DE730281C - Verfahren zum Agglomerieren von Eisenerzen und Aufbereitungserzeugnissen - Google Patents
Verfahren zum Agglomerieren von Eisenerzen und AufbereitungserzeugnissenInfo
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- DE730281C DE730281C DEA76244D DEA0076244D DE730281C DE 730281 C DE730281 C DE 730281C DE A76244 D DEA76244 D DE A76244D DE A0076244 D DEA0076244 D DE A0076244D DE 730281 C DE730281 C DE 730281C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
- C22B—PRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
- C22B1/00—Preliminary treatment of ores or scrap
- C22B1/14—Agglomerating; Briquetting; Binding; Granulating
- C22B1/16—Sintering; Agglomerating
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Description
- Verfahren zum Agglomerieren von Eisenerzen und Aufbereitungserzeugnissen Bei allen Sinterverfahren dient der dem Sintergut beigemengte Brennstoff zumeist nur dazu, die zur Durchführung des Verfahrens notwendige Wärme zu liefern. Die üblichen Verfahren . werden daher in oxydierender Atmosphäre geführt, um durch weitgehende Verbrennung des beigemengten Brennstoffes seinen Wärmeinhalt möglichst auszunutzen.
- Es sind aber auch Verfahren, z. B. bei der Kupferverhüttung, bekanntgeworden, die in reduzierender Atmosphäre durch Beimengung von festem öder Zuführung von gasförmigem Brennstoff -durchgeführt werden. Diese Verfahren verfolgen den Zweck, das Kupferoxyd zu reduzieren und das reduzierte Kupfer unter Vermeidung einer Sinterung der Gangart zu größeren Teilchen zusammenzuschmelzen, um es für ein nachfolgendes (zumeist) naßmechanisches Anreicherungsverfahren geeignet zu machen. Im Gegensatz dazu liefern die zur Zeit üblichen Sinterverfahren, welche die für die Verhüttung im Hochofen notwendige Stückigmachung eines Feinerzes zum Zweck haben; ein Agglomerat von hoher mechanischer Festigkeit.
- Es sind indessen gleichfalls Verfahren vorgeschlagen worden, neben der Stückigmachung eine Reduktion des Sintergutes durchzuführen. Die Wege, die zur-Erreichung dieses Zieles beschritten werden, sind verschieden. Eüi Vorschlag geht dahin, Lichtstaub und Kiesabbrände in einer Kohlenstaubfiamnie unter Mitwirkung von Spaltungskohlenstoff reduzierend zu verblasen. Ein anderer Vorschlag schreibt vor, daß eine aus Erz und Kohlenstoff bestehende aufgestampfte Masse mit Durchzugskanälen versehen wird, durch die heiße Gase durchgeschickt werden; die Wände der Kanäle verschlacken, und innerhalb der Sintermasse findet durch die Erhitzung des Gutes unmittelbare Reduktion statt.
- Der erstgenannte Vorschlag bleibt auf eisenschüssige Stoffe von staubfreier Beschaffenheit beschränkt und arbeitet mit teurem Kohlenstaub. Der zweitgenannte Vorschlag erfordert eine umständliche Vorbereitung bis zur Einleitung des eigentlichen Verfahrens; und die erforderliche Verschlackung der Kanalwände, die oft nicht ohne weiteres eintritt, verlangt unter Umständen weitere zusätzliche Arbeitsvorgänge.
- Diese beiden Vorschläge haben in der Praxis keinen Eingang gefunden. Vorliegende Erfindung dagegen zeigt den Weg, wie man aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus den zur notwendigen Agglomerierung eines Feinerzes erforderlichen Brennstoff zugleich für das anschließende Hochofenverfahren nutzbar macht. ' Vorliegende Erfindung geht von folgenden Gedanken aus: Eine wirtschaftlich tragbare Agglomerierung wird stets mit Abfallbrennstoff (Koksabrieb, Braunkohlenkoks usw.j durchgeführt, während für die Reduktionsarbeit im Hochofen hochwrrtiger Koks erforderlich ist.
- Eine erhöhte Zumengung von Brennstoff soll, wie durch die erwähnten Vorschläge bekanntgeworden ist, bereits eine Redukt%oii des Sintergutes herbeiführen, um beim Hoch-' ofenverfahren Koks zu ersparen. In Weiterverfolgung dieses Zieles sind auch Vorschläge bekanntgeworden, Kohle-Erz-Brikette zu verwenden, die indessen wie fast alle Brikette noch vor Erreichung der Formenebene weitgehend zerfallen, so daß der Zweck der Stückigmachung nur unvollkommen erreicht wird. Ein weiterer Vorschlag, der der Vollständigkeit halber erwähnt werden soll, sieht die Erzeugung eines Erzkokses vor, indem Kokskohle mit Erz zusammen verkokt -wird. Eine hrsparnis an Koks tritt hierbei nicht ein, da der Ausgangskohlenstoff für den Erzkoks die teure Kokskohle ist.
- An dieser Stelle setzt vorliegende Erllridung ein: Dem Sintergut -wird ein geeigneter Abfallbrennstoff, -wie Koksabrieb, Grudekoks usw., in solcher Menge zugesetzt und das Verfahren so geführt, daß ein kohlehaltiges Agglomerat anfällt, das die mechanischen Eigenschaften aufweist, die für den Hochofenbetrieb erforderlich sind.
- Die aus dem Verfahren entweichenden Gase können in an sich bekannter Weise zur Luft- und gegebenenfalls Gasvont-ärniung Verwendung finden.
- Hier4urch ergeben sich folgende technische "fiortei@@ gegenüber anderen Agglomeraten: - i. iä,s wird mit einem billigen Abfal.lbrenntoff neben der Agglomerierung auch @. f",4edigzi@on,sarl)eit geleistet, die sonst nur i'"it teuii Hochofenkoks durchzufühi@en s. Durch die: beim Agglomerieren zwangsläufig einsetzende teilweise Reduktion des Erzes wird durch die damit verbundene Volumenverminderung ein besonders poröser Stoff erzeugt, der im Hochofen leichter verarbeitet wird als ein dichteres Erzeugnis.
- 3. Da beim Agglomerieren das Erz den beigegebenen Brennstoff teilweise umschließt, wird der Flammpunkt des Br3nnstnfTP; hPranfsras@tzt_
Claims (1)
- YATE1iTANSYRUCH Verfahren zum Agglomerieren von Eisenerzen und Aufbereitungserzeugnissen unter Verwendung eines Brennstotüberschusses, dadurch gekennzeichnet, da1., dem, bei beschränkter Luftzufuhr zii agglomerierenden Gut so viel Abfallbrennstoff zugesetzt -wird, daß der überschiissige Kohlenstoff im -wesentlichen im anschließenden Hochofenverfahren -wirksam -wird. -
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA76244D DE730281C (de) | 1935-06-13 | 1935-06-13 | Verfahren zum Agglomerieren von Eisenerzen und Aufbereitungserzeugnissen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA76244D DE730281C (de) | 1935-06-13 | 1935-06-13 | Verfahren zum Agglomerieren von Eisenerzen und Aufbereitungserzeugnissen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE730281C true DE730281C (de) | 1943-01-08 |
Family
ID=6946717
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA76244D Expired DE730281C (de) | 1935-06-13 | 1935-06-13 | Verfahren zum Agglomerieren von Eisenerzen und Aufbereitungserzeugnissen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE730281C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1042898B (de) * | 1952-04-22 | 1958-11-06 | Gutehoffnungshuette Sterkrade | Verfahren zum Sintern eines Erzbrennstoffgemisches |
| DE1243218B (de) * | 1959-07-18 | 1967-06-29 | Metallgesellschaft Ag | Verfahren zur Herstellung von vorreduziertem Sinter |
-
1935
- 1935-06-13 DE DEA76244D patent/DE730281C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1042898B (de) * | 1952-04-22 | 1958-11-06 | Gutehoffnungshuette Sterkrade | Verfahren zum Sintern eines Erzbrennstoffgemisches |
| DE1243218B (de) * | 1959-07-18 | 1967-06-29 | Metallgesellschaft Ag | Verfahren zur Herstellung von vorreduziertem Sinter |
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