DE157373C - - Google Patents

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DE157373C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients
    • A61K31/28Compounds containing heavy metals
    • A61K31/295Iron group metal compounds

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Description

J t'.?Ü;k'iviii 111 ·\:-λ
] c^auv-d'k.ficii aateufamiA
.'VM- -itU(CIHiCl.UH-1
LJ
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gemäß dem durch das Hauptpatent geschützten A^erfahren gelingt die Bildung löslicher Eisenarsenverbindungen aus den angegebenen Stoffen nur dann, wenn die Reaktion bei Abschluß der atmosphärischen Luft erfolgt. Soweit das Eindampfen und das Trocknen des Rückstandes unter diesen Bedingungen erfolgt, kann man dieses Verfahren auch dazu benutzen, Trockenpräparate aus natürlichen Eisenarsenwässern zu gewinnen. Es ist bisher nicht gelungen, aus den natürlich vorkommenden Eisenarsenwässern Trockenpräparate zu erhalten, welche Eisen und Arsen in unveränderter Form enthalten. Vielmehr hinterbleiben beim Eindampfen unter gewöhnlichen Bedingungen, auch unter Zusatz von Stoffen, welche den Verlust an halbgebundener Kohlensäure u. dgl. auszugleichen geeignet sind, Rückstände, welche sich nur teilweise wieder in Wasser lösen, und die das Eisen im Gegensatz zu dem Ausgangsmaterial nicht in der ursprünglichen Ferro-, sondern in Ferri-Form enthalten. Nachdem weitere Versuche des Erfinders ergeben hatten, daß im Gegensatz zu Ferroarseniat, welches in Gegenwart von Wasser nicht beständig ist, das Ferroglyceroarseniat eine wasserlösliche Substanz ist, drängte sich der Gedanke auf, daß in den natürlichen Eisenarsenwässern ähnliche Verbindungen vorliegen und daß man demgemäß zu Trockenpräparaten mit unveränderter Zusammensetzung kommen müsse, wenn diese Wässer mit denselben Vorsichtsmaßregeln, wie die Ferroglyceroarseniatlösung gemäß der Hauptpatentschrift behandelt würden. Der Versuch hat diese Annahme bestätigt.
Man erhält also Trockenrückstände, in welchen Arsen und Eisen in der ursprünglichen Verbindungsform vorhanden sind, und welche sich in Wasser vollständig lösen, wenn man natürliches Arseneisenwasser bei nicht zu hoher Temperatur und unter Luftabschluß, am besten im Vakuum und zweckmäßig unter Zuleiten eines schwachen Stromes von inertem Gase eindampft. Wählt man als solches Gas Kohlensäure, so wird dem Entweichen von Kohlensäure vorgebeugt, und der Rückstand löst sich leicht in reinem Wasser. Im anderen Falle ist zur Auflösung kohlensäurehaltiges Wasser zu verwenden.
Die Tatsache, daß sich der Rückstand in reinem bezw. kohlensäurehaltigem Wasser klar löst, beweist, daß eine lösliche Eisenarsenverbindung erhalten wird. Die natürlichen Mineralwässer enthalten aber je nach ihrer Natur andere Substanzen, welche naturgemäß auch in den Trockenrückständen verbleiben. In diesem Sinne entsteht ein Gemenge, welches jedoch die Löslichkeit der erhaltenen Eisenärsenverbindung nicht beeinträchtigt.

Claims (4)

Ein nach anderem Abdampfverfahren gewonnener Rückstand scheidet bei Behandlung mit Wasser eine unlösliche Verbindung ab, ebenso wie auch Mineralwasser beim Stehen an der Luft und Eisensalze auf Zusatz von Arsenlösungen. Beispiel. Levicowasser wird in einem Vakuumverdampf apparat bei 50 bis 60 °, während ein schwacher Kohlensäurestrom hindurchgeht, zur Trockne gebracht. Das Trocknen muß fortgesetzt werden, bis keine Feuchtigkeit mehr entweicht. An Stelle des Levicowassers können andere Arseneisenwässer Verwendung finden, z. B. Roncegnowasser, Guberquelle. Die Menge des für eine Operation zu benutzenden Wassers richtet sich nach dem Fassungsraum der zur Verfügung stehenden Apparate. Es ist zwar bekannt, zur Verhinderung des Überganges einer Eisenoxydul- in eine Eisenoxydverbindung die Eindampfung unter Luftabschluß vorzunehmen. Es war aber nicht von vornherein anzunehmen, daß diese Maßregel hier zum Erfolge führen würde. Denn es kommt auch hier die von vornherein nicht zu berechnende Dissoziation in Betracht, welche für arsenige Säure in \7erbindung mit Eisenoxydul unter gewöhnlichen Umständen . so stark ist, daß eine solche Verbindung in Gegenwart von Wasser nicht bestehen kann. Es konnte eben erst auf Grund der durch die Forschungen des Erfinders klargelegten Tatsache, daß Stoffe wie Glycerin durch Bildung einer komplexen Säure von genügender Stärke mit arseniger Säure die Gewinnung wasserbeständiger Ferrosalze ermöglichen, hier dieser Weg mit Aussicht auf Erfolg beschriften werden. Der Luftabschluß kann dadurch, erzielt werden, 'daß ' im Vakuum gearbeitet wird. Die Eindampfung von Salzen im Vakuum ist selbstverständlich, auch als bekannt vorausgesetzt, geschieht jedoch in diesen bekannten Fällen nur zu dem Zwecke, den eigentlichen Verdampfungsvorgang zu beschleunigen; die hier beabsichtigte Wirkung ist aber davon ganz unabhängig. Paten τ-Α ν Sprüche:
1. Verfahren zur Darstellung einer lösliehen Eisenarsenverbindung bezw. löslicher Gemenge, welche die lösliche Eisenarsenverbindung enthalten, gemäß Patent 138754 (120), dadurch gekennzeichnet, daß natürliche Eisen und Arsen enthaltende Wässer, z. B. Levicowasser,' unter Luftabschluß eingedampft werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die natürlichen eisenarsenhaltigen Wässer im Vakuum eingedampft werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die natürlichen eisenarsenhaltigen Wässer unter gleichzeitigem Durchleiten von inertem Gase verdampft werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die natürlichen eisenarsenhaltigen Wässer unter Durchleiten von Kohlensäure eingedampft werden, zu dem Zwecke, einem Entweichen der natürlichen Kohlensäure vorzubeugen.
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