DE166308C - - Google Patents

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DE166308C
DE166308C DENDAT166308D DE166308DA DE166308C DE 166308 C DE166308 C DE 166308C DE NDAT166308 D DENDAT166308 D DE NDAT166308D DE 166308D A DE166308D A DE 166308DA DE 166308 C DE166308 C DE 166308C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/32General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using oxidation dyes
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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    • D06P1/008Preparing dyes in situ

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es wurde die Beobachtung gemacht, daß man durch Oxydation einer Mischung von alkylierten Diaminobenzhydrolen mit p-Aminodiphenylamin oder seinen Derivaten auf der Faser zu neuen lebhaft blauen Farbstoffen gelangt, die sich ohne ,Tanninbeize durch vorzügliche Wasch-, Seif-, Soda-, Alkali- und Säureechtheit auszeichnen.
Bekanntlich gibt Tetramethyldiaminobenzhydrol mit Säuren schön blau gefärbte Salze, welche durch einen Säureüberschuß entfärbt werden. Auf tanningebeizter Baumwolle oder auch auf Seide erhält man damit eine prachtvoll blaue Färbung, die aber ganz unecht ist und schon durch schwaches Seifen durch verdünnte Alkalien oder Säuren zerstört wird.
(vergl. Nietzki, Chemie der organischen Farbstoffe, III. Auflage, Seite 110 bis in).
Die nach dem vorliegenden Verfahren entstehenden neuen Farbstoffe dürfen also nicht mit den bekannten Salzen der alkylierten Diaminobenzhydrole verwechselt werden, denn es liegen hier neue Kondensationsprodukte vor.
Unterwirft man ferner das Tetramethyldiaminobenzhydrol für sich dem Oxydations-
So entsteht z. B. aus:
prozeß, so entsteht kein Farbstoff. Andererseits gibt p-Aminodiphenylamin für sich oxydiert in den geringen hier zur Anwendung kommenden Mengen von etwa 1 Prozent in der Druck- oder Klotzfarbe ein helles Grau. Mischt man dagegen beide Körper zusammen in einer Druck- oder Klotzfarbe und oxydiert dann auf der Faser, so erhält man in überraschender Weise einen ganz neuen Farbstoff von schön blauer Nuance und ganz hervorragenden Echtheitseigenschaften.
In gleicher Weise reagieren die Derivate des p-Aminodiphenylamins, wie z. B. p-Aminop-oxydiphenylamin, ρ - Diaminodiphenylamin, sowie deren Homologe mit dem Tetramethyldiaminobenzhydrol und anderen alkylierten Diaminobenzhydrolen.
Auch die entsprechenden Methanderivate, wie z. B. Tetramethyldiaminodiphenylmethan, geben mit p-Aminodiphenylamin zusammen auf der Faser oxydiert einen blauen Farbstoff von denselben guten Echtheitseigenschäften, wahrscheinlich indem sich zunächst aus dem Methanderivat das entsprechende Hydrol bildet und dieses dann erst mit p-Aminodiphenylamin in Reaktion tritt.
p-Aminodiphenylamin -\- Tetramethyldiaminobenzhydrol reinblau,
+ Tetraäthyldiaminobenzhydrol grünlichblau,
-|- Tetramethyldiaminodiphenylmethan .... dunkelblau,
- -j- Tetraäthyldiaminodiphenylmethan grünlichblau,
p-Aminomethyldiphenylamin
p-Aminophenyltolylamin 4-
ρ- Atnino-p-oxydiphenylamin -f-
Phenyl-p-aminodiphenylamin -j-
p-Diaminodiphenylamin -f-Dimethyl - ρ - amino - ρ - oxy-
phenyltolylamin usw. -f-
Das vorliegende Verfahren läßt sich sehr
ίο gut mit dem Verfahren des Patentes 134559 kombinieren.
Die beiden zur Kondensation bestimmten Körper werden in einer Druckfarbe oder einem Klotzbade mit dem nötigen Lösungs- und Verdickungsmittel vereinigt, dann werden die Oxydationsmittel zugefügt, das Ganze auf das zu färbende Material (pflanzliche oder tierische Fasern) gebracht und durch Trocknen allein oder nachfolgendes Dämpfen der Farbstoffe auf der Faser entwickelt. Man bedarf keiner freien Mineralsäuren, sondern kann mit organischen Säuren und sauren Salzen und Chloraten den Oxydationsprozeß ausführen. Dadurch wird dem Angreifen der Faser vorgebeugt.
Auch läßt sich das Verfahren so abändern, daß man die einzelnen Komponenten anstatt gleichzeitig, nacheinander auf die Faser bringt und dann zusammen oxydiert.
Beispiel einer Druckfarbe.
18 g techn. Tetramethyldiaminobenzhydrol und
Hg p-Aminodiphenylamin werden mit
100 ecm Essigsäure 8° Be. und
30 ecm Milchsäure 50 Prozent erwärmt, in 600 g essigsaure Stärkeverdickung eingerührt und zugefügt
( 14 g Natriumchlorat,
\ 28 ecm Wasser,
15 ecm Aluminiumchlorid 300 Be.,
10 ecm Cerchlorid 20 Prozent,
170 ecm Wasser.
Tetramethyldiaminobenzhydrol
ι kg.
Der bedruckte Stoff wird getrocknet und
entweder im Mather-Plattschnelldämpfer kurz gedämpft oder eine Stunde ohne Druck im Kasten gedämpft. Sodann wird gewaschen und geseift.
Beispiel einer Klotzfarbe.
18 g techn. Tetramethyldiaminobenzhydrol und
Ii g p-Ammodiphenylamin werden in
100 ecm Essigsäure 50 Prozent und
30 ecm Milchsäure 50 Prozent gelöst und eingerührt in
100 g Tragantwasser, 60 g im Liter, 200 ecm Wasser,
A.
blau,
blau,
dunkelblau,
blau,
dunkelblau,
blau.
14 g Natriumchlorat,
28 ecm Wasser,
15 ecm Aluminiumchlorid 300 Be.,
B. 10 ecm Cerchlorid 20 Prozent,
400 ecm Wasser. Vor Gebrauch Stammfarbe B. in A. gießen und auf ι 1 einstellen.
Der Stoff wird am Foulard geklotzt, getrocknet und durch kurzes Dämpfen oder am Trockenzylinder oder in einem Oxydationsraum das Blau entwickelt. Sodann wird ge- waschen und geseift.
Das Verfahren läßt sich sowohl auf pflanzliche wie auch auf tierische Fasern in Anwendung bringen, nur muß man bei wollhaltigen Fasern auf die reduzierende Wirkung der Faser Rücksicht nehmen und größere Chloratmengen bezw. gechlorten oder gesäuerten Wollstoff verwenden.
Durch reduzierende Mittel, wie Zinnsalz, Kaliumsulfit, Hydrosulfit usw., lassen sich in bekannter Weise Reserveeffekte erzielen.
Das vorliegende Verfahren unterscheidet sich von dem in der Patentschrift 27032 beschriebenen wesentlich dadurch, daß hier Farbstoffe auf der Faser hergestellt und gleichzeitig ohne Tannin echt fixiert werden, während dort Farbstoffe in Substanz erhalten werden, welche nur mittels Tannin auf Baumwolle sich fixieren lassen.
Auch das Verfahren der Patentschrift 88475 ist von dem vorliegenden Verfahren wesentlich verschieden. Bei jenem Verfahren werden Farbstoffe, welche noch eine freie Aminogruppe haben, nachoxydiert, während hier überhaupt keine Farbstoffe verwendet werden, sondern nur die zur Farbstoffbildung notwendigen Körper gemeinsam auf der Faser kondensiert und entwickelt werden, wodurch ganz andere Farbstoffe entstehen. Außerdem ist in der Patentschrift 88475 nirgends von Farbstoffen aus p-Aminodiphenylamin und Tetramethyldiaminobenzhydrol die Rede.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von blauen Farbstoffen auf den pflanzlichen oder tierischen Fasern durch Oxydation, dadurch gekennzeichnet, daß man alkylierte
    Diaminobenzhydrole bezw. alkylierte Diaminodiphenylmethane und p-Amino- oder ρ-Diamino- oder p-Amino-p-oxyderivate der Diphenylaminreihe mit oder ohne Tanninzusatz entweder gleichzeitig oder nacheinander im Färbe- oder Druckwege auf die Faser bringt, trocknet und durch ein Oxydationsmittel, welches gleichzeitig oder nachträglich auf die Faser gebracht ist, unter Anwendung von Hitze oder Dampf innerhalb der Faser den Farbstoff bildet und fixiert.
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