DE359775C - Verfahren zur Herstellung von im Hochofen haltbaren Erzbriketten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von im Hochofen haltbaren Erzbriketten

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DE359775C DEM74730D DEM0074730D DE359775C DE 359775 C DE359775 C DE 359775C DE M74730 D DEM74730 D DE M74730D DE M0074730 D DEM0074730 D DE M0074730D DE 359775 C DE359775 C DE 359775C
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B1/00Preliminary treatment of ores or scrap
    • C22B1/14Agglomerating; Briquetting; Binding; Granulating
    • C22B1/24Binding; Briquetting ; Granulating

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von im Hochofen haltbaren Erzbriketten. Die Herstellung von hochofenfesten Eisenerzbriketten aus Feinerz, Kiesabbränden und ähnlichem Gut hat sich nach den bisher angewandten Agglomerierungsverfahren praktisch nur durchführen lassen unter Anwendung von sehr hohen Temperaturen, da Sinterhitze erforderlich war. Zur Erzeugung dieser hohen Temperaturen ist ein hoher Verbrauch an Kohle als Brennstoff notwendig, der die Verfahren in erheblicher Weise verteuert.
  • Erfinder hat nun gefunden, daß die Herstellung eines 'für den Hochofen genügend druckfesten Agglomerierungserzeugnisses aus kupferhaltigen Kiesabbränden, Purpurerz und Eisenerzen sich durchführen läßt unter Anwendung von Temperaturen, die weit unter Sinterhitze liegen. Werden Kiesabbrände, welche noch einige Prozente Sulfide enthalten, für sich in feuchtem Zustande brikettiert, so tritt bei darauffolgender Erhitzung der Brikette im Röstofen schon bei Rotglut eine Steinbildung ein infolge der in solchen Abbränden stets enthaltenen geringen Mengen von Kupfersulfid. Der dabei sich bildende Stein, der vorwiegend aus Schwefel, Kupfer und Eisen besteht, und der die einzelnen Erzteilchen für den Röstofenbetrieb bereits genügend fest zusammenhält, geht durch die Abröstung des Schwefels teilweise in eine Verbindung von Kupferoxyd mit Eisenoxyd, sogenannten Ferrit, über, der die einzelnen Erzkörperchen außerordentlich fest zusammenkittet. Das agglomerierte Erzeugnis behält, da die Agglomerierung bei verhältnismäßig niedriger Temperatur erfolgt, eine große Porosität, die es gestattet, einen überschüssigen Kupfergehalt durch Laugen, ohne Beeinträchtigung der Festigkeit des Briketts, so weit zu entfernen, daß die in dem ausgelaugten Brikett in Form von Ferrit zurückbleibende Menge Kupfer, die meist weniger als o,z Prozent beträgt, auf die Qualität des im Hochofen erfolgenden Roheisens keinen ungünstigen Einfluß ausübt.
  • Es hat sich ferner die sehr wichtige Tatsache herausgestellt, daß bei der Herstellung von Agglomeriererzeugnissen nach dem beschriebenen Verfahren der in den Kiesabbränden oder Erzen vorhandene, für die Eisenqualität so schädliche Arsengehalt nach der Auslaugung bis auf Spuren verschwindet, ein Erfolg, der sich bisher nur durch eine besondere chlorierende Röstung erzielen ließ.
  • Bei Eisenerzen usw., welche kupferhaltige Sulfide nicht enthalten, ist es erforderlich, diese in Form von kupferhaltigen Abbränden, Pyriten oder Erzen, in welche kupferhaltige Sulfide eingesprengt sind, zuzusetzen. Enthält das Gut genügende Mengen, vielleicht sogar einen Überschuß, von Sulfiden, so ist die Agglomerierung möglich ohne Zugabe von weiterem Brennstoff, wie Kohle. Es liegt hierin ein großer Vorteil des vorliegenden Verfahrens, da es die Agglomerierung von Eisenerzen usw. ermöglicht in Gegenden, in welchen kohlehaltige Brennstoffe nur zu hohen Preisen zu beschaffen, Schwefelmetalle jedoch leicht und billig zu erhalten sind.

Claims (1)

  1. PATENT-ANspRÜcHE: i. Verfahren zur Herstellung von im Hoclibfen haltbaren Erzbriketten aus an sich feinkörnigen oder in feinkörnigen Zustand gebrachten kupferhaltigen Eisenerzen, Kiesabbränden und ähnlichen erzartigen Hüttenerzeugnissen, dadurch gekennzeichnet, daB das feinkörnige Gut nach bekannten Methoden, erforderlichenfalls unter Zusatz von Kiesen oder ähnlichen schwefelhaltigen Erzen, in feuchtem Zustande brikettiert, in Schachtöfen bekannter Bauart abgeröstet und durch Laugung von seinem etwaigen Arsen- und überschüssigen Kupfergehalt befreit wird. a. Ausführungsart des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daB feinkörnigen Erzen, Abbränden usw., die kein Kupfer enthalten, vor der Brikettierung geringe Kupfermengen in Form von kupferhaltigen Kiesen oder Abbränden zugesetzt werden.
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