DE414838C - Verfahren zur Verhuettung fluechtige Metalle, insbesondere Zink, enthaltender Eisenerze, Schlacken, Schrott usw - Google Patents

Verfahren zur Verhuettung fluechtige Metalle, insbesondere Zink, enthaltender Eisenerze, Schlacken, Schrott usw

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DE414838C
DE414838C DEG54964D DEG0054964D DE414838C DE 414838 C DE414838 C DE 414838C DE G54964 D DEG54964 D DE G54964D DE G0054964 D DEG0054964 D DE G0054964D DE 414838 C DE414838 C DE 414838C
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    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21BMANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B5/00Making pig-iron in the blast furnace
    • C21B5/008Composition or distribution of the charge
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C21BMANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B5/00Making pig-iron in the blast furnace

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Description

  • Verfahren zur Verhüttung flüchtige Metalle, insbesondere Zink, enthaltender Eisenerze, Schlacken, Schrott usw. Im Schacht- und Hochofenbetrieb werden bekanntlich die Rohstoffe, Erze usw. roh, d. h. so wie sie aus der Grube kommen, samt Feuchtigkeit, gebundenem Wasser und Kohlensäure mit Zuschlägen von rohem Kalkstein verhüttet. Bei Verwendung von Feinerzen werden dieselben gewöhnlich durch Brikettieren bzw. Agglomerieren usw. in Stückform Gebracht und mit den rohen Eisenerzen und rohem Kalkstein gemöllert.
  • Im Hochofen wird dann die indirekte Reduktion mittels des hochsteigenden Hochofengases durch das Austreiben der Feuchtigkeit, des Hydratwassers und der Kohlensäure gestört. Die rohen Erze werden beim Heruntergehen in dem Hochofen mürbe, zerfallen mehr oder weniger zu Staub und geben dadurch Veranlassung zu Störungen, Hängen usw. Weiterhin wird durch den erzeugten Staub der gleichmäßige Gaszug durch die Beschikkung und damit eine gleichmäßige Vorbereitung derselben verhindert. Durch die ungleichmäßige Vorbehandlung der Beschickung kommen unvorbereitete Erz- und Kalksteinstücke vor die Formen, entziehen dem Gestell viel Wärme und verursachen Fehlabstiche.
  • Die vorliegende Erfindung ist bestimmt, die geschilderten Nachteile zu beseitigen, und zwar sowohl bei der Verhüttung von rohem Stückerz als auch bei den aus Feinerz hergestellten Agglomeraten.
  • Zu diesem Zweck wird der ganze Schacht bzw. der mittlere und untere Teil als reiner Reduktionsapparat in der zur Reduktion und Verdampfung der flüchtigen Metalle günstigster- Temperatur, bei zinkhaltigen Materialien zwischen iooo und Iioo°C, gehalten. Das geschieht vorzugsweise vermittels einer vorwiegend aus selbstgehendem, heißem Agglomerat und zweckmäßigerweise heißem Koks bestehenden Beschickung. Man kann zu diesem Zweck aber auch kalte oder heiße Luft allein oder in Verbindung mit dem Aufgeben der heißen Beschickung in den Schacht einblasen.
  • Bei diesem Verfahren ist die Entzinkung im Schacht praktisch eine vollständige, es gelangt kein Zink mehr in die Rast. Die Zinkansatzbildung fällt weg und somit auch die durch diese entstehenden Störungen. Auch das Wandern des Zinks im Hochofen und das Beschlagen an der herunterkommenden Beschickung hört bei den im Schacht herrschenden Temperaturen auf. Es entsteht ein ganz geregelter Hochofenbetrieb. Der entfallende Gichtstaub enthält 6o Prozent und mehr Zink, wobei die Hälfte des Zinkgehalts und mehr in metallischer Form vorhanden ist. Weiter ist der entfallende Gichtstaub praktisch kohlensäurefrei und kalkarm.
  • Die Verhüttung heißen Agglomerats im Hochofen ist zwar bekannt. Die Erfindung ist aber darauf gerichtet, die ganze Beschikkung mit solcher Temperatur in den Hochofen aufzugeben, daß im Schacht ungestörte Reduktionsarbeit und somit die Verhältnisse für eine örtlich und zeitlich geeignete Entzinkung geschaffen werden. Die Erfindung hat einen dreifachen technischen Erfolg.
  • Einmal werden im Eisenhochofen flüchtige Metalle, z. B. Zink enthaltende Erze, Schlakken usw., bis zu einem aus ioo Prozent dieser Materialien bestehenden Möller ohne Schwierigkeiten auf Roheisen verhüttet.
  • Zweitens wird ein für die Weiterverarbeitung auf das flüchtige Metall, z. B. Zink, ausgezeichnetes Erzeugnis gewonnen, das kalkarm, praktisch kohlensäurefrei und hochzinkhaltig ist.
  • Drittens entsteht ein Hochofengas von i ioo bis izoo W. E.
  • Wirtschaftlich bedeutet das Verfahren einen bedeutenden Fortschritt, indem es die Möglichkeit gibt, aus minderwertigen, z. B. zinkarmen Rohstoffen ganz hochwertige Erzeugnisse zu schaffen, was mit dem bisherigen Verfahren nicht möglich war. -

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUcH: Verfahren zur Verhüttung flüchtige Metalle, insbesondere Zink, enthaltender Eisenerze, Schlacken, Schrott usw., in Schacht-oder Hochöfen, dadurch gekennzeichnet, daß der ganze Schacht bzw. der mittlere und untere Teil als reiner Reduktionsapparat in der zur Reduktion und Verdampfung der flüchtigen Metalle günstigsten Temperatur, bei zinkhaltigen Materialien zwischen iooo bis i ioo° C, vermittels einer vorwiegend aus selbstgehendem, heißem Agglomerat und zweckmäßigerweise heißem Koks bestehenden Beschickung gehalten wird.
DEG54964D 1921-10-06 1921-10-06 Verfahren zur Verhuettung fluechtige Metalle, insbesondere Zink, enthaltender Eisenerze, Schlacken, Schrott usw Expired DE414838C (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE754807C (de) * 1937-06-13 1953-11-23 Metallgesellschaft Ag Verfahren zur Gewinnung von Zink aus zinkhaltigem Gut
DE1027879B (de) * 1953-04-10 1958-04-10 Nat Smelting Co Ltd Gewinnung von Blei und Zink aus Erzen im Schachtofen
DE1033906B (de) * 1953-10-06 1958-07-10 Nat Smelting Co Ltd Verfahren zur Gewinnung von Zink aus oxydischem zink- und bleihaltigem Material mit geringem Schwefelgehalt
DE1041256B (de) * 1953-05-13 1958-10-16 Nat Smelting Co Ltd Verfahren zur Gewinnung von Blei und Zink

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DE754807C (de) * 1937-06-13 1953-11-23 Metallgesellschaft Ag Verfahren zur Gewinnung von Zink aus zinkhaltigem Gut
DE1027879B (de) * 1953-04-10 1958-04-10 Nat Smelting Co Ltd Gewinnung von Blei und Zink aus Erzen im Schachtofen
DE1041256B (de) * 1953-05-13 1958-10-16 Nat Smelting Co Ltd Verfahren zur Gewinnung von Blei und Zink
DE1033906B (de) * 1953-10-06 1958-07-10 Nat Smelting Co Ltd Verfahren zur Gewinnung von Zink aus oxydischem zink- und bleihaltigem Material mit geringem Schwefelgehalt

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