DE163040C - - Google Patents

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DE163040C
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nitrobenzoyl
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D277/00Heterocyclic compounds containing 1,3-thiazole or hydrogenated 1,3-thiazole rings
    • C07D277/60Heterocyclic compounds containing 1,3-thiazole or hydrogenated 1,3-thiazole rings condensed with carbocyclic rings or ring systems
    • C07D277/62Benzothiazoles
    • C07D277/64Benzothiazoles with only hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals attached in position 2
    • C07D277/66Benzothiazoles with only hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals attached in position 2 with aromatic rings or ring systems directly attached in position 2

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Thiazole And Isothizaole Compounds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE
Es wurde gefunden, daß man die bisher noch nicht bekannten Sulfosäuren der Aminobenzoylthiazolverbindungen dadurch erhalten kann, daß man entweder die durch die Einwirkung der Nitrobenzoylhalogenide auf Sulfosäuren der sogenannten Thiazolbasen, wie z. B. die Sulfosäuren des Dehydrdthio-ptoluidins und des Dehydrothio-m-xylidins, Primulin, ' das dem Primulin entsprechende
ίο Produkt aus m-Xylidin und dergl., erhältlichen Kondensationsprodukte reduziert, oder daß man die durch Kondensation der Nitrobenzoylhalogenide mit den unsulfierten Thiazolbasen erhältlichen Produkte in beliebiger Reihenfolge sulfiert und reduziert.
Die Diazoverbindungen der neuen Körper geben beim Kuppeln mit Azokomponenten wertvolle Farbstoffe. Die neuen Produkte zeichnen sich außerdem besonders dadurch aus, daß sie beim Diazotieren und »Entwickeln« auf der Faser sehr wertvolle klare und waschechte Nuancen liefern.
Während die Dehydrothio-p-toluidinsulfosäure und das Primulin auf der Faser diazotiert und mit ß-Naphtol gekuppelt rote Nuancen liefern, geben die entsprechenden reduzierten Kondensationsprodukte aus diesen Körpern und p-Nitrobenzoylchlorid auf der Faser diazotiert und mit ß-Naphtol gekuppelt, echte klare und waschechte orange Töne, die bisher in dieser Weise durch Diazotieren und Kuppeln auf der Faser nicht hergestellt werden konnten.
In der britischen Patentschrift 13778 vom Jahre 1902 ist die Darstellung von Aminobenzamidonaphtolsulfosäuren beschrieben. Aus
den Angaben dieser Veröffentlichung war jedoch in keiner Weise zu entnehmen, wie sich die Aminobenzamidothiazolsulfosäuren verhalten würden. Es war nicht vorauszusehen, ob die neuen Kondensationsprodukte überhaupt noch Affinität zur Baumwollfaser besitzen würden, und war es deshalb umso überraschender, daß durch den Eintritt der Gruppe NH2 C6Hi CO in die Thiazolsulfosäuren die Verwandtschaft dieser Körper zur vegetabilischen Faser in dem Maße gesteigert wird, daß diese neuen Produkte den festgestellten hohen technischen Wert. erlangen. Ferner war es nicht zu erwarten, daß die aus diesen Körpern auf der Faser herstellbaren Diazoverbindungen durch Kuppeln mit geeigneten Komponenten die nach dem neuen Verfahren erhältlichen, wegen ihrer guten Wasch- und Überfärbeechtheit sehr wertvollen Nuancen liefern würden, welche die entsprechenden, nach dem Verfahren der oben erwähnten englischen Patentschrift erhaltenen Ausfärbungen an Echtheit übertreffen. Die nach dem vorliegenden Verfahren u. a. erhältlichen echten gelborangenen Töne waren bisher auf diese Weise nicht herzustellen, weshalb die neuen Produkte für die Färbereitechnik sehr wertvoll sind.
B e i s ρ i e 1 ι.
18 Teile Dehydrothio-p-toluidinsulfosäure werden mit heißem Wasser und 20 Teilen Soda in Lösung gebracht und mit 70 Teilen fein gepulvertem p-Nitrobenzoylchlorid so lange in der Wärme gerührt, bis eine heraus-
genommene Probe sich nicht mehr diazotieren läßt. Zur Reduktion des so erhaltenen Kondensationsproduktes wird die Reaktionsmasse mit Essigsäure schwach sauer gemacht und darauf heiß mit 3 Teilen Eisenspänen und 2 Teilen verdünnter Essigsäure versetzt. Nach Beendigung der Reaktion wird durch Zusatz von Soda alkalisch gemacht, filtriert und im Filtrat die Aminobenzoylsulfosäure des Dehydrothio-p-toluidins durch Zusatz von Kochsalz ausgefällt.
Der neue Körper zieht farblos auf Baumwolle auf. Durch Diazotieren und Kuppeln auf der Faser mit ß-Naphtol erhält man ein klares waschechtes gelbes Orange, mit Äthylß-naphtylamin ein Rot, mit Methylketol oder Pyrazolon ein grünstichiges Gelb.
In analoger Weise wird die m-Aminobenzoyldehydrothio - ρ - toluidinsulf osäure erhalten.
Beispiel 2.
250 Teile Primulinsulfosäure werden durch Erhitzen mit Sodalösung gelöst und dann noch 20 Teile Soda zugesetzt. Bei etwa 70 bis 80° wird die so erhaltene Lösung mit 60 Teilen fein gepulvertem m-Nitrobenzoylchlorid mehrere Stunden verrührt, bis sich eine Probe nicht mehr diazotieren läßt.
Das während der Reaktion ausgeschiedene neue Produkt wird dann mit Eisen und Essigsäure reduziert. Es wird darauf alkalisch gemacht, durch Auslaugen mit heißem Wasser die Aminoverbindung in Lösung gebracht und ausgesalzen.
Das so erhaltene aminobenzoylprimulinsulfosaure Natrium zieht farblos auf Baumwolle auf. Durch Diazotieren und Kuppeln auf der Faser mit ß-Naphtol entsteht ein wertvolles wasch- und überfärbeechtes gelbes Orange.
Beispiel 3.
200 Teile Trimethylprimulinsulfosäure (aus asymmetrischem Xylidin) werden, wie in Beispiel 2 beschrieben, in Soda gelöst, Soda zugefügt, dann mit 60 Teilen m-Nitrobenzoylchlorid umgesetzt und die so erhaltene Nitrobenzoylverbindung mit Eisen und Essigsäure reduziert.
Das aminobenzoyltrimethylprimulinsulfosaure Natrium zieht sehr leicht auf die Baumwolle auf. Durch Diazotieren und Kuppeln mit ■ ß-Naphtol entsteht ein klares sehr wasch- und überfärbeechtes Rotorange.
Beispiel 4.
240 Teile Dehydrothio-p-toluidin werden in der doppelten Menge Alkohol heiß gelöst und mit einer frisch bereiteten Lösung von 200 Teilen m-Nitrobenzoylchlorid in Alkohol versetzt. Das abgeschiedene Nitrobenzoyldehydrothio-p-toluidin wird darauf abfiltriert und nach dem Trocknen mit rauchender Schwefelsäure (20 Prozent 5 O3) so lange bei 300 behandelt, bis eine Probe in Alkali klar löslich ist. Es wird darauf in Eiswasser gegossen und der so erhaltene Niederschlag durch Filtration isoliert. Um die Nitrobenzoyldehydrothio-p-toluidinsulfosäure in feiner Verteilung zu erhalten, wird sie nochmals in Alkali gelöst und durch Säure gefällt. Das so gewonnene Produkt wird darauf, wie in Beispiel 1 beschrieben, mit Eisenspänen und Essigsäure reduziert und die Aminobenzoylsulfosäure des Dehydrothio-p-toluidins in der dort angegebenen Weise isoliert.
Dasselbe Produkt wird erhalten, wenn man das Nitrobenzoyldehydrothio-p-toluidin zuerst reduziert und dann sulfiert.
Die Reaktion verläuft in analoger Weise bei Verwendung anderer Thiazolverbindungen.

Claims (1)

  1. Patentanspruch :
    Verfahren zur Darstellung von SuI fosäuren der Aminobenzoylthiazolverbindungen, darin bestehend, daß man entweder die durch Einwirkung der Nitrobenzoylhalogenide auf Sulfosäuren der sogenannten Thiazolbasen erhältlichen Kondensationsprodukte reduziert, oder die durch Kondensation der Nitrobenzoylhalogenide mit den unsulfierten Thiazolbasen erhältlichen Kondensationsprodukte in beliebiger Reihenfolge sulfiert und reduziert.
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