DE28678C - Selbstthätiger Feuerlöschapparat mit Signalvorrichtung - Google Patents

Selbstthätiger Feuerlöschapparat mit Signalvorrichtung

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DE28678C
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Germany
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fire extinguisher
telegraph
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room
automatic fire
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C. H. bartsch in Breslau, Oderstr. 3
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62CFIRE-FIGHTING
    • A62C35/00Permanently-installed equipment
    • A62C35/58Pipe-line systems
    • A62C35/60Pipe-line systems wet, i.e. containing extinguishing material even when not in use
    • A62C35/605Pipe-line systems wet, i.e. containing extinguishing material even when not in use operating and sounding alarm automatically

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  • Emergency Management (AREA)
  • Fire-Extinguishing By Fire Departments, And Fire-Extinguishing Equipment And Control Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 61:
ngswesen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. Februar 1884 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine1 automatisch in Thätigkeit tretende Feuerlöschvorrichtung und ist auf beiliegender Zeichnung in Fig. ι in ihrer Anordnung in einem Räume eines Gebäudes dargestellt. Fig. 2 zeigt den in jedem Räume, welcher gegen Feuersgefahr geschützt werden soll, in die Druckleitung eingeschalteten Kegelhahn im Horizontälschnitt. Fig. 3 zeigt einen Durchschnitt des Feuerlöschrohres.
. Ein Druckrohr α geht durch sämmtliche Etagen des Gebäudes bis auf dessen Dachfirst. Von diesem Hauptrohr α führen nach den Räumen, welche vor Feuersgefahr geschützt werden sollen, Zweigleitungen b, welche längs der Decke der betreffenden Räume bezw. auf dem Dachfirst entlang laufen und mit seitlichen schlitzförmigen oder anders gestalteten Ausflufsöffnungen versehen sind.
In jedem dieser Räume ist in die Abzweigung vom Hauptrohr ein Kegelhahn C eingeschaltet, welcher von einem horizontalen langen Hebel d mit stellbarem Regulirgewicht e geschlossen gehalten wird. Damit der Hahn C, Fig. 1 und 2, von unberufenen Händen nicht fest angezogen werden kann, ist auf denselben eine Mutterdeckkappe aufgeschraubt, so dafs also seine Functionirung stets gesichert bleibt.
Der Verschlufshebel d wird durch die an der Oese 0 des Regulirgewichts e befestigte Hauptzündschnur ζ in horizontaler Lage erhalten. Von dieser Hauptziindschnur ζ zweigen sich die Zündfäden i ab; dieselben verbreiten sich über alle Theile des betreffenden Raumes .bis zum Fufsboden und vereinigen sich mit dem Zündfaden, welcher auf der Scheuerleiste rings herumgeht. Ferner ist an dem Regulirgewicht e der Oese/ ein Messingkettchen befestigt, welches über die Rollen r geht und am entgegengesetzten Ende ein hohles Blechgefäfs/ hält; an dieses Gefäfs ist der Telegraphen-Signalstift g angenietet und am Boden des Gefäfses ein Wasserablafshahn η eingeschraubt.
Ueber diesem hohlen Blechgefäfs/' ist in die Zweigleitung b ein Röhrchen h eingeschraubt, welches, genau nach der Gröfse des zu löschenden Raumes berechnet, das Gefäfs, während der Apparat functionirt, mit Wasser füllt.
An der Decke des Raumes, über dem Telegraphen-Signalstift g, ist der Knopf χ der Telegraphenleitung befestigt und die Telegraphenleitung mit den Telegraphen - Signalglocken m angebracht.
Sobald in irgend einem mit diesem Apparat versehenen Räume Feuer ausbricht, wird dasselbe sofort die nächste Zündschnur i erfassen; dieselbe leitet blitzschnell das Feuer bis zur Hauptzündschnur ζ und brennt diese durch, so dafs der Gewichtshebel d herunterfällt, den Hahn c öffnet und das hohle Blechgefäfs / hochzieht, welches wiederum mit dem angenieteten Telegraphen - Signalstift g den Telegraphenknopf χ hineinstöfst und somit die Telegraphen-Signalglocken alarmirt, und zwar so lange, bis das hohle Blechgefäfs/ durch das in die Zweigleitung eingeschraubte Röhrchen h mit Wasser gefüllt ist.
Durch das Oeffnen, des Hahnes c tritt sofort das Wasser in die Zweigleitung b über, durch deren Schlitze y es, den ganzen Raum bestreichend, ausspritzt und somit den Brand sofort im. Keime an derjenigen Seite erstickt, wo
derselbe entstanden ist. Damit eine Ueberfluthung mit Wasser in dem betreffenden Räume nicht entstehen kann, ist das Röhrchen h genau dem zu löschenden Räume entsprechend berechnet, damit das Blechgefäfs/ nicht zu schnell und auch nicht zu langsam gefüllt wird. Sobald das Blechgefäfs/ gefüllt ist, sinkt es durch sein Gewicht herunter, der Telegraphenknopf A-wird von dem Telegraphenstift g befreit und ' das Alarmiren der Telegraphenglocken hört auf; gleichzeitig wird der Hahn c dadurch geschlossen und der ganze Apparat tritt aufser Thätigkeit. Soll der Apparat wieder zum Functioniren gebracht werden, so ist nur das Wasser aus dem Blechgefäfs/ durch den Wasserablafshahn η zu entfernen und neue Zündschnüre bezw. Zündfäden, wie beschrieben, anzubringen. Jeder Raum in einem Gebäude ist mit einem solchen Apparat zu versehen; dieselben sind vollständig unabhängig von einander, es tritt also auch nur da, wo wirklich Feuer entstanden ist, der Apparat in Thätigkeit, so dafs auch jeder Beschädigung der anderen Räume durch Wasser vorgebeugt ist.
Das Verfahren, die Absperrvorrichtung nach allen Stellen des zu schützenden Raumes durch abzweigende Zündschnüre bezw. Zündfäden auszulösen, hat gegenüber der mechanischen Transmission den Vortheil, dafs sie viel leichter angebracht werden kann und viel sicherer wirkt, da sie nicht so leicht in Unordnung kommen kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die Anordnung des mit dem Gewicht e durch Kette k verbundenen Blechgefäfses /, welches beim Oeffhen des Hahnes C durch das Gewicht in die Höhe gezogen,' vermittelst Stiftes g die elektrischen Läutewerke in Thätigkeit setzt und bei geöffnetem Hahn C durch Rohr h mit Wasser gefüllt wieder niedersinkt und so den Hahn C selbstthätig schliefst.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT28678D Selbstthätiger Feuerlöschapparat mit Signalvorrichtung Active DE28678C (de)

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