DE543440C - Kathode fuer Entladungsroehren - Google Patents

Kathode fuer Entladungsroehren

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Publication number
DE543440C
DE543440C DEW58277D DEW0058277D DE543440C DE 543440 C DE543440 C DE 543440C DE W58277 D DEW58277 D DE W58277D DE W0058277 D DEW0058277 D DE W0058277D DE 543440 C DE543440 C DE 543440C
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DE
Germany
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cathode
discharge tubes
mixture
hydroxides
water
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Expired
Application number
DEW58277D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Hans Joachim Spanner
Dr Arthur Wehnelt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ARTHUR WEHNELT DR
Original Assignee
ARTHUR WEHNELT DR
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Filing date
Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J9/00Apparatus or processes specially adapted for the manufacture, installation, removal, maintenance of electric discharge tubes, discharge lamps, or parts thereof; Recovery of material from discharge tubes or lamps
    • H01J9/02Manufacture of electrodes or electrode systems
    • H01J9/04Manufacture of electrodes or electrode systems of thermionic cathodes
    • H01J9/042Manufacture, activation of the emissive part
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J1/00Details of electrodes, of magnetic control means, of screens, or of the mounting or spacing thereof, common to two or more basic types of discharge tubes or lamps
    • H01J1/02Main electrodes
    • H01J1/13Solid thermionic cathodes
    • H01J1/14Solid thermionic cathodes characterised by the material

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Solid Thermionic Cathode (AREA)
  • Discharge Lamp (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 6. FEBRUAR 1932
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JiIi 543440 KLASSE 21 g GRUPPE
Dr. Arthur Wehnelt in Berlin-Friedenau*)
Kathode für Entladungsröhren Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. Mai 192t ab
Die Kathoden für Entladungsröhren bestehen bekanntlich aus einem Blech oder Draht aus schwer schmelzbarem Metall, welches mit einer dünnen Schicht des Oxydes eines Erdmetalls überzogen ist oder mit einem Vorrat dieses Oxydes in Form von Stiften o. dgl. in Berührung steht. Im ersteren Falle konnte die Schicht, da sie von dem Entladungsstrom durchflossen wird und der spezifische Widerstand jedes· der Oxyde ein sehr hoher ist, nur dünn sein und wurde daher rasch verbraucht, so daß die Lebensdauer der Entladungsröhre eine kurze war.
Im zweiten Fall machte die Herstellung
ig geeigneter Stifte große Schwierigkeit. Pressen des pulverförmigen Oxydes ist untunlich, da diese Preßkörper beim Glühen zerfallen. Durch Ausschneiden aus gewissen Mineralien und Glühen hergestellte Stifte sind zwar brauchbar, doch besitzen sie keine genügende Festigkeit, um die Röhren mit Sicherheit verwenden zu können. Aus anderen Mineralien ebenso gewonnene Stifte sind genügend hart, dagegen fehlt ihnen die Eigenschaft des leichten Sublimierens, so daß die mit ihnen versehenen Röhren nur bei hoher Stromstärke dauernd arbeiten können.
Alle diese Übelstände werden nach der Erfindung dadurch beseitigt, daß man den Über-
3„ zug oder den Vorrat nicht wie bisher aus dem Oxyd eines einzigen Erdmetalls, sondern aus dem Gemisch mehrerer Verbindungen der Erdmetalle herstellt. Das Gemisch von Oxyden der Erdmetalle zu benutzen, ist bereits vorgeschlagen. Besonders bewährt 3^ hat sich das Gemisch der Hydroxyde der Erdalkalien. Diese besitzen bei mindestens gleicher, wenn nicht höherer Elektronenemissionsfähigkeit wesentlich geringeren elektrischen Leitungswiderstand, so daß der Überzug der Kathode dicker gemacht und damit die Lebensdauer der Röhre erhöht werden kann. Das Gemisch der Hydroxyde wird durch Anrühren mit Wasser, Säuren oder Salzlösungen hergestellt.
Ferner können versandfähige und leicht sublimierende Stifte in einfacher und billiger Weise durch Pressen und Glühen aus dem pulverförmigen Gemisch der Hydroxyde, gegebenenfalls nach vorgängiger Anfeuchtung mit Wasser, Säuren oder Salzlösungen, geschaffen werden.
Hiernach erhält man einen Überzug oder einen Vorratskörper, der lediglich aus einem Gemisch der Hydroxyde der Erdalkalimetalle besteht, wegen seines auch im Betriebe nicht oder wenig schwindenden Kristallwassergehaltes erhöhte Leitfähigkeit besitzt, außerdem aber wegen Abwesenheit von Bindemitteln oder deren Rückständen außerordent-
*) Von dem Patentsucher sind als die Erfinder angegeben worden:
Dr. Arthur Wehnelt in Berlin-Friedenau und Dr. Hans Joachim Spanner in Berlin-Wilmersdorf,
lieh homogen ist. Die außerordentliche Homogenität bedingt ebenso höhere Leitfähigkeit als auch größere Menge der wirksamen Substanz im gleichen Volumen, damit aber das Optimum der Elektronenaussendefähigkeit. Darum kann mit einer solchen Kathode nicht verglichen werden ein bekannter Vorschlag, der ein Gemisch von Oxyden und ein Edelmetall als eingelagertes Bindemittel be-
to nutzt. Berücksichtigt man aber auch, daß gewöhnliche Oxyde der Erdalkalimetalle leicht Verbindungen mit Wasser eingehen, und daß bereits vorgeschlagen wurde, Gemische solcher Oxyde mit Wasser zu einer Paste anzurühren und dann auf Träger aufzutragen, so unterscheidet sich der Überzug oder der Körper nach der Erfindung von solchen früheren Vorschlägen dennoch grundsätzlich. Denn durch die Erfindung wird der Bestand des Überzuges oder des Vorratskörpers aus definierten Hydroxyden und damit größte Homogenität gewährleistet, darüber hinaus ist ein Anfeuchten mit Wasser zur Durchführung der Erfindung überhaupt nicht in allen Fällen notwendig. Wird aber ein Oxydgemisch mit Wasser zu einer Paste angerührt, dann besteht keine Sicherheit dafür, daß das Gemisch durchgängig in Hydroxyde umgewandelt und somit ein homogener Überzug erhalten wird, und zwar um so weniger, als in diesen bekannten Fällen gar nicht auf die Bildung solcher Hydroxyde ausgegangen und auf deren Anwesenheit Wert gelegt wurde.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Kathode für Entladungsröhren, die aus einem mit Elektronen emittierenden Überzug versehenen Glühdraht oder aus Vorratskörpern besteht, dadurch gekennzeichnet, daß der Überzug oder Vorrat an Elektronen emittierenden Körpern aus- · schließlich aus einem Gemisch der Hydroxyde der Erdalkalien hergestellt ist.
2. Kathode für Entladungsröhren nach -45 Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gemisch der Hydroxyde mit Wasser, Säuren oder Salzlösungen angerührt ist.
3. Kathode für Entladungsröhren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet. daß zur Schaffung von Vorratskörpern die Gemische, gegebenenfalls nach ihrer Anfeuchtung durch Wasser, Säuren oder Salze, gepreßt und geglüht werden.
DEW58277D 1921-05-07 1921-05-07 Kathode fuer Entladungsroehren Expired DE543440C (de)

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FR551008D FR551008A (de) 1921-05-07
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GB1298522A GB179565A (de) 1921-05-07 1922-05-08

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GB (1) GB179565A (de)

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FR551008A (de) 1923-03-26

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