DE94256C - - Google Patents

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DE94256C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D45/00Looms with automatic weft replenishment
    • D03D45/34Shuttle changing

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Chutes (AREA)

Description

"kaiserliches 7k
PATENTAMT.
Bei der vorliegenden Erfindung handelt es sich um einen Schützenwechsel, bei dem vor der Lade auf einem von ihr unabhängigen festen Tisch einzelne Schützen über einander angeordnet sind. Soll nun gewechselt werden, so wird der unterste Schützen der verticalen Schützenreihe vom festen Tisch in die nach vorn kommende Lade hineingeschoben, nachdem der alte Schützen nach hinten aus der Lade entfernt ist.
Die Mechanismen zum Entfernen des alten und Einführen des neuen Schulzens werden entweder durch einen Elektromagneten oder auf mechanischem Wege in Thätigkeit gesetzt.
Fig. ι zeigt den Wechsel in der Seitenansicht, F.ig. 2 in der Vorderansicht und
Fig. 3 im Grundrifs.
Fig. 4 bis 7 zeigen schematisch das Auswerfen des alten und Einführen des neuen Schützens.
Fig. 8 bis ίο zeigen die Hauptmechanismen in verschiedenen Arbeitsstellungen.
Fig. 11 und 12 zeigen die Benutzung eines Elektromagneten zur Bestimmung des Zeitpunktes, wenn gewechselt werden soll.
Das Auswechseln der Schützen geschieht im wesentlichen unter dem Einflufs von drei beweglichen Wänden. Das sind die beiden Schützenkastenwände auf der Wechselseite (Vorderwand W und Hinterwand A) und die vor und zurück verschiebbare Wand n> auf dem festen Tisch T vor der Lade (Fig. 4 bis 7).
Soll der Wechsel vor sich gehen, so wird zunächst die Hinterwand A mit ihrem stuhleinwärts gelegenen Ende in den Kasten hineingestellt (Fig. 3 und 4). Infolge dessen gleitet der von der anderen Seite kommende Schützen an der schräg stehenden Wand entlang, wobei er ganz aus der Lade hinaus auf eine schräge Fläche geführt wird, die ihn an einen Sammelbehälter zur Verfügung des Webers abgiebt. Beim nunmehr folgenden Ladenvorgang hebt sich die Vorderwand W, worauf die Wand n> durch eine Bewegung auf die Lade zu den untersten Schützen der verticalen Schützenreihe vom Tisch T in die Lade hineinschiebt (Fig. 1 und 5). Der hineingeschobene Schützen bringt hierbei die Hinterwand A wieder in ihre alte Lage zurück. Die Wand w folgt der Lade nach hinten und bildet so lange die Vorderwand des Schützenkastens,' bis der Schützenschlag erfolgt (Fig. 6), erst dann geht sie wieder auf den Tisch T zurück, worauf die eigentliche Schützenyorderwand W sich in ihre alte Stellung nach unten begiebt.
Ist nun w auf seinem Rückgange weit genug nach rechts gekommen, so fällt ein neuer Schützen aus dem Sammelbehälter B nach unten (Fig. 7). Da das Einschieben eines neuen Schützens in die Lade jetzt sofort wieder erfolgen kann, ist man im Stande, mit dem Wechsel alle zwei Schufs zu wechseln.
Die zuvor geschilderten Bewegungen werden z. B. unter Zuhülfenahme eines Elektromagneten in folgender Weise ausgeführt.
Wenn gewechselt werden soll, wird der Anker m des Elektromagneten M bethätigt und hierbei nach links (Fig. 2 und 11) bewegt. Sein Ansatz g gelangt so in den Weg der zusammen mit der Lade nach hinten gehenden Klinke F1, die infolge dessen beim Anstofsen an g eine Drehung' um s (Fig. 1 und 12) erhält.
Durch den Ansatz S1, der auf T1 einwirkt (Fig. 12), wird zu gleicher Zeit mit der Bewegung der Klinke F1 eine Klinke N unter Ueberwindung der Feder M1 um t nach unten gedrückt.
Hierbei giebt der Ansatz u von JV die hintere Schützenwand A frei und diese kann unter dem Einflufs der Feder k (Fig. 3) um ihren Drehpunkt i schräg in den Kasten hineingestellt werden. Der von der anderen Seite anlangende Schützen gleitet am Rücken der Wand A entlang und wird so aus der Lade entfernt. Bei dem nunmehr folgenden Ladenvorgang stöfst der Hebel K einen Ansatz h des nach links gezogenen Ankers m (Fig. 8). K wird dadurch zurückgehalten und giebt hierbei einen Haken F frei, der bisher durch seinen Ansatz ν hochgehalten wurde.
Der Haken F sitzt an einem um L drehbaren Hebel H, der vom Excenter E aus durch den Hebel G hin- und herbewegt wird. Im gesenkten Zustande erfafst F nunmehr den Zapfen α an dem um / drehbaren Hebel H1 und zieht diesen beim Rückgange von H auf die Lade zu. Er schiebt hierbei die Wand w der Lade entgegen, wodurch der Schützen vom Tisch T in die Lade hineingedrückt wird. Zuvor mufs aber noch die Schützenwand W hochgehoben werden.
Zu diesem Zwecke hat der Hebel H1 einen winkligen Ansatz H3, der bei d mit dem um η drehbaren Hebel H2 verbolzt ist (Fig. 9).
Bei der Bewegung von H1 nach hinten wird H2 gehoben, was zur Folge hat, dafs das Gestänge S ebenfalls nach oben geht und hierbei die Wand W nach oben verschiebt. Damit w während des Abschlages des Schützens auf der Lade verbleibt und die Vorderwand des Schützenkastens bilden kann, wird an dem Hebel H1 eine Klinke UC1 angebracht, die bei der Bewegung von H1 gegen die Lade in einen Ansatz R derselben einklinkt (Fig. 1 o). Auf diese Weise mufs sowohl H1 als auch w gemeinsam mit der Lade nach hinten gehen.
Das Stück, um welches der Hebel H1 von der Lade mitgenommen wird, ist durch die unten geschlitzte Zugstange Z und den Schlitzbock c mittelst des verstellbaren Bolzensy begrenzt.
Hierdurch wird im richtigen Augenblick K1 vorn gehoben und klinkt aus R aus, worauf die Feder f den Hebel H1 wieder nach vorn zieht und der Hebelmechanismus H2 Hs die Wand W senkt.
Um den Anker des Magneten wieder in seine richtige Stellung (Fig. 2) zurückzubringen, ist der Hebel H2 durch eine Schnur O mit einem Hebel H^ verbunden, der auf den Anker einwirkt.
Das Wiederhochstellen des Hakens F erfolgt dadurch, dafs der Bolzen α an den bauschigen Ansatz von F stöfst und F so weit hebt, dafs die Falle K unter dem Einflufs der Feder f1 den Ansatz ν wieder verriegeln kann.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Ein Schützenwechsel, gekennzeichnet durch einzeln bewegliche, auf einem von der Lade unabhängigen festen Tisch angeordnete Schützen, die dem Farbenwechsel entsprechend in die Lade geschoben werden, nachdem der bisher thätig gewesene Schützen aus ihr entfernt worden ist.
    Ein Schützenwechsel der unter 1. bestimmten Art, bei dem der alte Schützen durch Schrägstellen der Hinterwand des Schützenkastens aus der Lade entfernt und der neue Schützen durch eine der Lade entgegen bewegte Wand in diese eingeschoben wird, nachdem die Schützenkasten-Vorderwand hochgehoben wurde.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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