DE7641C - Sicherheitsvorrichtung beim Durchgehen der Pferde - Google Patents

Sicherheitsvorrichtung beim Durchgehen der Pferde

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DE7641C
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ph. erkelenz, Maschinenbauer, in Homberg a. Rhein
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62CVEHICLES DRAWN BY ANIMALS
    • B62C11/00Safeguarding appliances not otherwise provided for, e.g. for readily releasing unmanageable draught animals
    • B62C11/02Providing for disengaging thills

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Emergency Lowering Means (AREA)

Description

1879.
Klasse 63.
PHILIPP ERKELENZ in HOMBERG a. Rhein. Sicherheitsvorrichtung beim Durchgehen der Pferde.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. März 1879 ab.
Die auf beiliegender Zeichnung dargestellten Vorrichtungen Fig. 1 und Fig. 3 haben den Zweck, beim Scheuen und Durchgehen der Pferde mittelst eines an einer Leine ausgeübten raschen Zuges die plötzliche Lostrennung der Pferde von dem Wagen leicht und sicher zu bewirken, um dadurch die Insassen vor Unglück zu schützen, und soll das sodann erforderliche Anhalten des Wagens selbst auch in einem Gefalle durch einen ferneren Zug an einer zweiten Leine, welche auf die in Fig. 3 abgebildete Vorrichtung zur Arretirung der Hinterräder einwirkt, vervollständigt werden.
Fig. ι zeigt den vorderen Theil eines Wagens, d die Deichsel, t die Traverse, an welcher die Anspannhölzer α für die Zugstränge der Pferde durch die ovalen Ringe b mitttelst Riemen R befestigt sind. Die Ringe b legen sich in der hölzernen Traverse t mit einem durchbohrten Lappen zwischen je zwei Augenschrauben ί s, so dafs der auf einer Seite hakenförmig gebogene Riegel r r mit seinen Endzapfen an beiden Enden durch die Bohrungen inij und b durchgeschoben werden kann. Auf der Traverse t liegt, eingelassen, die um die Axe χ drehbare Platte P, welche, wie Fig. ia zeigt, einerseits ein einfaches Schlofs trägt, dessen Riegel i durch den Druck der schneckenförmigen Feder / ins Holz der Traverse t eingreift. Durch einen Zug in der angedeuteten Pfeilrichtung an dem Ring g wird durch Bewegung des um ο drehbaren Hebels h der Riegel i zurückgezogen und die vor dem in der Traverse t durch den Riegel i festgehaltene Platte P läfst sich um die Axe χ seitlich drehen und in die punktirte Stellung P, von Fig. 1 bringen. Auf der Axe χ sitzt nun ferner der durch einen Keil befestigte Hebel e, welcher mittelst des in seinem Kopfende eingenieteten Zapfens in den länglichen Schlitz des am Riegel r r seitlich sitzenden Lappens k hineinragt. Es mufs daher bei Drehung der Platte P in die punktirte Lage P1 der Riegel r r in 'die punktirte Lage r, gelangen. Dadurch sind die beiden Endzapfen des Riegels r r aus den Augen der beiden Zugringe b b herausgezogen und die beiden Zugringe b b von der Traverse gelöst. Ferner sitzt auf der Axe χ rechtwinklig zu dem Hebel e der durch einen Keil befestigte Hebel /, in dessen länglichem Bolzenloch am Kopfende der gabelförmige Kopf einer nach dem vorderen Ende der Deichsel d hinführenden Riegelstange / mittelst eines durchgehenden Bolzens angreift.
Das vordere Ende der Deichsel d ist mit einer durch Holzschrauben daran befestigten Messingbüchse m bekleidet, welche am hinteren Ende und in der Mitte ringförmige Bunde hat. Zwischen diesen Bunden sitzt der in zwei Hälften getheilte Doppelring q q, an dem die Pferde mit dem Kummet befestigt werden. Die beiden Hälften des Doppelringes q q sind oben durch ein Scharnier zusammengehalten, während dieselben unten durch den Zapfen ζ der Riegelstange p verbunden werden. Wird daher durch Zurückziehen des Zapfens ζ in die punktirte Lage Z1 die untere Verbindung zwischen den beiden Hälften des Doppelringes gelöst, so kann dieser aufklappen und von der Deichselspitze abgleiten.
Mit dem Ring g ist nun ein Riemen ν verbunden, welcher durch eine Rolle w nach dem Kutscher bezw. auch Wagensitze geführt wird. Durch einen Anzug dieses Riemens ν werden, wie aus dem Vorstehenden ersichtlich, die Pferde von der Traverse / wie auch vorn von der Deichsel d gleichzeitig abgelöst.
Fig. 2 stellt eine Modification dieser Einrichtung dar.
d ist die Deichsel, 11 die Traverse, aus U-Eisen gebildet, auf welcher die Messingbüchsen m m m m stehen, an denen die Zugstränge der Pferde befestigt werden. Die Messingbüchsen m werden durch auf der Traverse t festgeschraubte Kreissegmentstücke η η η η so gehalten, dafs sie in horizontaler Richtung durch die Pferde abgezogen werden können, jedoch nicht in senkrechter Richtung abzuheben sind. Die aus der Traverse t in die Messingbüchsen m hineinschiebbaren Zapfen ζ verhindern das Abziehen der Büchsen m in horizontaler Richtung, und wird hierdurch die Verbindung der Zugstränge mit dem Wagen erzielt.
Die Zapfen ζ werden durch gabelförmige Ansätze i der hinter diesen Zapfen ζ in der Traverse t liegenden Welle α bei Drehung derselben niedergezogen und bewirken so die Auslösung.
Aufserdem hat die Welle α zwei kurze gabelförmige Hebel e e, welche durch die Stangen b b mit den unter der Deichsel gelagerten Hebeln h h
verbunden sind. Die beiden Hebel // h ziehen sich in einem doppelten Winkel an der Deichsel entlang nach vorn hin und endigen mit ihrem vorderen Theil, über die Deichsel tretend, in je eine löffeiförmige Erweiterung, die den Zweck hat, je einen Hebel w zu tragen, dessen unterer Haken hinter einen an der Deichsel befestigten Ansatz / greift und durch eine Feder in dieser Lage gehalten wird, während die oberen Enden der beiden Hebel w durch einen .'gemeinsamen Bolzen verbunden sind, an welchem der Riemen r angreift. Der Riemen r ist weiterhin nach dem Kutscher- oder Wagensitze geführt.
Die Hebel h sind auf den Endzapfen ο ο der gekröpften Kurbelaxe χ χ aufgekeilt, und ist diese Axe χ χ unter der Deichsel an zwei Stellen gelagert.
Die Axe χ χ ist durch eine Schubstange j· mit dem nach dem vorderen Ende der Deichsel führenden, unterhalb derselben eingelassenen vierkantigen Riegel u verbunden. Der Riegel u erweitert sich vorn in einen Ring », , welcher zwei diametral gegenüberstehende horizontale Zapfen c c trägt.
Die Zapfen c c ragen in die entsprechende Bohrung des ringförmigen Stückes f hinein, welches auf den mit einer Messinghülse versehenen Deichselkopf aufgeschoben ist. Das Ringstück / trägt in horizontaler Richtung, einander gegenüberstehend, zwei gabelförmige Ansätze, zwischen welchen die durchbohrten Lappen der länglichen Ringe k k durch die Zapfen c c festgehalten werden. An den Ringen k k sind die beiden Pferde vorn angespannt. Durch Vorschieben der Zapfen c c in die punktirte Lage C1 C1 sind die Lappen der Ringe k k nicht mehr in den Gabeln des Ringstückes / gehalten und werden dadurch die Pferde vorn von der Deichsel losgespannt.
Wird also auf den Riemen r ein Zug ausgeübt, so werden, wie aus dem Vorstehenden ersichtlich ist, die Pferde von dem vorderen Ende der Deichsel wie von der Traverse gleichzeitig losgespannt. Es ziehen sich nämlich zuerst die Hebel w w nach rückwärts und verlassen die Haken an dem unteren Ende der beiden Hebel w w die Ansätze / /. Die Hebel h h sind nicht mehr an der Deichsel festgehalten und drehen sich beim fortgesetzten Anziehen des Riemens r um den Zapfen ο der Kurbelaxe χ χ. Die Stangen b senken sich und wird die Welle a a um ein Gewisses gedreht. Durch diese Drehung ziehen aber auch die vier Gabeln i die vier entsprechenden Zapfen ζ nieder, und verlieren die Messingbüchsen m ihren Halt auf der Traverse 11 und die Zugstränge sind vom Wagen gelöst. Gleichzeitig bewirkt aber auch das erfolgte Drehen der gekröpften Kurbelaxe χ χ um die Zapfen ο ο eine Drehung des Kurbelzapfens der Axe χ χ um circa 90 °, wodurch die Schubstange s den Riegel u nach dem Kopfende der Deichsel schiebt und dadurch die Zapfen c c in die punktirte Lage C1 C1 bringt und die Lappen der Anspannringe- k k löst.
Fig. 3 stellt ».die Hinteraxe.: A eines Wagens dar mit den ,beiden konischen Zapfen zz, auf welchen die in die Nabe-der Räder fest eingesetzten und gege;n Drehung geschützten Messingbüchsen b b aufgeschoben sind. Die Messingbüchsen b b haben an Vder Innenseite' ;,6inen Flantsch//, mit welchem j dieselben sich'-fegen die Brüstungen c c der fAxe/,;..anlehnen., ,.Die Flantschen ff haben je se^s^^upohboHrungen, welche ausreichend weit genug'sind,' um die hervortretenden Zapfen d d der mitten unter der Axe liegenden beiden Riegel rr aufzunehmen. Die Riegel r r sind einerseits in einer unteren Durchbohrung der Axbrüstung c gelagert, andererseits in den an der Axe befestigten Lagern e e. Jeder der beiden Riegel r r trägt an dem inneren Ende einen mit demselben fest verschraubten Nocken 0, der wiederum, zwischen zwei Lappen festgeschraubt, zwei mit einander verbundene Federn F und f trägt. Die schwächere offene Feder / drückt gegen die Führung e des Riegels r und hat den Zweck, den Riegel r mit seinem Zapfen d in zurückgezogener Stellung zu erhalten, während die an der anderen Seite sitzende geschlossene und stärkere Feder F gegen die auf der Axe α festgekeilte Nufs η sich anlehnt.
Die Axe α geht, wie auf der Zeichnung zu ersehen ist, mitten durch die Wagenaxe A; jedoch ist die ganze Construction auch dahin leicht zu modificiren, dafs die Axe α seitlich an der Wagenaxe A gelagert wird. Ferner trägt die Axe α über der Wagenaxe A einen einarmigen Hebel h, und ist mit dem Ende i eine Zugleine verbunden, die nach dem Kutscheroder Wagensitze geführt wird. .
Wird nun mittelst dieser Zugleine der Hebel h um circa 90 ° gedreht, so stellt sich die Nufs η in die punktirte Lage und übt mit den diametral gegenüberstehenden Flächen ihres gröfseren Durchmessers zunächst auf die geschlossenen Federn F einen Druck aus, so dafs, wenn die Spitze der Stange d vor eines der Löcher im Flantsch f zu stehen kommt, dieselben dort einspringen und das Rad feststellen, also ein Bremsen des Wagens bewirken.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT7641D Sicherheitsvorrichtung beim Durchgehen der Pferde Active DE7641C (de)

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