DE141340C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE141340C DE141340C DENDAT141340D DE141340DA DE141340C DE 141340 C DE141340 C DE 141340C DE NDAT141340 D DENDAT141340 D DE NDAT141340D DE 141340D A DE141340D A DE 141340DA DE 141340 C DE141340 C DE 141340C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- contactor
- shooter
- drawer
- lever
- box
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 210000000629 knee joint Anatomy 0.000 claims description 8
- 210000003813 thumb Anatomy 0.000 description 4
- 230000008878 coupling Effects 0.000 description 2
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 description 2
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 description 2
- 210000003811 finger Anatomy 0.000 description 2
- 230000007246 mechanism Effects 0.000 description 2
- 210000002105 tongue Anatomy 0.000 description 2
- 241000272165 Charadriidae Species 0.000 description 1
- 235000014676 Phragmites communis Nutrition 0.000 description 1
- 238000010009 beating Methods 0.000 description 1
- 210000000481 breast Anatomy 0.000 description 1
- 230000000994 depressogenic effect Effects 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 210000003127 knee Anatomy 0.000 description 1
- 230000014759 maintenance of location Effects 0.000 description 1
- 230000000284 resting effect Effects 0.000 description 1
- 230000035939 shock Effects 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
- 230000001960 triggered effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
- D03D45/00—Looms with automatic weft replenishment
- D03D45/34—Shuttle changing
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Looms (AREA)
Description
kaTserlTches
PATENTAMT,
:arkie
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine selbsttätige Schützenauswechselvorrichtung
für Webstühle, und zwar besteht diese in einer neuen Verbindung und Anordnung von Mechanismen zum Auswerfen eines
leeren Schützen und Ersetzen desselben durch einen vollen, wenn ein Schußfaden reißt oder
zu Ende ist.
An jeder Seite des Webstuhlrahmens ist ein Zapfen parallel mit der Welle, auf welcher die
Lade schwingt, angebracht und an jedem dieser Zapfen ist eine Stange drehbar befestigt,
welche aus zwei durch ein federndes Kniegelenk oder irgend eine derartige Einrichtung
miteinander verbundenen Teilen besteht. Am oberen Ende dieser Stangen ist der Schützenkasten
derart drehbar oder sonstwie befestigt, daß er sich nach unten oder vorwärts bewegen
kann, wenn er freigegeben wird. Wenn das Kniegelenk gestreckt ist, so befinden sich die
beiden Teile der Stange in einer geraden Linie und der Schützenkasten auf jeder Seite des
Webstuhles ist in seiner gewöhnlichen Arbeitsstellung; wenn jedoch ein Schußfaden reißt
oder abläuft, so wird der Schuß wächter von dem hinteren Ende der Schußgabel in gewöhnlicher
Weise gefangen und dreht mit Hülfe von geeigneten Vorrichtungen eine parallel
zur Schützenschlagwelle nahe an der Vorderseite des Webstuhles befindliche Welle. Dreht
sich diese Welle um ihre Achse, so kommen zwei auf ihr sitzende Arme oder Vorsprünge
in horizontale Lage unmittelbar gegenüber den Kniegelenken der beiden Stangen, derart, daß,
wenn die Lade sich vorwärts bewegt, die Kniegelenke gegen die Vorsprünge stoßen und die
beiden Stangenteile einen Winkel miteinander bilden, wobei ihre Federn die Schützenkasten
auf beiden Seiten des Webstuhles nach unten ziehen. Die Wirkung hiervon ist, daß ein
Vorsprung seitlich am Gestell des Webstuhles in Berührung mit einer Klinke kommt, wodurch
diese gehoben und ausgelöst wird und einen federnden Schlitten freigibt, welcher
einen vollen Schützen aus einem eine Anzahl gefüllter Schützen enthaltenden Behälter in
den Schützenkasten schiebt.
Das Drehen der beiden Teile der Stange gegeneinander auf der anderen Seite des Webstuhles
bewirkt gleichzeitig ein Herunterziehen und Vorwärtsstoßen und Auswerfen des leeren
Schützens, welcher nach unten über eine schiefe Ebene in einen Behälter fällt.
Beim Rückwärtsgang der Lade wird das Kniegelenk durch an den Seitenrahmen des
Webstuhles befestigte Vorsprünge wieder gestreckt, wodurch die beiden Stangenteile in
eine gerade Linie kommen und die Schützenkasten wieder in ihre Arbeitsstellung gelangen.
Um die auf der die Kniegelenke beeinflussenden Welle sitzenden Vorsprünge genügend
lange in horizontaler Lage zu erhalten,
so daß die verschiedenen Teile der selbsttätigen Schützenauswechselvorrichtung ihre Funktionen
erfüllen können, ist dem auf der Schützenschlagwelle sitzenden Hebedaumen eine besondere Gestalt gegeben, so daß ein
schnelles Heben und . ein langes Stillstehen oder langsames Herabfallen des Schußwächterhebels
erfolgt.
In den beiliegenden Zeichnungen sind die
ίο Fig. ι und 2 teilweise geschnittene Ansichten
einer Seite des Webstuhles, welche die Teile in zwei verschiedenen Stellungen zeigen.
Fig. 3 ist die andere Seitenansicht, welche die Teile in der der Fig. 2 entsprechenden Stellung
zeigt. Die Fig. 4 bis 9 zeigen Einzelheiten.
Das Gestell 1 des Webstuhles ist von gewöhnlicher Ausführung und trägt die Kurbelwelle
2, welche durch Schubstangen 3 mit der das Rietblatt tragenden Lade 4 verbunden ist;
die Lade 4 sitzt auf ihren Ladenstelzen 5, die bei 6 nahe am unteren Ende des Webstuhlrahmens
in gewöhnlicher Weise drehbar befestigt sind. An jedem Ende der Lade 4 ist
wie in einem gewöhnlichen Webstuhl ein Schützenkasten 7 bezw. 8 vorgesehen (Fig. 1
und 3), jedoch können diese Schützenkasten, welche an je einer Stange 9 befestigt sind, sich
annähernd in senkrechter Richtung verschieben. Jede dieser Stangen 9 besteht aus zwei
durch ein Kniegelenk oder dgl. miteinander verbundenen Teilen. Der obere Teil jeder
Stange 9 hat, beispielsweise wie in den Zeichnungen dargestellt, zwei angegossene Lappen,
durch welche die Schäfte von mit flachen Köpfen versehenen Bolzen 10 gehen, die von
einer Feder n gewöhnlich gegen das abgeflachte Ende des unteren Teiles der Stange 9
gedrückt werden. Die Stange 9 ist mit einer an ihr Und an dem Rahmen befestigten Feder
12 versehen, welche das Festhalten der Stange 9 in der in Fig. 1 dargestellten Lage
unterstützen soll. Die unteren Enden der Stangen 9 sind mit in geschlitzten Lagern 14
liegenden Zapfen 13, die sich parallel zu dem Drehpunkt 6 der Lade über diesem befinden,
Versehen.
Wenn der Webstuhl normal arbeitet, so sind die beiden Stangen 9 auf jeder Seite in einer
geraden Linie und die Schützenkasten 7 und 8 liegen in der Ebene der Schützenbahn 15, wie
in Fig. ι gezeigt. Reißt jedoch der Schußfaden oder bleibt er aus und wird dadurch
die Schußgabel in gewöhnlicher Weise von der Kerbe des Schußwächterhammers gefangen,
so bewegt sich das Kniegelenk Und die Stangen 9 bilden einen Winkel miteinander,
wie die Fig. 2 und 3 zeigen, dadurch daß diese, wenn die Lade 4 schwingt, mit Armen oder Vorsprüngen 18 in Berührung
kommen, welche an jedem Ende des Webstuhles auf einer zu der unteren Stuhlwelle 20
■parallelen, jedoch vorn am Webstuhl befindlichen Welle 19 sitzen. Die Welle 19 liegt in
Lägerböcken 21 und wird in der einen Riehtuhg
durch eine am einen Ende an einer Schhurscheibe 23 der Welle und am anderen
Ende an einem Winkelhebel 24 befestigte Schnur 22 oder dgl. gedreht, welcher Winkelhebel
24 die Schußgabel 25 trägt und an der Nabe des Schußwächterhebels 26, der sich um
27 dreht und von einem gewöhnlichen, von dem auf der Schlagwelle 20 sitzenden Exzenter
29 angetriebenen Hebel 28 bewegt wird, drehbar gelagert ist. Das Exzenter 29 ist so
gestaltet, daß es den Schußwächterhebel 28 schnell hebt und längere Zeit in gehobener
Lage verweilen läßt. Wenn also der Schußfaden reißt oder fehlt und die Schußgabel 25
in gewöhnlicher Weise in den Wächterhebel 26 eingreift, so wird der Winkelhebel 24 gleichzeitig
mit dem Hebel 28 gehoben, wenn das Exzenter 29 diesen letzteren entgegen dem Widerstand einer Feder 30 hebt, Und damit
dreht sich auch die Welle 19 um eine viertel Umdrehung mittels der Schnur 22 gegen den
Widerstand einer mit dem einen Ende an der Schnurscheibe 23 und mit dem anderen an dem
Rahmen 1 befestigten Feder 31. Die Drehung der Welle 19 um eine viertel Umdrehung
bringt die Arme 18 in horizontale Lage, wie die Fig. 2 und 3 zeigen, und stellt damit die
beiden Teile der Stangen 9 schräg zueinander und zieht so die Schützenkasten 7 und 8 herunter,
wenn die Lade sich nach vorwärts bewegt. Auf der Welle 19 sitzt auch ein mit
einer Reibungsrolle versehener Arm 32, welcher gewöhnlich das Ende des Bremshebels 33
trägt, so daß, wenn die Welle 19 teilweise gedreht wird, wie beschrieben, der Arm 32 den
Hebel 33 freigibt und ihm gestattet, sich unter der Einwirkung des Gewichtes 36 zu senken
und die Bremsbacke 34 an die auf der Kurbelwelle 2 sitzende Bremsscheibe 35 zu legen.
Wenn der Bremshebel 33 die Bremsbacke 34 an die Scheibe anlegt, so drückt er einen an
dem um den Zapfen 39 drehbaren Hebel 38 befestigten Arm 37 nach Unten und hebt damit
gleichzeitig gegen den Widerstand einer Feder 40 eine auf dem anderen Ende des Hebels
38 aufruhende, in senkrechten Führungen 49 an einem Träger 50 geführte Spindel 41; diese
Beweg'ung bringt das obere Ende der Spindel 41 in den Weg der Kurve 48 (Fig. 5) einer
verschiebbaren Muffe 42, welche lose auf der Kurbelwelle 2 sitzt, auf der auch ebenfalls lose
ein Paar Riemschciben 43, 44, von einem Stellring 45 gehalten, sitzen. Die Scheibe 43 ist
die Antriebsscheibe und besitzt an ihrer Nabe 'Kupplungszähne,, welche in entsprechende
Zähne auf der einen Seite der Muffe 42 eingreifen. Auf der anderen Seite hat die Muffe
lange Vorspränge, welche beständig in eritsprechende
Einschnitte eines auf der Kurbelwelle 2 befestigten Ringes 46 eingreifen, während
die Zähne der Muffe gewöhnlich in die Zähne der Riemscheibennabe durch Federn 47
eingedrückt werden; wenn jedoch die senkrechte Spindel 41, wie schon beschrieben,
durch Anlegen der Bremse 34 art die Bremsscheibe gehoben wird, so stößt die auf der
Muffe 42 sitzende Kurve 48 gegen das Ende der Spindel 41 und verschiebt die Muffe 42
auf der Kurbelwelle, wodurch die durch die Zähne gebildete Kupplung während einer
halben Umdrehung der Kurbelwelle gelöst wird, in welcher Zeit ein neuer Schützen in den
Schützenkasten 7 eingesetzt wird, wie jetzt beschrieben werden soll.
Wenn der Schußfaden zerreißt oder zu Ende ist 'und die \¥elle 19 sich um eine viertel Umso
drehung gedreht hat, so stoßen bei der Vorwärtsbewegung
der Lade 4 die vorstehenden Arme 18 gegen die Stangen 9, wodurch deren
Teile sich schräg zueinander stellen und der Schützenkasten 7 nach unten in die in Fig. 2
dargestellte Lage gezogen wird, so daß genügend Räum zum Einsetzen eines neuen, mit
'einer vollen Spule versehenen Schützens wird, während der Schützenkasten 8 am anderen
Ende des Webstuhles iii gleicher Weise heruntergezogen
wird und Raum zürn Auswerfen des leeren Schützens gibt.
Wird der Schützenkasten 7 nach unten gezogen, so drückt er auf das hintere Ende eines
Hebels 51, welcher bei 52 drehbar ah der
Lade 4 befestigt ist, wodurch das vordere Ende des Hebels 51 beim Vorwärtsgang" der Lade
sich hebt, so daß ein am Hebel 51 sitzender Stift 53 unter einen bei 5.5 drehbar an der
Wand des Schützenbehälters 56 befestigten Klinkenhebel 54 greift und diesen hebt. Wird
der Klinkenhebel 54 gehoben, so gibt er einen federnden Zubringer oder Drücker 57 frei,
dessen Zapfen 58 bis zu diesem Augenblick hinter einem Vorsprung 59 auf der unteren
Seite des Klinkenhebels 54 gehalten wurde. Der obere Teil des Zubringers 57 liegt, wenn
er, >wie in Fig. 2 und 9 gezeigt, eingeklinkt ist, gerade vor dem Schützenbehälter 56, wie auch
Fig. 7 zeigt. Das untere Ende desselben ist hei 60 im Rahmen des Webstuhles drehbar gelagert.
Wenn der Zubringer 57 ausgeklinkt wird, so wird er gegen die Lade mit einem
vollen Schützen aus dem Behälter 56 mittels ■einer Schnur 61 gezogen, welche an dem um
63 drehbaren Kreisausschnitt 62, der unter dem Einfluß einer an ihm und an dem Rahmen
befestigten Feder 64 steht, befestigt ist. Der Zubringer 57 ist in einer geschlitzten Platte JJ
•geführt (Fig. 2), und seine durch den Kreisausschnitt 62 und die Feder 64 bewirkte Bewegung
'wird durch einen einerseits an dem einen Ende derselben, andererseits am Rahmen
des Webstuhles befestigten Riemen 78 begrenzt (Fig. Ϊ). Der Schützenbehälter 56 enthält
acht volle Schützen, und an seiner Stirnplatte Hegt in Lagern 65 eine Welle 66
(Fig. 6), welche nahe ah jedem ihrer Enden einen mit einem wagerecht innerhalb und
■außerhalb des Behälters 56 gleitenden Zapfen 68 versehenen Hebel 67 trägt. Diese Zapfen
68 (Fig. 9) tragen die vollen Schützen des Behälters und gestatten jedesmal nur einem einzigen
Schützen, in den Weg des Zubringers 57 zu fallen. Wenn in dieser Lage der volle
Schützen für die Einführung durch den Zubririger
57 in den Schützenkasten 7 bereit ist, so ruht er auf zwei Spindeln 69, von denen
jede wagerecht in an dem Schützehbehältef 56 angebrachten Führungen 70 geführt wird.
Diese Spindeln 69 wirken als Schienen, auf welche der Schützen von dem Behälter in den
Schützenkasten 7 gleitet, und an den Köpfen dieser Spindeln sind zweckmäßig Federn 71
befestigt, welche ihnen ein zeitweiliges Nachgeben gestatten. Auf der Welle 66 ist ein
dritter an seinem unteren Ende ni'it einem drehbaren
Bügel 73 (Fig· 6) versehener Hebel 72
befestigt (Fig. 1, 7 und 9), welcher sich jedoch nur bewegt, Xvenii sich der Zubringer 57
nach rückwärts von der in Fig. 1 dargestellten go Läge in die in Fig. 2 dargestellte bewegt, und
zwar veranlaßt durch einen am Zubringer 57
sitzenden, in den Bügel 73 eingreifenden Stift 74, wodurch die Welle 66 ein Stück gedreht
wird, so daß die Zapfen 68 zeitweise zurückgezogen werden 'und dadurch einem neuen
Schützen gestatten, in den Weg des Zubringers 57 zu fällen. Sobald der Stift 74 den Bügel
73 und damit den Hebel 72 freigibt, dreht
eine an dem Arm '76 der AVelle 66 angreifende Feder 75 diese wieder zurück und bringt damit
die Zapfen 68 wieder in den Behälter 56. Wenn, die Lade vorwärts bewegt und der
neue Schützen durch den Zubringer 57 in den Schützenkasten 7 eingeführt wird während
des Stillstandes des Webstuhles, so wirft der Schützenkasten 8 auf der anderen Seite des
Webstuhles den leeren Schützen in den in Fig. 3 punktiert dargestellten Behälter 79.
Um dies zu bewirken, ist der an der gewöhnliehen
Stecherwelle 81 befestigte Fühlhebel 80 so gestellt, daß beim Heruntergehen des
Schützenkäs'tens 8 die Schützenkastenzunge 82 durch eine Feder 16 (Fig. 4) zurückgezogen
werden kann, wodurch der Schützen frei wird; weriii dann der Schützenkasten 8 weiter nach
unten geht, so kommt die Kastenzünge in Berührung mit einer festen Feder 83 und wird
von dieser nach vorn gedruckt, Wodurch der
Schützen 98 "(s. Fig. 4) ausgeworfen wird und 12c
nach unten in den Behälter 79 fällt. Der Fühler 80 wird von einem Finger 84 beein-
flußt, der ebenfalls auf der Stecherwelle 81
sitzt und durch einen von. einem Hebedaumen 86 bewegten senkrechten Schlitten 85 gehoben
wird, welcher Hebedaumen 86 auf der Welle 19 befestigt ist und sich mit dieser dreht, wenn
diese ihre Viertelumdrehung macht, um die Arme 18 in horizontale Lage zu bringen, den
Arm 32 zu senken, die Bremse einzuschalten und die Kupplung 42 auszurücken, wie schon
beschrieben ist. Wenn der Hebedaumen 86 auf den Finger 84, die Stecherwelle 81 und
den Fühler 80 wirkt und der Schützen mittels der mit der festen Feder 83 in Berührung
kommenden Schützenkastenzunge ausgeworfen wird, so wird auch ein auf der Welle 88 sitzender
Hebel 87 gehoben, und ein ebenfalls auf dieser Welle sitzender Hebel 89 hebt die Sperrklinke
90 aus dem mit dem Zeugbaum in Verbindung stehenden Sperrad 91, so daß mit
Hülfe eines gewöhnlichen, nicht dargestellten Gesperres dieses Sperrad sich um zwei Zähne
zurückdreht. Dies geht vor sich, während der Webstuhl sich in seiner vorderen Mittelstellung
befindet, d. h. wenn die Lade vorn ist; geht dann die Lade nach hinten, so werden
die Schützenkästen 7 und 8 gehoben und in ihre Arbeitsstellungen durch zwei Vorsprünge
92 gebracht (von denen der eine in Fig. 3 zu sehen ist, während der andere auf der anderen
Seite des Webstuhles befindliche in den Fig. 1 und 2 nicht gesehen werden kann, da er durch
den Zapfen des Kreisausschnittes 62, dicht hinter welchem er angeordnet ist, verdeckt ist).
Wenn die Lade sich nach rückwärts bewegt, stoßen die Stangen 9 gegen die Vorsprünge
92, wodurch sich ihre Teile wieder in eine Gerade stellen, so daß die Schützenkästen 7
und 8 wieder gehoben werden, während die leeren Schüsse, d. h. die Schüsse während des
Schützenauswechseins, durch die Bewegung des Sperrades 91 um zwei Zähne ausgeglichen
worden sind. Bewegt sich die Lade wieder nach vorn, so senkt die Welle 20 den 'Winkelhebel
24, wodurch beim Erschlaffen der Schnur 22 die Welle 19 wieder in ihre ursprüngliche,
in Fig. ι dargestellte Lage durch die Feder 31 gedreht wird und die Arme 18 aus dem Weg
der Stangen 9 gezogen werden; gleichzeitig lüftet der Arm 32 wieder die Bremse 34 und
die Spindel 41 kommt außer Eingriff mit der Kurve der Muffe 42, so daß die Kupplungszähne derselben durch die Federn 47 wieder
in die der Antriebsriemscheibe eingedrückt werden. Außerdem, wenn die Stangen 9 wieder
in gestreckter Lage und die Schützenkästen 7 und 8 gehoben sind, so kehrt der Hebel
51 wieder in seine in Fig. 1 gezeigte Anfangsstellung
zurück und beim Vorwärtsschwingen der Lade stößt das vordere Ende des Hebels 51 gegen den Zapfen 58 des Zubringers
57, und indem er diesen zurückdrückt, klinkt der Zapfen 58 hinter den Vorsprung 59
des Klinkenhebels 54 in die in Fig. 2 dargestellte Lage. Während dieser Bewegung und
bevor die Einklinkung stattfindet, zieht der gegen den Bügel 73 des Hebels 72 drückende
Zapfen 74 des Zubringers 57 die Zapfen 68 zurück und gestattet einem zweiten Schützen,
aus dem A^orratsbehälter 56 auf die Spindeln 69 und in den Weg des Zubringers 57 zu fallen,
so daß er j ederzeit in den Schützenkasten 7 im Falle Reißens oder Ausbleibens eines anderen
Schußfadens geschoben werden kann. Wenn die Welle 66 sich dreht und die Zapfen 68 zurückg'ezogen
werden, um einen zweiten Schützen durchzulassen, so wird die Schußgabel 25 gehoben, um ein Eingreifen in den
Schußwächterhebel 26 und damit ein unerwünschtes Drehen der Welle 19 zu verhindern,
und zwar geschieht dies dadurch, daß ein an einem der Hebel 67 befestigter Vorsprung 93
(Fig. 6 bis 8) bei Drehung der Welle 66 durch den Zubringer 57 einen bei 95 an dem Brustbaum
des 'Webstuhles drehbar befestigten Hebel 94 anhebt; geht der Hebel 94 in die Höhe,
so hebt er das hintere Ende der Schußgabel 25 und verhindert somit ein Eingreifen derselben
in den Schußwächterhebel. Mit anderen Worten, die beschriebene Vorrichtung hält die
Schußgabel 25 anstelle des Schußfadens (da der Stuhl ohne Schützen gearbeitet hat) zurück
und gestattet so allen Teilen, wieder in ihre ursprüngliche gegenseitige Lage zurückzukehren,
in welcher sie für den ersten, aus dem durch den Drücker 57 eingesetzten neuen
vollen Schützen kommenden Schuß bereit sind.
Claims (1)
- Patent-Anspruch E:I. Vorrichtung zum selbsttätigen Auswechseln der Schützen für Webstühle mit heb- und senkbaren Schützenkästen, bei welchen beim Reißen oder Ablaufen des Schußfadens der Stuhl durch den Schußwächter ausgerückt und dann selbsttätig wieder eingerückt wird, dadurch gekennzeichnet, daß beim Fehlen des Schußfadens zwei drehbar gelagerte Anschläge (18) in den Bereich der aus zwei durch ein Kniegelenk verbundenen Teilen bestehenden Kastenstange (9) für die Schützenkästen (7,8) gebracht werden und diese beim Vorschwingen der Lade durchbiegen und hierdurch die Kästen (7, 8) senken, so daß an der einen Seite der leere Schützen entfernt und auf der anderen Seite ein voller Schützen zugeführt werden kann, und beim Zurückschwingen der Lade die Tragarme vermittels zweier Anschläge (92) wieder gestreckt werden, wobei gleichzeitig von der die Anschläge (18) tragenden Welleaus die Ausgleichung der Schaltbewegung des Waarenbaumes und das Aus- und Einrücken des Stuhlantrieb.es vermittelt wird. Vorrichtung zum Auswechseln nachAnspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein an der Lade drehbar gelagerter Winkelhebel (51) beim Senken des Schützenkastens (7) das Ausheben eines Klinkenhebels (54, 59) und hierdurch die Freigabe des den vollen Schützen in den gesenkten Schützenkasten einführenden Zubringers (57) und beim darauffolgenden Vorschwingen der Lade nach erfolgtem Anheben des Schützenkastens in die Ladenbahn die Zurückbewegung des Zubringers in die Ruhelage bewirkt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE141340C true DE141340C (de) |
Family
ID=408965
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT141340D Active DE141340C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE141340C (de) |
-
0
- DE DENDAT141340D patent/DE141340C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE141340C (de) | ||
| DE622000C (de) | Magazinsprechmaschine zum wahlweisen Spiel von Schallplatten | |
| DE506253C (de) | Gewehr mit Patronenzubringer-Mechanismus | |
| DE351215C (de) | Selbsttaetiger Sodenableger mit kippbaren Blechen | |
| DE677184C (de) | Selbsttaetige Schussspulenauswechselvorrichtung | |
| DE130029C (de) | ||
| DE207621C (de) | ||
| DE256837C (de) | ||
| DE610166C (de) | Ausloesevorrichtung fuer die Schuetzenauswechselvorrichtung an Wechselwebstuehlen | |
| DE32511C (de) | Vorrichtung zum gefahrlosen Auslösen des Druckcylinders bei Schnellpressen | |
| CH91307A (de) | Vorrichtung zum selbsttätigen Auswechseln des Schützens bei der Herstellung von Geweben auf Wechselstühlen mit elektrischen Schussfühlern. | |
| DE1605184C3 (de) | Selbsttätige Klauenkupplung für Eisenbahnfahrzeuge | |
| DE152386C (de) | ||
| DE94256C (de) | ||
| DE273727C (de) | ||
| AT17089B (de) | Vorrichtung zum selbsttätigen Auswechseln der Schützen für Webstühle mit heb- und senkbaren Schützenkästen. | |
| DE622721C (de) | Schuetzenauswechselvorrichtung | |
| DE237521C (de) | ||
| DE268089C (de) | ||
| DE165166C (de) | ||
| DE631507C (de) | Ablegevorrichtung fuer Matrizensetz- und Zeilengiessmaschinen mit mehreren senkrechtuebereinander angeordneten Ablegern und Matrizeneinfalltrichtern, die einander ueberlappen | |
| DE238447C (de) | ||
| DE221962C (de) | ||
| DE336095C (de) | Schuetzenauswechselvorrichtung | |
| DE200378C (de) |