DE16224C - Neuerungen an Roststäben - Google Patents
Neuerungen an RoststäbenInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23H—GRATES; CLEANING OR RAKING GRATES
- F23H17/00—Details of grates
- F23H17/12—Fire-bars
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- Solid-Fuel Combustion (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 24: Feuerungsanlagen.
Die Roststäbe sind anstatt mit einem flachen Rücken mit einem messerartig oder dachförmig
zugespitzten Rücken versehen, und jeder Roststab verjüngt sich von einem Ende zum anderen,
so dafs die Rostspalten sich von dem einen nach dem anderen Ende des Rostes allmälig
erweitern. Zwischen den Stäben und den Feuerbüchswänden wird ein nur geringer Spielraum
gelassen.
In Fig. ι der beiliegenden Zeichnung ist ein Längenschnitt durch einen nach meinem System
construirten Rost der Feuerbüchse eines Röhrenkessels dargestellt. Fig. 2 zeigt einen Querschnitt
und Fig 3 den Grundrifs dieses Rostes.
α α sind die auf den Rostträgern k k ruhenden
Roststäbe, d d sind an den Seiten der Roststäbe aufgesetzte Knaggen oder Plättchen,
welche zur Fixirung ihres gegenseitigen Abstandes dienen. Mit u bezeichne ich den Spielraum
zwischen den Roststäben und den Feuerbüchswänden, mit / den Abstand der Stäbe von einander, der, wie aus Fig. 3 ersichtlich,
von dem hinteren Theile der Feuerbüchse nach dem vorderen hin allmälig gröfser wird. L ist
die Feuerthüröffhung. A ist der gufseiserne Untersatz der Feuerbrücke, der nicht unmittelbar,
sondern mittelst Knaggen oder Vorsprünge c c auf den Roststäben aufruht, so dafs dadurch
Zwischenräumen ^'gebildet werden, durch welche Luft streichen kann, um ein Verbrennen des
Untersatzes zu verhindern. Die verticale Rückwand / dieses Untersatzes dient zum Schütze
der Feuerbüchsrohrwand p gegen schädliche Einwirkungen kalter Luft, m sind die gegen
das Herdfeuer ausmündenden Schlitze oder Luftkanäle des Untersatzes, B ist der aus feuerfestem
Material bestehende Aufsatz der Feuerbrücke, CC sind die daran befindlichen, nach
oben ragenden Vorsprünge, ο ο die eisernen
Deckplatten, aufweichen die Köpfe der Schraubenbolzen 11 η liegen, die zur Vereinigung des Aufsatzes
mit dem Untersatze der Feuerbrücke dienen. Der zwischen den Enden der Feuerbrücke
und den Wänden der Feuerbüchse verbleibende Spielraum r und, wenn nothwendig,
auch der Spielraum r1 kann mit feuerfester
Masse ausgefüllt werden. /1 sind die Feuerrohre.
Falls man eine besondere Feuerbrücke nicht anwenden will, macht man die Roststäbe entsprechend
länger.
In Fig. 4 und 5 ist im Grundrifs bezw. Längenschnitt eine andere Construction von
Roststäben veranschaulicht.
Hier sind zwei Längsstäbe α α an den Enden
mit einander verbunden und darauf unter passendem Winkel in der Querrichtung die Roststäbe
ee, mit den Längsstäben ein Stück bildend, angeordnet. Dieselben können natürlich
auch eine zu den Längsstäben rechtwinklige Lage haben, falls dies vortheilhaft erscheint.
Fig. 6 zeigt den Querschnitt eines solchen Roststabes nach dem Grundrifs in Fig. 4, mit
abwechselnd breiten undschmalenLängsstäbena;« versehen, wie in A, oder mit gleich hohen
Längsstäben wie in B. Ferner zeigt C einen Roststab, der mit zwei schmalen äufseren und
einem dazwischen liegenden breiten Längsstab a versehen ist.
In A B und C sind die Querstäbe durch e bezeichnet.
Fig. 7 zeigt das vordere Ende eines Schüreisens mit vorspringenden Zähnen oder Kanten,
das sich für die Reinigung von Roststäben der
in Fig. 6 abgebildeten Construction eignet, während Fig. 8 die vordere Partie eines Schüreisens
darstellt, mit dem man einen Rost nach Fig. 2 gut reinigen kann.
Der gegenseitige Abstand der Roststäbe soll sich nach dem zu verfeuernden Material und
ihre Höhe nach der Belastung, welcher sie ausgesetzt werden, richten. Es können die Roststäbe
von gleicher oder verschiedener Querschnittshöhe sein. Die Knaggen oder Plättchen
d d zur Fixirung des gegenseitigen Abstandes werden etwas unterhalb der zugeschärften
Rücken der Stäbe angebracht, damit das Schüreisen ungehindert über den Rost fortbewegt
werden kann und die Luft von unten her überall Zutritt zu dem Heizmaterial hat. Bei
den gewöhnlichen Roststäben mit flachen Rücken gestattet das aufgebrachte Brennmaterial einen
solchen freien Zutritt der Luft nicht.
In manchen Fällen werden die Roststäbe in der Feuerbüchse querliegend angeordnet, oder
es werden zwischen zwei Längsstäben Querstäbe eingefügt; in allen Fällen aber werden
Längsstäbe sowohl als Querstäbe mit spitz zulaufenden Rücken versehen.
Hierin liegt der Hauptvortheil meines Rostsystems, dafs es die unteren Schichten des
aufgehäuften Brennmaterials in vollkommenstem Mafse der atmosphärischen Luft exponirt. Denn
das Brennmaterial ruht hauptsächlich auf dem spitzen Rücken der Roststäbe und die Luft
kann somit über die ganze Rostfläche fort von unten in alle Schichten desselben zugleich eindringen.
Die abgeschärften Rücken der Roststäbe verhüten auch ein Zusammensintern der sich bildenden
Schlacke zu gröfseren Klumpen, indem diese in dem Mafse, als sie sich bildet, von
den dachförmigen Flächen des Rückens der Stäbe herabfällt. Die starke Einwirkung der Luft
macht die Schlacke spröde; durch das darauf lastende Brennmaterial wird sie infolge dessen
auf den scharfen Kanten der Stäbe zerdrückt, und sie fällt dann in dünnen Stücken in den
Aschenkasten. Da die Luft so frei um die ganze Roststaboberfläche streichen kann, so verbrennen
die Roststäbe nicht so leicht und sind dieselben darum auch billiger als die gewöhnlichen.
Das Feuer bedarf keiner so sorgfältigen Wartung, da ein Verschlacken der Roststäbe
nicht eintritt; es wird deshalb auch das häufige Eindringen kalter Luft durch die Feuerthür
nach der Rohrwand vermieden. Die nach der Rohrwand gelegene Partie des Rostes soll ausschliefslich
das Durchfallen von Asche ermöglichen. Zu diesem Zweck sind, wie oben erwähnt, die Roststäbe nach dieser Seite hin in
der Breite verjüngt, damit hier ein gröfserer Zwischenraum zwischen den Stäben gebildet
wird, durch welche Asche und Schlacke mit Leichtigkeit nach unten fallen kann, wenn
man sie mit dem Schüreisen nach hinten schiebt. Infolge dieser Anordnung findet nach der Rohrwand
hin auch ein verschärfter Luftzutritt zum Brennmaterial statt, die Verbrennung des Heizmaterials
ist daher hier eine vollkommenere und die Bildung und Anhäufung von Asche und Schlacke an dieser Stelle wird dabei wesentlich
vermindert.
Kommt mehr als eine Roststablänge in Anwendung, so dafs die Enden zweier Stäbe sich
gegenüber liegen, dann wird der Abstand dieser Enden so gewählt, dafs das Eindringen von
Luft an dieser Stelle ungehindert geschehen kann.
Die in dem gufseisernen Untersatz befindlichen Kanäle m m dienen zur Einführung eines
Luftstromes in das Brennmaterial behufs vollkommener Verbrennung desselben.
An den Feuerbüchsseitenwänden und der Rohrwand können um die Feuerbrücke herum
Sicherheitsplatten, mit entsprechenden Aussparungen für die Stehbolzenköpfe versehen, angebracht
werden, so dafs die Deckplatten der Brücke sich auf die oberen Ränder der Sicherheitsplatten
stützen und daran durch Keile u. s. w. gehalten werden. Zwischen die Rohrwand und Sicherheitsplatte kann feuerfestes
Material eingefügt werden, und es kann auch die Platte getrennt oder auch mit der Brücke
in einem Stück durch Gufs hergestellt werden, sie kann aber auch ganz fortfallen.
Anstatt den gufseisernen Untersatz der Brücke mit einem aus feuerfestem Material bestehenden
Aufsatz zu versehen, wie vorbeschrieben, kann man denselben auch mit einem aus Kesselblech
oder ähnlichem Material hergestellten kastenförmigen Aufsatz versehen, der entweder
einen Theil des Kessels bildet oder mit demselben so verbunden ist, dafs das Kesselwasser
damit communicirt. Solcherweise hergestellte Feuerbrücken können auch nach Bedürfhifs
rings um den Feuerherd angeordnet werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Roststäbe, die an dem der Feuerbrücke zugewendeten Ende dünner sind, als an dem entgegengesetzten vorderen Ende, damit sie allmälig von vorn nach hinten sich erweiternde Zwischenräume bilden, behufs vermehrter Luftzuführung in das an der Feuerbrücke sich mehr häufende Brennmaterial.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE16224C true DE16224C (de) |
Family
ID=293220
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT16224D Active DE16224C (de) | Neuerungen an Roststäben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE16224C (de) |
-
0
- DE DENDAT16224D patent/DE16224C/de active Active
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