DE16618C - Maschine zum Putzen und Schleifen - Google Patents

Maschine zum Putzen und Schleifen

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Publication number
DE16618C
DE16618C DENDAT16618D DE16618DA DE16618C DE 16618 C DE16618 C DE 16618C DE NDAT16618 D DENDAT16618 D DE NDAT16618D DE 16618D A DE16618D A DE 16618DA DE 16618 C DE16618 C DE 16618C
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DE
Germany
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cleaning
wood
machine
tools
grinding
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Application number
DENDAT16618D
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English (en)
Original Assignee
A. FÖRSTER in Löbau i. Sachsen
Publication of DE16618C publication Critical patent/DE16618C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B24GRINDING; POLISHING
    • B24BMACHINES, DEVICES, OR PROCESSES FOR GRINDING OR POLISHING; DRESSING OR CONDITIONING OF ABRADING SURFACES; FEEDING OF GRINDING, POLISHING, OR LAPPING AGENTS
    • B24B35/00Machines or devices designed for superfinishing surfaces on work, i.e. by means of abrading blocks reciprocating with high frequency

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Finish Polishing, Edge Sharpening, And Grinding By Specific Grinding Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
AUGUST FÖRSTER in LÖBAU (Sachsen). Maschine zum Putzen und Schleifen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. Juni 1881 ab.
Die Bewegung der verschiedenen Werkzeuge zum Putzen und Schleifen des Holzes vor der Polirung wird hervorgebracht durch die Welle a mit loser und fester Riemscheibe b und Kurbelscheibe c, wird von dem rotirenden Krummzapfen d der letzteren vermittelst der langen Lenkerstange e abgeleitet, in eine geradlinig und horizontal hin- und hergehende umgewandelt und als solche auf die verschiedenen Werkzeuge übertragen. Die Lenkerstange e ist behufs Verhinderung seitlicher Verschiebungen in einer zu diesem Zwecke an dem über der Maschine liegenden Querriegel f befestigten Gabelführung g sicher geführt. An ihrem freien Ende h werden die verschiedenen Werkzeuge an einem Bolzenscharnierende befestigt, zugleich aber durch eine an der Decke des Arbeitslocales angebrachte (auf der Zeichnung nicht ersichtliche) starke Feder mittelst Druckstange i auf das zu bearbeitende Holzstück k aufgedrückt, wobei sich der Federdruck durch Verlängerung oder Verkürzung des verstellbaren Druckstangenendes / beliebig verstärken oder verringern läfst.
Der ganze Mechanismus ist zu einer tischförmigen Maschine mit starkem Gestelle vereinigt, auf dessen Tischplatte m die zu bearbeitenden Stücke mit der Hand unter den Werkzeugen verschoben werden.
Die zu benutzenden Werkzeuge sind folgende:
Zunächst werden Leim und Sägenschnitt auf den fournierten Hölzern mit dem doppelten Zahnhobel A abgeputzt; dieser Hobel hat zwei sehr fein gezahnte Hobeleisen n' und
deren
schneidende Kanten um 15 mm enger stehen, als der ganze Hub des Kurbelzapfens und somit die ganze Längsbewegung des Hobels beträgt. Die Schneiden der Hobeleisen bilden je eine gerade Linie und sind nur gegen die beiden Ecken hin auf etwa je ein Zehntheil der Breite kaum merklich abgerundet, damit diese Ecken beim Arbeiten nicht graben können. Diese Eigenthümlichkeit der ganz geringen Abrundung der Ecken oder Kanten, welche normal zur Bewegungsrichtung liegen, sowie bei den nach der Bewegungsrichtung langen Werkzeugen die geringe Abrundung der mit dieser Bewegungsrichtung parallelen Kanten müssen überhaupt sämmtliche hier benutzten Werkzeuge besitzen.
Nach dem ersten Putzen, dem sogenannten Zahnen, wird der doppelte Zahnhobel entfernt und dafür zu weiterer Bearbeitung des Holzes in der Richtung der Holzfasern der doppelte Ziehklingenhobel B mittelst des Scharnierbolzens am Lenkerstangenende befestigt und durch einfaches Aufsetzen der Druckstange in die hierfür angebrachte kleine Vertiefung ο durch den Federdruck belastet. Dieser doppelte Ziehklingenhobel B trägt unter einem Winkel von 55° gegen die Horizontale zwei Ziehklingen /' und/", deren Schneiden ebenfalls um 15 mm enger stehen als der totale Hub, und welche ebenfalls kaum merklich abgerundete Ecken besitzen. Bei diesem Hobel liegt, entgegengesetzt den gewöhnlichen Hobeln, der Keil q und das Loch r hinter und unter den Ziehklingen p-
Soll jedoch das Ziehen nicht nach der Längsfaser der Fourniere, sondern quer über dieselben stattfinden, so wird nicht die doppelte Ziehklinge, sondern eine Art Feile C mit eigenthümlichem Hieb in Anwendung gebracht, welche
folgendermafsen beschaffen ist. In das Holzstück s, welches ebenfalls mit dem Scharnierbolzen an das Lenkerstangenende gekuppelt und in der Vertiefung ο durch Federdruck belastet wird, ist unten ein Ausschnitt t mit schwalbenschwanzförmig unterstochenen Kanten gemacht und in diesen Ausschnitt t, in welchen übrigens alle nun noch folgenden Werkzeuge eingeschoben werden, wird nun zunächst beim Putzen quer über die Fourniere ein Holzstück u mit entsprechendem, in den Ausschnitt ^passenden Ansätze gebracht. Auf der unteren Seite des Holzstückes u ist nun die Feile ν aufgeschraubt. Dies ist ein Stahlstück mit wenig abgerundeten Kanten, welches erst mit einem groben, 2 mm weitem Hiebe normal zur Bewegungsrichtung und darauf mit einem ganz feinen, höchstens einen halben Millimeter weiten Hiebe unter 45° zu dem groben Hiebe versehen wurde. Profilirte Feilen lassen sich auch für das Ziehen und Glattmachen von Kehlungen mit Vortheil verwenden, worauf natürlich die noch folgenden Werkzeuge ebenfalls entsprechend profilirt sein müssen.
Ist nun ein Holzstück mit Zahnhobel und Ziehklingenhobel oder Feile entsprechend glatt gemacht, so folgt das Schleifen, und zwar zunächst das trockene Schleifen mit Sand- oder Glaspapier, wozu der Sand- und Glaspapierhalter D dient. Dieser besteht aus einem wieder mit in den Ausschnitt t passendem Ansätze versehenen Brettchen w, an dessen beide langen, mit der Bewegungsrichtung parallelen Kanten sich mit je drei Holzschrauben die zwei Leistchen χ anschrauben lassen. Unter diese Leisten werden die an den Längskanten des Brettchens w in die Höhe gebogenen Theile des Sand- oder Glaspapieres geklemmt, welches man so geschnitten hat, dafs seine Länge der Länge des Brettchens w gleich ist, seine Breite aber ca. 5.0 mm breiter als das Brettchen w, so dafs also, wenn man das Papier unter das Brettchen legt, auf jeder Seite ca. 25 mm zum Umbiegen und Festklemmen vorstehen.
Nach dem trockenen Schleifen endlich macht ein Schleifen mit einem künstlichen Bimsstein E unter gleichzeitiger Anwendung von OeI das Arbeitsstück politurfähig. Der Bimsstein ζ befindet sich unter einem Brettchen y, welches wieder in den Ausschnitt t des Holzstückes s mit seinem entsprechend geformten Ansätze eingeschoben wird. Zur Anfertigung des künstlichen Bimssteines ζ wird über die nach oben gekehrte untere Seite des Brettchens y, welche behufs sicherer Befestigung des Bimssteines eine Vertiefung von ca. 4 mm mit unterstochenen Rändern hat, ein kleiner Rahmen gesetzt, der als lichte Mafse die gewünschte Gröfse und als Höhe etwas mehr als die gewünschte Höhe des fertigen Bimssteines hat. Dieser Rahmen wird hierauf mit einer Mischung von gemahlenem Bimsstein, gestofsenem Glas und scharfem Sande mit sogenanntem Quark (Käse) und ungelöschtem Kalk in der Consistenz eines steifen Breies voll angefüllt, darauf ein genau in den Rahmen passendes, starkes geöltes Brettchen gelegt, dieses dann durch den Druck einiger Schraubzwingen fest auf die breiige Masse geprefst und das Ganze dann langsam getrocknet. Nach Wegnahme des Rahmens und Deckbrettchens sind dann blos die Ränder des künstlichen Steines ein wenig nachzuputzen und abzurunden, und derselbe ist zum Gebrauche fertig.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    An einer Maschine zum Abputzen und Schleifen von fournierten etc. Hölzern, bei welcher die Werkzeuge eine hin- und hergehende Bewegung von einer Kurbelstange aus erhalten, die Verbindung der auf Blatt II dargestellten Werkzeuge mit der Kurbelstange durch ein Scharnier, ferner ihr Anpressen auf das Werkstück durch Federn.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT16618D Maschine zum Putzen und Schleifen Active DE16618C (de)

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