DE171952C - - Google Patents
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
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- H04Q5/02—Selecting arrangements wherein two or more subscriber stations are connected by the same line to the exchange with direct connection for all subscribers, i.e. party-line systems
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 171952 -KLASSE 21 a.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Auswahlvorrichtung für mehrere an eine gemeinsame
Leitung angeschlossene Fernsprechstellen,· in welcher eine gezahnte, auf jeder
Sprechstelle befindliche Scheibe zwei Stifte von ungleicher Länge trägt, von denen im
Ruhestande der gemeinsamen Leitung der kürzere einen mit dem Sprechstromkreise
verbundenen Kontakt nur mit einem mit der
ίο Hauptleitung verbundenen Kontakt in Berührung
hält und den Sprechstromkontakt bei der Übermittelung des ersten Anrufstromstoßes
freigibt, während beim letzten Anrufstromstoß von dem längeren Stift sowohl der Sprechstromkreis durch den Sprechstromkreiskontakt,
als auch der Anrufstromkreis durch seinen Anrufstromkreiskontakt leitend mit dem Hauptleitungskontakt in Verbindung
gebracht werden.
Das Drehen der gezahnten Scheibe geschieht in der Weise, daß, wenn ein die Vorwärtsdrehung
der Scheibe bewirkender Strom durch die Hauptleitung gesendet wird, das eine Ende eines Ankers angezogen und dadurch
die am anderen Ende des letzteren angelenkte und zurückgehende Sperrstange
durch die Einwirkung zweier, dieselbe umschließender Teile aufwärts steigt und hierbei
die Scheibe verstellt, welche gleichzeitig durch eine an dem einen der beiden Teile
sitzende Sperrklinke gegen Rücklauf gesichert wird, während bei der Anziehung des Ankers in der anderen, die Zurückdrehung
der Scheibe bewirkenden Richtung die Sperrstange infolge der dieselben umschließenden
Teile abwärts steigt und hierbei aus dem Bereiche der Zähne der Scheibe
tritt, wobei .die durch einen an der Sperrstange sitzenden Stift zurückgezogene Sperrklinke
das Zurückgehen der Scheibe solange gestattet, bis ein langer Zahn der letzteren
das obere Ende der· Sperrklinke erfaßt und die Scheibe in der Ruhelage festhält.
In den Zeichnungen stellen dar:
Fig. ι einen Aufriß der Auswählvorrichtung,
Fig. 2 einen Schnitt durch eine gezahnte Scheibe,
Fig. 3 bis 8 Einzelansichten verschiedener Teile der Auswählvorrichtung,
Fig. 9 ein Schaltschema derselben.
Bei dieser Auswählvorrichtung sind gewöhnlich
die Sprechströmkreise der sämtlichen Nebenstellen mit der Hauptleitung verbunden, wenn aber die Schaltvorrichtungen
der Nebenstellen vom Amte aus in
Tätigkeit gesetzt werden, werden sämtliche Sprechstromkreise mit Ausnahme desjenigen
des ausgewählten Teilnehmers ausgeschaltet.
Auf jeder Teilnehmerstelle sind Hauptleitungen io und ii (Fig. 9) vorgesehen, und
auf dem Amt sind Anordnungen getroffen, um in diese Leitungen eine gewisse Anzahl
Stromstöße in der einen oder in der anderen Richtung, oder einen Wechselstrom für die
Inbetriebsetzung der Weckermagnete einer beliebigen Teilnehmerstelle zu senden.
Auf jeder Stelle befinden sich zwei Elektromagnetspulen 15 mit einem polarisierten,
durch zwei Stiftschrauben 17 drehbar gelagerten Anker 16, welcher in dem einen
oder anderen Sinne je nach der Richtung des in den Magnetspulen fließenden Stromes
gedreht wird. Gewöhnlich wird das obere Ende des Ankers angezogen, welches so oft
geschieht, wie vom Amte Stromstöße in die Hauptleitung io, 11 gesendet werden, und
da jede Teilnehmerstelle eine bestimmte Nummer besitzt, ist es nur nötig, so viel
Stromstöße in die Hauptleitung zu schicken, als der Nummer der gewünschten Teilnehmerstelle
entspricht. Nach jeder Anziehung wird der Anker durch Federn 18 in seine normale Lage zurückgeführt. An
einer geeigneten Stelle auf der Grundplatte des Schaltapparates einer jeden Teilnehmerstelle ist ein Bolzen 19 vorgesehen, um welchen
eine gezahnte Scheibe 20 sich drehen kann; an letzterer ist das eine Ende einer Spiralfeder 21 befestigt, deren anderes Ende
mittels des Stiftes 22 an der Grundplatte befestigt ist. Diese Feder dient dazu, die gezahnte
Scheibe nach ihrer Drehung in ihre ursprüngliche Lage zurückzuführen.
Die Scheibe 20 besitzt ferner eine mit der Nummer der Teilnehmerstelle übereinstimmende
Anzahl Bohrungen 23, in welche ein von einem radialen Arm 25 getragener Stift
26 eingedrückt wird. Auf der anderen Seite des Armes 25 setzt sich dieser Stift 26 fort,
welcher, wie später gezeigt wird, den Stromkreis durch die sekundären Windungen der Induktionsspule
52 und die Hörerspule schließen kann. Die Scheibe 20 besitzt noch einen
kürzeren Stift 28, welcher gewöhnlich einen Kontakt 29 gegen einen zweiten Kontakt 30
drückt, wodurch der Sprechstromkreis durch die Drähte 31 und 32 mit der Hauptleitung
10, 11 verbunden wird (s. Fig. 9). Sobald
die Scheibe 20 ihre Drehung anfängt, verläßt der Stift 28 den Kontakt 29, wobei der
Sprechstromkreis eines jeden Fernsprechers ausgeschaltet wird.
Mit einer auf der Grundplatte befestigten Platte 27 sind zwei aüfrechtstehende Lappen
9 und 33 fest verbunden, zwischen welchen eine die Scheibe 20 drehende Stange 34
hin- und herspielt. Letztere ist mit dem einen Ende des Ankers 16 beweglich verbunden,
und am freien Ende der Stange 34 ist ein Zahn 35 (Fig. 5) vorgesehen, welcher,
wenn die Scheibe 20 gedreht werden soll, mit deren Zähnen in Eingriff tritt. Die
Unterseite der, Stange 34 besitzt einen Vorsprung 36, welcher bei der Bewegung der
Stange auf dem unteren Lappen 33 der Platte 27 gleitet. Der obere Lappen 9 trägt
eine drehbare Sperrklinke 37, welche die Drehung der gezahnten Scheibe 20 rechts
herum verhindert; das untere Ende dieser Sperrklinke wird mittels eines an der Stange
34 befestigten Stiftes 40 nach links geführt, so daß, wie später gezeigt wird, beim Schluß
des Gespräches die Sperrklinke 37 außer Eingriff mit der gezahnten Scheibe 20 gerät,
und letztere von der gespannten Spiralfeder 21. in ihre ursprüngliche Lage zurückgedreht
wird. Ein Zahn der Scheibe 20 ist länger als die anderen, so daß letztere bei
dieser Bewegung von der Sperrklinke 37 verhindert ist, zu weit gedreht zu werden.
Die beiden Kontaktfedern 29 und 30 sind gewöhnlich, wie aus Fig. 6 ersichtlich, durch
den Stift 28 miteinander in Berührung gebracht, während eine dritte, die Einschaltung
des Weckers 43 bewirkende, mit den Kon-, taktfedern 29, 30 zusammenarbeitende Kontaktfeder
41 für gewöhnlich keine metallische Verbindung mit den anderen Kontaktfedern
hat, denn der Stift 28 ist nicht lang genug, um gleichzeitig die beiden Kontaktfedern 29
und 41 zu berühren (Fig. 6). Wenn dagegen der längere Stift 26 der Scheibe 20 bei der
Drehung der letzteren an die Kontaktfedern 29 und 41 gelangt, werden diese gegen die
Kontaktfeder 30 gedrückt, so daß eine metallische Verbindung zwischen den drei Koiitaktfedern
29, 30 und 41 eintritt. Dies geschieht indessen nur auf der ausgewählten
Teilnehmerstelle. Der polarisierte Wecker 43 befindet sich auf jeder Teilnehmerstelle und
ist mittels der Leitung 44 mit der Kontaktfeder 41 und durch die Leitung 45 mit der
Erde verbunden. Nur wenn die Kontaktfeder 41 geschlossen ist, kann ein Strom
über den Linienzweig 10 und durch den Wecker gesendet werden.
Die Anordnung der Drähte ist aus Fig. 9 ersichtlich. Wenn der Hörerhaken 48 seine
tiefe Lage einnimmt, so sind die Elektromagnetspulen 15 durch diesen, und die Leitungsdrähte
47, 49 mit den Hauptleitungen 10, 11 leitend verbunden. Von letzteren wird
der sekundäre Sprechstromkreis durch die Leitungen 31, 32, die Kontaktfedern 29, 30,
die Windungen der Induktionsspule 52 und
Claims (2)
1. Auswählvorrichtung für mehrere an
eine gemeinsame Leitung angeschlossene Fernsprechstellen, von denen die Einschaltung
der gewünschten Sprechstelle mittels eines in einer bestimmten Richtung fließenden
Stromes bewirkt wird, welcher eine auf jeder Sprechstelle befindliche gezahnte Scheibe vorwärts dreht, während ein
Strom von entgegengesetzter Richtung · die Scheiben in die Ruhelage zurückbringt,
dadurch gekennzeichnet, daß jede von den auf den Sprechstellen befindlichen Scheiben (20) zwei Stifte (26, 28)
von ungleicher Länge trägt, von denen im Ruhezustande der gemeinsamen Leitung
(10, 11) der kürzere (28) einen mit dem Sprechstromkreise (10,31,30,29,51,
52,32,11) verbundenen Kontakt (29) nur mit einem mit der Hauptleitung (10) verbundenen
Kontakt (30) in Berührung hält und den Sprechstromkontakt (29) bei der Entsendung des ersten Anrufstromstoßes
freigibt, während beim letzten Anrufstromstoß von dem längeren Stift (26) sowohl der Sprechstromkreis durch den
Sprechstromkreiskontakt (29) als auch der Anrufstromkreis (10, 31, 30, 41, 44, 43, 45,
Erde) durch seinen Anrufstromkreiskontakt (41) leitend mit dem Hauptleitungskontakt (30) in Verbindung gebracht werden.
2. Auswählvorrichtung nach Anspruch i,
bei welcher bei Entsendung des die Vorwärtsdrehung der gezahnten Scheibe bewirkenden
Stromes das eine Ende des die Scheibe drehenden Ankers (16) angezogen
wird, dadurch gekennzeichnet, daß die am anderen Ende des Ankers (16) angelenkte
und bei dieser Ankeranziehung zurückgehende Sperrstange (34) durch Einwirkung zweier dieselbe umschließender Teile
(9, 33) aufwärts steigt und hierbei die Scheibe (20) verstellt, welche gleichzeitig
durch eine, an dem einen (9) der beiden Teile sitzende Sperrklinke (37) gegen
Rücklauf gesichert wird, während bei der Anziehung des Ankers in der anderen, die Zurückdrehung der Scheibe bewirkenden
Richtung die Sperrstange infolge der dieselbe umschließenden Teile abwärts
steigt und hierbei aus dem Bereiche der Zähne der Scheibe (20) tritt, wobei die durch einen an der Sperrstange sitzenden
Stift (40) zurückgezogene Sperrklinke das Zurückgehen der Scheibe (20) so lange gestattet, bis ein langer Zahn der letzteren
das obere Ende der Sperrklinke (37) erfaßt und die Scheibe in der Ruhelage festhält.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE171952C true DE171952C (de) |
Family
ID=436883
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT171952D Active DE171952C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE171952C (de) |
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