DE21890C - Neuerungen an autoelektrischen Sicherheitsapparaten für Theater, Magazine etc. bei Feuersgefahr - Google Patents

Neuerungen an autoelektrischen Sicherheitsapparaten für Theater, Magazine etc. bei Feuersgefahr

Info

Publication number
DE21890C
DE21890C DENDAT21890D DE21890DA DE21890C DE 21890 C DE21890 C DE 21890C DE NDAT21890 D DENDAT21890 D DE NDAT21890D DE 21890D A DE21890D A DE 21890DA DE 21890 C DE21890 C DE 21890C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
electro
auto
safety devices
electrical
fire
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT21890D
Other languages
English (en)
Original Assignee
R. J. L. HAVILAND in Wien
Publication of DE21890C publication Critical patent/DE21890C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62CFIRE-FIGHTING
    • A62C35/00Permanently-installed equipment
    • A62C35/58Pipe-line systems
    • A62C35/60Pipe-line systems wet, i.e. containing extinguishing material even when not in use
    • A62C35/605Pipe-line systems wet, i.e. containing extinguishing material even when not in use operating and sounding alarm automatically

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Fire-Extinguishing By Fire Departments, And Fire-Extinguishing Equipment And Control Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 61: Rettungswesen.
Feuersgefahr.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 23. April 1882 ab.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Anordnung von Apparaten, durch welche auf elektrischem Wege und automatisch pder willkürlich in Theatern, Magazinen etc. bei Ausbruch eines Brandes Wasserstrahlen auf die Brandstelle geschleudert, Thüren und Plafond- und Luftschlotfallklappen geöffnet und die Courtine gesenkt werden können.
In der Zeichnung sind diese Apparate in ihrer Anwendung auf ein Theater dargestellt, und zwar ist Fig. 1 ein Contactgeber, Fig. 2 die Schnurspannvorrichtung, Fig. 3 der Löschapparat, Fig. 4 der Courtineapparat, Fig. 5 die Courtine, Fig. 6 der Taster, Fig. 7 der Thüröffnungsapparat, Fig. 8 die Batterie und Fig. 9 der Luftschlot.
Contactgeber von der in Fig. 1 gezeigten und nachstehend näher beschriebenen Art werden in entsprechender Anzahl an den Wänden und Plafonds, oder wo es sonst Raum und Umstände gestatten, befestigt. Je dichter dieselben angebracht werden, desto gröfser wird die erreichte Sicherheit sein. Jeder dieser Contactgeber besteht aus einer Feder A, welche durch eine über den zu sichernden Raum gespannte und auf irgend eine Weise leicht verbrennlich gemachte Leine B, die über eine Rolle c, Fig. 2, läuft und an ihrem Ende durch ein Gewicht d belastet ist, von dem Contact a etwas weggehalten und an den Begrenzungs- und Hemmungsbügel b angedrückt wird.
Wenn nun an irgend einer Stelle eines Theaters oder Magazins eine dieser nach allen Richtungen gespannten Schnüre durch eine emporlodernde Flamme verbrannt wird, so geschieht folgendes:
Die Contacte α und b schliefsen die elektrische Leitung mittelst der in die Klemmen a1 und bl eingeschalteten Drähte, wovon einer direct zur Batterie, Fig. 8, führt. C und D, Fig. 8, sind die beiden Pole einer Batterie mit einer den localen Verhältnissen entsprechenden Elementenanzahl.
Der Strom theilt sich bei den Contactapparaten in verschiedene vorgezeichnete Richtungen, und zwar in die Leitung zu der Fenermeldestation; ferner zu den Ventilations- oder Liiftschlotverschlüssen F, Fig. 9, wo infolge Umkreisung der Elektromagnete EE die Eisenkerne magnetisch werden und den Anker e anziehen, wodurch die Auflage / zurückweicht und die darauf ruhende Nase g ihren Stützpunkt verliert, der Verschlufsdeckel G mittelst eigener Schwere sich ganz öffnet und der Luftschlot behufs Abzuges der Gase und des Rauches offen ist. R, Fig. 8, ist die Rückleitung zur Batterie.
Eine Zweigleitung führt zu den Elektromagneten HH der Fig. 3 und bei R wieder in die Rückleitung. Durch Anziehung des Ankers h wird dem horizontalen Abfallhebel j bei i die Auflage entzogen, wodurch mit Hülfe der Spirale k derselbe abfällt.
Das Kettenrad K, welches bis dahin durch den Stift /, der durch den Daumen J1 am Ablaufen gehindert war, läuft nun infolge des Gewichtes L ab und wird dadurch der Wasserleitungshahn, dessen Kegel mit der Mitte des Kettenrades K verbunden ist, rasch ge-
öffnet. Das Wasser strömt aus dem Hauptrohr M in die Düse N mit der durch den vorhandenen Druck gegebenen Gewalt über und wird durch den Löffel O nach der gewünschten Richtung geschleudert. Dieselbe Anordnung, jedoch ohne Löffel, läfst sich auch zum automatischen Absperren von Gasleitungen benutzen.
Der Strom umkreist auch die Elektromagnete PP der Fig. 7, wodurch der Ankerhebel m gehoben wird; die an der Thür angebrachte Klinke η verliert den Halt, wodurch sich die Thür selbsttätig öffnet; die Einrichtung ist selbstverständlich so getroffen, dafs sich die Thür nach aufsen öffnet. R .ist auch bei diesem Apparat die Rückleitung.
Fig. 4 ist der Courtinenapparat. Auch hier tritt der Strom in die Elektromagnete Q Q ein, um bei R in die Rückleitung überzugehen. Der Anker p, welcher durch die Spirale 0 in der Ruhelage erhalten blieb, wird infolge Stromdurchganges durch Q Q angezogen und der verticale Ankerhebel q seitlich bewegt, wodurch wieder der Abfallhebel S bei r die Auflage verliert und abfällt; hierdurch wird der Einfallhebel ί und gleichzeitig durch den Daumen t der Sperrkegelhebel u aus- und die Arretirung des ganzen Laufwerkes aufgehoben und infolge dessen das Werk in Bewegung gesetzt. Die Courtine T1 Fig. 5, senkt sich infolge Ablaufens der Leine. V, welche über die Rolle U läuft, herab. W ist ein Wechselrad und X das Einfall- oder Arretirungsrad mit der Einfallnngsnuth v.. Der Hebel ί trägt rückwärts einen Stift s1, auf welchen der Abfallhebel S beim Abfallen drückt.
Fig. 6 sind die von der Theaterbehörde zu handhabenden Taster oder Contactgeber. Zur Erprobung der Functionsbereitheit des Courtinenapparates z. B. wird auf den Tasterknopf Y gedrückt; der Strom geht sodann von C der Fig. 8 nur über χ der Fig. 6 zu Fig. 4, wo die Auslösung erfolgt, ohne dafs die anderen Apparate hiervon afficirt würden. Stellte es sich als nothwendig heraus, alle Apparate in Function zu setzen, so wird blos ein Druck auf den Tasterknopf Z ausgeübt, was genügt, alle Theile der Sicherheitsvorrichtungen zugleich in augenblickliche Thätigkeit zu versetzen.
Diese auto - elektrischen Sicherheitsapparate functionifen in allen Fällen, wo die localen Verhältnisse die Anbringung von Contactvorrichtungen gestatten, infolge Abbrennens der die Contacte abhaltenden Schnüre automatisch.
Im Falle der NichtVerwendung solcher Schnüre ist es bei dieser Einrichtung auch möglich, durch die an vielen und ganz verschiedenen Plätzen angebrachten Taster die Apparate in augenblickliche Function zu setzen.
Es ist auch eine stete Controls der Apparate durch die einfache Art des Niederdrückens des Tasterknopfes Y über alle die verschiedenen mitverbundenen Apparate möglich, und kann die Leitung durch Einmauerung vor zufälligen oder absichtlichen Beschädigungen vollkommen bewahrt werden.
Diese Einrichtung ist wenig kostspielig und läfst sich allen Verhältnissen anpassen.

Claims (6)

Patent-AnSprüche: An auto-elektrischen Sicherheitsapparaten:
1. Die elektrischen Contactgeber, Fig. 1 und 2, welche erst durch Abbrennen der den Contact verhindernden imprägnirten Leine B in Function kommen.
2. Der automatische Wasserhahn, Fig. 3, welcher durch die elektrische Auslösung und infolge dessen durch das Gewicht L geöffnet wird; auch bei Gasleitungen anzuwenden.
3. Der elektro-mechanische Courtinenapparat, . Fig. 4, welcher so lange die Sicherheitscourtine in der Höhe hält, bis durch die elektrische Auslösung dieselbe frei wird und niedergeht.
4. Die Anwendung von Tastern mit drei und zwei Contacten zum Zwecke der wiederholten Erprobung der Apparate, und so angeordnet, Fig. 6, dafs, trotzdem alle Apparate unter einander metallisch verbunden sind, dennoch beim Druck des Knopfes Y nur die Courtine niedergeht, ohne dafs die anderen Apparate in Function kommen.
5. Die elektro-mechanische Oeffhung der Ausgangsthür durch automatisch hergestellte Contacte, Fig. 7.
6. Die elektro-mechanisch bewerkstelligte Oeffnung des Verschlufsdeckels bei den Ventilations- oder Luftschloten, Fig. 9.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT21890D Neuerungen an autoelektrischen Sicherheitsapparaten für Theater, Magazine etc. bei Feuersgefahr Active DE21890C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE21890C true DE21890C (de)

Family

ID=34715872

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT21890D Active DE21890C (de) Neuerungen an autoelektrischen Sicherheitsapparaten für Theater, Magazine etc. bei Feuersgefahr

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE21890C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3152501C2 (de)
DE21890C (de) Neuerungen an autoelektrischen Sicherheitsapparaten für Theater, Magazine etc. bei Feuersgefahr
DE2508125B2 (de) Geraet zum ausloesen pneumatischer notoeffnungsvorrichtungen fuer lichtkuppeln, oberlichtfenster, rauch- und waermeabzugsklappen o.dgl.
DE596924C (de) Feuerschutzvorrichtung mit Loescheinrichtung fuer Wiedergabe-Kinematographen (Projektoren)
DE15803C (de) Selbstthätig wirkende Feuerlösch-Einrichtung
DE34001C (de) Fern wirkende Absperrvorrichtung für Gashähne
DE886887C (de) Explosionssicherungsvorrichtung fuer Elektrofilter
DE21396C (de) Neuerungen an selbstthätigen Feuerlöschapparaten
DE72157C (de) Selbstthätig wirkende Ueberwachungsvorrichtung für Maximalstrom verbrauch
DE462547C (de) Verblockungsvorrichtung fuer OElfeuerungen
DE53759C (de) Schiefsstand nach Art der selbstthätigen Verkaufsapparate
DE728522C (de) Explosionssicherung in Gasleitungen
DE20501C (de) Sicherheitsvorrichtungen, welche bei ausbrechendem Feuer automatisch in Wirksamkeit treten
DE172345C (de)
AT85336B (de) Einrichtung zum selbsttätigen Verlängern und Verkürzen der Leitung elektrischer Lampen, Apparate, Werkzeuge, die an mehreren Arbeitsstellen verwendet werden.
DE435505C (de) Elektromagnetische Verschliessvorrichtung fuer die Fenster der Vorfuehrungskabinen in Lichtspieltheatern
DE593973C (de) Masttrennschalter fuer elektrische Verteilungsnetze
DE20500C (de) Elektrischer Feuer-Signal- und Löschapparat
DE548320C (de) Schutzvorrichtung fuer Reflektor oder Kondensor von Projektionsbogenlampen
DE684252C (de) Sicherheitseinrichtung fuer OElfeuerungsanlagen
DE112312C (de)
DE28678C (de) Selbstthätiger Feuerlöschapparat mit Signalvorrichtung
DE3007865C2 (de) Thermoelektrische Zündsicherung
AT126658B (de) Vorrichtung zum Feststellen, Anzeigen und Aufzeichnen der Gegenwart von entzündbaren Dämpfen und Gasen, insbesondere in Bergwerken.
DE438108C (de) Sicherheitslampe zum Anzeigen von schlagenden Wettern, die bei ihrem Auftreten eine brennende Lichtflamme vergroessern und durch eine sich senkende Kappe ausloeschen