DE162129C - - Google Patents

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Nach vorliegender Erfindung wird eine Scheibe oder Platte, auf welcher sich Ankündigungen befinden, gedreht, sobald auf einen Tisch ein Druck ausgeübt wird.
Bei dem Tische macht man einzelne Teile seiner Platte durchsichtig, und die Scheibe mit den Ankündigungen dreht sich absatz\veise unter der Tischplatte, so daß die Ankündigungen nacheinander unter den durchsichtigen
ίο Teilen der Tischplatte erscheinen.
In der Zeichnung ist Fig. ι ein Schnitt nach der Linie A-A (Fig. 2) und Fig. 2 eine Draufsicht mit fortgelassener Tischplatte und Scheibe. Fig. 3 ist ein vergrößerter Schnitt nach der Linie B-B (Fig. 1). Fig. 4 und 4a zeigen die Vorrichtung zur Erzielung einer schrittweise erfolgenden Bewegung der Scheibe in vergrößertem Maßstabe und in verschiedenen Stellungen. Fig. 5 veranschaulicht eine andere Anordnung der Gewichte, und Fig. 6 zeigt in größerem Maßstabe eine Einzelheit.
Der Tisch 1 ruht auf Stäben 2, deren innere
Enden von Ständern t. getragen werden. Diese sind an einer Fußplatte 4 befestigt, an deren Unterseite sich der Kolben 5 des mit Glyzerin gefüllten Zylinders 6 befindet. . Die an den Stäben 2 befindlichen Zapfen 7 treten durch Bohrungen 8 der wagerechten Arme 9 an den Hauptstützen 10. Die Aufwärtsbewegung des Tisches wird durch Bunde oder-Haken 11 an den Zapfen 7 begrenzt. Die Scheibe 12 wird getragen von radialen Stäben. Diese ruhen auf einer in der Fußplatte 4 drehbaren Welle 13, auf welche eine Hülse 14 aufgeschoben ist, die ein Kronrad 15 trägt, das in einen Stift 16 an der Welle 13 eingreift; auf der Hülse 14 ist außen ein Schraubengewinde angebracht. An den Hauptstützen 10 ist ein hohles Gegengewicht 17 auf- und abwärts verschiebbar, das an den Enden der Hebel 18 befestigt ist. Letztere sind bei 19 an den Armen 9 drehbar, und ihre anderen Enden liegen mittels Rollen 20 an der Unterseite der Stäbe 2 an, so daß, wenn der Tisch herabgedrückt wird, das Gewicht 17 gehoben wird. Auf der Hülse 14 ist ein zweites Gewicht 21 angebracht, welches mit d^m Schraubengewinde an der Außenseite der Hülse in Eingriff steht und Ansätze 22 besitzt, welche auf dem Gewicht 17 bei der Aufwärtsbewegung desselben aufruhen, so daß das Gewicht 21 gleichfalls gehoben wird.
Wird ein Druck auf den Tisch ausgeübt, so drückt die Unterseite der Stangen 2 die Enden der Hebel 18 nieder, wodurch das Gewicht 17
gehoben und gleichzeitig das Gewicht 21 davon Da in der Ruhelage zwi-
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mitgenommen wird.
sehen dem oberen Ende der Hülse 14 und dem mittleren Befestigungsstücke der Stäbe 2 ein kleiner Zwischenraum vorhanden ist, wird im ersten Teil der-Bewegung die Hülse 14 von Gewicht 21 mitgenommen, bis das obere Ende der Hülse gegen dieses Befestigungsstück stößt. Dadurch wird aber das Krön rad 15 am unteren Ende der Hülse 14 so weit gehoben, daß es außer Eingriff mit dem Stift 16 der Welle 13 tritt, so daß bei der weiteren Aufwärtsbewegung des Gewichtes 21, durch welche die Hülse 14 in einer Richtung gedreht wird,
die Welle 13 und somit auch die Scheibe 12 nicht gedreht wird. Wenn der Druck auf den Tisch aufhört und das Gewicht 17 infolgedessen, den Tisch hebend, sinkt, beginnt auch das Gewicht 21 zu sinken, wobei es zunächst die Hülse 14 mitnimmt, bis das Kronrad 15 mit dem Stift 16 wieder in Eingriff tritt und so die Hülse mit der Welle gekuppelt wird. Beim weiteren Sinken des Gewichtes wird die Hülse und damit auch die Welle 13 samt dem Tisch in der zur vorerwähnten entgegengesetzten Richtung gedreht.
Der Kolben im Zylinder 6, welcher Glyzerin enthält, verhindert eine zu rasche Bewegung.
Die Drehbewegung wird durch folgende Einrichtung absatzweise erreicht. Auf der Unterseite des die Scheibe 12 tragenden Rahmens sitzen Nasen 23, und unterhalb dieses Rahmens ist im Gestell ein Blasebalg angebracht, dessen um eine wagerechte Achse drehbare Platte 29 durch eine Stange 28 mit einem im Gestell eingelenkten Hebel 25 verbunden ist, welcher Hebel durch eine Aveitere Stange 26 mit einem im Gestell gelagerten Arm 27 verbunden ist. Das Gewicht der Platte 29 des Blasebalges ist so bemessen, daß sie sich bei der Ruhestellung der Vorrichtung" um ihre wagerechte Achse dreht, um sich von der festen Platte 30 des Balges zu entfernen und gegenüber derselben die aus Fig. 4 a ersichtliche Stellung einzunehmen.
Wird nun die Tischplatte niedergedrückt und damit das Gewicht 17 sowie das Gewicht 21 gehoben, so bleibt die Scheibe 12, wie vorstehend angegeben, in Ruhe, beim nachfolgenden Herabsinken des GeAvichtes 21 wird aber die Scheibe 12 in einer Richtung (nach Fig. 4 und 4 a in der Richtung der Bewegung der Uhrzeiger) gedreht, wobei eine der Nasen 23 gegen den Arm 21J trifft und diesen Arm sowie auch den Hebel 25 unter Zusammenpressung des Balges in die aus Fig. 4 ersichtliche Stellung bringt. Bei der Fortsetzung der Drehung der Scheibe 12 gleitet die betrachtete Nase 23 vom Arm 27 ab, wodurch der Hebel 25 und die Platte 29 des Balges freigegeben wird, und geht auch über eine im Gestell angeordnete Sperrklinke 32 weg-, welche hierauf emporschnellt und die Rückdrehung der Nase 23 verhindert. Die Platte 29 geht dann in die Stellung Fig. 4a zurück; doch geschieht dies, da ein Ventil 31 (Fig. 1) im Balg den Eintritt von Luft in denselben verzögert, so langsam, daß die betrachtete Nase 23 gegen den Ansatz 24 am Hebel 25 trifft, bevor der letztere die Stellung Fig. 4 a erreicht hat. Diese Nase wird somit durch den Ansatz 24 auch an einer Weiterdrehung in der Richtung der Uhrzeigerbewegung gehindert, so daß die Scheibe 12 vollkommen festgestellt ist. Hat dann die Platte 29 des Balges im weiteren Verlaufe ihrer Rückbewegung die Stellung Fig. 4 a erreicht, so ist der Ansatz 24 des Hebels. 25 von der betrachteten Nase abgeglitten, wie Fig. 4 a zeigt, und das vorstehend beschriebene Spiel kann sich wiederholen.
Fig. 5 zeigt eine Einrichtung, um das Ge-Avicht 21 freizugeben und herabsinken zu lassen, wenn auch das Gewicht 17 nicht herabgeht. Das Gewicht 21 ist nämlich statt mit festen Ansätzen 22 mit drehbaren Klinken 33 ausgestattet, welche in der Ruhelage durch ihr Eigengewicht oder Federn nach außen gedreht gehalten werden. Wird das Gewicht 17 gehoben, so stößt es gegen diese Klinken und hebt so das Gewicht 21. Ist dieses in die obere Endstellung gelangt, so treffen die Klinken 33 gegen im Gestell feste Anschläge 34 und werden hierdurch nach einwärts gedreht, treten außer Eingriff mit dem Gewicht 17, und das Gewicht 21 kann dann samt den Klinken in die mittlere Bohrung des Gewichtes 17 herabsinken, wobei die Klinken längs der . Innenwand des Ge-Avichtes 17 hingleiten, selbst wenn letzteres etwa durch Niederhalten des Tisches hochgehalten bleiben sollte.
Sinkt das Gewicht 17 so weit herab, daß die Klinken 33 über den oberen Rand desselben gelangen, so schwingen diese wieder nach außen und treten in Eingriff mit diesem Ge- go wicht.
Die vorstehend beschriebenen Einrichtungen sind nur als Ausführungsbeispiele aufzufassen, und die Erfindung ist auf Einzelheiten des Mechanismus nicht beschränkt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Vorrichtung an Tischplatten zum Vorführen von Ankündigungen, bei welcher unter der Tischplatte eine Scheibe mit Ankündigungen angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Tischplatte durch Energie gedreht wird, die durch auf die Tischplatte ausgeübten Druck auf gespeichert wird, welche Energie in der Weise beherrscht wird, daß di-e Scheibe sich . schrittweise dreht, bis die Energie auf- * gebraucht ist und die Platte mittlerweile stillsteht. ' no
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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