DE159378C - - Google Patents

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DE159378C
DE159378C DENDAT159378D DE159378DA DE159378C DE 159378 C DE159378 C DE 159378C DE NDAT159378 D DENDAT159378 D DE NDAT159378D DE 159378D A DE159378D A DE 159378DA DE 159378 C DE159378 C DE 159378C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/52Treatment of water, waste water, or sewage by flocculation or precipitation of suspended impurities
    • C02F1/5281Installations for water purification using chemical agents

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  • Water Supply & Treatment (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
^PATENTSCHRIFT
KLASSE 856. fi
Vorrichtung zum Weichmachen von Wasser. Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. August 1903 ab.
Zum Weichmachen von kalkhaltigem Wasser verfährt man in der Weise, daß man dem Wasser Soda und Ätzkalk oder Ätznatron zusetzt. Es ist auch bereits der Vorschlag gemacht worden, dem so vorgereinigten Wasser noch Säuren hinzuzusetzen, um die
■ noch in dem Wasser vorhandenen Basen zu neutralisieren.
Bei den bisher bekannten Wasserreinigungsapparaten geschah der Zusatz der Säure, vornehmlich Kohlensäure., in einem besonderen Behälter, welcher getrennt von dem eigentlichen Reinigungsapparat, in dem die Soda und der Kalk dem Wasser beigegeben wurde, angeordnet war und mit diesem durch ein Rohr verbunden wurde (vergl. Patentschrift 31088, Kl. 12).
Bei dem vorliegenden Apparat, welcher hauptsächlich zur Reinigung von für Färbereizwecke verwendetem Wasser dient, ist eine besondere Kammer für den Säurezusatz angeordnet, welche die Kammer für das mit Kalk vorgereinigte Wasser derart umgibt, daß das vorgereinigte Wasser unmittelbar nach Ablagerung des kohlensauren Kalkes in diese Kammer eintritt. Durch diese Einrichtung wird die Anwendung von Zwischenfiltern vermieden, auch ist nicht zu befürchten, daß sich Kalk auf dem Wege von der einen Kammer zur anderen ausscheidet und die Rohrleitungen verstopft. Die Säure vermag vielmehr unmittelbar nach der Ablagerung· des kohlensauren Kalkes auf das Wasser einzuwirken.
Der von einem zylindrischen Mantel α umschlossene Apparat besitzt oben eine Kammer b, in welche das Wasser sowie Sodalösung, Ätznatronlösung usw., je nach Beschaffenheit des zu reinigenden Wassers, eingeführt werden. In dieser Kammer mischen sich die Zusätze mit dem Wasser, und letzteres läuft durch das mittlere Rohr c in eine Vorwärmkammer d, welche durch in den Stutzen e eingeführten Dampf erwärmt wird. Vom Boden der Kammer d führt ein Rohr f bis nahe an den Boden h der Kammer i und erweitert sich unten zu dem bis fast an die Wandung der Kammer i reichenden Trichter g. Infolge dieser Erweiterung vermindert sich in bekannter Weise allmählich die Geschwindigkeit des Wassers, so daß die ausgeschiedenen Teilchen von kohlensaurem Kalk sich am Boden h ansammeln können. Das so teilweise gereinigte Wasser fließt dann um den Rand des Trichters g herum und gelangt durch die Öffnung des dem ersten entgegengerichteten Trichters k in die Kammer /. Bei der Aufwärtsbewegung in der Kammer i nimmt gleichfalls, infolge des vergrößerten Querschnittes, die Geschwindigkeit des Wassers ab, so daß hier eine weitere Ausscheidung der abgesonderten Schlammteilchen stattfinden kann. Unmittelbar über der Öffnung des Trichters k befindet sich ein an das Rohr m angeschlossener, das Rohr f umgebender durchlochter Ring«, durch welchen die Säure, am besten Oxalsäure, zugeführt wird. Letztere tritt aus den kleinen Öffnungen des ringförmigen Rohres η heraus und mischt sich mit dem durch die Öffnung des Trich-
(2. Auflage, ausgegeben am 12. November igoö.J
ters k in die Kammer / eintretenden, teilweise gereinigten Wasser. Hierdurch wird das überschüssige Alkali neutralisiert und gleichzeitig der etwa noch in Lösung befindliehe Kalk gefällt. In der Kammer / erfährt das Wasser unmittelbar nach der Zuführung der Säure wieder eine Verzögerung durch den sich erweiternden Raum im Innern des Trichters k, so daß eine Abscheidung des oxalsauren Kalkes und sonstiger fester Körper stattfinden kann. Oberhalb der Kammer / befinden sich Filterschichten. Über diesen sammelt sich das vollkommen gereinigte Wasser an und kann durch den Stutzen ο entnommen werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zum Weichmachen von Wasser, bei welcher das mit Alkalien oder Kalk vorgereinigte Wasser einer besonderen Kammer zufließt, in welcher es, um die letzten Spuren Kalk bezw. Alkali zu neutralisieren, mit einer Säure (zweckmäßig Oxalsäure) versetzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die für den Säurezusatz bestimmte Kammer (I) über dem zwecks Ablagerung des kohlensauren Kalkes sich in bekannter Weise nach unten zu kegelförmig erweiternden Raum (f g) herum angeordnet und umgekehrt kegelförmig gestaltet ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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