DE288262C - - Google Patents

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DE288262C
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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 288262 KLASSE 80 b. GRUPPE
und überschüssigem Kalziumoxyd.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. Oktober 1914 ab.
Bisher stellt man Sintermagnesit in der Weise dar, daß man reine und unreine, dichte und kristallinische Magnesite oder Dolomite gegebenenfalls mit in der Industrie gewonnenen Nebenerzeugnissen zusammenmischt, so daß die Mischung die durch Erfahrung gefundene richtige Zusammensetzung hat und beim Brennen die gewünschte Sinterung entsteht. Die Fabrikation beruht demnach auf der
ίο richtigen Auswahl und der richtigen Mischung der Rohprodukte. Es ist vor allem ein Mindestgehalt an Magnesiumoxyd, dann auch an Eisenoxyd, erforderlich; außerdem muß bis zu gewissen Höchstgrenzen Kalziumoxyd, AIuminiumoxyd und Kieselsäure vorhanden sein. Erfahrungsgemäß, soll die Zusammensetzung des Sintermagnesits folgende sein:
Wenigstens 83 Proz. Mg O,
3 - Fe2 O3, entsprechend
2,1 - Fe,
höchstens 5 - Ca O,
2 - Al2O3,
5 - SiO2.
Bei dem vorliegenden Verfahren wird aber von einem Gemisch der Rohprodukte ausgegangen, welche lediglich das richtige Verhältnis zwischen Eisenoxyd, Aluminiumoxyd und Kieselsäure einerseits und der Gesamtmenge an Magnesiumoxyd und Kalziumoxyd anderseits enthalten. Das richtige Verhältnis von Magnesiumoxyd zum Kalziumoxyd wird erst dadurch hergestellt, daß der Überschuß des Kalzium^ oxyds durch Behandeln des Oxydgemisches mit Magnesiumchloridlauge entfernt und gegen Magnesia ausgetauscht wird. Es ist bereits bekannt, Magnesia in der Weise herzustellen, daß man Gemische von Kalziumoxyd und Magnesiumoxyd mit Chlormagnesiumlauge behandelt. Hier wird aber dieses an sich bekannte Verfahren zu dem besonderen Zwecke benutzt, in dem Gemisch der vorsichtig gebrannten Rohprodukte zur Herstellung von Sintermagnesit das richtige Verhältnis zwischen Magnesiumoxyd und Kalziumoxyd herzustellen. Dadurch wird der Vorteil erreicht, daß man auch noch Rohstoffe benutzen kann, welche bisher für die Herstellung von Sintermagnesit nicht verwertbar waren, welche sich auch nicht eigneten zur Herstellung von Magnesia. Insbesondere trifft dies zu für die Haldenrückstände der Magnesitlagerstätten und für unreine Dolomite. Die bei der Umsetzung ausgefällte Magnesia läßt in dem innigen Gemisch mit den übrigen Bestandteilen dann auch den Vorteil erreichen, daß eine besonders leichte Sinterung stattfindet. Das erhaltene Brenngut zeichnet sich außerdem durch große Raumbeständigkeit aus.
Nach dem neuen Verfahren werden also die kalkreichen, Magnesia enthaltenden Rohprodukte unter Berücksichtigung des Gehaltes an Eisenoxyd, Aluminiumoxyd und Kieselsäure ausgewählt und gemischt, dann vorsichtig gebrannt und nun die erhaltene Mischung oder auch ein Teil derselben mit Magnesiasalzlauge

Claims (2)

  1. behandelt. Hierbei wird einesteils der Kalkgehalt vermindert, andernteils der Magnesiagehalt erhöht. Die Verhältnisse bei dem Umsetzungsverfahren bzw. in der Gesamtmischung werden so gewählt, daß der Überschuß von Kalk beseitigt wird. Danach wird der Schlamm von der Lauge getrennt, z. B. durch Pressen. Der Preßrückstand wird zweckmäßig vor dem Brennen geformt. Bei dem nachfolgenden
    ίο Brennen wirkt ein Rückstand an Kalziumchlorid als Bindemittel. Man kann zu diesem Zwecke absichtlich die Befreiung des Schlammes von der Lauge so regeln, daß noch ein Gehalt bis etwa 3 Proz. Kalziumchlorid, bezogen auf die wasserfreie Substanz, zurückbleibt. Dieses Kalziumchlorid enthaltende, gepreßte und geformte Gut behält beim Sinterbrennen den Zusammenhalt. Auf diese Weise, d. h. durch die Erhöhung des Kalziumchloridgehaltes, kann man einen zu geringen Gehalt an Kalziumoxyd im Schlamm in bestimmten Grenzen ausgleichen.
    Paten τ-An Sprüche:
    i. Verfahren der Herstellung von Sintermagnesit aus Gemischen von Magnesiumoxyd und überschüssigem Kalziumoxyd, dadurch gekennzeichnet, daß der Überschuß des Kalziumoxyds durch Umsetzung mit Magnesiumchlorid enthaltender Lauge entfernt und der zurückbleibende kalziumoxydhaltige Magnesiaschlamm nach Befreiung von der Lauge sintergebrannt wird.
  2. 2. Ausführungsart des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Befreiung des Magnesiaschlammes von der Lauge nur so weit treibt, daß in den gepreßten, zur Sinterbrennung bestimmten Formstücken noch bis etwa 3 Proz. Kalziumchlorid enthalten sind.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2447412A (en) * 1948-08-17 Process of treating artificial mag

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US2447412A (en) * 1948-08-17 Process of treating artificial mag

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