DE165166C - - Google Patents

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DE165166C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D45/00Looms with automatic weft replenishment
    • D03D45/20Changing bobbins, cops or other loom components carried by the shuttle

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Auswechselvorrichtung für solche Webstühle, bei denen die in einem Behälter aufgespeicherten Schußspulen beim Ausbleiben des Schußfadens mit Hilfe eines Zubringers, ohne den Webstuhlgang zu unterbrechen, in den Schützen einzeln eingeführt werden und dabei gleichzeitig die alte Spule aus dem Schützen entfernen.
Die Erfindung kennzeichnet sich im wesentlichen dadurch, daß beim Ausbleiben des Schußfadens, veranlaßt durch Fadenbruch oder den Leerlauf der im Schützen befindlichen Schußspule, ein Sperrwerk ausgelöst wird, welches dann eine Gewichts- oder Federkraft freigibt, die den sogenannten Frosch oder Puffer in solche Lage bringt, daß er von einem an der Webstuhllade befindlichen Anschlag getroffen werden kann und hierdurch die Auswechselvorrichtung in Tätigkeit setzt. Während der durch den Anschlag und den Puffer niederbewegte Zubringer eine neue Spule in den sich gerade unter dem Behälter befindenden Schützen einführt, wird gleichzeitig unter Überwindung der genannten Gewichts- oder Federkraft durch Einschnappen einer Klinke das Sperrwerk wieder in die wirkungsbereite Lage gebracht, in welcher es so lange verbleibt, bis die Auswechselvorrichtung von neuem in Tätigkeit gesetzt werden soll, worauf sich das Spiel wiederholt.
Bei einer Ausführungsform wird an der Gehäusewandung ein ausschwingbarer Hebel von einer Klinke so lange festgehalten, bis ihn diese, durch die Drehung einer Welle ausgelöst, freigibt, worauf er, einem zweiten, unter Gewichts- oder Federwirkung stehenden Hebel folgend, seine Lage verändert und den Puffer so verstellt, daß er von dem an der Lade sitzenden Anschlag getroffen wird.
Der ausschwingbare, an der Gehäusewandung drehbar gelagerte Hebel, welcher von der Klinke festgehalten wird, hat einen winklig abgebogenen Arm, der gleichzeitig als Schützenfühler dient und, falls er von dem nicht ordnungsmäßig in den Schützenkasten . eingelaufenen Schützen zurückgehalten wird, die Beeinflussung der Auswechselvorrichtung verhindert.
Um gleichzeitig mit dem Behälter alle wesentlichen zur Spulenwechselvorrichtung gehörigen Teile, wie Schußspulenhammer und die zu seiner Wirkung erforderlichen Hebel, Federn sowie den verstellbaren Puffer vom Webstuhl entfernen zu können, sind die genannten Teile unmittelbar an und unter dem Spulengehäuse befestigt.
Auf den beiliegenden Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand zur Darstellung gebracht, und zwar sind Fig. 1 eine Seitenansicht der wesentlichen Teile, Fig. 2 eine Oberansicht hierzu und Fig. 3 ein senkrechter Schnitt nach Linie A-B der Fig. 2; Fig. 4 bis 6 sind schematische Darstellungen, um die Wirkung des Zubringers zu zeigen; Fig. 7 ist. ein senkrechter Schnitt durch den unteren Teil des Behälters in vergrößertem Maßstabe, Fig. 8 eine Einzelheit, um die Wirkung des Puffers erkenntlich zu machen; Fig. 9 ist ein Schnitt, welcher der Fig. 7 entspricht, bei anderer Stellung der Teile, und Fig. 10 bis 12 veranschauliehen die verstellbare Anordnung des Anschlages an der Lade in einer Ansicht von der
einen Seite einer Vorderansicht und einer Seitenansicht von der anderen Seite.
Unterhalb des Brustbaumes des Webstuhles ist eine Welle io gelagert (Fig. i), welche in einer geeigneten Weise jedesmal in dem Augenblick eine Drehung erfährt, wenn die Auswechselvorrichtung in Wirksamkeit gesetzt und eine neue Spule in den Schützen eingelegt werden soll. Diese Welle io trägt einen Arm
ίο ii, welcher an eine Stange 13 bei 12 gelenkig angeschlossen ist, die ihrerseits mit einer um den Zapfen 14 drehbaren Klinke 15 in Verbindung steht. Wird die Welle 10 in Pfeilrichtung der Fig. 1 teilweise gedreht, so kommen die Teile 11 und 13 in die punktiert gezeichnete Lage und heben die Klinke 15 derart an, daß diese einen winklig gebogenen Hebel
18 freigibt. Dieser Hebel ist um einen Zapfen 16 seitlich an der Gehäusewand 17 des Behälters drehbar gelagert und umgreift mit einem Schlitz an seinem unteren Ende das freie Ende eines Hebels 19. Dieser Hebel 19 ist unterhalb des Behälterbodens um den Zapfen 21 drehbar und wird von einem Zwischenstück 39 (Fig- 2 und 3) berührt, welches unter der Einwirkung einer kräftigen Feder 22 steht. Diese Feder hat das Bestreben, den Hebel 19 in die in Fig. 2 punktiert angedeutete Lage zu schwingen, wird aber hieran dadurch gehindert, daß der Hebel 18 von der Klinke 15 in der in Fig. ι durch volle Linien angedeuteten Lage festgehalten wird. Sobald nun in der vorbeschriebenen Weise die Klinke 15 angehoben ist und der Hebel 18 frei wird, gelangt auch der Hebel 19 in die punktiert angedeutete Lage (Fig. 2). Die Feder 22 verstellt nicht nur den Hebel 19, sondern vermittelt auch die Drehung einer Welle 26 (Fig. 2, 3 und 7 bis 9) ; zu diesem Zwecke ist der Hebel 39, gegen welchen die Feder 22 drückt, fest auf einem Zapfen 23 angeordnet, auf welchem auch der Puffer 24 sitzt. Vor der Freigabe des Hebels 18 und der Feder 22 ,befinden sich der Hebel 39 und der Puffer 24 in der aus Fig. 7 ersichtlichen Lage. Sobald nun nach Anheben der Klinke 15 die Feder 22 den Arm 39 zum Ausschwingen bringt und dadurch den Hebel
19 aus der in Fig. 8 punktiert angedeuteten Lage in die durch volle Linien bezeichnete Stellung bringt, wird auch gleichzeitig der Puffer 24 in die aus Fig. 8 ersichtliche Stellung übergeführt. In dieser Stellung kann der Anschlag 25 an der Webstuhllade mit dem Puffer 24 in Berührung kommen (Fig. 9). Beim Vorschwingen der Lade drückt dann der Anschlag diesen Puffer 24 mit dem Hebel 27 nach vorwärts, so daß dieser die Welle 26, auf der er festsitzt, teilweise dreht.
Die Welle 26, ebenso wie der damit verbundene Arm 27 und der sich daran anschließende Puffer 24, sowie auch der Hebel 39 und die Feder 22 sind unmittelbar unter dem Spulenbehälter gelagert, leicht zugänglich und nehmen nur geringen Raum ein.
Der aus der Gehäusewand herausragende Teil der Welle 26 trägt den Schußspulenzubringer 28, welcher in der aus Fig. 9 ersichtlichen Weise nach Verstellung des Puffers 24 durch den Anschlag 25 niederbewegt wird, weil ihn die Welle 26 bei ihrer Drehung mitnimmt. Hierbei drückt der Zubringer die unterste Spule 32 in den gerade darunter befindlichen Schützen hinein und die verbrauchte Spule aus dem Schützen in bekannter Weise heraus.
Während der Niederbewegung schließt der Zubringer 28 die Bellälteröffnung teilweise ab und verhindert dadurch, daß die vorletzte Spule 32 niedergleiten kann. Gleichzeitig drückt der Spulenzubringer auch einen unter der Einwirkung einer Feder 44 stehenden Schieber 30 nach hinten, den er erst wieder freigibt, sobald der Anschlag 25 den Puffer 24 bei der Rückwärtsbewegung der Lade verlassen hat und der Spulenzubringer wieder in seine ursprüngliche Lage zurückgeführt wird. Der Spulenzubringer 28 gibt dann die Bahn frei, so daß die nächstfolgende Spule nach abwärts gleiten und die unterste Lage gemäß Fig. 7 einnehmen kann, in der sie durch den Schieber 30 sogleich festgehalten wird, da dieser, sobald es der hochgehende Spulenzubringer 28 bei seiner Aufwärtsbewegung gestattet, durch die Feder 44 nach vorwärts gedrückt wird. Beim Vorwärtsschwingen der Lade und während der Mitnahme des Puffers 24 durch den Anschlag 25 wird die Einwirkung der Feder 22 auf den Hebel 19 durch den Arm 39 verhindert (Fig. 6), der Hebel 19 wird frei und dann entweder durch das Eigengewicht des Hebels 18 oder durch eine auf diesen einwirkende Feder in seine ursprüngliche Lage zurückbewegt. Die bei der in Fig. 1 dargestellten Einrichtung erforderliche Feder ist in der Zeichnung weggelassen. Der Hebel 18 kommt hierbei wieder in die durch volle Linien in Fig. 1 angedeutete Lage, bei welcher die Klinke 15 niedergeht und ihn und dadurch den Hebel 19 wieder sperrt, so daß nach dem Zurückschwingen der Lade und dem Außereingriffkommen des Puffers 24 und des Anschlages 25 sämtliche Teile wieder ihre ursprüngliche, aus Fig. 7 ersichtliche Lage erhalten. Das untere, winklig abgebogene Ende 20 des Hebels 18 nimmt bei dem Vorschwingen eine solche Lage ein, daß es sich beim Vorwärtsschwingen der Lade vor dem Schützenkasten auf der Ladebahn befindet. Sollte der Schützen nicht ordnungsmäßig in den Schützenkasten geworfen oder aus diesem wieder herausgesprungen sein, so" daß das Ende 20 des Hebels 18 gegen die Schützenspitze anstößt, dann werden der Hebel 18 und dadurch auch der

Claims (3)

  1. Hebel 19 derart zurückgehalten, daß die Feder 22 den Puffer 24 nicht abwärts bewegen kann. Es findet also auch keine Spulenauswechselung statt, wenn der Schützen nicht ordnungsmäßig in den Schützenkasten gelangt.
    Die schematischen Zeichnungen (Fig. 4 bis 6) lassen die verschiedenen Stellungen der Teile übersichtlich erkennen. In Fig. 4 befinden sich sämtliche Hebel sowie der Puffer 24 in der Ruhestellung. Die Feder 22 ist gespannt. In Fig. 5 ist durch Anheben der Stange 13 die Klinke 15 von dem Hebel 18 abgehoben, so daß die Feder 22 wirken kann. Der Hebel 18 schwingt nach rückwärts, indem er von dem Hebel 19 mitgenommen wird. Gleichzeitig ist der Puffer 24 durch den Arm 39> gegen welchen die Feder 22 anliegt, nach abwärts bewegt und in eine solche Lage gekommen, daß er von dem Anschlag 25 bei der Vorwärtsbewegung der Lade mitgenommen werden kann. In Fig. 6 ist die Mitnahme des Puffers 24 veranschaulicht. Der Zubringer 28 ist dabei niederbewegt und hat eine neue Spule 32 in den Schützen gedrückt. Während der Niederbewegung wird auch die Wirkung der Feder 22 aufgehoben, und der Hebel 18 kann in seine Ruhelage zurückgelangen und wird in dieser von der niedergehenden Klinke 15 festgehalten. Gleich nachdem der Anschlag 25 dann den Puffer 24 verlassen hat, gelangt dieser und der Spulenzubringer wieder in seine Ruhelage, was eine besondere auf den Zubringer 28 einwirkende Feder 50 (Fig. 1) bewirken kann. Der Anschlag 25 wird vorteilhafterweise in der aus Fig. 10 bis 12 ersichtlichen Weise nach verschiedenen Richtungen verstellbar an der Webstuhllade 48 angebracht. Derselbe ist an einer Platte 35 um Bolzen 33 drehbar gelagert. Die Platte 35 besitzt Schlitze 34 und kann mit Hilfe von Schraubenbolzen 49 an der Lade in verschiedener Höhe befestigt werden. Durch die Schlitze 34 wird also eine Verstellung des Anschlages 25 in Höhenrichtung ermöglicht.
    Durch eine Schraube 47 läßt sich das mit einem Führungszapfen in einen Schlitz 51 der Platte 35 eingreifende Ende des Anschlages 25 so verstellen, daß dieser um Bolzen 33 vor- und rückwärts schwingt. Dadurch läßt sich der Stecher so einstellen, daß er in dem gewünschten Zeitpunkte den Puffer 24 trifft.
    In Fig. 7 ist der Schlagarm 36 und der Riemen 37 eines Oberschlägers dargestellt. Natürlich darf durch den Behälter und durch die damit verbundenen Teile die freie Beweglichkeit des Schlägers nicht behindert werden.
    Paten τ-An Sprüche:
    ι. . Schußspulenauswechselvorrichtung für Webstühle, dadurch gekennzeichnet, daß beim Fehlen des Schußfadens die Sperrung zweier Hebel (18, 19) gelöst wird und hierdurch der mit dem Zubringer (28) in bekannter Weise in Verbindung stehende Puffer (24) in den Bereich des an der Lade befestigten Anschlages zum Zuführen einer vollen Spule gelangt, während bei dem Ausschwingen des Puffers die Hebel (18, 19) in ihre gesperrte Lage zurückbewegt werden, und beim Zurückschwingen der Lade der Puffer wieder aus der Bahn des Anschlages gelangt.
  2. 2. Schußspulenauswechselung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der an der Gehäusewandung des Spulenbehälters drehbar gelagerte Hebel (18), welcher für gewöhnlich von einer Klinke (15) festgehalten wird, gleichzeitig als Schützenfühler wirkt und zu diesem Zwecke ein unteres, winkelförmig abgebogenes Ende (20) besitzt, welches, falls der Schützen nicht ordnungsmäßig in den Schützenkasten eingelaufen ist, von dem Schützen zurückgehalten wird und dadurch die Auswechselvorrichtung nicht zur Wirkung kommen läßt.
  3. 3. Schußspulenauswechselung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche unmittelbar zur Auswechselvor- . richtung gehörenden Teile, wie die zu seiner Wirkung erforderlichen Hebel und Federn, und der Zubringer mit dem verstellbaren Puffer 24 unmittelbar an dem Spulenbehältergehäuse angebracht bezw. gelagert sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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