DE174196C - - Google Patents

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DE174196C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01PMEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
    • G01P3/00Measuring linear or angular speed; Measuring differences of linear or angular speeds
    • G01P3/02Devices characterised by the use of mechanical means
    • G01P3/04Devices characterised by the use of mechanical means by comparing two speeds
    • G01P3/06Devices characterised by the use of mechanical means by comparing two speeds using a friction gear

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Feeding And Guiding Record Carriers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Wenn man auf einer gleichförmig umlaufenden Scheibe A eine von einer Schraubenwelle W geführte Reibungsrolle R in bekannter Weise laufen läßt, so daß die Umdrehungszahl der Welle nebst Rolle einer zu messenden Geschwindigkeit entspricht, so stellt sich die Rolle R bei der Geschwindigkeit Null auf die Mitte der Scheibe ein und läuft bei der Höchstgeschwindigkeit nahe dem
ίο Rande der Scheibe. Die zu messende Geschwindigkeit ist dann direkt proportional der Entfernung der Rolle R vom Mittelpunkt der Scheibe A. Diese Anordnung hat aber folgende Nachteile:
Bei zunehmender Geschwindigkeit wird die Rolle R wohl sehr rasch aus der Mitte bis auf einen bestimmten Laufkreis der Scheibe A geschoben; bei abnehmender Geschwindigkeit und darauf folgendem Stillstand der Welle W dagegen wird die Geschwindigkeit der Rolle immer geringer, je mehr sie sich der Mitte der Scheibe nähert, weil die Zurückführung nur von der gleichförmig umlaufenden Scheibe eingeleitet wird. Diese kann die Rolle während eines Umlaufes um so weniger bewegen, je mehr sich die Rolle der Scheibenmitte nähert. Ist der Apparat zur Geschwindigkeitsmessung eines Fahrzeuges bestimmt, so wird beim Anfahren eine genaue Geschwindigkeitsmessung erfolgen, beim Anhalten der Apparat aber zurückbleiben, und der Zeiger des Messers immer langsamer zurückgehen, je mehr er sich dem Nullpunkt 'nähert,' was als ein großer Mangel anzusehen ist. Außerdem hat man bei dieser Anordnung noch die Nachteile, daß bei Stillstand der Welle W die Rolle R infolge der Drehung der Scheibe A eine bohrende Einwirkung auf die Scheibenmitte ausübt und daß die Scheibe für einen bestimmten Ausschlag der Rolle verhältnismäßig groß sein muß, weil die Rolle aus der Mitte nur nach einer Richtung läuft.
Da es bei einem Geschwindigkeitsmesser vor allem darauf ankommt, daß Anfahren und Anhalten und die Höchstgeschwindigkeiten besonders scharf und rasch dargestellt werden, und da bei dem in Rede stehenden Prinzip der gleichförmig umlaufenden Scheibe mit Laufrolle die schnellste Einstellung der Rolle am Rande der Scheibe erfolgt, so ist es zweckmäßig, die Einstellungen der Rolle für die Geschwindigkeit Null und für die Höchstgeschwindigkeit nach dem Rande der Scheibe zu verlegen. Dies geschieht dadurch, daß beim Stillstand des Antriebes vom Uhrwerk der Welle W schon eine Anfangsgeschwindigkeit gegeben wird, so daß die Rolle jR am Rande der Scheibe A laufend ihre Nullstellung einnimmt. Leitet man nun eine Bewegung ein, deren Geschwindigkeit gemessen werden soll, und zwar so, daß sie der ursprünglichen Bewegung der Welle W entgegenwirkt, so wird sich bei steigender Geschwindigkeit die Drehung der Welle W verlangsamen, sie wird vorübergehend ganz aufhören und schließlioh die entgegengesetzte Richtung annehmen und sich in dieser mehr und mehr beschleunigen. Dabei wird die Rolle R nach der Mitte der Scheibe zu wandern, die Mitte überschreiten und sich

Claims (3)

mehr und mehr dem gegenüberliegenden Rande der Scheibe nähern. Die Entfernung der Rolle von ihrer Nullstellung ist dann direkt proportional der jeweiligen Geschwindigkeit des Antriebes. Die Ausführung des dargestellten Prinzips ist folgende: Von einem Uhrwerk C wird durch die Zahnräder D und E sowohl die Scheibe A, als auch mittels eines Kegelräderpaares F und G eine Welle H gleichförmig in Umdrehung versetzt. Letztere Bewegung wird durch zwei Stirnräder / und K und durch drei Kegelräder L, M und N auf die Schraubenwelle W fortgeleitet. In dem Schraubengang dieser Welle bewegt sich die Rolle R, welche — durch die Drehung sowohl der Scheibe A, als auch der Schraubenwelle W beeinflußt — sich in der Nähe des Scheibenrandes laufend einstellt. Die Kegelräder L, M und N sind in einer Kapsel O gelagert, die mit einem Zahnkranz Z versehen ist. In letzteren greift nach Art der Schraube ohne Ende die Antriebswelle B ein und bewegt die Kapsel O samt den darin enthaltenen Rädern, soweit sie der Bewegung folgen können (M und JV^. Dadurch bewirkt man eine Verlangsamung der Umdrehung ' der Schraubenwelle W, ihre Bewegung wird Null und sie geht in die entgegengesetzte Richtung über, wobei die Rolle R über die Mitte der Scheibe A weg nach dem entgegengesetzten Rande läuft. Die Rolle R läßt sich ohne Schwierigkeit mit einem Mechanismus verbinden, der den Schreibstift einer Registriervorrichtung führt und die Rollenbewegung mittels Zeigerwerkes auf einem Zifferblatt anzeigt. An Stelle der Scheibe läßt sich auch ein Rotationskegel verwenden, nur würde dann die Antriebsbewegung nicht der Ursprungliehen, vom Uhrwerk stammenden Drehbewegung der Welle W entgegenwirken dürfen, sondern müßte in gleicher Richtung verlaufen. Paten τ-Α ν Sprüche:
1. Geschwindigkeitsmesser mit Reibradgetriebe und Vergleichsuhrwerk, dadurch gekennzeichnet, daß das sich verstellende Reibrad (R) außer der bekannten, vom Fahrzeug herrührenden Umdrehung noch eine konstante Anfangsgeschwindigkeit erhält, zum Zwecke, das Reibrad in der Nullstellung außerhalb der Mitte auf einem bestimmten Kreise des durch das Vergleichsuhrwerk angetriebenen Rotationskörpers (A) zu halten.
2. Eine Ausführung des Geschwindigkeitsmessers nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Umlaufgetriebe, dessen Umlaufglied von der zu prüfenden Welle aus angetrieben wird, während das eine der beiden anderen Räder die konstante Geschwindigkeit aufnimmt.
3. Eine Ausführung des Geschwindigkeitsmessers nach Anspruch 1 und 2, bei welcher das Vergleichsuhrwerk zugleich dem Reibrad (R) die konstante Geschwindigkeit erteilt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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