DE164705C - - Google Patents
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- DE164705C DE164705C DENDAT164705D DE164705DA DE164705C DE 164705 C DE164705 C DE 164705C DE NDAT164705 D DENDAT164705 D DE NDAT164705D DE 164705D A DE164705D A DE 164705DA DE 164705 C DE164705 C DE 164705C
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- G11B—INFORMATION STORAGE BASED ON RELATIVE MOVEMENT BETWEEN RECORD CARRIER AND TRANSDUCER
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- G11B3/44—Styli, e.g. sapphire, diamond
- G11B3/46—Constructions or forms ; Dispositions or mountings, e.g. attachment of point to shank
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft eine besondere Konstruktion einer Sprechmaschine, welche mit
einer selbsttätigen, von dem Triebwerk bewegten Nadelauswechselungsvorrichtung versehen
ist. Diese neue Konstruktion zeigt nach Ansicht des Erfinders verschiedene Vorteile
gegenüber den bekannten Sprechmaschinen mit selbsttätiger Stiftwechselvorrichtung. Die
letzteren können im allgemeinen nur für
ίο Schallplatten von bestimmter Spieldauer benutzt
werden, wofern nicht erst durch Auswechseln einiger Triebräder das Übersetzungsverhältnis der letzteren geändert wurde.
Bei dem vorliegenden Apparate können ohne weiteres Platten von beliebig langer Spieldauer abgespielt werden. Denn die Auswechselung der Nadel und das Anhalten der Maschine wird immer dann bewirkt, wenn das Musikstück zu Ende gespielt ist. Auch bedürfen die Schallplatten keinerlei Veränderung, wie dies vielfach bisher der Fall war, indem die Platten mit Vertiefungen oder Ansätzen versehen waren, mit welchen die Nadel zum Zweck der Auslösung eines Mechanismus in Eingriff kam. Femer ist bei der neuen Konstruktion der Nadelbehälter vollständig getrennt von der Schalldose angeordnet. Hierdurch wird eine die Klangwiedergabe schädigende Einwirkung vermieden. Auch sind die Einrichtungen zum Festhalten, Lösen und Ausstoßen der Nadel derart ausgebildet, daß sie für ein sicheres und zuverlässiges Funktionieren des Apparates Gewähr bieten.
Bei dem vorliegenden Apparate können ohne weiteres Platten von beliebig langer Spieldauer abgespielt werden. Denn die Auswechselung der Nadel und das Anhalten der Maschine wird immer dann bewirkt, wenn das Musikstück zu Ende gespielt ist. Auch bedürfen die Schallplatten keinerlei Veränderung, wie dies vielfach bisher der Fall war, indem die Platten mit Vertiefungen oder Ansätzen versehen waren, mit welchen die Nadel zum Zweck der Auslösung eines Mechanismus in Eingriff kam. Femer ist bei der neuen Konstruktion der Nadelbehälter vollständig getrennt von der Schalldose angeordnet. Hierdurch wird eine die Klangwiedergabe schädigende Einwirkung vermieden. Auch sind die Einrichtungen zum Festhalten, Lösen und Ausstoßen der Nadel derart ausgebildet, daß sie für ein sicheres und zuverlässiges Funktionieren des Apparates Gewähr bieten.
In den Zeichnungen stellt
Fig. ι einen Grundriß einer Sprechmaschine dar, bei welcher die neu erfundene Vorrichtung
angebracht ist.
Fig. 2 ist ein Aufriß der Maschine.
Fig. 3 ist ein Schnitt der Fig. 1 nach der Linie 3-3, welcher die Antriebsvorrichtung der
Maschine darstellt.
Fig. 4 ist eine Ansicht der Schalldose mit Zubehör.
Fig. 5 ist ein Schnitt derselben nach Linie 5-5.
Fig. 6 ist ein Schnitt nach Linie 6-6 der Fig- S-
Fig. 7 ist ein wagerechter Schnitt der Fig. 2 nach Linie y-7.
Fig. 8 stellt eine Einzelansicht der Hebel dar, durch welche die Schalldose bewegt wird.
Fig. 9 und 10 sind Vertikalschnitte der Maschine nach der Linie 9-10 der Fig. 7, und
zwar ist Fig. 9 in Richtung des punktierten Pfeiles und Fig. 10 in Richtung des voll ausgezeichneten
Pfeiles gesehen.
Fig. 11 stellt einen Einzelteil der Fig. 10 .
dar, und zwar von rechts aus gesehen.
In den Fig. 1 und 2 ist die Schalldose mit 1,
die Nadel mit 2, der umlaufende Schallplattenträger mit 4 und die Schallplatte oder Aufzeichnung,
welche eine spiralförmige Nut 11 besitzt, mit 8 bezeichnet. Die Schalldose ist
auf ein verschiebbares Rohr 12 aufgesetzt, so daß dieselbe in radialer. Richtung bewegt werden
kann, während die Nadel die Schallplatten-
nut durchläuft. Die Schalldose kann ferner - etwas um eine senkrechte Achse gedreht werden,
um eine gewisse Bewegung der Nadel zu gestatten, wenn sie mit der Schallplattennut
in und außer Eingriff gebracht werden soll. Das verschiebbare Rohr 12 wird von
einer an der Grundplatte 14 befestigten Stütze 13 getragen. Ein Arm 15 ist passend an der
Schalldose 1 angeordnet, dessen eines Ende mit der Membran 16 verbunden ist, während
derselbe am anderen Ende mit einer Bohrung
17 zur Aufnahme der Nadel 2 versehen ist (Fig. 4). Ein Stift 18, welcher in senkrechter
Richtung durch das letztgenannte Ende des
Armes 15 und durch die Bohrung 17 geht,
besitzt eine Kerbe 19 (Fig. 6), deren eine Seite mit der in der Bohrung 17 steckenden Nadel in
Berührung gebracht werden kann. Der Stift
18 reicht nach außen über den Nadelträger 15
hinaus und ist von einer Feder 20 umgeben, welche zwischen dem Nadelhalter 15 und
gegen den Kopf 21 des Stiftes 18 gespannt ist. Durch diese Feder wird in normaler
Weise die eine Seite der Kerbe 19 gegen die Nadel 2 gepreßt, so daß dieselbe in der Bohrung
17 festgehalten wird. Der Stift 18 besitzt eine Anschlagscheibe 22, welche die durch
die Feder 20 bewirkte Bewegung des Stiftes begrenzt, wenn sich keine Nadel in der
Kerbe 19 befindet. An der Schalldose 1 ist das eine Ende einer Feder 23 befestigt, während
das andere Ende derselben gegen das innere Ende der Nadel 2 drückt, so daß, wenn
der Stift 18 entgegengesetzt der Wirkung der Feder 20 bewegt wird, die Nadel 2 durch die
Feder 23 aus der Bohrung 17 hervorgestoßen wird (Fig. 5).
An einem an der Schalldose 1 befestigten Halter 24 ist ein Hebel 25 (Fig. 4) angelenkt,
so daß das eine Ende desselben sich über dem Kopf 21 des Stiftes 18 befindet. Das andere
Ende dieses Hebels 25 ist rechtwinklig umgebogen und besitzt einen Ansatz 26, welcher
mit dem kurzen, ähnlich gestalteten Ende 27 eines an der Schalldose bei 29s drehbar befestigten
Hebels 28 in Eingriff gelangen kann. Zwischen dem Halter 24 und dem Hebel 25 ist eine Feder 29 angeordnet, welche, wenn
die Hebel 25 und 28 außer Eingriff gekommen sind, den Hebel 25 zurückzieht, so daß der
Kopf 21 des Stiftes 18 heruntergedrückt wird.
. Wenn die Nadel 2 in Eingriff mit der Nut der Spielscheibe ist, so nimmt der lange Arm 30
des Hebels 28 eine Stellung direkt über der Schallplatte 8 ein. Wird die Schalldose gedreht,
um die Nadel 2 aus der Nut 11 zu heben, so kommt der Arm 30 des Hebels.
in Berührung mit der Spielscheibe und wird dadurch so bewegt, daß der kurze Arm
dieses Hebels außer'Eingriff mit dem Hebel 25 •gelangt. Wie oben erwähnt, wird jetzt durch
den Hebel 25 der Stift 18 heruntergedrückt, so daß der letztere die Nadel 2 freigibt, worauf
dieselbe durch die Feder 23 aus der Bohrung 17 des Nadelhalters herausgestoßen wird.
Der Schall platten träger 4 wird von einer senkrechten Welle 31 getragen (Fig. 2),
welche mittels Zahnräder 32 und 33 von einem Uhrwerk 34 angetrieben wird. Eine auf der
Welle 31 -befestigte Scheibe 35 ist mit einer an dem oberen Ende einer Welle 37 aufgekeilten
Scheibe 36 durch eine Schnur verbunden. Die Welle 37 trägt ferner eine Schraube ohne Ende 38, welche in Eingriff mit
einem lose auf der wagerechten Welle 40 montierten Schraubenrad 39 (Fig. 7) in Eingriff
steht. Die Nabe dieses Schraubenrades 39 besitzt einen Ansatz 41, an welchem ein Klinkenhebel
42 angelenkt ist (Fig. 10). Das innere Ende dieses Hebels 42 wird von einer Feder 43
in der Normallage gegen die Nabe einer weiter unten beschriebenen, auf der Welle 40 befestigten
Rastenscheibe 44 gedrückt. Der Flebel 42 besitzt an seinem inneren Ende eine
Einkerbung 45, in welche ein Vorsprung 46 an der Nabe der Scheibe 44 einklinken kann,
wodurch dann die Welle 40 gezwungen wird, mit dem Schraubenrade 39 umzulaufen. Das
äußere Ende des Hebels 42 ist seitlich abgekröpft (Fig. 11) und ist an der Kante mit
einer Nut 47 versehen, welche während der Drehung der Welle 40 mit dem unteren Ende
48 einer an dem Gehäuse angebrachten wagerechten Stange 49 sowie mit dem freien Ende
eines drehbar angeordneten Armes50 (Fig. 10)
in Eingriff gelangen kann, wodurch ein Ausklinken des inneren Endes des Hebels 42 von
dem Ansatz 46 auf der Nabe der Scheibe 44 bewirkt wird. Der Arm 48 wird durch eine
Feder 51, welche zwischen dem Lager 52 und dem Bund 53 der Stange' 49 gespannt ist, in
seiner Normallage gehalten. Im oberen Teil des Gehäuses ist eine wagerechte Schwingwelle
56 angeordnet, an welcher eine eine Rolle 54 tragende Sperrklinke 55 für die Scheibe 44 befestigt ist (Fig. 7 und 10). Um
die Welle 56 ist eine Spiralfeder 57 gewickelt, welche mit dem Arm 55 verbunden ist, so daß
die Rolle 54 gegen die Rastenscheibe 44 gepreßt wird. Die Welle 56 ist ferner durch
einen Arm 58 mit einer unten im Gehäuse angeordneten Stange 59 verbunden (Fig. 1),
welche, wie nachstehend beschrieben wird, bei der Ingangsetzung der Maschine betätigt
wird. .
Auf dem einen Ende der Welle 40 ist eine Kurbel 60 aufgesetzt (Fig. 7 und 9), deren
Zapfen 61 das eine Ende einer Stange 62 trägt, während das andere Ende dieser Stange
frei durch eine Öffnung in einem auf dem Rahmen befestigten Bock 63 ragt (Fig. 9).
Während der Drehung der Welle 40 wird
also die Stange 62 gehoben, gesenkt und gleichzeitig in der Längsrichtung hin- und
herbewegt. Dieselbe ist ferner so angeordnet, daß sie mit der unteren Seite des freien Endes
eines Armes 64 in Berührung kommt (Fig. 9), welcher Arm an eine senkrechte Achse 65 angelenkt
ist. Dieselbe kann auf einer Stange 66 auf- und abgleiten, wobei ihr unteres Ende
auf dem genannten Arm 64 ruht, während sich auf dem oberen Ende der Stange 66 ein wagerechter,
mit der Schalldose in Verbindung stehender Arm 67 stützt. Das Ende des Armes 6y ist an dem oberen Ansatz 68 der
Achse 65 angelenkt. Das andere Ende des Armes 67 trägt ein nach unten hervorragendes
Glied 69, durch dessen Öse ein an der Schalldose befestigter, mit einem Gewicht versehener
Arm 70 frei hindurchragt (Fig. 2). An dem unteren Ende der senkrechten Achse 65 (Fig. 7) ist ein (J-förmiges Stück 71 befestigt;,
in welches ein Gleitstück 72 eingepaßt ist. Das letztere ist drehbar mit einem um die
senkrechte Welle 74 schwingenden Arm 73 verbunden. Wenn daher die Achse 73 vermittels
der Teile 62 und 64 und Kurbel 60 von der Welle 40 in Schwingung versetzt wird, so wird der Arm 73 ebenfalls an der Schwingung
teilnehmen. Bei dieser Bewegung wird die an dem Arm 1J^ befestigte, mehrfach gebogene
Stange 75 mit ihrem Ende unter den Arm 50 vor- und zurückbewegt (Fig. 7), wie weiter unten näher beschrieben werden
wird. Der Arm 50 ist drehbar an einem Stift 76 angebracht, welcher an einem am Rahmen
angeordneten Bock 1Jj um eine vertikale Achse
drehbar befestigt ist (Fig. 10). In der Normallage ruht der Arm 50 auf dem gebogenen
Ende der Stange 75, wobei sein freies Ende durch eine Öffnung in einer von dem Rahmen
abstehenden Platte 78 hindurchragt und mit der Nut 47 des Klinkenhebels 42 in Eingriff
gelangen kann.
An dem Hauptrahmen ist ein Hebel 79 (Fig.. 2, 7 und 8) drehbar angeordnet, dessen
oberes Ende mit dem an der Schalldose befestigten Arm 6γ in Berührung steht, während
das untere Ende gegen das an der Welle 40 befestigte Daumenrad 80 anliegt. Bei Drehung
der Welle 40 wird daher von dem Hebel 79
der Arm 67 und damit die Schalldose 1 so
bewegt, daß die Nadel 2 in eine Stellung über dem äußeren Teil der Schallplatte 8 gebracht
wird.
Aus den Fig. 1, 2 und 4 ist ein Behälter 81
ersichtlich, welcher eine Anzahl von übereinander angeordneten Nadeln in sich birgt,
Dieser Behälter wird von einem Halter 83, der an der Stütze 13 befestigt ist, getragen
und steht mit seiner unteren Seite mit einem Führungskanal 84 in Verbindung, in welchen
ein hin- und hergehender Kolben. 85 eingepaßt ist. Wenn die Schalldose ihre Normal-
oder Ruhestellung einnimmt, so befindet sich dieser Führungskanal und der Kolben 85
in einer Linie mit der Bohrung 17 des Nadelhalters 15. Der Kolben 85 ist durch ein Gelenk
86 mit dem einen Arm eines Winkelhebels 87 (Fig. ι bis 3) verbunden, welcher lose auf
einer senkrechten, auf der Grundplatte stehenden Welle 88 aufgesetzt ist. Zwischen der
Stange 86 und dem Halter 83 ist eine Feder 89 (Fig. ι und 5) gespannt, welche bestrebt ist,
den Kolben 85 gegen die Schalldose zu bewegen. Wird der Kolben 85 von der Feder 89 '
vorgestoßen, so wird er die unterste Nadel in dem Behälter erfassen und dieselbe in die
Bohrung 17, entgegengesetzt der Wirkung der Feder 23, hineinschieben. Wenn der Kolben
85 zurückgezogen ist, so werden die in dem Behälter befindlichen Nadeln herunterfallen,
und die unterste Nadel wird in den Führungskanal vor dem Kolben 85 gelangen.
Der vorgenannte Winkelhebel 87 (Fig. 1) ist ferner mit dem einen Ende einer Stange 90
verbunden, deren anderes Ende einen Stift 91 (Fig. 3) besitzt, welcher in einen Schlitz 92
der Stange 59 hineingreift. Wenn die Stange 59 von Hand nach außen bewegt wird, so wird
das eine Ende des Schlitzes 92 gegen den Stift 91 stoßen, wodurch der Winkelhebel den KoI-ben
85 zurückzieht. Wird die Stange 59 durch den Mechanismus der Maschine nach innen
bewegt, so wird der Kolben 85 gegen die Schablone 1 geschnellt, wodurch eine Nadel in
die Bohrung 17 des Nadelträgers eingesetzt wird.
Der Halter 83 trägt das eine Ende einer Stange 93 (Fig. 4), welches dicht vor dem
Hebel 25 angeordnet ist. Mit ihrem anderen Ende ist die Stange 93 durch ein Gelenk 94
(Fig. i) an dem einen Arm eines lose auf der Welle 88 aufgesetzten Winkelhebels 95 befestigt,
dessen anderer Arm durch eine Stange
96 mit der vorgenannten Stange 59 verbunden ist. Durch eine Auswärtsbewegung der
Stange 59 wird die Stange 93 gegen den Hebel 25 stoßen und denselben entgegengesetzt der
Wirkung der Feder 29 in Eingriff mit dem Hebel 28 bringen.
Die Rastenscheibe 44 (Fig. 10) ist mit einer tiefen Rast 97 und zwei flacher ausgeführten
Rasten 98 und 99 versehen. Nach Abspielen einer Grammophonplatte wird die Maschine
durch Einfallen der Rolle 54 in die tiefe Rast
97 selbsttätig angehalten. Die in Bewegung gewesenen Teile der Maschine nehmen dann
die aus der Fig. 10 ersichtliche Lage ein. Die Einkerbung 45 des Hebels 42 paßt über den
Ansatz 46 einer Nabe der Scheibe 44. Das untere Ende des Armes 48 befindet sich in
einer solchen Stellung, daß es mit dem inneren Ende der Nut 47 in Eingriff gelangen kann.
Da der Arm 70 jetzt angehoben ist, so nimmt die Schalldose eine Stellung außerhalb des
Bereichs der Schallplatte 8 ein, so daß die Bohrung 17 des Nadelhalters vor' dem Kolben
85 steht.
Die Wirkungsweise wird im folgenden kurz beschrieben:
Wenn das Grammophon in Bewegung gesetzt werden soll, so wird die Stange 59 von
Hand nach auswärts gezogen. Durch die erste Bewegung der Stange 59 wird vermittels der
Stange 96 und des Winkelhebels 95 die Stange 93 gegen den Hebel 25 (Fig. 4) gestoßen.
Derselbe gibt den Kopf des Stiftes 18 frei,
so daß durch die Wirkung der Feder 20 der Stift nach oben schnellt und mit seiner Kerbe
19 die in der Bohrung 17 sitzende Nadel 2 festklemmt (Fig. 6). Gleichzeitig gelangt
der kurze Arm 27 des Hebels 28 infolge der Gewichtswirkung seines langen Armes 30 in
Eingriff mit dem Ansatz 26 des Armes 25 (Fig. 4), so daß derselbe von dem Stift 18
freigehalten wird. Beim Anziehen der Stange 59 wird ferner die Stange 90 mit bewegt,
wodurch unter Vermittlung des Winkelhebels 87 und der Stange 86 der Kolben 85 zurückgezogen
und dessen vorderes Ende aus dem Bereich des Behälters 81 entfernt wird, so daß
die unterste Nadel in den Führungskanal 84 in einer Linie mit dem Kolben 85 fällt. Gleichzeitig
wurde auch durch die Auswärtsbewegung der Stange 59 vermittels des Hebels 58 die Welle 56 entgegengesetzt der Wirkung der
Feder 57 gedreht, so daß die von dem Arm 55
getragene Rolle 54 aus der Rast 97 der Scheibe 44 herausgehoben wird. Die Welle 40 wird
nicht mehr festgehalten, so daß die Maschine nunmehr durch das Uhrwerk 34 in Bewegung
gesetzt wird.
Unmittelbar nach dem Anlassen der Maschine wird der an der Stange 59 wirkende
Zug aufgehoben, worauf die um die Welle 56 gelagerte Feder 57 den Hebel 55 wieder gegen
die Scheibe 44 bewegt, so daß die Rolle 54 in die Rast 98 hineinfällt (Fig. 10). In diesem
Augenblick kommt die Nut 47 des Hebels 42 in Eingriff mit dem Arm 48, wodurch die
Einkerbung 45 von dem Ansatz 46 hinwegbewegt wird, so daß die Welle 40 in Stillstand
gelangt, während das Schraubenrad 39 eine volle Urndrehung macht. Der Schallplattenträger
erhält somit die gewünschte Schnelligkeit, ehe die Nadel 2 mit der Schallplattennut
in Eingriff gelangt. Wenn das Ende des Armes 48 durch die Nut 47 des Hebels 42 gleitet, wird es infolge der Abkröpfung
des Hebels 42 so aus seiner Stellung verschoben, daß es nicht mehr mit dem inneren
Ende der Nut in Eingriff gelangen kann, und
.60 wenn der Hebel 42 wieder den Arm 48 trifft, so wird er den letzteren noch weiter aus seiner
Stellung verschieben. Es wird also, nachdem das Schraubenrad 39 eine volle Umdrehung gemacht
hat, der Hebel 42 durch die Feder 43 gegen die Nabe der Scheibe 44 gepreßt, so daß
die Einkerbung 45 über dem Ansatz 46 einklinkt. Nachdem dies geschehen, erhält die
Welle 40 durch das Schraubenrad 39 ungefähr eine halbe Umdrehung,, wobei das an der Welle
40 befestigte Daumenrad 80 den Hebel 79 der-'
art bewegt, daß die Nadel 2 in eine Stellung über dem äußeren Teil der Schallplatte 8 gelangt.
Gleichzeitig wird durch den Kurbelarm 60 der Welle 40 die Stange 62 nach unten bewegt, so daß der Arm 64, die Achse 65 und
der Arm 67 infolge ihrer Schwere sich senken und der mit dem Gewicht versehene Arm 70
die Schalldose so dreht (Fig. 2), daß die Nadel 2 den äußeren Teil der Schallplatte berührt.
Es ist noch zu bemerken, daß die Stange 62 mit einem Bügel 82 (Fig. 9) versehen ist, welcher über den Arm 64 hervorsteht,
und da die Kurbel 60 die Stange 62 während der halben Umdrehung der Welle 40 nicht nur senkt, sondern sie auch zurückzieht,
so kommt dabei der Bügel 82 in Berührung mit dem Arm 64 und dreht die Achse 65. Der
von der Achse 65 getragene Arm 67 bewegt dadurch die Schalldose 1 nach innen, um die
Nadel 2 mit dem äußeren Teil der Spielscheibennut in Eingriff zu bringen.
Nachdem die Wrelle 40, wie oben erwähnt, ungefähr eine halbe Umdrehung gemacht hat,
fällt die Rolle 54 durch die Wirkung der Feder 57 in die Rast 99 der Scheibe 44 (Fig. 10)
ein, wodurch eine weitere Drehung der Welle 40 verhindert wird. Gleichzeitig ist die Nut
47 des Hebels 42 in Eingriff mit dem freien Ende des Armes 50 gekommen, wodurch die
Verklinkung dieses Hebels mit dem Ansatz 46 gelöst wird, so daß die Welle- 40 von dem
Schraubenrad 39 ■ nicht mehr mitgenommen wird.
Es ist jetzt die sogenannte Spielstellung erreicht, das heißt die auf ihrem Träger liegende
Spielplatte wird gedreht, und die Nadel 2 durchläuft in der bekannten Weise die Nut,
um das Musikstück wiederzugeben. Bei der Bewegung der Nadel gegen die Mitte der Spielscheibe wird der Arm 67 mit bewegt,
so daß die Achse 66 das (J-förmige Stück 71 und den damit verbundenen Arm 73 langsam
dreht. Die an dem letzteren Arm befestigte gebogene Stange 75 wird in der durch den
Pfeil in Fig. 7 angezeigten Richtung langsam bewegt und berührt dabei den Arm 50, welchen
sie gegen die Wandung der Öffnung in der Platte 78 hinzuschieben sucht. Während des
Spielens des Apparates kommt bei jeder Umdrehung des Schraubenrades 39 das freie Ende
des Armes 50 in Eingriff mit der Nut 47 des Hebels 42 und verhindert dadurch, daß der
Ansatz 46 in die Einkerbung 45 hineingreift. Beim jedesmaligen Durchlaufen des freien
Endes des Armes 50 durch die Nut 47 des abgekröpften Hebels 42 wird der Arm 50 etwas
seitlich verschoben; aber bevor der Hebel 42 den Arm 50 wieder trifft, wird der letztere
durch die Reibung mit der sich langsam bewegenden Stange 75 in seine Normallage zurückbewegt,
so daß er mit dem inneren Ende der Nut 47 in Eingriff kommen kann. Somit wird der Arm 50 während des Spielens des
Apparates in einer wagerechten Ebene hin- und herbewegt. Nachdem 'die Nadel das innere
Ende der Schallplattennut erreicht hat, hört die Bewegung der Nadel auf, und folglich
wird sich auch die Stange 75 nicht weiter bewegen. Daher wird der Arm 50, wenn er
die Nut 47 durchlaufen hat, nicht wieder in seine Normallage durch die Stange 75 zurückgebracht
werden. Infolgedessen kommt die Einkerbung 45 des Hebels 42 mit dem Ansatz 46 in Eingriff, wodurch die Welle 40 mit
dem Schraubenrad 39 gekuppelt wird und nach einer weiteren halben Umdrehung in ihre An-
fangsstellung zurückkehrt. Dies ereignet sich wie folgt. Die erste Bewegung der Welle 40
veranlaßt den Kurbelarm 60, die Stange 62 zu heben, welche ihrerseits den Arm 64, die
Achse 65, den Arm 67 und den mit dem Gewicht versehenen' Arm 70 hebt, wodurch die
Schalldose 1 so gedreht wird, daß die Nadel 2 außer Eingriff mit der Schallplatte 8 kommt.
Infolge Drehung der Schalldose gelangt der lange Arm 30 des Hebels 28 in Berührung mit
der Schallplatte 8, wodurch der Hebel 28 etwas gedreht wird, so daß sein kurzer Arm 27 außer
Eingriff mit dem Ansatz des Hebels 25 kommt,
■ welch letzterer jetzt von der Feder 29 so
bewegt wird, daß er den Kopf 21 des Stiftes 18
herunterdrückt, wodurch die Nadel 2 gelöst und darauf durch die Feder 23 vorgestoßen
wird. Nachdem dies geschehen, wird die Stange 62 weiter von dem Kurbelarm 60 in der Längsrichtung bewegt, wobei die Schulter
62° der Stange 62 (Fig. 9) in Berührung mit dem Arm 64 kommt. Die Achse 65 wird hierdurch
so gedreht, daß der von ihr getragene Arm 67 die Schalldose 1 nach auswärts in
ihre Anfangsstellung zurückbewegt. Die
Scheibe 44 hat sich jetzt so weit gedreht, daß die Rolle 54 in die tiefste Rast 97 hineinfällt,
. wodurch die ganze Maschine gegen eine fernere Bewegung festgehalten wird.
Der Arm 55 ist mit einem Vorsprung 55"
versehen (Fig. 10), welcher, wenn die Rolle 54 in die Rast 97 hineinfällt, einen von dem Bund
49a der Stange 49 hervorstehenden Stift berührt
und dadurch den Arm 48 in seine Anfangsstellung zurückführt, damit ein Wiedereingreifen
desselben mit der Nut 47 des Hebels 42 stattfinden kann.
Wenn die Rolle 54 durch die Wirkung der Feder 57 in die Rast gy einfällt, erhält die
Welle 56 eine Drehung, so daß durch den an ihr befestigten Arm 58 die Stange 59 nach 65
innen in ihre Anfangsstellung zurückbewegt wird. Durch die Feder 89 wird jetzt der
Kolben 85 gegen die Schalldose geschnellt urid setzt die vor ihm liegende Nadel in die Bohrung
17 des Nadelträgers ein. Alle Teile sind so- 70 mit wieder in ihre Anfangsstellung zurückgelangt.
Claims (10)
- Patent-Ansprüche:i. Vorrichtung, um die Schalldosennadeln einer Sprechmaschine selbsttätig durch das Triebwerk auszuwechseln, dadurch gekennzeichnet, daß das Triebwerk nach Abspielen einer Schallplatte von beliebig langer Spieldauer durch das Aufhören der Radialbewegung der Nadel über die Schallplatte mit einer im Gehäuse angeordneten wagerechten Welle (40) gekuppelt wird, welche dann zunächst einen gewissen Drehungswinkel durchläuft und dabei mittels einer geeigneten Vorrichtung die Nadel durch Drehen der Schalldose in bekannter Weise von der Schallplatte abhebt, während gleichzeitig eine mit der Klemmvorrichtung für die Nadel in Verbindung stehende Klinkenanordnung- (26, 27) ausgelöst und die Nadel aus dem Nadelträger gestoßen wird, worauf die Schalldose so weit seitwärts gedreht wird, daß der Nadelträger vor einen Führungskanal (84), welcher sich unterhalb eines am Gehäuse angeordneten und eine Anzahl senkrecht übereinander gelagerter Nadeln enthaltenen Behälters (81) befindet, gelangt, in welchem Augenblick die Weiterbewegung der Maschine durch Einfallen einer Klinke (55) in eine Sperrscheibe (44) gehemmt wird, worauf eine zur Wirkung gelangende Feder (89) einen im Führungskanal (84) unterhalb des Nadelbehälters sich bewegenden Kolben (85) vorstößt, welcher eine neue Nadel in den Nadelträger einsetzt. ;
- 2. Ausführungsform der Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplung der Welle (40) mit dem Triebwerk durch einen an der Nabe eines lose auf dieser Welle aufgesetzten, vom Uhrwerk der Maschine angetriebenen Schraubenrades (39) angebrachten Klinkenhebel (42) geschieht, dessen äußeres Ende abgekröpft und an der Kante mit einer Nut (47) versehen ist, während sein inneres Ende eine Einkerbung (45) besitzt, welche durch Federwirkung mit einem Ansatz (46) der auf der Welle (40) befestigten Sperrscheibe (44) in Eingriff gelangenkann, wodurch eine Kupplung der Welle (40) mit dem Antriebsmechanismus der Maschine hergestellt ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Verhinderung einer Kupplung der Welle (40) mit dem Antriebsmechanismus der Maschine während des Spielens des Apparates eine Stange (50) drehbar am Gehäuse (50) angeordnet ist, welche bei jedem Umlaufe des mit dem Schraubenrade (39) verbundenen Klinkenhebels (42) mit der Nut (47) des abgekröpften inneren Endes dieses Hebels in Eingriff gelangt und dadurch die Einkerbung (45) desselben außer Bereich des Ansatzes (46) der Scheibe (44) hält, wobei die Stange (50) jedesmal aus ihrer Normalstellung seitlich verschoben und durch Reibung mit einer Stange (75) zurückgebracht wird, welche infolge der Radialbewegung der Nadel (2) über· die Schallplatte langsam um. eine senkrechte Achse sich dreht, so daß nach Aufhören der Radialbewegung der Nadel (2) die Stange (50) nicht mehr in ihre Normalstellung zurückgeführt wird und daher eine Kupplung des Schraubenrades (39) mit der Welle (40) stattfindet.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Heben, Senken und Drehen der Schalldose durch einen mit ihr verbundenen, mit einem Gewicht belasteten Arm (67) bewirkt wird, welcher an einer senkrecht im Gehäuse angeordneten Achse (66) angelenkt ist und sich auf einer auf der Achse (66) verschiebbaren und auf einem an letzterer angelenkten Arm (64) ruhenden Welle (65) stützt, wobei der Arm (64) auf geeignete Weise von der Welle (40) eine hin-, her- und auf- und abgehende Bewegung erhält.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Festklemmung der Nadel durch den Nadelträger (15) ein Stift (18) mit einer Einkerbung (19) geführt ist, deren Rand durch eine Feder (20) gegen die in dem Nadelträger befindliche Nadel (2) gepreßt wird.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Drehung der Schalldose zum Abheben der Nadel von der Schallplatte ein an der Schalldose.befestigter doppelarmiger Hebel (28) mit seinem langen Arm (30) in Berührung mit der Schallplatte kommt, wodurch die Verklinkung (26,27) dieses Hebels mit einem gleichfalls an der Schalldose angeordneten Hebel (25) gelöst wird, so daß der letztere von einer Feder (29) gegen den Kopf des durch den Nadelhalter geführten Stiftes (18) gedrückt wird, wodurch die Nadel losgelassen und durch eine an der Schalldose befestigte Feder (23) aus dem Nadelträger (15) herausgestoßen wird.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Triebwerk durch Auswärtsbewegen einer seitlich aus dem Gehäuse austretenden Stange (59) in Gang gesetzt wird, wodurch ein Abheben der Klinke (55) von der Sperrscheibe (44) bewirkt wird, so daß die Welle (40) von der Antriebsvorrichtung der Maschine in Umdrehung versetzt wird.
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 1, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Bewegung der Vorrichtung zum Ingangsetzen' der Maschine gleichzeitig der Hebel (25) vorgestoßen wird, derart, daß er den Kopf des Stiftes (18) freigibt und die Verklinkung (26, 27) miteinander in Eingriff kommt, damit während des Spielens des Apparates die Nadel in ihrem Halter festgeklemmt wird.
- 9. Vorrichtung nach Anspruch ■ 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim Auswärtsbewegen der Stange (59) gleichzeitig der das Einsetzen der Nadel besorgende Kolben (85) von dem Nadelbehälter (81) hinweggezogen wird, so daß eine neue Nadelin den Führungskanal (84) fallen kann.
- 10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß während des Ingangsetzens der Maschine durch eine von einem Daumenrad (80) der Welle (40) bewegte, senkrecht angeordnete Stange (79) die mit der Schalldose verbundene Stange (67) derart verschoben wird, daß die Schalldose von dem Nadelbehälter (81) hinweg in eine Stellung über dem äußeren Teil der Schallplatte gebracht wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
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| DE164705C true DE164705C (de) |
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