das Gut weiterfördernden Querförderers abgeworfen. Solche ortsveränderliche Gutübergabeeinrichtungen werden besonders im Braunkohlentagebau beim Fördern von Abraum auf die Halde benötigt. Die angeförderten Abraummassen werden mittels des Bandabwurfwagens auf ein unter dessen Übergabestelle reichendes Zubringerband eines Absetzers geworfen, der das Gut auf die Halde abwirft.
- Bei der in vorbeschriebener Weise arbeitenden Anlage treten jedoch bei unvorhergesehenem Stillsetzen der ganzen Anlage, beispielsweise bei plötzlichem Stromausfall, Betriebsstörungen auf, die vorwiegend in den heutzutage üblichen großen Förderbandabmessungen und gesteigerten Bandgeschwindigkeiten begründet sind.
- Es ist nämlich eine Erfahrungstatsache, daß beim Ausschalten des Bandantriebes das bis zu mehreren Kilometer lange Förderband zufolge seiner Massenträgheit noch 15 bis 30 Sekunden bis zum Stillstand ausläuft. Das unter die Übergabestelle des Bandabwurfwagens reichende Zubringerband des Absetzers ist dagegen zufolge seiner wesentlich kürzeren Förderstrecke bereits etwa 5 Sekunden nach Ausfall des Stromes zum Stillstand gelangte Hieraus folgt, daß der wesentlich längere Zeit als das Zubringerband auslaufende Langstreckenbandförderer, der andererseits nur mit umfangreichen Bremseinrichtungen bei erheblichem Bandverschleiß zur Verkürzung der Auslaufzeit gebremst werden könnte, an der Übergabestelle eine große Menge von Fördergut abwirft, das nicht vom Zubringerband weitergefördert wird, Das För-3
fällt, überschüttet folglich die Aufnahmeschurre des unter die Übergabestelle reichenden Endes des Zubringerbandes und den entsprechenden Teil des Hauptförderers. Und zwar geschieht dies mit einer Gutsmenge, die meist weit mehr als 30 m3 beträgt, so daß eine Wiederinbetriebnahme der Bandanlage erst nach Freilegen der Übergabestelle erfolgen kann.dergut das in Mengen von bis zu 2 : an der Übergabestelle an- r s - Eine derartige Betriebsunterbrechung führt aber zu empfindlichen Zeit-und damit Förderverlusten, weil das die Übergabestelle zudeckende Fördergut fast ausschließlich mit Handarbeit beseitigt werden muß ; denn dem Einsatz mechanischer Raumgeräte, wie Planierraupen, Greifern u. dgl. steht die Empfindlichkeit der Bandanlage im Wege, die beim Verwenden solcher Geräte leicht Beschädigungen ausgesetzt ist.
- Mit der Neuerung werden die vorbezeichneten Mängel bei der Übergabe des Fördergutes von einem Langstreckenbandförderer
daß vor der Übergabestelle auf einem Teil der Förderstrecke an einer oder beiden Bandseiten quer zur Förderrichtung um ihre der Bandmitte zugekehrten Enden schwenkbar gelagerte Flankentragrollen vorgesehen sind, die beim plötzlichen Stillsetzen des Bandantriebes, z.B. bei Stromausfall, durch vom Bandantrieb bzw. durch den Stromausfall betätigte Steuer-und Halteeinrichtungen aus ihrer angehobenen Lage soweit unter die Ebene der Mitteltragrollen geschwenkt werden, daß das auf dem Förderband liegende Fördergut über an der Gutübergabeeinrichtung angeordnete seitliche Schurren abgeworfen wird.auf den verhältnismäßig kurzen Abwurfförderer dadurch vermieden, - Hierdurch ist bei einem plötzlichen Stillsetzen der Anlage gewährleistet, daß der noch eine geraume Zeit auslaufende Langstreckenbandförderer das Fördergut nicht mehr über die obere Umlenkstelle des an der Übergabestelle S-förmig umgelenk-ten Förderbandes auf das bereits stillstehende Zubringerband eines Absetzers od.dgl. abwirft, sondern vor der Übergabestelle seitlich des Bandabwurfwagens und des gegebenenfalls vorhandenen Schienenrostes der Bandanlage abgeworfen wird. Die Übergabestelle wird somit nicht vom Fördergut zugeschüttet und bleibt für eine sofortige Wiederinbetriebnahme der Bandanlage bereit. Das seitlich neben dem Bandabwurfwagen und der Bandanlage angehäufte Fördergut behindert in keiner Weise die Fahrbewegungen des Bandabwurfwagens und kann nach dessen Verfahren ohne Beschädigung der Bandanlage mit Räumgeräten, wie Greifern, Löffelbaggern, Hanierraupen u. dgly schnell beseitigt werden.
- Eine bevorzugte Ausführungsform der neuen Gutübergabeeinrichtung besteht darin, daß die äußeren Lager der schwenkbaren Flankentragrollen jeder Bandseite durch einen gemeinsamen Längsträger miteinander verbunden sind, der an abwickelbaren Seilen od.dgl. von Seiltrommeln od. dgl. aufgehängt ist, welche Sperrklinken besitzen die durch mit dem Bandantrieb elektrisch erz bundene Eldro-Geräte o.dgl. in der Sperrstellung gehalten werden Um das Abwerfen des Fördergutes bei plötzlichem Ausfall des Antriebstromes zu beschleunigen bzw. bei klebrigem stark am Förderband haftendem Gut in jedem Falle sicherzustellen, werden an den der Bandmitte zugekehrten Enden der schwenkbaren Flankentragrollen an einem Hebelarm Stützräder od. dgl, gelagert, die beim Schwenken der Flankentragrollen die Förderbandmitte nach oben wölben.
- Bei besonders langen und weniger übersichtlichen Bandanlagen ist es von Vorteile an der Gutübergabeeinriohtung einen Endausschalter od. dgl. vorzusehen, der von den nach unten geschwenkten Flankentragrollen zur Verriegelung des Bandantriebes betätigt wird. Der stillgesetzt Bandantrieb kann dadurch erst dann wieder eingeschaltet werden, wenn die ausgeschwenkten Plankentragrollen wieder in ihre Normallage zurück gebracht wurden und das Förderband V-förmig gemuldet haben.
- Die Neuerung ist nachfolgend an Hand eines auf der Zeichnung wiedergegebenen Ausführungsbeispieles beschrieben, Und zwar zeigt : Abb.1 eine Seitenansicht der Gutübergabeeinrichtung, AbbQ2 eine Draufsicht auf die Gutübergabeeinrichtung nach Abb, Ir Abb. 3 einen Schnitt durch die Gutübergabeeinrichtung nach der Linie III-III in Abb. 1 in vergrößertem Maßstab ; und zwar auf der linken Seite mit heruntergeschwenkten und auf der rechten Seite mit in Normallage befindlichen Flankentragrollen, Abbp4 eine Seitenansicht der Halteeinrichtung für die Flankentragrollen" Auf dem Schienenrost 1 des mittels V-förmig geneigter Flanken-und waagerechter Mitteltragrollen muldenförmig abgestützten Förderbandes 2 ist ein Bandabwurfwagen 3 verfahrbar gelagert, der das Fördertrum des Förderbandes über Umlenktrommeln 3a, 3b in einer S-förmigen Schleife umlenkt. Das auf dem Fördertrum des Förderbandes 2 liegende, in Pfeilrichtung a angeförderte Fördern gut wird an der durch die obere Umlenktrommel 3a gebildeten Übergäbestelle in eine unter die Übergabestelle reichende Aufnahmeschurre 4 eines Zubringerbandes 5 abgeworfenq Unterhalb der Umlenktrommel 3a ist am Bandabwurfwagen ein Schmutzband 6 vorgesehen, daß die vom Fördertrum mittels nicht gezeichneter Bandreinigungsrollen entfernten Fördergutreste in die Aufnahmeschu : rre 4 wirft, Der Bandabwurfwagen ist in bekannter Weise mit einem Beobachtungsstand 7, einem Elektrohaus 8 sowie einer Kabeltrommel 9 ausgestattete Er kann selbstverständlich abweichend vom dargestellten Ausführungsbeispiel auch auf vom Schienenrost 1 unabhängigen Fahrwerken, Gleisraupen od. dgl. abgestützt sein, Vor der durch die Umlenktrommel 3a gebildeten Übergabestelle sind die in Normallage V-förmig angehobenen Flankentagrollen 10 auf einem Teil der Förderstrecke um ihre der Bandmitte zugekehrten Enden an beiden Bandseiten quer zur Förderrichtung schwenkbar in Lagern 11 gelagerte Die äußeren Lager 12 der schwenkbaren Flankentragrollen jeder Bandseite sind durch gemeinsame Längsträger 13 miteinander verbunden, die an von Seiltrommeln 14 abwickelbaren Seilon 15 hingenv Die Seiltrommel 14, von denen beiderseits des Förderbandes am Anfang und Ende der mit schwenkbaren Flankentragrollen ausgestatteten Förderstrecke je eine Trommel mit zugehörigem Seil vorgesehen ist, sind vorzugsweise auf jeder Bandseite mittels einer Welle 14a starr miteinander verbunden und in gleichfalls am Anfang und Ende der mit schwenkbaren Flankentragrollen versehenen Förderstrecke angeordneten Gestellen 16 des Bandabwurfwagens 3 drehbar gelagert. Auf jeder Bandseite besitzt eine der Seiltrommeln 14 eine mit einem Gewicht 17a belastete Sperrklinke 17. Die Sperrklinken 17 werden von mit dem nicht dargestellten Bandantrieb elektrisch verbundenen Eldro-Geräten 18 entgegen der Schwerkraft der Gewichte 17a in Sperrstellung gehalten, Wie die rechte Seite der Abs3 zeigte sind die Seiltrom-
geeignete elektrische Schaltung nach jedem Bandstillsetzen selbsttätig erfolgen, Wird nun der Bandantrieb des mit dem Fordergut F beladenen Förderbandes 2 plötzlich, beispielsweise durch stromausfall, stillgesetzt, so werden die mit dem Bandantrieb elektrisch verbundenen Eldro-Geräte 18 derart betätigt, daß die Sperrklinken 17 aus ihrer Sperrstellung treten. Die in Normallage (Abb.3 rechts) mit ihren Längsträgern 13 an den aufgewickelten Seilen 15 hängenden Flankentragrollen 10 schwenken unter ihrem Eigengewicht und dem Gewicht des Fördergutes (Abb*3 links) unter die Ebene der Mitteltragrollen 22. Die Längsträger 13 stützen sich hierbei auf am Bandabwurfwagen 3 seitlich angeordnete Schurren 23 aby über welche das Fördergut seitlich neben den Bandabwurfwagen und den Schienenrost gleitet.meln 14 mit Handkurbel 19 ausgerüstete mit denen die Seile 15 ti von Hand auf die Trommeln aufgewunden werden Eine der auf jeder h, Bandseite befindliohen Seiltrommeln kann aber auch gemäß Abt, 4 über ein Untersetzungsgetriebe 20y in das ein Freilauf eingebaut ist, mit einem Elektromotor 21 gekuppelt sein. Der in das Unter- Rr. setzungsgetriebe eingebaute Freilauf gestattet bei aus der Sperr- stellung gehobener Sp linke 17 ein Abwickeln der Seile 15 von f't den Seiltrommeln 14y ( ? 3 zum Aufwinden der Seile vom Elektromo- tor angetrieben werden. Letzteres kann gegebenenfalls durch eine - Hierdurch ist gewährleistet, daß vom auslaufenden Förderband kein Gut mehr über die obere Umlenktrommel 3a auf das. bereits stillstehende Zubringerband 5 und die darunter befindliche Bandanlage geschüttet wird. Das seitlich neben dem Sohienenrost während des Bandauslaufes sich anhäufende Fördergut behindert die Fahrbewegungen des Bandabwurfwagens in keiner Weise und kann nach dessen Verfahren ohne Beschädigung der Bandanlage mit mechanischen Räumgeräten schnell entfernt werden.
- An den Schurren 23 sind mit dem Bandantrieb elektrisch verbundene Endausschalter 24 vorgesehen, die beim Auflegen der Längsträger 13 auf die Schurren betätigt werden und verhindern, daß der Bandantrieb in Gang gesetzt wird, bevor die Flankentragrollen in ihre Normallage zurückgebracht wurden und das Förderband gemuldet haben., Um das seitliche Entleeren des Fördergutes beim Schwenken der Flankentragrollen erforderlichenfalls zu beschleunigen bzw. bei klebriger am Förderband haftendem Gut sicherzustellen, wird beim Schwenken der Flankentragrollen die Förderbandmitte nach oben gewölbt, Zu diesem Zweck sind an den Flankentragrollen an einem Hebelarm 10a Stützräder 25 gelagerte die beim Schwenken der Flankentragrollen die Förderbandmitte nach oben wölben.
- Die Neuerung kann selbstverständlich im Bedarfsfalle auch so eingerichtet und betrieben werden, daß beim plötzlichen Stillsetzen des Bandantriebes die Flankentragrollen nur an einer Bandseite abgesenkt werden. Die Stützräder 25 kommen denn in Fortfall, da zum besseren Entleeren des Förderbandes die Bandmitte nicht angehoben wird, - Schutzansprüche -
Claims (3)
- Sohützansprüche 1o Einrichtung zur Übergabe von Fördergut von einem Langstreckenbandförderer auf ein Abwurfband, gekennzeichnet durch vor der Gutübergabestelle auf einem Teil der Förderstrecke an einer oder beiden Bandseiten quer zur Förderrichtung um ihre der Bandmitte zugekehrten Enden schwenkbar gelagerte Flankentragrollen (10), die beim plötzlichen Stillsetzen des Bandantriebest beispielsweise bei Stromausfall durch vom Bandantrieb bzw. durch den Stromausfall betätigte Steuer-und Halteeinrichtungen (14, 15, 17, 18) aus ihrer angehobenen Lage soweit unter die Ebene der Mitteltragrollen (22) geschwenkt werden, daß das auf dem Förderband (2) liegende Fördergut (F) über an der Gutübergabeeinrichtung (3) angeordnete seitliche Schurren (23) abgeworfen wird.
- 2c Gutübergabeeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die äußeren Lager (12) der schwenkbaren Flankentragrollen (10) jeder Bandseite durch einen gemeinsamen Längsträger (13) miteinander verbunden sind, der an abwickelbaren Seilen (15) odcdglp von Seiltrommeln (14) o.dgl. aufgehängt ist, welche Sperrklinken (17) besitzen, die durch mit dem Bandantrieb
lung gehalten werden.elektrisch verbundene Eldro-Geräte (18) tod. dgl in der Sperrstel- - 3. Gutübergabeeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet ? daß an den der Bandmitte zugekehrten Enden der schwenkbaren Flankentragrollen (10) an einem Hebelarm (10a) Stütz-
4p Gutübergabeeinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3x dadurch gekennzeichnet, daß die nach unten geschwenkten Plankentragrollen (10) einen Endausschalter (24) od.dgl. zur Verriegelung des Bandantriebes betätigen,räder (25) od.. dgl. gelagert sind, die beim Schwenken der Flanken- tragrollen die Förderbandmitte nach oben wölben
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| DEM24791U DE1746979U (de) | 1957-04-13 | 1957-04-13 | Einrichtung zur uebergabe von foerdergut von einem langstreckenbandfoerderer auf ein abwurfband. |
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| DEM24791U DE1746979U (de) | 1957-04-13 | 1957-04-13 | Einrichtung zur uebergabe von foerdergut von einem langstreckenbandfoerderer auf ein abwurfband. |
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| DE1746979U true DE1746979U (de) | 1957-06-13 |
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ID=32744117
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| DEM24791U Expired DE1746979U (de) | 1957-04-13 | 1957-04-13 | Einrichtung zur uebergabe von foerdergut von einem langstreckenbandfoerderer auf ein abwurfband. |
Country Status (1)
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|---|---|
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1957
- 1957-04-13 DE DEM24791U patent/DE1746979U/de not_active Expired
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