DE15803C - Selbstthätig wirkende Feuerlösch-Einrichtung - Google Patents

Selbstthätig wirkende Feuerlösch-Einrichtung

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DE15803C
DE15803C DENDAT15803D DE15803DA DE15803C DE 15803 C DE15803 C DE 15803C DE NDAT15803 D DENDAT15803 D DE NDAT15803D DE 15803D A DE15803D A DE 15803DA DE 15803 C DE15803 C DE 15803C
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DENDAT15803D
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F. FRIED & COMP, in Frankfurt a. M
Publication of DE15803C publication Critical patent/DE15803C/de
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62CFIRE-FIGHTING
    • A62C35/00Permanently-installed equipment
    • A62C35/58Pipe-line systems
    • A62C35/60Pipe-line systems wet, i.e. containing extinguishing material even when not in use
    • A62C35/605Pipe-line systems wet, i.e. containing extinguishing material even when not in use operating and sounding alarm automatically

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  • Public Health (AREA)
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  • Emergency Management (AREA)
  • Safety Valves (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung bezweckt das selbstthätige Oeifnen und Schliefsen von Wasserleitungsventilen bei gewissen Temperaturerhöhungen durch Vermittelimg galvanischer Ströme, welche auf zwei passend angeordnete Ventile einwirken, wodurch z. B. ausbrechendes Feuer, welches in einem Räume Temperaturerhöhungen hervorbringt, im Entstehen gelöscht werden soll.
Fig. ι zeigt die systematische Anordnung der hierzu erforderlichen Apparate, während in Fig. 2 das zum selbsttätigen Oeffhen zu bringende Ventil A für sich und in Verbindung mit dem Elektromagneten dargestellt ist.
Von der im Keller, Fig. 1, befindlichen Batterie Έ aus geht ein Draht über den zum Ventil gehörigen Magneten m in die oberen Etagen des Hauses und verzweigt sich dort nach allen Richtungen hin zu thermischen Apparaten T, von welchen andere Drähte, ebenfalls zusammenlaufend und den zweiten Draht der Batterie E bildend, nach dem anderen Pol der letzteren zurückkehren. Die Anordnung dieser Drähte zu einander an einem gewöhnlichen Thermometer ist in Fig. 3 dargestellt. Ein Draht ist in die Quecksilberkugel, der andere in die Glasröhre bei einer Temperaturmarke, bei welcher der Apparat in Thätigkeit gesetzt werden soll (hier also 40 °), eingeschmolzen. Steigt nun die Temperatur in dem Räume, worin sich dieses Thermometer befindet, bis auf 400, so erreicht das Quecksilber den in der Röhre eingeschmolzenen Draht, und der elektrische Strom ist geschlossen. In diesem Augenblick werden die Elektromagneten m befähigt, den Hebel /z, Fig. 2, anzuziehen) wonach das Ventil A in Wirkung tritt.
Dieses Ventil besteht aus einem freischwebenden, durch Manschetten abgedichteten Kolben d, der mittelst seines Konus die Zuleitung des Druckwassers absperrt. Der Kolben ist seiner ganzen Länge nach mit der Bohrung b versehen, durch welche das Leitungswasser über ihn tritt und auf seine obere Fläche bei geschlossenem Kanal k, wie gezeichnet, einen Druck ausübt, der, der gröfseren Fläche wegen, stets gröfser als der von unten wirkende ist, und veranlafst, dafs der Kolben niedergedrückt und das Ventil also geschlossen wird. Der Abschlufs des. Kanals k durch den Konus c wird stets durch das Uebergewicht des Hebels 1 statthaben, so lange der Elektromagnet nicht letzteres aufhebt. Wird jedoch der Hebel h angezogen und hierdurch das Ventilchen c geöffnet, so kann das Wasser über dem Kolben durch den Kanal k abfiiefsen und der Ueberdruck auf den Kolben verschwindet. Letzterer wird sodann durch den Druck des Leitungswassers gehoben, das Ventil A also geöffnet, und das Wasser tritt in das Rohr r. Dieses führt in die Räume, wo die thermischen Apparate angebracht sind und erhält an der Decke und eventuell den Wänden zahlreiche Abzweigrohre fW3 bis ?-' u. s. w., in welche das Wasser sich unter Druck vertheilt. Diese Rohre sind mit feinen Durchbohrungen versehen, die unter einander versetzt sind, so dafs alsbald die Wände, der Fufsboden, überhaupt der ganze Raum P berieselt oder begossen, und so das ausgebrochene Feuer im Entstehen gelöscht wird.
Da in dem Räume P an verschiedenen Stellen genannte Thermometer angebracht sind,
so wird das Quecksilber desjenigen am schnellsten steigen, welches dem Herd des Feuers am nächsten liegt; und da alle Thermometer gleicher Art die Rieselröhren zur Wirkung bringen, ist es klar, dafs diese Einrichtung die gröfsere Ausbreitung eines Feuers völlig verhindern mufs.
Einen anderen thermischen Apparat an Stelle des gewöhnlichen Thermometers zeigt Fig. 4. w ist eine leicht schmelzbare Masse, z. B. Woods Legirung, die so mit einer Feder/ verbunden ist, dafs diese in Spannung gehalten wird und die Schraube s nicht berühren kann. Diese Schraube s, als Schraube der Einstellung halber ausgeführt, ist mit dem einen Leitungsdraht, die Feder mit dem anderen verbunden. In dem Augenblick, wo bei erhöhter bestimmter Temperatur der Körper w schmilzt, schnellt die Feder vor, geräth in Contact mit der Schraube s und schliefst den Strom, wonach wieder das Ventil A und das Rieselrohrsystem in Thätigkeit tritt.
Die Legirung w kann durch jeden anderen schmelzbaren Körper oder auch durch verbrennbare Stoffe, Züge, Bindfaden u. s. w. zum Festhalten der Feder ersetzt werden, ferner kann statt beschriebener beider thermischer Apparate auch ein solcher benutzt werden, der durch die körperliche oder Längenausdehnung von festen, flüssigen oder gasförmigen Körpern einen Schlufs des galvanischen Stromes bei Temperaturerhöhung zu Stande bringt.
Dieses kann direct geschehen, oder, wenn die Ausführung hierfür zu klein sein sollte, durch Vermittelung einer Hebelübersetzimg.
Um die Wirkung des Magneten auf den Hebel des Ventils schon in gröfserer Entfernung ausüben zu können, überhaupt Magnete 'bei demselben Anziehungsobject auf gröfsere Entfernungen wirken lassen zu können, ist folgendes in Fig. 5 veranschaulichte Princip angewendet. M sei der Magnet, χ x1yy1 ζ zl seien Platten oder röhrenförmig in Schichten angeordnete weiche Eisenstücke. Der Magnet wird zuerst die Stücke χ und xl in der für seine Stärke noch eben zulässigen Entfernung α anziehen, dabei aber die anderen Platten y undy'1, ζ und z1 mitnehmen und y y1 dadurch in die Entfernung α bringen, in welcher Entfernung seine Stärke genügt, um diese zweiten Plattenyy1 anziehen zu können; hierdurch kommen ζ und ζΛ ebenfalls dem Magneten so nahe, dafs sie angezogen werden. Befindet sich nun das ganze System xx1yy1zz1 in einem an dem anzuziehenden Hebel (hier h, Fig. 2) angebrachten Gehäuse, Hülse oder Cylinder, an welchem die einzelnen Platten, wenn sie alle von dem Magneten bis zu einer gewissen Entfernung, vielleicht Y4 α angezogen worden sind, in diesem Moment angreifen können, z. B. mit Hülfe eines Stiftes in jeder Platte, der sich in einer Nuth der Hülse bis zum Angriff frei bewegen kann, so kann der Magnet seine ganze Kraft in der Entfernung ]/4 α auf alle Platten zum Anziehen des Hebels verwenden. Statt der schichtenartig angeordneten Platten oder Röhren kann auch ein passendes Hebelsystem benutzt werden, bei welchem stets durch den Anzug des einen vorhergehenden Hebels der folgende in die zur Anziehung nöthige Entfernung gebracht wird. In dieser Weise kann also ein Gegenstand in vielfacher Entfernung der äufsersten Anziehungskraft α des Magneten bezw. dieses Gegenstandes angezogen werden.
Die oben erwähnten Rieselröhren sind mit einem Schutzmittel versehen, welches ein Zurosten oder Zusetzen der Löcher verhindert. Die Röhren werden in ein Bad von Harzlack gelegt, so dafs sie innen und aufsen benetzt werden. Nach dem Herausnehmen läfst man den flüssigen Lack ablaufen und dann einen starken Luftstrom durchgehen, damit der Firnifs aus den Löchern herausgeht. Ehe die Röhren ganz trocken sind, werden sie mit passenden Stoffen, z. B. mit Papier, überzogen, wodurch sie von der Luft abgeschlossen werden, und Oxydbiidung, sowie das Ansetzen von Staub etc. unmöglich wird. Die Durchbohrungen der Rohre sind nun mit genanntem Ueberzug bedeckt oder verschlossen. Wenn aber der Druck des Wassers in den Rohren sich geltend macht, wird der Ueberzug an der Stelle der Löcher gesprengt.
Statt der bewegenden Kraft des Elektromagneten kann ein Oeffnen des Ventils A direct durch auf den Hebel h wirkende Feder oder Belastung und besondere Züge (Drahtkette, Kordel etc.) erreicht werden. Es sind dann jedoch keine thermischen Apparate, Thermometer u. dergl. verwendbar, sondern die Züge selbst müssen hier das Thermometer u. s. w. ersetzen, indem sie aus leicht schmelzenden oder leicht brennenden Materialien hergestellt sind. Würden diese durch ihre Spannung den Hebel h hochhaltenden, somit das Ventil schliefsenden Züge durch Feuer oder Hitze zerstört werden, so kann die den Hebel niederdrückende Feder oder Belastung, die in diesem Falle statt der Belastung des Hebels hl einzutreten hat, wirken und das Ventil A öffnen.
Dies kann ferner auf folgende Weise erreicht werden, die ebenfalls im richtigen Moment den Kanal k frei macht bezw. das Wasser oberhalb des Kolbens d zum Abflufs bringt:
Auf das Ventil A1 oder A3, Fig. 6, 7, oder ein Ventil ähnlicher Construction, dessen durchbohrte Kolben d 1 bezw. d2 durch den Ueberdruck des Wassers heruntergedrückt werden und das Ventil schliefsen, setzt sich oben eine aus leicht schmelzendem Metalle, z. B. Wood'scher Legirung, bestehende Röhre auf, welche in einer Anzahl von Abzweigungen, wie angedeutet,
durch den zu schützenden Raum P, Fig. i, geführt wird und an ihren' Enden geschlossen ist. Hängt nun mit dem Ausflufs /: bezw. /2 der Ventile ein System Riesel- oder Regenröhren zusammen, Fig. i, so wird, wenn Feuer in dem Raum P ausbricht und infolge der Wärme die leichtflüssigen Materialien an irgend einer Stelle schmelzen, das Wasser daselbst austreten, wodurch der Druck über dem Kolben d1 bezw. d2' verschwindet, das Ventil sich öffnet und ein selbstthätiges Löschen stattfindet. Das Ventil A α ist für diese Anwendung von noch einfacherer Construction als das Ventil A, indem hier der Kanal k durch die schmelzbaren Rohre ersetzt ist und der Abschlufskegel c mit seinem ganzen Mechanismus fortfällt. Allein der freischwebende durchbohrte Kolben ist beibehalten mit etwas anderer Abdichtung des Ventilsitzes. Diese geschieht durch eine besondere Dichtungsscheibe, während der parabolische Konus länger gehalten ist und mehr zur Einführung des Kolbens in den Ventilsitz dient. Das Ventil A2 zeigt ein anderes Princip zum selbstthätigen Verschlufs der Zuleitung, indem statt des Gewichtes des Kolbens d1 bei Ventil A hier die Elasticität einer Leder- oder Gummischeibe benutzt ist, die in gewöhnlichem Zustande den Zuflufs mittelst des Ventils d* absperrt, indem auch dieses Ventil durchbohrt ist und der auf die genannte Scheibe wirkende Druck das Ventil geschlossen hält. Beim Schmelzen einer Röhre läfst letzterer sofort nach und das Ventil öffnet sich, um wieder die mit f1 verbundenen Rieselrohre in Thätigkeit zu setzen.

Claims (1)

  1. Patent-AnSprüche:
    Die Einrichtung, ausbrechendes Feuer mittelst eines in den betreffenden Räumen angebrachten Systems von Rieselröhren selbstthätig zu löschen, indem bei stattfindender Temperaturerhöhung ein dieselben speisendes Ventil geöffnet wird, und zwar:.
    a) durch Vermittelung galvanischer Ströme, die mittelst thermischer Apparate bei Temperaturerhöhung geschlossen werden und dadurch einen Elektromagneten zum Oeffnen des Speiseventils befähigen;
    b) durch Schmelzen oder Verbrennen von mit dem Speiseventil verbundenen geschlossenen Röhren;
    c) durch Schmelzen oder Verbrennen von Zügen, Drähten, Ketten, Kordeln etc., deren Spannung das Speiseventil geschlossen hielt.
    Ueberziehen der Rieselrohre behufs Verhütung des Röstens mit passenden Stoffen, Papier oder dergleichen, wie beschrieben.
    Der thermische Apparat, Fig. 4, sowie dessen Variationen in Ersetzung der Legirung ui durch andere schmelz- oder verbrennbare Stoffe.
    Die Anordnung, Magnete auf Gegenstände in gröfserer Entfernung anziehend wirken zu lassen als a, Fig. 5, welche ihrer äufsersten Anziehungskraft entspricht, in Anwendung auf vorliegenden Zweck.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2532163A1 (de) * 1975-07-18 1977-02-03 Verband Der Sachversicherer E Sprinkleranlage

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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