DE645497C - Verfahren zur Herstellung von Mustern, Zeichen oder Beschriftungen auf Kunstharzpresskoerpern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Mustern, Zeichen oder Beschriftungen auf Kunstharzpresskoerpern

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DE645497C
DE645497C DEA72909D DEA0072909D DE645497C DE 645497 C DE645497 C DE 645497C DE A72909 D DEA72909 D DE A72909D DE A0072909 D DEA0072909 D DE A0072909D DE 645497 C DE645497 C DE 645497C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44CPRODUCING DECORATIVE EFFECTS; MOSAICS; TARSIA WORK; PAPERHANGING
    • B44C3/00Processes, not specifically provided for elsewhere, for producing ornamental structures
    • B44C3/04Modelling plastic materials, e.g. clay
    • B44C3/046Modelling plastic materials, e.g. clay using a modelling surface, e.g. plate
    • B44C3/048Modelling plastic materials, e.g. clay using a modelling surface, e.g. plate applying an additional decorative element, e.g. picture

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • Casting Or Compression Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Mustern, Zeichen oder Beschriftungen ` auf Kunstharzpreßkörpern -Zur Herstellung von Mustern, Zeichenoder Beschriftungen auf Kunstharzpreßkörp.ern ist man bisher im allgemeinen so vorgegangen, daß man entweder diese Muster, Zeichen o. dgl. auf den fertigen Formkörper nachträglich durch Bemalen- aufgebracht hat, oder auch in der Weise, daß man sie in Form dünner Folien. während des Pressens auf die Preßmassen auflegte und in sie einpreßte. Das- geschah insbesondere bei Anbringung metallischer Muster. In beiden Fällen aber waren die aufgebrachten Muster, Zeichen oder Beschriftungen nichtorganisch mit denn Formkörper verbunden und konnten daher mehr Moder weniger leicht auf mechanischem oder chemischem Wege wieder entfernt werden.
  • Man hat zwar auch schon vorgesichljagen, erhabene verschiedenfarbige Ornamente u. dgl. auf Kunstharzpreßkörpern in der Weise herzustellen, daß man die aus Farbstoff und einem härtbaren Kunstharz bestehenden, für die Ornamentierung verwendeten Massen in eingravierte Linien oder Muster des Preßstempels oder der Preßplatten -einbrachte, die Preßmassen, welche nach der Pressung die Ornamente io. dgl. zeigen sollten, einer heißen Vorpressung unterwarf, so daß sie praktisch nicht mehr ließfäMgj waren, und darauf mit den so vorbehandelten Stempeln oder Platten die endgülltügie Pressung vornahm. In diesem Falle mußte also das Preßverfahren in zwei Stufen ausgeführt werden, auch machte dieses Verfahren die Verwendung je eines: besonderen Stempels für jede Ornamentierung nötig, da diese ja in, ihn eingraviert sein. sollte.
  • Es hat sich nun gezeigt, daß sich die Herstellung von Mustern, Zeichen *oder Beschriftungen auf Kunstharzpreßkörpern in viel einfacherer Weise vornehmen läßt, indem man, diese Muster, Zeichen Moder Beschriftungen mittels klarer, gefärbter Moder durch Aufschlämmungen von Farbkörpern gefärbter Lösungen eines Kunstharzes, gegebenenfalls unter Zusatz seines Gleitmittels, mit oder ohne Verwendung von Schablonen auf die Formwandungen ,aufbringt, die Formen mit der Preßmasse beschickt und darauf die Pressung in üblicher Weise vornimmt. Hier wird also keine Vorpressung der Preßmasse vorgenommen, sondern deren Pressung erfolgt gleichzeitig mit der Aufpressung der Ornamente o. dgl. Dabei ist eine besondere Trocknung der aufgebrachten Ornamente o-. dgl. vor der Pressung nicht erforderlich, da bei Anwendung verhältnismäßig leicht flüchtiger Lösungsmittel, wie Alkohol, dias Lösungsmittel schon an ,der Luft verdampft und durch. Auftragun,g der Ornamente o. dgl. auf warme bzw. heiße Formwandungen diese Verdampfung noch besonders beschleunigt werden kann.
  • Statt die Muster o. dsl. auf die Formwandungen selbst aufzutragen, kann man sie auch auf Metallkörper auftragen, die dann in die Form eingelegt werden.
  • Wie sich gezeigt hat, gelingt es auf die angegebene Weise, die Muster, Zeichen oder Beschriftungen so fest und organisch mit der Preßmasse zu verbinden, daß ein nachträgliches Entfernen nicht mehr möglich ist. Als Kunstharz für die Herstellung der Ornamente o. dgl. sind sowohl härtbare als auch nicht härtbare Produkte anwendbar. Als besonders vorteilhaft hat es sich aber erwiesen, dafür ein Harz gleicher oder ähnlicher Zusammensetzung zu verwenden, wie das zur Herstellung der Preßmischung benutzte. Um ein späteres Kleben zu vermeiden, kann der gefärbten bzw. mit Aufschlämmungen von organischen oder anorganischen Farbzusätzen oder einem Metallpulver versetzten Kunstharzlösung ein Gleitmittel zugefügt werden, wie es bei der Herstellung von Formkörpern allgemein Verwendung findet.
  • Mit dieser harzhaltigen Farblösung bzw. bei Anwendung von organischen Farbstoffen oder Metallpulvern, mit emaillelackartigen Aufschlämmungen wird das beabsichtigte Muster, das Zeichen oder die Schrift auf den Stempel der Presse gemalt, wobei je nach der Ausführung die in der Malerei verwendeten Schablonen zur Hilfe genommen werden kömien. Eine gut verwendbare Lacklösung kann z. B. aus 6o Teilen einer 3oo'oigen alkoholischen Lösung eines Phenolharzes und 4oTeilen Aluminiumpulver zusammengesetzt sein, der man, um ein Kleben in der Form zu vermeiden, ein beliebiges Gleitmittel zusetzen kann. Das aufgetragene Muster läßt man auf dem Stempel antrocknen. Die Presse kann dann, wie üblich, gefahren werden, indem sie mit pulvriger oder tablettierterPreßmasse :oder mit fas.erstoffhaltigem, gegebenenfalls vorgeformtem, ungehärtetem Preßstoff beschickt wird. Während des Pressens wird in einem Arbeitsgang der gewünschte Formkörper hergestellt und dieser mit der vorher auf den Preßstempel aufgebrachten Verzierung versehen. Um ein schnelleres Trocknen zu erreichen, ist es zweckmäßig, das Muster auf die erwärmte Form aufzutragen, was sich, besonders wenn die Presse ini Betrieb ist, ohne Sch«rierigkeiten durchführen liäßt.
  • In den Fällen, wo man den Preßstempel nicht mit dem illuster bestreichen will, und wo es die Form zuläßt, kann man das Muster, das Zeichen oder die Beschriftung auf Blech- oder andere Metallkörper aufbringen, die der Form des herzustellenden Pre.B-körpers angepaßt sind, und diese während des Preßvorganges mit einfahren. Diese Ausführung des Verfahrens wird besonders dann am Platze sein, wenn nicht der Preßstempel, sondern die Matrize mit dem Muster versehen bzw. beschriftet «erden soll.
  • Bei beiden Ausführungsarten ist niemals ein Anhaften des Musters, des Zeichens oder der Beschriftung an dem Stempel bzw. der eingelegten Metallform zu befürchten. Der Harzlack verbindet sich einerseits restlos mit der Preßmasse. Andererseits löst er sich, besonders wenn ein Gleitmittel zugesetzt wurde, leicht von dem Metall. Die Muster" Zeichen oder Beschriftungen kommen, da, das Harz sofort mit gehärtet und verpreßt wird, klar und scharf zum Vorschein.
  • Im einzelnen kann die Ausführung des Verfahrens beispielsweise folgendermaßen stattfinden: Auf die kalten oder warmen Wandungen der Preßform oder auf einen Metallkörper, der in seiner Form der unteren Formhälfte gleicht, wird das Muster mittels einer Einfach- oder Doppelwalze oder, je nach dem beabsichtigten Muster, mittels eines Stempels :oder einer Schablone aufgetragen. Dabei: kann man sich dafür eines Lackes bedienen, der beispielsweise aus 75o Teilen härtbarem Phenol- oder Kresolformaldehydharz (Resol), 5oo Teilen Alkohol, 5 Teilen Zinkstearat als Gleitmittel und 3 bis 5 Teilen Farbstoff zusammengesetzt ist. An Stelle von Phenol- oder Kresolformaldehydharz kann auch Harnstoffformaldehydharz, Phthalsäureglycerinharz u. dgl. unter Anwendung entsprechender geeigneter, nach Möglichkeit niedrigsiedender Lösungsmittel verwendet werden. Nachdem das aufgebrachte Muster entweder an der Luft oder durch die vom Pressen noch vorhandene Wärme der Preßform getrocknet ist, wird die Form mit einer Preßmasse bekannter Zusammensetzung, beispielsweise aus Phenolformaldehydharz, Harnstofformaldehydharz allein oder in Gegenwart von Füllstoffen, wie Holzmehl, Asbest, Fasermaterial usw., gefüllt'und in bekannter Weise unter Erwärmen unter Druck gesetzt. Nach normaler Preßzeit sind die Preßänge einwandfrei verpreßt und mit dem vorher auf die Formwandungen aufgebrachten Muster versehen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren, zur Herstellung von Mustern, Zeichen oder Beschriftungen auf Kunstharzpreßkörpern, dadurch gekennzeichnet, daß man die Muster, Zeichen oder Beschriftungen mittels klarer, gefärbter oder durch Aufschlämmungen Von FarbUrpern gefärbter Lösungen eines Kunstharzes, gegebenenfalls unter Zusatz eines Gleitmittels, mit oder ohne Verwendung von Schablonen. auf die gegebenenfalls heißen Formwandungen aufbringt, die Formen mit Preßmasse beschickt und darauf die Pressung in üblicher Weise vornimmt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, -dadurch gekennzeichnet, daß man die Muster USW. auf Metallkörper aufbringt, die man. in die Forrmeneinlegt.
DEA72909D 1934-04-06 1934-04-06 Verfahren zur Herstellung von Mustern, Zeichen oder Beschriftungen auf Kunstharzpresskoerpern Expired DE645497C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE934275C (de) * 1951-09-29 1955-10-13 Eick Malte Jobst Eick Verfahren, Werkzeug und Maschine zur Herstellung farbig bedruckter Kunststoff-Formkoerper
DE941321C (de) * 1953-02-26 1956-04-05 Friedrich Richter Messwerkzeug Spritzkopf zur Herstellung eines Streifens aus Kunststoff fuer die Glieder eines Gliedermassstabes
DE1045865B (de) * 1955-06-28 1958-12-04 Hendrikus Jakobus Emmanuel Sch Verfahren zum Herstellen von in der Form mit Mustern versehenen Massenartikeln aus Thermoplasten durch Spritzguss

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE934275C (de) * 1951-09-29 1955-10-13 Eick Malte Jobst Eick Verfahren, Werkzeug und Maschine zur Herstellung farbig bedruckter Kunststoff-Formkoerper
DE941321C (de) * 1953-02-26 1956-04-05 Friedrich Richter Messwerkzeug Spritzkopf zur Herstellung eines Streifens aus Kunststoff fuer die Glieder eines Gliedermassstabes
DE1045865B (de) * 1955-06-28 1958-12-04 Hendrikus Jakobus Emmanuel Sch Verfahren zum Herstellen von in der Form mit Mustern versehenen Massenartikeln aus Thermoplasten durch Spritzguss

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