DE153085C - - Google Patents
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
- H05B31/00—Electric arc lamps
- H05B31/02—Details
- H05B31/06—Electrodes
- H05B31/065—Electrodes for flame arc lamps
Landscapes
- Discharge Lamp (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Es ist bekannt, daß man die Lichtausbeute elektrischer Bogenlampen dadurch erhöhen
kann, daß man dem zur Herstellung der Kohlenelektroden angewendeten Kohlenpulver
ge\visse in der Hitze des Flammenbogens ein intensives und event, gefärbtes Licht entwickelnde
Stoffe, wie Metallpulver, Metallsalze, Oxyde u. dgl., beimengt und aus dem Gemisch
der Elektroden herstellt oder aber die fertigen
ίο Elektroden mit Lösungen solcher Stoffe tränkt. Solche Zusätze üben bekanntlich auf
ein ruhiges und gleichmäßiges Brennen des Bogens einen ungünstigen Einfluß, zumal bei
den notwendigen hochprozentigen Zusätzen die Schlackenabsonderung, der durch diese
Zusätze erhöhte Widerstand u. dgl. m. Momente sind, die von einem störenden Einfluß
auf die Bildung und insbesondere auf das Bestehen des Lichtbogens sind und meistens
eine besondere Lampenkonstruktion erheischen.
Wie durch Versuche festgestellt werden
konnte, treten diese empfindlichen Mangel, welche, diese sogen. Effektkohlen mit sich
bringen, nicht bezw. nur im geringen Umfange ein, wenn die lichtgebenden bezw. lichtfärbenden Stoffe in der Elektrode sehr
gleichmäßig verteilt sind, und ohne dabei den Widerstand der Elektroden wesentlich
zu erhöhen und ohne Veranlassung zu störenden Schlackenabsonderungen zu geben, innig mit den Kohlenteilchen zusammenhängen.
Es ist denn auch gelungen, im Verfolg diesbezüglicher Versuche solche Effektelektroden
herzustellen, und zwar unter Benutzung eines Verfahrens, welches darin besteht, daß entgegen
dem jetzigen Brauch die der Elektrode einzuverleibenden Stoffe nicht dem Kohlenpulver,
aus welchem die Elektrode gepreßt werden soll, sondern dem Bindemittel für das Kohlenpulver zugesetzt und mit demselben
aufs innigste verarbeitet werden.
Man kann diesen Zweck auf zweierlei Weise, und zwar auf chemischem oder mechanischem
Wege erreichen.
Der erstere besteht darin, daß die als Bindemittel zu verwendenden Stoffe, wie
Teer, Harz oder Pech, mit einem passenden, in der Lichtbogenhitze Licht entwickelnden
Alkali, Erdalkali oder Metall, Oxyd oder Hydroxyd, z. B. Kalkhydrat vermengt und
durch Erhitzen zur Verseifung (bei Teer natürlich nur zur teilweisen Verseifung) gebracht
werden und auf diese Art in dem Bindemittel selbst eine in diesem sehr gleichmäßig
verteilte chemische Verbindung des Lichtgebers mit dem Bindemittel erzeugt wird; oder es wird z.B. durch Verseifungen
von Harz mit Kalk eine Harzkalkseife hergestellt und dem Teer oder Pech, welche am
besten bis zur Dimnflüssigkeit erhitzt werden, 'unter kräftigem Umrühren zugesetzt, wodurch
die sauren Bestandteile der letzteren, unter Freigabe von Harz, den Kalk oder eine andere Metallbase der zugesetzten Harzseife
an sich reißen.
Der andere, mechanische Weg besteht darin, daß man das Bindemittel so hoch erhitzt,
bis der höchste Dünnflüssigkeitsgrad erreicht ist und in diesem Zustande demselben
gegen das Bindemittel indifferente, aber Stoffe, welche auf das Licht ebenfalls
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von Einfluß sind, wie Metalle, Borax, Borsäure o. dgl., beimengt und das Gemisch so
lange kräftig rührt und event, weiter erhitzt, bis eine homogene Masse entstanden ist, die
nach dem Erkalten in der bekannten Weise benutzt wird.
Enthält das Bindemittel geringe Mengen saurer oder solcher Bestandteile, welche die
Lichtgeber chemisch binden können, so empfiehlt es sich, um die erwünschte Lichtmehrausbeute
zu erreichen, beide Methoden zu vereinigen und dem Bindemittel während, vor oder nach der Verseifung die indifferenten
Stoffe zuzusetzen. '. ; Λ
Die Vorteile, welche ' dieses Verfahren gegenüber den bekannten'auf weist, sind, daß,
da die Bindefähigkeit der Teer- oder Harzverbindungen, insbesondere der Alkali- und
Erdalkaliverbindungen des Teeres, Harzes und Peches, bedeutend höher ist, als vom Teer,
Harz oder Pech allein, dichtere und festere Elektroden erhalten werden; daß ferner die
Elektroden in ihrer Masse gleichmäßig von den Beimengungen durchsetzt sind und diese
letzteren innig an den Kohlenteilchen haften, so daß keine wesentliche Widerstandserhöhung
eintritt, und ferner, daß, wie es sich herausgestellt hat, nur wenige Prozent der Zusätze
genügen, um eine gleiche Lichtaubeute zu erzielen, welche bisher nur mit verhältnismäßig
großen Mengen an Zusätzen (50 Prozent und mehr) erreicht wird. Demzufolge ist auch die Schlackenmenge eine geringere.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:
I. Verfahren zur HerstellungvonBogenlichtkohlen mit Leuchtzusätzen, dadurch gekennzeichnet, daß die Leuchtzusätze dem zweckmäßig bis zur Dünnflüssigkeit erhitzten Bindemittel vor dessen Mischung mit dem Kohlenpulver Ruß u. dgl. zugesetzt werden. - 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung solcher Leuchtzusätze, die mit dem Bindemittel eine chemische Verbindung einzugehen vermögen (z. B. der Metalloxyde oder -hydroxyde), das mit den Zusätzen vermengte Bindemittel bis zur Entstehung einer völligen oder teilweisen Verbindung (Verseifung) erhitzt wird und die Verbindungen (Seifen) allein oder unter Zusatz unveränderten Bindemittels zum Verarbeiten des Kohlenmaterials verwendet werden.
- 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem bis zur Dünnflüssigkeit erhitzten Bindemittel gegen letzteres chemisch indifferente, lichtgebende oder lichtfärbende Stoffe vor, während oder nach der Verseifung beigemengt werden.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE153085C true DE153085C (de) |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (1)
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