DE55723C - Neuerung an Vorrichtungen zum Absträngen von Zugthieren - Google Patents
Neuerung an Vorrichtungen zum Absträngen von ZugthierenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62C—VEHICLES DRAWN BY ANIMALS
- B62C11/00—Safeguarding appliances not otherwise provided for, e.g. for readily releasing unmanageable draught animals
- B62C11/02—Providing for disengaging thills
Landscapes
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- Transportation (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenüber den bisher bekannt gewordenen Einrichtungen, welche es ermöglichen sollen,
im Falle der Gefahr die Pferde schnell vom Wagen abzuspannen, soll sich die nachstehend
beschriebene Neuerung durch besondere Einfachheit und Sicherheit ihrer Wirkung auszeichnen.
Auf der Zeichnung ist in den Fig. ι bis 6 eine Ausführungsform dieser Neuerung dargestellt;
ferner zeigen Fig. 7 bis 9 eine Veränderung an dieser Vorrichtung.
An jedem Ende des wie gewöhnlich an einem zweispännigen Fuhrwerk angebrachten
Waagscheits oder Bracke α ist ein Schwengel bezw. Zugscheit vorhanden. Dieses besteht aus
zwei über einander liegenden Stangen g und e, von denen die obere g in ihrer Mitte drehbar
um den Bolzen, f gelagert ist, durch welchen sie mit einem im Waagscheit α drehbar eingezapften
Lagerstück fl verbunden ist (Fig. 6). Die untere Schwengelstange e ist in ihrer Mitte
mit einem Loch über das Lagerstück f1 geschoben und unbewegbar an diesem befestigt.
Somit kann der zweiarmige Schwengel g e um seine Mitte am Lagerstückbolzen f% zu dem
Waagscheit α waagrecht verdreht werden, wie dies bei jedem anderen gewöhnlichen Schwengel
auch üblich ist.
Der obere Theil g jedes Schwengelendes ist durchbohrt und in die Bohrung ist eine unten
offene Hülse c2 fest eingesetzt (Fig. 3 bis 5). Diese umschliefst einen Bolzen 'c, dessen Schaft
durch die obere Hülsendecke geht und aufserhalb der Hülse mit einer Handhabe, z. B.
einem Ring c1, versehen ist. Eine um den Schaft innerhalb der Hülse gewundene Feder I
ist bestrebt, den Bolzen c aus der Hülse heraus in eine Vertiefung einzudrücken, welche sich
an entsprechender Stelle in jedem Ende der unteren Schwengelhälfte e befindet (Fig. 3).
Da nun die Enden der unteren Schwengelhälfte nach unten gekröpft sind, wie Fig. 5
zeigt, so sind zwischen den Enden der oberen und unteren Schwengelhälften Zwischenräume
gebildet, in welche Oesen d eingeschoben werden. Jede Oese ist zweimal durchbrochen,
und dringt der von der Feder / herabgedrückte Bolzen c durch das eine Oesenloch in die
Vertiefung im unteren Schwengeltheil e ein, somit die Oese an dem Schwengelende festriegelnd
(Fig. 5). In der schlitzartigen Durchbrechung am anderen Oesenende wird das Zugstrangende
befestigt.
Zum schnellen Absträngen der Pferde vom Wagen ist jetzt nur nöfhig, jeden Bolzen c
an seinem Ringe c1 hochzuziehen (Fig. 4), wonach
die Oesen d frei zwischen den Schwengelhälftenenden hervorgezogen werden können.
Um das Absträngen auch vom Wagen aus bewirken zu können, ist noch folgende Einrichtung
getroffen: Inmitten jeden Schwengels haben die beiden Schwengelhälften je einen über einander liegenden Ausläufer nach vorn
erhalten. Der Ausläufer des unteren Schwengeltheiles ist, wie die Fig. 6 zeigt, nach unten
umgebogen und dann wieder nach vorn in die wagerechte Ebene zurückgebogen. Die beiden
Ausläufer werden durch eine Feder h gegen einander gezogen, die eine Blechhülse g1 zum
Schütze umgiebt, und diese Feder hält somit für gewöhnlich die beiden Schwengelhälften g
und e fest gegen einander. Zieht man vom
Wagen aus mit einer Schnur k am Ringe i
das Ende des oberen Ausläufers empor, so dreht man damit die obere Schwengelhälfte g
um den Bolzen / von der unteren Schwengelhälfte e ab, zieht hiermit die Riegel c aus den
Zugstrangösen d heraus, und die Pferde sind vom Wagen abgesträngt. Sobald die Schnur k
wieder losgelassen wird, zieht die Feder h die obere Schwengelhälfte g wieder auf die untere
Schwengelhälfte e zurück.
Bei Lastfuhrwerken geht der Kutscher häufig neben dem Wagen her, weshalb für solche
Wagen die vorbeschriebene Zugstranglösung seitlich vom Wagen aus zu handhaben ist, und
zwar durch Hebel m. Dazu sind auf jeder Wagenseite am Untergestell feste Lagerungen
Ot2 m2 angebracht (Fig. 7 und 8), in denen die
Hebel m drehbar gelagert sind. In der Mitte des Wagens sind die Hebelenden durch einen
im Längsschlitz sich führenden Bolzen 0 gegen einander bewegbar verbunden. Jeder Hebel m
liegt auf einem Schwanz g2 auf, welcher in der Mitte der Schwengeloberhälfte g an dieser fest
angebracht ist (Fig. 9). Durch Niederdrücken des Hebels an seiner Handhabe m1 wird der
Schwanz g2 um den Bolzen f nach unten bewegt und hebt dabei die Schwengeloberhälfte g
von der Unterhälfte e ab, wodurch in der beschriebenen Weise die Zugstrangösen d von
den Riegelbolzen c freigegeben werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:An Vorrichtungen zum Absträngen von Zugthieren mittelst gleichzeitigen Hebens der die Zugstränge haltenden Riegelbolzen eine Auslösevorrichtung, bei welcher ein aus zwei auf einander liegenden, durch eine Feder (h) zusammengehaltenen Theilen (e) und (g) bestehender, um einen Bolzen (f2) der Bracke (a) waagrecht drehbarer Schwengel angeordnet ist, dessen die Riegelbolzen (c) tragender, um den Bolzen (f) drehbarer oberer Theil (g) durch Anziehen einer Schnur (k, Fig. 6) oder eines Hebels (m, Fig. 9) von dem unteren Theil (e) abgehoben werden kann.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE55723C true DE55723C (de) |
Family
ID=330228
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT55723D Expired - Lifetime DE55723C (de) | Neuerung an Vorrichtungen zum Absträngen von Zugthieren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE55723C (de) |
-
0
- DE DENDAT55723D patent/DE55723C/de not_active Expired - Lifetime
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