DE15299C - Vorrichtung an Wagenscheeren für Einspänner, um das Zerbrechen der Scheerbäume beim Stürzen der Pferde zu verhindern - Google Patents
Vorrichtung an Wagenscheeren für Einspänner, um das Zerbrechen der Scheerbäume beim Stürzen der Pferde zu verhindernInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62C—VEHICLES DRAWN BY ANIMALS
- B62C11/00—Safeguarding appliances not otherwise provided for, e.g. for readily releasing unmanageable draught animals
- B62C11/02—Providing for disengaging thills
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 63: Sattlerei und Wagenbau.
Stürzen der Pferde zu verhindern.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 20. Februar 1881 ab.
Diese Erfindung bezweckt das selbstthätige Lösen der Scheerbäume, so dafs das gestürzte
Pferd sich leicht wieder aufrichten kann, auch können die Scheerbäume schnell durch die
Hand gelöst werden. Dieselbe schliefst sich vollständig an die bestehenden Deichselconstructionen
an und soll zunächst die Anwendung auf Droschken beschrieben werden.
Fig. ι ist eine Seitenansicht,
Fig. 2 die Oberansicht dieser Vorrichtung, auf Berliner Droschken I. Klasse, und andere
Einspännerwagen angewendet.
A ist der Scheerbaum, welcher in das Gabelstück B eingelassen und durch die Bolzen. C C
mit dem Gabelstück B und den Armen D D verbunden wird. E ist der mit dem Wagengestell
in Verbindung stehende Arm, welcher so ausgeschnitten ist, dafs die beiden Lappen F F
hergestellt werden, zwischen welche das Gabelstück B pafst. Das Gabelstück B und die
Arme D D werden mit den Lappen F F des Armes E durch den Bolzen G drehbar verbunden.
Nach dem bestehenden System mufs man, um den Scheerbaum zu lösen, den Splint H
herausziehen, die Mutter J lösen und den Bolzen G heraustreiben; der Scheerbaum war jedoch
fest mit dem Arm E verbunden.
Um das leichte Lösen des Scheerbaums zu ermöglichen, werden die Lappen F bei K ausgeschnitten
und der untere Theil dieser Ausschnitte K durch eine kräftige Blattfeder L geschlossen,
welche durch den Bolzen M am Arme E befestigt ist. Wird Druck auf den
Scheerbaum B von oben ausgeübt, so drückt das Gabelstück B die Feder L nach unten,
wonach der Scheerbaum leicht herausgezogen werden kann. Fällt das Pferd auf den Scheerbaum,
so wird ebenfalls die Feder L nach unten gedrückt und der Scheerbaum gelöst.
Um den Scheerbaum wieder einzuführen, ist es nur nothwendig, die Feder L nach unten
zu ziehen und den Bolzen G in die Einschnitte K einzuführen. Nach dem Freigeben
der Feder L sitzt der Scheerbaum wieder, wie in Fig. ι und 2 dargestellt, im Arm E.
Die Fig. 3 und 4 zeigen die Anwendung der Erfindung an Berliner Droschken II. Klasse.
Fig. 3 ist die Oberansicht des hinteren Theils des am Wagen befestigten Scheerbaums.
Fig. 4 ist ein Verticalschnitt von Fig. 3 nach der Linie a-a.
A ist der Scheerbaum, D D1 sind die beiden
Arme, zwischen welche der Scheerbaum befestigt wird. Der eine Arm D ist mit Zapfen
oder Bolzen G versehen, während der andere Arm D1 umgebogen ist und selbst den Zapfen
bildet. Der Zapfen G und der umgebogene Theil des Armes D1 werden in die Oesen FF1
gelagert. Die Oesen F F1 werden entweder auf dem Scheerbalken vernietet oder darin festgeschraubt,
die Spiralfeder L ist mit einem Ansatz Z1 versehen, um den Bolzen G und den
hinteren Theil des Armes £>l zu halten. Die
Feder wird um einen an dem Scheerbalken E befestigten viereckigen Zapfen N gewunden und
durch Splint, Vorstecker oder Mutter daran festgehalten. Es ist aus der Zeichnung ersieht-
lieh, dafs beide Theile, d. h. der Arm Όλ und
der Bolzen G, durch die Spiralfeder L gehalten werden.
Bei dieser Anordnung sind beide Oesen F F1 ebenso ausgeschnitten, wie die Lappen F in
Fig. ι. Das Lösen geschieht auf gleiche Weise, wie oben beschrieben. Statt die Spiralfeder in
der Mitte zwischen den beiden Oesen FF1 anzuordnen
und beide Oesen mit Ausschnitt zu versehen, kann man die Feder L, Fig. 4, unterhalb
der Oese F anbringen und die Oese F1 unverändert lassen; oder man kann eine Feder
unter jeder der mit Ausschnitt versehenen Oesen anbringen.
Statt der dargestellten Spiralfedern kann man Blattfedern anwenden.
Die Erfindung ist nicht allein auf Droschken, sondern mit geringen Modificationen auf Einspänner
jeder Art anwendbar.
Claims (1)
- Paten t-An Sprüche:Das Halten der Scheerbäume bei Einspännerfuhrwerken in den Lappen F oder Oesen FF1 mitteltt Blatt-, Spiral- oder anderer geeigneter Feder K.Die Combination des Scheerbaumes A, des Gabelstückes B und der Arme D D mit dem Arme F, den mit Ausschnitten versehenen Lappen F F, dem Bolzen G und der Feder L, Fig. 1 und 2.
Die Combination des Scheerbaumes A, der Arme D D1 und des Zapfens oder Bolzens G mit den ausgeschnittenen Oesen F F1, dem Scheerbalken F und der Feder oder den Federn L, Fig. 3 und 4.
Die Anordnung der Feder L auf dem viereckigen Zapfen N in Combination mit dem Scheerbalken E, Fig. 4.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE15299C true DE15299C (de) |
Family
ID=292338
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT15299D Active DE15299C (de) | Vorrichtung an Wagenscheeren für Einspänner, um das Zerbrechen der Scheerbäume beim Stürzen der Pferde zu verhindern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE15299C (de) |
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0
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