DE1604C - Fleisch- und Fettschneidemaschine - Google Patents

Fleisch- und Fettschneidemaschine

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DE1604C
DE1604C DE1604DA DE1604DA DE1604C DE 1604 C DE1604 C DE 1604C DE 1604D A DE1604D A DE 1604DA DE 1604D A DE1604D A DE 1604DA DE 1604 C DE1604 C DE 1604C
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Germany
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knife
box
meat
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DE1604DA
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Gebr Fentense
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Gebr Fentense
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B26HAND CUTTING TOOLS; CUTTING; SEVERING
    • B26DCUTTING; DETAILS COMMON TO MACHINES FOR PERFORATING, PUNCHING, CUTTING-OUT, STAMPING-OUT OR SEVERING
    • B26D3/00Cutting work characterised by the nature of the cut made; Apparatus therefor
    • B26D3/18Cutting work characterised by the nature of the cut made; Apparatus therefor to obtain cubes or the like
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B26HAND CUTTING TOOLS; CUTTING; SEVERING
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    • B26D3/185Grid like cutters

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Meat, Egg Or Seafood Products (AREA)

Description

1877.
Klasse 66.
GEBR. FENTENSE in DRESDEN. Fleisch- und Fettschneidemaschine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 10. August 1877 ab.
Diese Maschine besteht aus folgenden Theilen: i. Aus dem Arbeitskasten, 2. dem Gestelle, auf welchem ersterer befestigt ist, 3. aus den verschiedenen Schneidegattern, 4. dem Vordermesser, 5. der Steuerung, 6. dem Stempel, 7. den zur Uebertragung der Bewegung dienenden Rädern, Wellen, Hebel und dem Schwungrade.
1. Der Arbeitskasten, welcher zur Aufnahme des zu zerschneidenden Materials, gehärtetem Speck oder eben solchem Fleisch dient, ist aus Gufseisen, länglich quadratisch und mit Deckel versehen. Der Deckel ist in Scharnieren gelagert und wird während des Betriebes durch zwei Flügelmuttern fest an die oberen Kastenränder angeprefst. Die an den äufseren Deckelrändern angegossenen Ansätze verhindern ein seitliches Dehnen des Arbeitskastens beim Betriebe, welcher Uebelstand aufserdem noch durch zwei schmiedeiserne flache Verbandeisen, welche die oberen Kastenränder vorn und hinten zusammenhalten, beseitigt wird.
Des leichteren Hobeins wegen ist der Kasten nicht aus einem, sondern aus drei flachen Stücken gegossen, welche durch vier Bolzen fest zusammengehalten werden.
Der ganze Kasten wird:
2. Von einem soliden Gestelle getragen und ist auf demselben, vermittelst Stehbolzen, fest aufgeschraubt. Um dem Gestelle die genügende Steifigkeit zu geben, ist dasselbe an seinem unteren Theile durch zwei Versteifungs - oder Difierenzstangen fest zusammengehalten.
Um nun das reguläre Zerschneiden des vermittelst des weiter unten beschriebenen Stempels gegen die vordere Seite des Kastens vorgeschobenen Materials zu bewirken, dienen die sogen. Messergatter, deren zu jeder Maschine drei gehören, je eines zu fünf und zehn und zu fünfzehn Messer.
3. Das Messergatter besteht aus drei Theilen: dem Gatterkasten und den zwei Gattern selbst. Der Gatterkasten ist quadratisch und hat an seiner vorderen Seite auf je einer Ecke einen länglich quadratischen Ansatz, in welchen die Führungsnuthen für die Rahmenwellen der Gatter eingefeilt sind. Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, liegen die zwei Gatter in rechtwinkliger Lage zu einander mit ihren Rahmenwellen in diesen Nuthen. Um das Durchgehen der Messer durch die Wandungen des Gatterkastens zu ermöglichen, sind die nöthigen Schlitze in dieselben eingefräst.
Die Gatter selbst bestehen nun aus den Messern und dem Rahmen. Für den Rahmen ist folgende Construction getroffen:
Schmale, aus weichem Gufseisen bestehende Stege, an welchen zugleich die Angriffsösen und der nöthige Bügel angegossen sind, enthalten gehobelte Vertiefungen, in welche je ein schmiedeisernes Haltestück mit eingefrästen Schlitzen für die Messeransätze eingelagert ist.
Um nun das ganze Gatter gehörig zusammenzuhalten, sind die Haltestücke sammt den dazu gehörigen Stegen an den Enden durchbohrt und werden die Rahmenwellenzapfen durch diese Löcher gesteckt und durch Haupt- und Gegenmuttern verschraubt, so dafs nun das ganze Gatter eine grofse Festigkeit erhält und sich mit Leichtigkeit in den Führungsnuthen der Ansätze des Gatterkastens hin- und herschieben läfst, wobei die Messer des ersteren in den gefrästen Schlitzen des letzteren frei gleiten.
Um ein späteres Verwechseln der einzelnen, genau adjustirten Messer zu verhüten, sind dieselben, sowie die dazu gehörigen Schlitze, in den Stegen mit analogen Nummern versehen.
Die ganzen Gatter nun, deren wir, wie schon gesagt, drei verschiedene zu jeder Maschine liefern, werden folgendermaafsen in dem vorderen Ende des Arbeitskastens eingelassen:
..Der Gatterkasten hat nämlich an seiner offenen Seite beiderseitig zwei Leisten, welche in analoge Nuthen am vorderen Arbeitskastenende passen. An der unteren Seite des ersteren befindet sich gleichfalls eine Leiste, welche auf den oberen Rand des Maschinenbockes fällt, wenn der Gatterkasten ganz in die Nuthen eingeschoben ist. Darauf wird der geöffnete Deckel des Arbeitskastens zugeklappt; dieser deckt nun die Nuthen, so dafs auf diese Weise der Messerapparat während des Betriebes in fester Stellung zu verharren genöthigt ist.
4. Das Vordermesser dient dazu, das durch die Rechen in quadratische "Stangenform zerschnittene Material in cubische Würfel zu zerschneiden und wird durch eine Kurbel, welche am vorderen Hauptwellenkopfe angebracht ist, vermittelst einer Pleuelstange in einer
schräg stehenden Schlittenführung hin- und hergezogen.
Zu diesem Ende sind auf dem Schlittenträger beiderseitig zwei Prismaführungsleisten angegossen, von denen die rechte zur Aufnahme des stählernen Prismakörpers dient, welcher vermittelst zweier Stellschrauben beliebig adjustirt werden kann. Quer über diesen Leisten wird nun der Messerbock gehalten, welcher in gleichfalls, jedoch zu ersterer entgegengesetzter Querlage zwei Säulen hält, welche vermittelst zweier Stellmuttern beliebig adjustirt werden können. Diese Säulen sind an ihrem vorderen Ende durch ein breites schmiedeisernes Band verbunden, auf welchem endlich das Vordermesser, eine breite, solide Klinge, fest angeheftet ist. Dasselbe gleitet beim Betriebe der Maschine dicht am Rücken der Messer des vorderen Messerrechens hin und her und verrichtet auf diese Weise successive alternirend das Abschneiden des durch die Rechen inzwischen durchgetretenen stangenförmigen Materials.
Um nun den Wirkungsgang des eigentlichen Schneideapparates zu verdeutlichen, mufs vorerst noch der Steuerung und des Bewegungsmechanismus für die Messerrechen gedacht werden.
5. Die Steuerung. Die vermittelst des Schwungrades in rotirende Bewegung versetzte Schwungradwelle (durch welche aufserdem vermittelst zweier Winkelräder die Bewegung auf die Hauptwelle übertragen wird) trägt an ihrer, dem Schwungrade entgegengesetzten Seite eine Scheibe, in welche excentrisch ein Stehbolzen eingeschraubt ist. Durch diesen excentrischen Zapfen wird nun der Steuerhebel bewegt, welcher die Bewegung durch Haupt- und Gegensperrklinken auf zwei Sperrräder überträgt, welche ihrerseits die Bewegung auf den Stempel übertragen, der dazu bestimmt ist, das im Arbeitskasten befindliche Fleisch gegen die Gatter vorzuschieben. Die Combination des ganzen Mechanismus ist so beschaffen, dafs dies gerade geschieht, wenn die beiden Gatter hin- und hergehen; es mufs füglich ein Zerschneiden eintreten. Um nun den Voreilungswinkel des Steuerhebels je nach Erfordernifs regulären zu können, ist folgende einfache Vorrichtung getroffen.
Wird nämlich der Punkt, bis zu welchem der Hebel zurückgeht, variabel gemacht, so ist er auf die Weise gezwungen, bei seinem jedesmaligen Voreilen einen je nach Erfordernifs gröfseren oder kleineren Winkel zu beschreiben und so dem Stempel eine langsamere oder schnellere Bewegung zu ertheilen. Diese Vorrichtung besteht aus einem einfachen Stellstückchen, welches sich an einer Hülse, die am hinteren Ende des Arbeitskastens befestigt ist, hin- und herschieben und vermittelst einer Stellschraube in den für den praktischen Gebrauch markirten Punkten fixiren läfst. Um den Hebel zu zwingen, jedesmal bis zu dem durch das Stellstück fixirten Punkte zurückzuschwingen, ist auf seinem Angelbolzen ein spiralig gewundener Stahldraht so befestigt, dafs sich derselbe zurücklegen mufs. Zum Zwecke einer sicheren Führung des Hebels ist auf dem excentrischen Bolzen der Steuerscheibe eine Führungsscheibe fest aufgeschraubt, so dafs derselbe in zwei Punkten sicher geführt ist und ein seitliches Hin- und Herweichen der oberen Hälfte verhindert wird.
6. Der Stempel ist, wie schon bemerkt wurde, dazu bestimmt, das durch den Schneideapparat zu zerkleinernde Material gegen denselben vorzuschieben. Er ist aus weichem Gufseisen und hat am Ende einen Bügelhandgriff. Auf seiner oberen Seite ist eine Zahnstange angebracht, in welche jener Trieb hineingreift, welcher durch die Sperrräder bewegt wird. An dem im Fleischkasten befindlichen Ende ist ein quadratisches Stück Eschenholz befestigt, welches der gröfseren Sauberkeit halber mit Schweineleder oder Pergament überzogen wird. Auf diese Weise pafst auch der Stempelkopf genauer in das Kastenviereck und verhindert ein Durchquetschen des weniger consistenten Materials in die Leerseite hinter dem Kopfe.
Von unten ist der Stempel durch eine Frictionsrolle gestützt und wird im Triebeingriff erhalten.
7. Der Bewegungsmechanismus für die Messerrechen besteht aus dem Winkelhebel und dem denselben bewegenden Excenter mit dazugehörigem Verbindungsbande.
Der Winkelhebel dient dazu, die Bewegung der mittleren Hauptwelle auf die Rechen zu übertragen. Er hat die auf der Zeichnung skizzirte Gestalt. (Siehe Skizze auf Blatt I).
Durch den auf der Hauptwelle w aufgekeilten Excenter α wird der Arm b c, vermittelst der Excenterstange b g, hin- und hergezogen; man erreicht durch diese Vorrichtung die verticale Auf- und. Niederbewegung des hinteren, sowie die seitlich hin- und herschiebende Bewegung des vorderen Messerrechens des je nach Erfordernifs in den Arbeitskasten eingeschobenen Gatterkastens.
Um diesen leicht entfernen zu können, hat der Winkelhebel folgende Einrichtung:
Der Drehzapfen desselben sowohl, als auch der Angriffszapfen für das Zugband des Excenters sind so lang gemacht, dafs man den Winkelhebel auf seinem Drehzapfen hin- und herschieben kann, ohne ihn der Wirksamkeit des Excenters zu entziehen. Soll nun der Winkelhebel seine Wirksamkeit beginnen, so werden seine Angriffsbolzen in die analogen Oesen der Rechenstege eingerückt und darauf zwischen die Nabe des Winkelhebels und den den Drehungszapfen desselben haltenden Bockansatz ein einfaches S-förmig gebogenes, quadratisches Stück Schmiedeisen (Einleger) eingehängt, so dafs nun die Gatter gezwungen sind, bei Drehung des Rades die bekannte Bewegung zu machen. Soll ein Gatterapparat entfernt und
ein anderer eingesetzt werden, so hat man nur nöthig, die der ersteren entgegengesetzte Operation vorzunehmen.
Die Wurstfabrikanten benutzen für feine Wurstwaaren scheibenartiges Material, und gerade dieses scheibenartige Schneiden ist es, welches durch diese Maschine mit grofser Genauigkeit und Leichtigkeit erreicht wird.
Man stellt nämlich das Stellstück so weit gegen den Steuerhebel vor, dafs derselbe beim Voreilen einen halben Zahn steuert. (Wir verstehen darunter einen Zahn des einen Sperrrades, weil die Sperrräder so zusammengenietet sind, dafs die Zähne des einen in den Intervallen des anderen stehen.) Dann wird das 5-messerige Gatter eingesetzt und die Maschine schneidet auf diese Weise Scheiben.
Für mittlere Wurstwaaren (Leberwurst) wird das Stellstück in seiner mittleren Lage fixirt und der 15-messerige Schneideapparat eingesetzt. Der Steuerhebel greift jetzt drei Zähne mit beiden Klinken und es entstehen Würfel, die 9 mm Seitenlänge haben. Das so geschnittene Material wird direct zur Wurst verwendet, ohne nachgewiegelt zu werden.
Für gröbere Wurstwaaren (Blutwurst) ist der dritte io-messerige (auf der Zeichnung dargestellte) Schneideapparat bestimmt. Das Stellstück wird im letzten ebenfalls markirten Punkte fixirt und es entstehen Würfel, die 11 mm Seitenlänge haben und gleichfalls ungewiegelt benutzt werden.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Die Construction des Vordermessers, wie erläutert.
2. Der Mechanismus der Steuerung, welcher leicht und präcise zu handhaben ist und sich bis jetzt sehr gut bewährt hat.
Die Combination der übrigen Theile ist zwar auch originell, und namentlich auf möglichst compendiöse Form der Maschine Bedacht genommen worden, theilt aber im übrigen mit älteren Constructionen dasselbe Princip.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DE1604DA 1877-08-09 1877-08-09 Fleisch- und Fettschneidemaschine Expired - Lifetime DE1604C (de)

Applications Claiming Priority (1)

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DE1604T 1877-08-09

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DE1604C true DE1604C (de)

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DE1604DA Expired - Lifetime DE1604C (de) 1877-08-09 1877-08-09 Fleisch- und Fettschneidemaschine

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