DE171952C - - Google Patents

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DE171952C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q5/00Selecting arrangements wherein two or more subscriber stations are connected by the same line to the exchange
    • H04Q5/02Selecting arrangements wherein two or more subscriber stations are connected by the same line to the exchange with direct connection for all subscribers, i.e. party-line systems

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Meter Arrangements (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 171952 -KLASSE 21 a.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 31. Januar 1905 ab.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Auswahlvorrichtung für mehrere an eine gemeinsame Leitung angeschlossene Fernsprechstellen,· in welcher eine gezahnte, auf jeder Sprechstelle befindliche Scheibe zwei Stifte von ungleicher Länge trägt, von denen im Ruhestande der gemeinsamen Leitung der kürzere einen mit dem Sprechstromkreise verbundenen Kontakt nur mit einem mit der
ίο Hauptleitung verbundenen Kontakt in Berührung hält und den Sprechstromkontakt bei der Übermittelung des ersten Anrufstromstoßes freigibt, während beim letzten Anrufstromstoß von dem längeren Stift sowohl der Sprechstromkreis durch den Sprechstromkreiskontakt, als auch der Anrufstromkreis durch seinen Anrufstromkreiskontakt leitend mit dem Hauptleitungskontakt in Verbindung gebracht werden.
Das Drehen der gezahnten Scheibe geschieht in der Weise, daß, wenn ein die Vorwärtsdrehung der Scheibe bewirkender Strom durch die Hauptleitung gesendet wird, das eine Ende eines Ankers angezogen und dadurch die am anderen Ende des letzteren angelenkte und zurückgehende Sperrstange durch die Einwirkung zweier, dieselbe umschließender Teile aufwärts steigt und hierbei die Scheibe verstellt, welche gleichzeitig durch eine an dem einen der beiden Teile sitzende Sperrklinke gegen Rücklauf gesichert wird, während bei der Anziehung des Ankers in der anderen, die Zurückdrehung der Scheibe bewirkenden Richtung die Sperrstange infolge der dieselben umschließenden Teile abwärts steigt und hierbei aus dem Bereiche der Zähne der Scheibe tritt, wobei .die durch einen an der Sperrstange sitzenden Stift zurückgezogene Sperrklinke das Zurückgehen der Scheibe solange gestattet, bis ein langer Zahn der letzteren das obere Ende der· Sperrklinke erfaßt und die Scheibe in der Ruhelage festhält.
In den Zeichnungen stellen dar:
Fig. ι einen Aufriß der Auswählvorrichtung,
Fig. 2 einen Schnitt durch eine gezahnte Scheibe,
Fig. 3 bis 8 Einzelansichten verschiedener Teile der Auswählvorrichtung, Fig. 9 ein Schaltschema derselben.
Bei dieser Auswählvorrichtung sind gewöhnlich die Sprechströmkreise der sämtlichen Nebenstellen mit der Hauptleitung verbunden, wenn aber die Schaltvorrichtungen der Nebenstellen vom Amte aus in
Tätigkeit gesetzt werden, werden sämtliche Sprechstromkreise mit Ausnahme desjenigen des ausgewählten Teilnehmers ausgeschaltet.
Auf jeder Teilnehmerstelle sind Hauptleitungen io und ii (Fig. 9) vorgesehen, und auf dem Amt sind Anordnungen getroffen, um in diese Leitungen eine gewisse Anzahl Stromstöße in der einen oder in der anderen Richtung, oder einen Wechselstrom für die Inbetriebsetzung der Weckermagnete einer beliebigen Teilnehmerstelle zu senden.
Auf jeder Stelle befinden sich zwei Elektromagnetspulen 15 mit einem polarisierten, durch zwei Stiftschrauben 17 drehbar gelagerten Anker 16, welcher in dem einen oder anderen Sinne je nach der Richtung des in den Magnetspulen fließenden Stromes gedreht wird. Gewöhnlich wird das obere Ende des Ankers angezogen, welches so oft geschieht, wie vom Amte Stromstöße in die Hauptleitung io, 11 gesendet werden, und da jede Teilnehmerstelle eine bestimmte Nummer besitzt, ist es nur nötig, so viel Stromstöße in die Hauptleitung zu schicken, als der Nummer der gewünschten Teilnehmerstelle entspricht. Nach jeder Anziehung wird der Anker durch Federn 18 in seine normale Lage zurückgeführt. An einer geeigneten Stelle auf der Grundplatte des Schaltapparates einer jeden Teilnehmerstelle ist ein Bolzen 19 vorgesehen, um welchen eine gezahnte Scheibe 20 sich drehen kann; an letzterer ist das eine Ende einer Spiralfeder 21 befestigt, deren anderes Ende mittels des Stiftes 22 an der Grundplatte befestigt ist. Diese Feder dient dazu, die gezahnte Scheibe nach ihrer Drehung in ihre ursprüngliche Lage zurückzuführen.
Die Scheibe 20 besitzt ferner eine mit der Nummer der Teilnehmerstelle übereinstimmende Anzahl Bohrungen 23, in welche ein von einem radialen Arm 25 getragener Stift 26 eingedrückt wird. Auf der anderen Seite des Armes 25 setzt sich dieser Stift 26 fort, welcher, wie später gezeigt wird, den Stromkreis durch die sekundären Windungen der Induktionsspule 52 und die Hörerspule schließen kann. Die Scheibe 20 besitzt noch einen kürzeren Stift 28, welcher gewöhnlich einen Kontakt 29 gegen einen zweiten Kontakt 30 drückt, wodurch der Sprechstromkreis durch die Drähte 31 und 32 mit der Hauptleitung 10, 11 verbunden wird (s. Fig. 9). Sobald die Scheibe 20 ihre Drehung anfängt, verläßt der Stift 28 den Kontakt 29, wobei der Sprechstromkreis eines jeden Fernsprechers ausgeschaltet wird.
Mit einer auf der Grundplatte befestigten Platte 27 sind zwei aüfrechtstehende Lappen 9 und 33 fest verbunden, zwischen welchen eine die Scheibe 20 drehende Stange 34 hin- und herspielt. Letztere ist mit dem einen Ende des Ankers 16 beweglich verbunden, und am freien Ende der Stange 34 ist ein Zahn 35 (Fig. 5) vorgesehen, welcher, wenn die Scheibe 20 gedreht werden soll, mit deren Zähnen in Eingriff tritt. Die Unterseite der, Stange 34 besitzt einen Vorsprung 36, welcher bei der Bewegung der Stange auf dem unteren Lappen 33 der Platte 27 gleitet. Der obere Lappen 9 trägt eine drehbare Sperrklinke 37, welche die Drehung der gezahnten Scheibe 20 rechts herum verhindert; das untere Ende dieser Sperrklinke wird mittels eines an der Stange 34 befestigten Stiftes 40 nach links geführt, so daß, wie später gezeigt wird, beim Schluß des Gespräches die Sperrklinke 37 außer Eingriff mit der gezahnten Scheibe 20 gerät, und letztere von der gespannten Spiralfeder 21. in ihre ursprüngliche Lage zurückgedreht wird. Ein Zahn der Scheibe 20 ist länger als die anderen, so daß letztere bei dieser Bewegung von der Sperrklinke 37 verhindert ist, zu weit gedreht zu werden.
Die beiden Kontaktfedern 29 und 30 sind gewöhnlich, wie aus Fig. 6 ersichtlich, durch den Stift 28 miteinander in Berührung gebracht, während eine dritte, die Einschaltung des Weckers 43 bewirkende, mit den Kon-, taktfedern 29, 30 zusammenarbeitende Kontaktfeder 41 für gewöhnlich keine metallische Verbindung mit den anderen Kontaktfedern hat, denn der Stift 28 ist nicht lang genug, um gleichzeitig die beiden Kontaktfedern 29 und 41 zu berühren (Fig. 6). Wenn dagegen der längere Stift 26 der Scheibe 20 bei der Drehung der letzteren an die Kontaktfedern 29 und 41 gelangt, werden diese gegen die Kontaktfeder 30 gedrückt, so daß eine metallische Verbindung zwischen den drei Koiitaktfedern 29, 30 und 41 eintritt. Dies geschieht indessen nur auf der ausgewählten Teilnehmerstelle. Der polarisierte Wecker 43 befindet sich auf jeder Teilnehmerstelle und ist mittels der Leitung 44 mit der Kontaktfeder 41 und durch die Leitung 45 mit der Erde verbunden. Nur wenn die Kontaktfeder 41 geschlossen ist, kann ein Strom über den Linienzweig 10 und durch den Wecker gesendet werden.
Die Anordnung der Drähte ist aus Fig. 9 ersichtlich. Wenn der Hörerhaken 48 seine tiefe Lage einnimmt, so sind die Elektromagnetspulen 15 durch diesen, und die Leitungsdrähte 47, 49 mit den Hauptleitungen 10, 11 leitend verbunden. Von letzteren wird der sekundäre Sprechstromkreis durch die Leitungen 31, 32, die Kontaktfedern 29, 30, die Windungen der Induktionsspule 52 und

Claims (2)

durch den Fernhörer 51 hergestellt. Der primäre, von der Batterie 54 erzeugte Sprechstromkreis, welcher gewöhnlich von dem Hörerhaken 48 unterbrochen ist, verläuft mittels der Leitungen 53 durch die primären Windungen der Induktionsspule 52 sowie durch das Mikrophon 55. . Der kurze Stift 28 dient außer die Kontaktfedern 29 und 30 in Berührung miteinander zu halten, noch dazu, den ausgebogenen Teil 56 eines Armes 57 seitlich zu halten, so daß bei der Drehung der gezahnten Scheibe 20 die am unteren Ende des letzteren vorgesehene, die Aufschrift »Busy« (besetzt) tragende Platte 59 durch ihre Schwere vor dem in der Vorderseite des die Schaltvorrichtung umgebenden Kastens vorgesehenen Fenster 60 sich einstellt. In der Ruhelage nehmen die Teile die in Fig. ι gezeigte Stellung ein, wobei auf jeder Teilnehmerstelle die Aufschrift »Busy« unsichtbar und der sekundäre Sprechstromkreis durch die Kontaktfedern 29' und 30 geschlossen ist; wenn jedoch das Amt einen Strom durch die Leitung 10, 47, 48, 49,15, 11 sendet, wird das obere Ende des Ankers 16 angezogen, so daß die Scheibe 20 von der Stange 34 um einen Zahn gedreht wird. Hierbei verläßt der Stift 28 die Kontaktfeder 29, welche infolgedessen außer Berührung mit der Kontaktfeder 30 tritt. Dadurch wird der Sprechstromkreis an jeder Teilnehmerstelle ausgeschaltet und der Anzeigearm 57 ausgelöst, so daß er seine Anzeigestellung einnimmt. Das Amt sendet dann die nötige Anzahl Stromstöße über 10, 47, 48, 49, 15, 11, um einen gewissen Teilnehmer anzurufen, wobei der längere Stift 26 mit den beiden Kontaktfedern 29 und 41 in Berührung tritt. Hierdurch wird die Verbindung zwischen den drei Kontaktfedern hergestellt, so daß - der Wecker in die Hauptleitung eingeschaltet wird. Ein Wechselstrom wird dann durch den Zweig 10 der Häuptleitung geschickt, um den Wecker des ausgewählten Teilnehmers in Tätigkeit zu setzen, während die Wecker der anderen Teilnehmer, sowie die Sprechstromkreise derselben, ausgeschaltet bleiben. Das Anzeigeschild 59 nimmt dabei in oben beschriebener Weise seine sichtbare Lage ein, in welcher es verharrt, bis das Amt einen Strom durch die Hauptleitung in umgekehrtem Sinne zu den Einstellstromstößen sendet. Hierdurch wird das untere Ende des Ankers 16 angezogen und die Sperrklinke 37 durch einen auf das untere Ende derselben ausgeübten Druck außer Eingriff mit der gezahnten Scheibe 20 gebracht; gleichzeitig gleitet bei der Verschiebung der Stange 34 nach links der obere Vorsprung 7 derselben abwärts unterhalb des Lappens 9, so daß auch der Zahn 35 außer Eingriff mit der Scheibe 20 gerät, und die Scheibe durch die Kraft der Feder 21 ihre ursprüngliche Stellung einnehmen kann. Die Bewegung der Sperrklinke 37 ist so begrenzt, daß der verlängerte Zahn der Scheibe 20 nicht freigegeben wird, wodurch letztere nicht zu weit gedreht werden kann; denn beim Nichtgebrauch der Fernsprechanlage muß auf jeder Teilnehmerstelle die Scheibe 20 ihre ursprüngliche Lage einnehmen, um mittels des kürzeren Stiftes 28 die Kontaktfedern 29 und 30 miteinander in Berührung zu halten, so daß alle Sprechstromkreise eingeschaltet und die Anzeigeschilder 59 unsichtbar sind. Paten τ-An Sprüche:
1. Auswählvorrichtung für mehrere an eine gemeinsame Leitung angeschlossene Fernsprechstellen, von denen die Einschaltung der gewünschten Sprechstelle mittels eines in einer bestimmten Richtung fließenden Stromes bewirkt wird, welcher eine auf jeder Sprechstelle befindliche gezahnte Scheibe vorwärts dreht, während ein Strom von entgegengesetzter Richtung · die Scheiben in die Ruhelage zurückbringt, dadurch gekennzeichnet, daß jede von den auf den Sprechstellen befindlichen Scheiben (20) zwei Stifte (26, 28) von ungleicher Länge trägt, von denen im Ruhezustande der gemeinsamen Leitung (10, 11) der kürzere (28) einen mit dem Sprechstromkreise (10,31,30,29,51, 52,32,11) verbundenen Kontakt (29) nur mit einem mit der Hauptleitung (10) verbundenen Kontakt (30) in Berührung hält und den Sprechstromkontakt (29) bei der Entsendung des ersten Anrufstromstoßes freigibt, während beim letzten Anrufstromstoß von dem längeren Stift (26) sowohl der Sprechstromkreis durch den Sprechstromkreiskontakt (29) als auch der Anrufstromkreis (10, 31, 30, 41, 44, 43, 45, Erde) durch seinen Anrufstromkreiskontakt (41) leitend mit dem Hauptleitungskontakt (30) in Verbindung gebracht werden.
2. Auswählvorrichtung nach Anspruch i, bei welcher bei Entsendung des die Vorwärtsdrehung der gezahnten Scheibe bewirkenden Stromes das eine Ende des die Scheibe drehenden Ankers (16) angezogen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die am anderen Ende des Ankers (16) angelenkte und bei dieser Ankeranziehung zurückgehende Sperrstange (34) durch Einwirkung zweier dieselbe umschließender Teile
(9, 33) aufwärts steigt und hierbei die Scheibe (20) verstellt, welche gleichzeitig durch eine, an dem einen (9) der beiden Teile sitzende Sperrklinke (37) gegen Rücklauf gesichert wird, während bei der Anziehung des Ankers in der anderen, die Zurückdrehung der Scheibe bewirkenden Richtung die Sperrstange infolge der dieselbe umschließenden Teile abwärts steigt und hierbei aus dem Bereiche der Zähne der Scheibe (20) tritt, wobei die durch einen an der Sperrstange sitzenden Stift (40) zurückgezogene Sperrklinke das Zurückgehen der Scheibe (20) so lange gestattet, bis ein langer Zahn der letzteren das obere Ende der Sperrklinke (37) erfaßt und die Scheibe in der Ruhelage festhält.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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