DE150841C - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25C—PROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
- C25C7/00—Constructional parts, or assemblies thereof, of cells; Servicing or operating of cells
- C25C7/04—Diaphragms; Spacing elements
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Description
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KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es ist schon bekannt, bei der elektrolytischen
Abscheidung von Metallen Diaphragmen zu verwenden. Ebenso ist bereits vorgeschlagen worden, bei der Elektrolyse
von Alkalichloriden den Diaphragmen einen Gehalt an unlöslich gemachter Gelatine
oder ähnlichen Stoffen, z. B. koaguliertem Eiweiß, zuzugeben, um sie gegen Chlor und
Alkali widerstandsfähiger zu machen als die
ίο gewöhnlichen porösen Scheidewände.
Dagegen ist es bisher nicht erkannt worden, daß die Anwendung von Diaphragmen mit
unlöslich gemachten albuminoidischen oder ähnlichen organischen Stoffen in Zellen, in
denen galvanotechnische Arbeiten ausgeführt oder Metalle unmittelbar aus ihren Erzen
gewonnen werden sollen, besondere Vorteile in bezug auf Energieausbeute und die physikalische
und chemische Beschaffenheit des kathodischen Metallniederschlages ergibt. Die Übertragung der bekannten Maßnahme, die
physikalische Beschaffenheit elektrolytischer Metallniederschläge dadurch zu verbessern,
daß man dem Bade Gelatine oder ähnliche Stoffe in kleinen Mengen zufügt, auf Diaphragmen
der oben erwähnten Art führt nicht ohne weiteres zu dem gewünschten Ergebnis. Denn es zeigt sich, daß, wenn man
nicht besondere Maßnahmen trifft, die für gewöhnliche Zwecke schon hinreichend unlöslich
gewordenen albuminoidischen Stoffe unter dem Einfluß des elektrischen Stromes wieder
in einer Menge in Lösung gehen, die, wenn auch klein, so doch hinreichend ist, den
kathodisch niedergeschlagenen Metallen statt einer guten physikalischen Beschaffenheit
Sprödigkeit und Brüchigkeit zu verleihen. Ebensowenig ist bisher die Eigenschaft von
Diaphragmen mit unlöslich gemachten albuminoidischen Stoffen erkannt oder technisch
nutzbar gemacht worden, die Kathodenlauge von der Anodenlauge derart vollständig zu
trennen, daß selbst bei sehr unreiner Anodenflüssigkeit und bei lange fortgesetztem Arbeiten
das Kathodenmetall vollkommen frei von Verunreinigungen erhalten wird.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist demnach, bei galvan'otechnischen Arbeiten oder
bei der Gewinnung von Metallen unmittelbar aus ihren Erzen auf elektrolytischem Wege
Diaphragmen anzuwenden, die mit vollkommen unlöslich gemachten albuminoidischen oder
ähnlichen organischen Stoffen durchsetzt sind. Sehr wichtig ist hierbei das vollkommene
Unlöslichmachen. Es genügt z. B. nicht, wie man nach sonst bekannt gewordenen Vorschriften
abnehmen mußte, die als Diaphragma zu verwendende, mit Gelatine getränkte Leinwand
nur einige Zeit in Formaldehydlösung einzuweichen, sondern es sind viele Stunden
notwendig, um die Leimsubstanz so umzuwandeln, daß auch bei dem Durchgang des elektrischen Stromes keine Spur von ihr in
das elektrolytische Bad geht. Versuche haben gezeigt, daß bei unvollkommen unlöslich gemachter
Gelatine im Diaphragma die kathodischen Metallniederschläge nach einiger Zeit spröde werden, während sie bei vollkommen
und in ihrer ganzen Masse unlöslich gernachter
Gelatine einen hohen Grad von Geschmeidigkeit aufweisen. Dies ist insofern
von großer technischer Bedeutung, als man nur die Metallniederschläge der zweiten Art
in demselben Zustande, wie sie aus dem Bade kommen;, unmittelbar der weiteren mechanischen
Bearbeitung für die verschiedenen Gebrauchszweige unterwerfen kann. So lassen
ίο sich beispielsweise auf diese Art gewonnene
Kupferbleche auf zehnfache Länge auswalzen, was bei solchen nach den anderen Verfahren
erhaltenen nicht möglich ist. In der Kathodenflüssigkeit eines elektrolytischen Metallbades,
das ein den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildendes Diaphragma enthält, kann
man Eiweißstoffe oder ähnliche organische Stoffe nicht nachweisen.
Vor den Verfahren, die Anoden- von der Kathodenlauge durch Verwendung doppelter
oder mehrerer Diaphragmen zu trennen, hat das den Erfindungsgegenstand bildende den
Vorzug, daß es einfacher und billiger ist und keine Erhöhung des Badwiderstandes bewirkt.
Eine Folge der vollkommenen Trennung der Kathoden- von der Anodenflüssigkeit ist außer
der oben erwähnten Reinheit des kathodischen Metallniederschlages auch eine beträchtliche
Steigerung der Stromausbeute. Sie wird im Gegensatz zu anderen vorher bekannten elektrooptischen
Arbeitsweisen fast theoretisch. Verwendete man z. B. für die Kupfergewinnung ein Kurzschlußelement mit Eisenanode,
so wurden bei einem Versuche mit dem Diaphragma vorliegender Erfindung 93,5 Prozent
der Kupfermenge erhalten, die theoretisch dem Eisenverbrauche entspricht, während bei
einer Zelle mit einem nicht präparierten Diaphragma nur 39,1 Prozent auf der Kathode
niedergeschlagen werden konnten. Gibt man Eiweißstoffe in den Elektrolyten, so steigt
die Ausbeute allerdings auf 84,9 Prozent, das Metall wird aber so spröde, daß es nur nach
vorherigem Umschmelzen einer weiteren mechanischen Bearbeitung unterzogen werden
kann.
Als Grundlage für das Diaphragma kann man jeden beliebigen durchlässigen Stoff
nehmen. Auch die Wahl der albuminoidischen oder ähnlichen organischen Substanz
ist nicht auf einen oder wenige Körper beschränkt, ebensowenig die Wahl des Mittels,
das jene Stoffe unlöslich macht. -Nur muß man dafür Sorge tragen, daß das Diaphragmenmaterial
mit den organischen Stoffen vollständig durchtränkt wird und daß das unlöslich machende Mittel seine Wirkung in
vollkommenstem Maße ausüben kann.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Verfahren zur Erzeugung unmittelbar bcarbeitungsfähiger elektrolytischer Metallniederschläge von beliebiger Stärke unter Anwendung eines Diaphragmas, dadurch gekennzeichnet, daß ein Diaphragma mit einem Gehalt an vollkommen unlöslich gemachten albuminoidischen oder ähnlichen organischen Stoffen benutzt wird.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE150841C true DE150841C (de) |
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ID=417712
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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