DE174162C - - Google Patents

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DE174162C
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bronzed
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44CPRODUCING DECORATIVE EFFECTS; MOSAICS; TARSIA WORK; PAPERHANGING
    • B44C3/00Processes, not specifically provided for elsewhere, for producing ornamental structures
    • B44C3/04Modelling plastic materials, e.g. clay
    • B44C3/042Modelling plastic materials, e.g. clay producing a copy from an original structure

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • Decoration By Transfer Pictures (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
.- M 174162 KLASSE 756. GRUPPE
ROBERT KRATZ in MÜNCHEN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. April 1905 ab.
Das vorliegende Verfahren bezieht sich auf die Herstellung farbiger oder bronzierter Reliefs und ist in erster Linie zur Herstellung von farbigen oder bronzierten Siegelabdrücken bestimmt. Außerdem ermöglicht es aber auch die Übertragung von Malereien auf plastische Gegenstände, wie Medaillen, Gipsabgüsse, Gußgegenstände usw.
Zur Ausführung dieses Verfahrens ist in
ίο erster Linie eine in bekannter Weise, z. B. ähnlich wie bei der Stereotypie durch Prägung oder dergl. hergestellte Gegenform aus Papier oder dergl. erforderlich, und zwar wird diese, am besten wie bei Abziehbildern mit einem Klebstoffüberzug versehene Gegenform vor oder nach der Prägung mit den gewünschten Farben und Bronzen bedruckt oder bemalt und in die noch formbare Masse, wie Schellack, Gips, Wachs usw., eingedrückt, so daß ein dem Negativ entsprechender Siegelabdruck gebildet wird. Nach dem Erhärten der Masse wird das Papier befeuchtet und kann dann nach Art des Verfahrens bei Abziehbildern einfach abgezogen werden, wobei der Aufdruck auf der Formmasse zurückbleibt.
Der Klebstoffüberzug dient zugleich dazu, der Papierform die zur Beibehaltung der Prägung erforderliche Steifheit zu geben und bildet außerdem eine das Papier von der Formmasse trennende Schicht, die eine leichtere Trennung des Papiernegativs von der Schellack- usw. Schicht ermöglicht. Auf diese Weise lassen sich besonders, die mit Rücksicht auf ihre dekorative Wirkung vielfach begehrten farbigen Siegelabdrücke wesentlich einfacher und erfolgversprechender herstellen, als es bisher mittels der Siegelstöcke möglich war, denn gerade die zur Herstellung von solchen" farbigen Siegelabdrücken erforderliche umständliche und eine gewisse Übung erfordernde Vorbehandlung des Siegelstockes, die bisher fast ausschließlich von Seiten eines Graveurs auszuführen war, kommt dadurch ganz in Wegfall.
Die zur Übertragung von Malerei auf plastische Gegenstände, wie Medaillen, Gipsabgüsse (Basrelief) usw., bestimmte Ausführungsform des Verfahrens besteht darin, daß das mit der Malerei zu versehende Original (Medaillen usw.) zuerst mit einem leichten Schellacküberzug oder dergl. versehen wird und·auf diesen dann, solange er noch weich ist, das nach dem Original vorher hergestellte, mit Aufdruck usw. versehene Papiernegativ genau passend aufgedrückt wird. Der weitere Vorgang, wie Ablösen der Papierschicht usw., bleibt derselbe wie früher. Bei dieser Anwendung des vorliegenden Verfahrens bildet die Schellackschicht lediglich das Bindemittel zwischen Orignal und Malerei bezw. Bronzierung.
Der Unterschied dieser Anwendungsweise des Verfahrens gegenüber der letztbeschriebenen Ausführung besteht also nur darin, daß in dem ersteren Fall die zu prägende Schellackmasse selbst zum Original wird, während in letzterem Fall, in welchem ein
Original bereits vorhanden ist, die auf dasselbe aufgetragene Schellackschicht, die gleichfalls durch die aufzudrückende Papierform eine Prägung erfährt, lediglich als Bindemittel dient.
Je nachdem die Malerei bezw. die Bronzierung auf die erhabenen oder auf die 'vertieften Stellen aufgetragen werden soll, muß die Farbe bezw. Bronze in beiden Fällen ίο entweder auf die vertieften oder auf die erhabenen Stellen der Papierform aufgetragen sein.

Claims (3)

  1. Patent-An Sprüche:
    I. Verfahren zur Herstellung bemalter oder bronzierter Reliefs durch Abformung in plastischen Massen, die in der Gegenform erhärten, dadurch gekennzeichnet, daß als Gegenform eine Papierform oder dergl. dient, die mit den Farben oder Bronzen bemalt oder bedruckt ist, so daß die Farben sich beim Eintrocknen der Masse auf dieser fixieren und beim Ablösen der Papierform auf dem fertigen Relief verbleiben.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung bemalter oder bronzierter Reliefs auf körperlichen Gegenständen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die bemalte oder bedruckte Papierform gegen den mit der erhärtenden Masse, z. B. einer Schellackschicht, überzogenen Gegenstand gedrückt wird und bis zum Erhärten der Masse auf diesem verbleibt.
  3. 3. Verfahren zur Herstellung bemalter oder bronzierter Reliefs nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Papierform unter der Farbschicht eine wasserlösliche Abziehschicht erhält.
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