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Vorrichtung zum Feststellen, Anzeigen und Aufzeichnen der Gegenwart von entziind- baren Dämpfen und Gasen, insbesondere in Bergwerken.
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Aufzeichnen der Gegenwart von entzündbaren Dämpfen und Gasen, insbesondere in Bergwerken durch Verbrennen der Gase an einem Glüh-oder Heizdraht, bei welcher der Heizdraht sich in einem Raum mit poröser Wandung ohne Absorptionsmittel befindet, so dass durch Verbrennung des hinzutretende Gases ein Unterdruck in dem Raum erzeugt wird, der mit einem Druckmesser od. dgl. so verbunden ist, dass die entsprechende Menge des verbrannten Gases unmittelbar angezeigt wird.
Die Erfindung betrifft nun eine weitere Ausbildung der Vorrichtung nach dem Stammpatent, u. zw. ist erfindungsgemäss der Glühdraht in Reihe mit den zur Beleuchtung dienenden Lampen und ausserdem in Reihe über einen durch das entstehende Vakuum beeinflussbaren Membranschalter mit der Magnetspule eines Elektromagneten und einem durch den Anker der Spule gebildeten Kontaktgeber geschaltet.
Die Erfindung ist auf den Zeichnungen beispielsweise dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 einen Schnitt durch den Apparat, Fig. 2 eine schaubildliche Darstellung des Glühdrahtträgers und Fig. 3 ein Schaltungschema, in welchem der Lampenstromkreis dargestellt ist, der unter Verwendung einer besonderen Kontakteinrichtung die Schaltvorgänge bewirkt.
Gemäss Fig. 1 besteht der Apparat aus einem porösen Behälter 1, der zwischen einer oberen und einer unteren Stirnplatte 2 und 3 sitzt. Die Platte 2 dient gleichzeitig als Endverschluss für ein besonderes Schutzgehäuse 4, welches mit Gaze abgedeckte Einlässe 5 aufweisst, um die entflammbaren Gase oder Dämpfe in das Gehäuse 4 einzulassen. Innerhalb des porösen Behälters 1 ist ein Glühdraht 6 aus Platin od. dgl. zwischen den Klemmen 7 angeordnet. Die Klemmen befinden sich auf einem Isolationsblock 8, der an einer Platte oder einem Träger 9 befestigt ist. Letzterer ist wieder durch Bolzen mit der Platte 2 verbunden. Die beiden Klemmen 7 stehen mit federnden Kolben 10 in Verbindung, welche in dem Isolationsblock 8 angeordnet sind.
Diese Kolben durchdringen ferner Isolationsblöcke, welche beim Einsetzen des Glühdrahtträgers in den Apparat dazu dienen, den wirksamen Innenraum des porösen Behälters 1 zu verkleinern. Einer der Federkolben10berührt das obere Ende einer Klemmensäule 12, welche unter Verwendung einer Isolationsbüchse 1. 3 an der Platte. 3 sitzt. Der andere Federkolben. M berührt unmittelbar die Platte. 3.
Eine zweite Klemmensäule M, welche einen einstellbaren ortsfesten Kontakt 15 trägt, ist
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die aus einem Stück mit der Platte 3 besteht, ist mit einer Längsbohrung. 18 versehen, welche an ihrem oberen Ende in den Innenraum des porösen Behälters 1 mündet, während das untere Ende an ein U-förmig gebogenes Rohr 19 angeschlossen ist, welches seinerseits mit einer Membrane 20 in Verbindung steht, die einen Kontakt 21 trägt, der normal mit dem ortsfesten Kontakt 15 an der Klemmensäule14 in Berührung steht. Diese drei Klemmenanordnungen gewährleisten, dass der Glühfaden 6 in Reihe mit den unter Kontrolle stehenden Lampen geschaltet werden kann (Fig. 3). Die Vorrichtung ist mit einer besonderen Batterie oder irgendeiner andern Stromquelle verbunden.
Die Leitungen gehen in das Gehäuse 4 zu den entsprechenden Klemmen durch einander gegenüberliegende Einführungsbuchsen 22.
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Fig. 3, in welcher der in Fig. 1 veranschaulichte Apparat schematisch mit dem Glühdraht 6 und den Kontakten 15, dargestellt ist, zeigt denselben in Reihe mit mehreren Lampen 23 sowie einem mit Kern versehenen Solenoid 24 geschaltet. In dieser Reihenschaltung mit den Lampen 23 befindet sich ferner ein Federkontaktglied 25, das auf dem einstellbaren ortsfesten Kontakt 26 aufliegt. Der Stromkreis endet an den Klemmen 27, die an einen Generator oder eine Batterie angeschlossen werden können.
Sobald entflammbare Dämpfe oder Gase durch die Wandung des porösen Behälters 1 diffundieren und an dem Glühfaden 6 innerhalb des Behälters verbrannt werden, wird in dem Behälter 1 ein Vakuum erzeugt und die Membrane 20 zieht sich zusammen, so dass der Kontakt 21, der mit der Membrane verbunden ist, von dem Kontakt. M wegbewegt wird. Dadurch wird der Stromkreis der Lampe 23 unterbrochen.
Gleichzeitig wird die Kontaktfeder 25 von dem Kern des Solenoids 24 freigegeben und unterbricht den Kontakt mit dem einstellbaren stationären Kontakt 26, da die Feder nach oben schnellt. Ein unter
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Solenoideinriehtung einschliesst. Dieser Kolben kann entgegen der Wirkung einer Feder nach unten gedrückt werden, um das federnde Glied 25 in Berührung mit dem Kontakt 26 zu bringen. Sobald die den porösen Behälter umgebende Atmosphäre noch entflammbare Dämpfe oder Gase enthält, werden, wenn die Kontakte 25, 26 miteinander in Berührung stehen, die Lampen. 2. 3 nur so lange leuchten, bis das Vakuum in dem Behälter 1 wieder erzeugt wird, wodurch der Stromkreis infolge des Zusammenziehens der Membrane 20 wieder unterbrochen wird.
Sollte jedoch die Atmosphäre von entflammbaren Dämpfen oder Gasen frei sein, dann werden die Kontakte 21 und 15 miteinander in Berührung bleiben und der erregte Kern des Solenoids wird die Kontaktfeder in Eingriff mit dem Kontakt 26 halten, derart, dass der Stromkreis geschlossen ist.
Der Kolben 28 kann mit Verriegelungseinrichtungen versehen sein, um während des normalen Betriebes eine Betätigung des Kolbens zu verhindern. Verriegelungseinrichtungen dieser Art können beispielsweise unter Verwendung eines Schlüssels od. dgl. freigegeben werden, so dass nur eine bestimmte Person, welche den Schlüssel besitzt, Prüfungen mit dem Apparat ausführen kann, sobald der Stromkreis selbsttätig durch das Zusammenziehen der Membrane 20 unterbrochen worden ist.
Die Reihenschaltung des Glühfadens 6 in dem porösen Behälter 1 ist besonders wichtig, da, sobald der Stromkreis unterbrochen wird, der Glühfaden 6 in dem porösen Behälter 1 und auch die Lampe 2J zu glühen aufhören, so dass eine äusserst schnelle Kondensation der Verbrennungsprodukte in dem porösen Behälter erfolgt, wodurch wieder das Vakuum in dem Behälter 1 vergrössert wird. Diese Wirkung hat wieder zur Folge, dass sich die Membran 20 sehr schnell zusammenzieht und auf diese Weise eine Unterbrechung des Stromkreises ohne Funkenbildung erfolgt.
Die vorliegende Erfindung kann bei den bestehenden elektrischen Beleuchtungssystemen in Bergwerken zur Verwendung kommen. Zu diesem Zwecke ist es nur notwendig, eine Einheit, wie oben beschrieben, in den Stromkreis mit mehreren Lampen einzuschalten, wobei die Anordnung derart getroffen ist, dass sämtliche Lampen ausgeschaltet werden, sobald die Membran durch das in dem porösen Behälter vorherrschende Vakuum beeinflusst wird. Die Bewegung der Membran kann auch dazu dienen, um die Relaisspule eines Sehalters zu schliessen, der dann den Stromkreis für die Motoren oder andern Maschinen unterbricht. Die Vorrichtung wird unter diesen Umständen benutzt, um alle mit elektrischem Strom gespeisten Apparate oder Geräte abzuschalten.