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Schneidemaschine, insbesondere für Speck. Für diese Anmeldung ist
gemäß dem Unionsvertrage vom z. Juni rgt t die Priorität auf Grund der Anmeldung
in der Schweiz vom 23. Februar 1924 beansprucht. Die Erfindung betrifft eine
hauptsächlich für Speck bestimmte Schneidemaschine mit zwei hin und her schiebbaren
Messersätzen zur Erzeugung von sich kreuzenden Schnitten im Zerkleinerungsgut, das
ihnen in einer Bahn zugeführt wird, deren Fortsetzung ein in wagerechte Durchgänge
unterteilter Führungskörper bildet, welcher Aufnahmeschlitze für die Messersätze
hat. Bisher bildete dieser Führungskörper einen Teil des Maschinengestells
und
hatte lediglich auf der freien Stirnseite offene Schlitze für den äußeren Messersatz,
während für den inneren Messersatz Lochschlitze vorgesehen waren. Zwecks Reinigung
mul:) daher der innere Messersatz, im Gegensatz zu dem in einem Rahmen vorgesehenen
äußeren Messersatz, zerlegt werden, d. h. die zugehörigen Messer müssen einzeln
herausgenommen und nachher wieder einzeln eingesetzt und miteinander verbunden werden,
was umständlich ist. Ferner ist das Reinigen der schmalen Lochschlitze des Führungskörpers
erschwert.
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Gemäß der Erfindung stellt nun genannter Führungskörper einen herausnehmbaren
Einsatz dar, welcher außer an der vorderen auch an der hinteren Stirnseite offene
Schlitze für die Aufnahme je eines der beiden Messersätze besitzt und beim Herausnehmen
im Maschinengestell vorhandene Schlitze freilegt, worauf ein in diesen Schlitzen
verschiebbarer, den inneren Messersatz enthaltender Rahmen aus seiner Lagerung herausgezogen
werden kann.
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Infolge dieser Bauart wird die Reinigung der in Betracht kommenden
Teile wesentlich vereinfacht. Die Maschine kann jeweils wieder rasch in den Gebrauchszustand
gebracht werden, da auch der innere Messersatz nicht zerlegt werden braucht. Gleichzeitig
wird noch der weitere Vorteil geboten, daß der Führungseinsatz im Bedarfsfall, d.
h. bei Änderung der Schnittgröße der Messersätze, gegen einen Führungseinsatz mit
anderer Schlitzteilung, d. h. mit entsprechender Messerteilung, ausgewechselt werden
kann, was eine Er -höhung der Nutzanwendung der Maschine bedeutet.
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Vom Erfindungsgegens:ard veranschaulicht die beiliegende Zeichnung
eine beispielsweise Ausführungsform: es zeigt: Abb. i die Maschine im Seitenriß,
Abb.2 einen Grundriß davon, Abb.3 einen teilweisen Längschnitt zu Abb. i, Abb. 4.
eine Stirnansicht von rechts der Abb. i her gesehen und Abb. 5 eine teilweise Rückansicht
zu Abb. i mit Schnitt durch eine Kupplung.
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Abb.6 zeigt einen Teilschnit: und Abb.7 eine Einzelheit in schaubildlicher
Darstellung.
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Die nicht in ihrer ganzen Länge vranschaulichte Schneidemaschine besitzt
auf einer Grundplatte zwei Seitenschilde i, 2 und eine mit denselben fest verbundene,
zur Aufnahme des Zerkleinerungsgutes bestimmte Zuführungsbahn 3, die durch Aufklappen
eines an einem Scharnier 4. drehbaren Deckels 5 von oben her zugänglich ist. Der
D°ckel 5 kann durch -zwei seitliche Drehriegel. 6 in Schli@ef)-lage gesichert werden.
In der im Querschnitt viereckigen Bahn 3 befindet sich ein dieser Querschnittsform
angepaßter Kolben 7, welcher als Vorschuborgan für das Zerkleinerungsgut dient und
eine gezahnte Stange 8 aufweist. Die Kolbenstange 8 hat an ihrem außerhalb der Bahn
3 liegenden freien Ende einen Handgriff 9 sowie :einen Anschlagarm i o und liegt
auf ein Zahnrad i i auf, welches auf einer Welle 12 festsitzt. Eine auf der Unterseite
des Deckels 5 gelagerte Anschlagrolle 13 gewährleistet den sicheren Eingriff
der Kolbenstange 8 in Zahnrad i i. Nach erfolgtem Aufklappen des Deckels 5 kann
die Kolbenstange 8 aus dem Zahnrad i i ausgehoben werden, worauf der Kolben 7 mittels
des an der Kolbenstange 8 angebrachten Griffes 9 nach Bedarf in der Bahn 3 verschoben
bzw. eingestellt werden kann. Auf der Welle 12 ist ein Schaltrad 14 befestigt, in
welches ein federbelasteter Schaltzahn 15 eingreift, der in einer schwingbar auf
der Welle 12 sitzenden Büchse 16 angeordnet ist und durch einen Anfaßknopf
17 entgegen dem Federeinfluß vom Schältrad 14 abgehoben werden kann zwecks
Regelung der Einstellung der Schaltvorrichtung. Die Büchse 16 ist durch einen Lenker
18 mit einem geschlitzten Antriebshebel i 9 verbunden, an welchem der Lenker 18
mittels einer Flügelschraube 2o radial einstellbar ist. Der Hebel i9 ist auf einer
in den Schilden i, 2 gelagerten Welle 2 i befestigt, die ferner einen Schaltarm
22 trägt, welcher von einer Schraubenfeder 23 abwärts gezogen wird.
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Die gezeichnete Maschine ist für Handbetrieb eingerichtet und besitzt
zu diesem Zweck eine Handkurbel 2q., mittels welcher ein auf einer Welle 25 festgekeiltes
Zahnrad 26 gedreht werden kann. Dieses kämmt mit einem Zahnrad 27, das auf einer
Kurbelwelle 28 angebracht ist, welche, wie auch dieWell° 25, in den Schilden i,
2 gelagert ist. Die Kurbel der Welle 28 trägt eine Schubstange 29, mit welcher durch
eine Gewindemuf=fe 3o eine Schubstange 31 lösbar gekuppelt i t. Die Schubstange
31 ,ist an einem Messerrahmen ;2 angelenkt, welcher mit einem Satz senkrecht verlaufender,
zueinander paralleler Schneidemesser 33 ausgerüstet ist. Die aus Stahlbändern bestehenden
Schneidemesser ;3 sind samt zwischen denselben vorgesehenen Distanzierorganen mit
ihren Erid°n auf je einen gemeinsamen Verbindungsbolzen ;4 aufgesteckt. An jedem
Befestigungsende des Messersatzes sind zwei von den vorgesehenc-n Distanzierorganen
als Schrauben 35 au;g°bildet. Die vorhandenen vier Schrauben 35 dienen zur lösbaren
Befestigung des Messersatzes im Rahmen 32 sowie zum Spannen der Messer ",3. Auf
seiner Stirnseite l.esi.zt d:r Rahmen 32 eine lösbar angebrachte Schneideplatte
36,
deren Schneide wagerecht verläuft. Der Messerrahmen 32 kann in einer senkrechten
Führung 37 gleiten, die von den Stirnseiten der beiden Schilde 1, 2 und den hierzu
Gegenleisten darstellenden Schenkeln eines Schwenkbügels 38 gebildet sind, der mit
den Enden seiner beiden Schenkel durch Bolzen 39 an den Schilden 1, 2 gelagert ist
und durch seitliche Drehriegel 4o in Schließlage gesichert werden kann. Der Bügel
38 besitzt ein zur Schneide der Platte 36 Gegenschneide bildendes, ortsfestes Messer
4.1.
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Mit .12 ist ein in Schlitzen der Schilde 1, 2 wagerecht verschiebbarer
14iesserrahmen bezeichnet, welcher mit einem Satz wagerecht verlaufender, zueinander
paralleler Schneidemesser .13 ausgestattet ist, die aus Stahlbändern bestehen. Diese
Messer sind, ähnlich wie diejenigen des Rahmens 32, unter Einfügung von Distanzierorganen
auf zwei Verbindungsbolzen 44 aufgesteckt und durch an diesen angreifende Spann-
und Befestigungs-#:c@rauben .15 lösbar am Rahmen a.2 festgelegt. An seinem über
den Schild 2 hinausragenden Endteil besitzt der Messerrahmen .12 zwei Halteleisten
.16, zwischen welche ein Mitnehmer .17 faßt, der mit einem Zahnrad .18 fest verbunden
ist, dessen Achse 4.9 an einem am Schild 2 festgemachten Träger 50 angebracht ist.
Die verlängerte Nabe des Zahnrades .18 ist als Griff 51 ausgestaltet, welcher ein
achsiales Verschieben des Zahnrades entgegen dem Federeinfluß erlaubt behufs Entkupplung
desselben mit dem Messerrahmen 4.2. Das Zahnrad 48 greift in eine am Schild 2 in
einer senkrechten Führung 52 gleitbar angeordnete Zahnstange 53 ein, die durch einen
Lenker 54 mit dem Exzenterzapfen 55 einer Scheibe 56 verbunden ist, «-elche auf
der Welle 25 des Zahnrades 26 festsitzt.
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In eine an den Schilden 1, 2 vorgesehene Ausarbeitung ist von deren
Stirnseite her ein Führungskörper 57 eingeschoben (Abb-3,6), welcher an zwei einander
gegenüberliegenden Seiten offen ist (Abb.7) und Fortsetzung der Zuführungsbahn 3
bildet. In den Schilden 1, 2 angeordnete, von außen zugängliche Federbolzen 58 sichern
den Führungskörper ;; in der Verschieberichtung. Die beiden Seitenwände des eckigen
Führungskörpers 57 besitzen, wie aus Abb.7 ersichtlich, auf der einen offenen Seite
des Körpers 57 einen vorstehenden Teil mit wagerechten Einschiritten 59, die zur
Aufnahme je eines Schneidemessers ,13 des Rahmens .12 dienen. Auf der andern offenen
Seite besitzt der Körper 57 Einschnitte 6o, welche zur Aufnahme je eine Schneidemessers
3 3 des Rahmens ;2 dienen. Die Einschnitte 6o sind sowohl an der oberen als auch
an der unteren jVand des Körpers 57 und ferner an Zwischenwänden 61 vorgesehen,
welche den Körper 57 in Richtung des Vorschubes des Zerlvleinerungsgutes in vier
Kammern unterteilen. Jede der drei Zwischenwände 61 liegt in der Ebene eines Einschnittes
59 der Seitenwände des Körpers 57.
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Die Gebrauchs- und Wirkungsweise der erläuterten Schneidemaschine
ist lIolgende: Das Zerkleinerungsgut wird bei geöffnetem Deckel 5 in die Zuführungsbahn
3 eingelegt, die Vorschubvorrichtung 7, 8, 11 in der er--orderlichen Weise in Bereitschaft
gestellt, hernach der Deckel wieder geschlossen und mit Hilfe der Drehriegel 6 in
Schließlage gesich;en. Durch Drehen der Handkurbel 2.1 wird über das Zahnräderpaar
26, 27 die Kurbelwelle 28 in Drehung gesetzt, wobei der Messerrahmen
32 wechselweise abwärts und aufwärts bewegt wird. Von der sich nun drehenden
Scheibe 56 aus wird mit Hilfe des Lenkers 5.1 die Zahnstange 53 wechselweise abwärts
und aufwärts bewegt, wodurch das mit derselben in Eingriff stehende Zahnrad 4.8
auf seiner Achse .19 eine hin und her schwingende Bewegung ausführt, dabei durch
den Mitnehmer .17 - den Messerrahmen ,12 wagerecht hin und her schiebend. Bei seiner
Aufwärtsbewegung verschwenkt der Messerrahmen 32 den Schaltarm 22 in bezug auf Abb.
i um einen gewissen Betrag nach links, wobei dem Schaltrad 1,1 von Schaltzahn 15
durch Vermittlung des Hebels ig und des Lenkers 18 jeweils ein Schaltschritt erteilt
wird. Dieser wird vom Zahnrad i i auf die Kolbenstange 8 übertragen, so daß der
Kolben 7 das Zerkleinerungsgut um einen entsprechenden Betrag in Richtung nach dem
der Zuführungsbahn 3 nachgeordneten Messerrahmen ,12 vorschiebt. Bei der Abwärtsbewegung
des Messerrahmens 32 trifft der demselben infolge des Einflusses der Feder 23 auf
einer Teilstrecke folgende Schaltarm 22 auf einen Anschlagstift 62 (Abb. i). Bei
dieser Rückbewegung des Schaltarmes a2 schwingt auch der Hebel i9 zurück, wobei
der Lenker 18 den Schaltzahn 15 am Schaltrad 14 wieder in Bereitschafts,`_ellung
zurückführt: eine Sperrfeder 63 t Abb. i ä verhindert ein Zurückdrehen des Schaltrades
i.1. Der Kolben 7 wird somit bei jeder Auf- und Abwärtsbewegung des Mes-=,errahmens
32 um einen Schritt vorgeschoben.
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Das in den Bereich des Messerrahmens ,12 gekommene Zerkleinerungsgut
erhält von dessen Schneidemessern :13 je einen wagerechten Schnitt, so daß übereinanderliegende
Scheiben entstehen, welche dann in Gruppen durch die vier Kammern des Führungskörpers
57 hindurch vorgeschoben «-erden. Im Bereich des Messerrahmens 32, dessen
Bewegungsbahn
sich mit derjenigen des Messerrahmens 42 kreuzt,
erhalten die erwähnten Scheiben von den Schneidemessern 33 je einen senkrechten
Schnitt, so daß das Zerkleinerungsgut streifenartig geschnitten die SchneideAiesser
33 verläßt.
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Bei jeder Abwärtsbewegung des Messerrahmens 32 schneidet die mit dem
ortsfesten Messer 41 zusammenwirkende Schneideplatte 36 den über die Schneidemesser
33 vorstehenden Teil des Zerkleinerungsgutes ab, das zweckmäßig von einem untergestellten
Behälter aufgefangen wird. Ist der Vorrat an Zerkleinerungsgut in der Bahn 3 annähernd
erschöpft, dann wird dies durch Auftreffen des Anschlagarmes t o auf die Büchse
16 der Schaltvorrichtung angezeigt. Der Führungskörper 57 gibt den Schneidemessern
der beiden Messerrahmen 32 und 42 und auch dem weichen Zerkleinerungsgut einen guten
Halt, wodurch die Schneidearbeit begünstigt wird.
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Durch Verstellen des Lenkers 18 am Hebel z9 kann die Antriebshebellänge
und dementsprechend der Hub des Schaltzahnes 15 und somit der Vorschubschritt des
Kolbens 7 ver- i ändert werden, so daß man aus dem Zerkleinerungsgut kleinere oder
größere Teile erhält, weshalb man nach Belieben Würfel oder Streifen schneiden kann.
Die Größe dieser . Teile kann auch dadurch geändert werden, daß man die leicht herausnehmbaren
und zerlegbaren Messersätze der Rahmen 32 und 42 in bezug auf die Anzahl der Schrneidemesser,
unter entsprechender Distanzierung, ändert.
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Nach Entriegelung des Schwenkbügels 38, durch Zurücklegen der Riegel
4o, kann dieser Bügel 38 um die ihm durch die Bolzen 39 gegebene Drehachse umgelegt
werden. Nachdem dann noch die Verbindung zwischen den Schubstangen 29 und 31 gelöst
worden ist, durch entsprechendes Verstellen der Gewindemuffe 3o, ist der Messerrahmen
32 vollständig freigelegt. Um den Messerrahmen 42 herausnehmen zu können, muß vorerst
(nach Zurückziehen der Federbolzen 58) der Führungskörper 57 von seinem Sitz zurückgezogen
werden, so daß er die Bewegungsbahn dieses Rahmens freigibt; nachdem dann der Messerrahmen
42 durch entsprechendes achsiales Verschieben des Zahnrades 48 von diesem entkuppelt
worden ist, kann er aus seiner Lagerung herausgezogen werden.
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Das ermöglichte leichte Herausnehmen der beiden Messerrahmen 32 und
42 sowie des Führungskörpers 57 vereinfacht das Keinhalten dieser Teile. Aber auch
das Reinigen der anderen in Betracht fallenden Teile der Maschine läßt sich leicht
bewerkstelligen. Statt für Handbetrieb, könnte die Maschine für Motorantrieb ausgebildet
sein, evtl. kann dieselbe für beide Antriebsmöglichkeiten ausgebaut sein.
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Wie ohne weiteres klar ist, kann die Maschine im Rahmen der Erfindung
hinsichtlich Einzelheiten sehr verschiedenartig ausgeführt werden. Bei größerem
Querschnitt der Zuführungsbahn für das Zerkleinerungsgut hat es sich als vorteilhaft
gezeigt, an derselben ein ortsfestes, senkrechtes Messer vorzusehen, durch welches
das Zerkleinerungsgut, bevor es den inneren Messerrahmen 42 erreicht, in zwei Hälften
geschnitten wird.