DE1494530B2 - Überzugs- und Abdichtmasse - Google Patents
Überzugs- und AbdichtmasseInfo
- Publication number
- DE1494530B2 DE1494530B2 DE1494530A DE1494530A DE1494530B2 DE 1494530 B2 DE1494530 B2 DE 1494530B2 DE 1494530 A DE1494530 A DE 1494530A DE 1494530 A DE1494530 A DE 1494530A DE 1494530 B2 DE1494530 B2 DE 1494530B2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- metal
- polymer
- chelating agent
- phenanthroline
- metal soap
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08L—COMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
- C08L81/00—Compositions of macromolecular compounds obtained by reactions forming in the main chain of the macromolecule a linkage containing sulfur with or without nitrogen, oxygen or carbon only; Compositions of polysulfones; Compositions of derivatives of such polymers
- C08L81/04—Polysulfides
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08L—COMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
- C08L81/00—Compositions of macromolecular compounds obtained by reactions forming in the main chain of the macromolecule a linkage containing sulfur with or without nitrogen, oxygen or carbon only; Compositions of polysulfones; Compositions of derivatives of such polymers
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Medicinal Chemistry (AREA)
- Polymers & Plastics (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
- Sealing Material Composition (AREA)
- Paints Or Removers (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft an der Luft härtbare Überzugs- und Abdichtmassen, die eine Mischung von flüssigem
Polythiopolymercaptan und einem wasser- und sauerstoffaktivierbaren Härtungskatalysator enthalten.
Von derartigen, flüssigen Polythiopolymercaptane enthaltenden Massen ist bekannt, daß sie unter Wasser-
und Luftabschluß unbegrenzt lagerfähig sind, daß sie aber bei Aufbringung auf der zu behandelnden Oberfläche
unter Bildung eines Elastomers mit guter Beständigkeit
gegen Säuren, Alkalien, Kohlenwasserstoffe und Luftoxidation aushärten. Außerdem besitzen
die ausgehärteten Elastomere gute Haftung auf Metallen, Glas, Zement und Kunststoffen, so daß derartige
Polythiopolymercaptanmassen für vielerlei Überzugsund Dichtungszwecke verwendet werden können, wie
zum Verkitten von Glasscheiben in Metallfensterrahmen, als Belag von Autostraßenbrücken, zur Reparatur
von Rissen in Betonkonstruktiqnen oder zur Dichtung
von Schiffskörpern.
Flüssige Polythiopolymercaptane, wie sie in derartigen Überzugs- und Abdichtmassen verwendet werden,
lassen sich nach verschiedenen Methoden gewinnen,' wie beispielsweise gemäß der USA.-Patentschrift
2 466 963 oder gemäß »Industrial and Engineering Chemistry«, Bd. 42, S. 2217 (1950), und Bd. 43, S. 324
(1951). In der yS.A.-Patentschrift 2 940 958 sind als
Einkomponentensystem lagerfähige Polythiopolymercaptanmassen beschrieben, die ein mit Wasser aktivierbares
Härtungsmittel und ein hydratisiertes Salz enthalten. Zur Härtung dieser Massen müssen sie erwärmt
werden, um das Hydrataticmswasser aus den Salzep freizusetzen, was bei vielen Verwendungsgebieten nicht
durchführbar ist, wenn nämlich die Teile, auf denen die Masse aufgebracht wird, nicht erhitzt werden können.
Auch besteht bei derartigen Massen die Gefahr einer vorzeitigen Selbsthärtung, wenn sie bei zu hohen Temperaturen
gelagert werden. Aus der französischen Patentschrift 1131 550 sind Polythiopolymercaptanmassen
bekannt, die als Härtungskatalysator Bleiperoxid in Verbindung mit einem aktiven Derivat von Furan
und einer organischen Säure enthalten. Die aus der USA.-Patentschrift 2 933 470 bekannten Massen enthalten
als Härtungsmittel organische Peroxide, wie Tertiärbutylhydroperoxid oder Cumolhydroperoxid,
in Verbindung mit Härtungsbeschleunigern, die stark basische organische Amine sein sollen. Spfyließlich sind
aus der USA.-Patentschrift 2 877' 197 auch Polythiopolymercaptanmassen
bekannt, die als Härtungskatalysatoren bereits Komplexe eines öllöslichen aminogruppenhaltigen
Chelatisierungsmittels und einer Metallseife enthalten, wobei als Chelatisierungsmittel in
dem Härtungskatalysator beispielsweise Diphenylguanidin und Ν,Ν'-Disalicylaläthylendiamin genannt
ίο sind. Alle die letztgenannten Überzugs- und Abdichtmassen
besitzen kurze Topfzeiten, wenn sie nicht im Gemisch mit organischen Lösungsmitteln verwendet
werden, so daß sie auf vielen industriellen Anwendungsgebieten nicht eingesetzt werden können. Wenn
sie aber bei der Verlängerung der Topfzeit organische Lösungsmittel enthalten, verdampfen diese bei der
Aushärtung und führen somit zu Geruchsbelästigungen, Gesundheitsschädigungen und Feuergefahr.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht somit darin, als Einkomponentensysteme lagerfähige, an der Luft härtbare Überzugs- und Abdichtmassen zu bekommen, die auch ohne Zusatz von organischen Lösungsmitteln längere Topfzeiten besitzen, um auf vielen industriellen Anwendungsgebieten eingesetzt werden zu können, auf denen die bisher bekannten Überzugs- und Abdichtmassen nicht brauchbar sind.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht somit darin, als Einkomponentensysteme lagerfähige, an der Luft härtbare Überzugs- und Abdichtmassen zu bekommen, die auch ohne Zusatz von organischen Lösungsmitteln längere Topfzeiten besitzen, um auf vielen industriellen Anwendungsgebieten eingesetzt werden zu können, auf denen die bisher bekannten Überzugs- und Abdichtmassen nicht brauchbar sind.
Die erfindungsgemäßen an der Luft härtbaren Überzugs- und Abdichtmassen, die eine Mischung von flüssigem
Polythiopolymercaptan mit einem Molekulargewicht von 500 bis 25 000 μηά einem wasser- und
sauerstoffaktivierbaren Härtungskatalysator enthalten, welcher aus einem Komplex eines öllöslichen
aminogruppenhaltigen Chelatisierungsmittels und einer Metallseife besteht, sind dadurch gekennzeichnet, daß
sie als Chelatisierungsmittel im Härtungskatalysator 1,10-Phenanthrolin enthalten. Vorzugsweise enthalten
sie die Metallseife im Härtungskatalysator in solcher Menge, daß die Metallmenge 0,1 bis 0,6 Gewichtsprozent
des Polymers beträgt, wobei das Gewichtsverhältnis von 1,10-Phenanthrolin zu Metall in der Metallseife
zweckmäßig bei 1:1 bis 10 : 1 liegt.
Die für die erfindungsgemäßen Überzugs- und Abdichtmassen brauchbaren flüssigen Polythiopolymercaptane
können beispielsweise so hergestellt werden, daß man polyfunktionelle organische Verbindungen
mit Alkali- oder Erdalkalipolysulfidlösungen umsetzt, so daß hochmolekulare Polymere mit RSS-Einheiten,
entstehen, worin R gewöhnlich ein zweibindiger organischer Rest ist, worauf diese hochmolekularen Polymere
anschließend gespalten werden, um flüssige Polythiopolymercaptane mit Molekulargewichten in der
Größenordnung von 500 bis 25 000 zu bekommen. Auch können bei der Herstellung Gemische von dif unktiqnellen
und trifunktipnellen organischen Verbindungen eingesetzt werden, in denen die trifunktionellen
Verbindungen in relativ kleiner Menge vorliegen, um eine schwach vernetzte Struktur zu erhalten. Die Reste
R bestehen gewöhnlich aus relativ kurzkettigen Alkylen-
und/oder Oxakohlenwasserstoffresten, die durch Disulfidgruppen miteinander verbunden sind.
Andere im Handel erhältliche flüssige Polythiopolymercaptane werden aus Bis-(/3-chloräthyl)-formaldehyd
hergestellt, dem ein kleiner Anteil Trichlorpropan zugesetzt wurde, um einen Vernetzungsgrad von beispielsweise
0,5 bis 2,0% zu ergeben. Diese Polythiopolymercaptane besitzen gewöhnliche Molekulargewichte
im Bereich von 1000 bis 5000.
Die beiden Bestandteile des Härtungskatalysators werden zweckmäßig in einem inerten organischen Lösungsmittel
miteinander vereinigt. Als Metallseife können beispielsweise Naphthenate, Octoate und TaI-late
von Kobalt, Mangan, Eisen und Blei verwendet werden. Sie enthalten gewöhnlich 5 bis 25 Gewichtsprozent
Metall. Bezogen auf das Polymer werden gewöhnlich etwa 0,2 bis 4 Gewichtsprozent Metallseife
verwendet.
Das Chelatisierungsmittel 1,10-Phenanthrolin kann auch in einer handelsüblichen Mischung aus 38 Gewichtsprozent
1,10-Phenanthrolin, 52 Gewichtsprozent n-Butylalkohol und 10 Gewichtsprozent 2-Äthylhexansäure
verwendet werden. Das Chelatisierungsmittel wird zweckmäßig in solcher Menge eingesetzt,
daß das Gewichtsverhältnis von Chelatisierungsmittel zu Metall in der Metallseife 2:1 bis 10:1 beträgt,
so daß die Menge des Chelatisierungsmittels, bezogen auf das Polymergewicht, 0,2 bis 6 % beträgt. Im allgemeinen
führt ein Anstieg des Verhältnisses von Chektisierungsmittel zu Metallseife zu einer längeren HaItbarkeit,
rascheren Härtung und zu besseren physikalisehen Eigenschaften der Produkte. Der bevorzugte
Härtungskatalysator enthält Kobaltnaphthenat als Metallseife und 1,10-Phenanthrolin als Chelatisierungsmittel.
Außer dem Polythiopolymercaptan und dem Härtungskatalysator können den erfmdungsgemäßen Überzugs-
und Abdichtmassen auch noch übliche Zusatzstoffe zugesetzt werden, wie Füllstoffe, Verstärkungsmittel,
Pigmente und Klebrigmacher. Auch können die Massen einen geringen Anteil Phenolharz enthalten,
urn, dje Haftfähigkeit auf Substratoberflächen zu verbessern,
puxch eine kleine Menge Stearinsäure wird
außerdem die Klebrigkeit bei der Härtung herabge: setzt.
Das Vermengen der verschiedenen Bestandteile der erfindimgsgernäßen Massen erfolgt in einer sauerstofffreien
Atmosphäre, uric} auch anschließend sind die
iylassen bis zur Verwendung jn einer spjehen Atmosphäre
zu halten. Beispielsweise wird das Polymer in einen Vakuummischer gegeben, worauf die übrigen
Bestandteile mit Auspahme des Härtungskatalysatprs
zugesetzt werden. Nach etwa 15minütigem Mischen
wird der Mischer unter Vakuum von 38Ö bis 5,00 mm
gesetzt, worauf dann der Härtungskatalysator zugegeben und unter Vakuum etwa 2 Stunden weiter gemischt
wird. Wenn der Härtungskatalysator gemäß bevorzugter Arbeitsweise in einem inerten organischen
Lösungsmittel der Masse zugesetzt wird, verdampft dieses während des 2stündigeri Mischens unter
Vakuum. Anschließend wird ein Inertgas, wie Stickstoff, in den Mischer eingeführt, worauf nochmals eine
halbe Stunde vermengt wird. Sodann kann die Masse beispielsweise in Metalltuben oder starren Behältern
abgepackt werden, wobei man dafür sorgen muß, daß der Behälter keine Feuchtigkeit und keinen Sauerstoff
enthält. Unter diesen Bedingungen sind die erfindungsgemäßen Massen lange Zeit ohne merkliche Härtung
lagerfähig, wie beispielsweise bei Temperaturen von —40 bis 700C. So wurden Metalltuben bei 24 ± 110C
mehr als IV2 Jahre und bei etwa 50° (2 mehr als 1 Jahr
gelagert, ohne daß eine erkennbare Härtung der Masse eintrat.
Bei der Verwendung hängt die Härtungszeit von der Auswahl der Metallseife, der Mengenverhältnisse der
Bestandteile des Härtungskatalysators, der Menge des Härtungskatalysators und der Umgebungsbedingungen
ab. Relativ hohe Mengenanteile von Metallseife zu Polymer, die Verwendung von Wasser statt Luft als
Äktivierungsmittel, erhöhte Umgebungstemperatur bis etwa 1050C und große Oberfläche der auszuhärtenden
Masse beschleunigten die Härtung, doch kann man die Härtungszeit durch entsprechende Auswahl
der Bedingungen je nach Bedarf so einstellen, daß man ausreichende Tppfzeiten bekommt, ohne daß die
Masse ein organisches Lösungsmittel enthält.
ip Zu Vergleichszwecken wurde eine erfindungsgemäße
Überzugs- und Abdichtmasse mit zwei entsprechenden Massen verglichen, welche letztere Härtungskatalysatoren
ebenfalls aus einem öllpslichen aminogruppenhaitigen
Chelatisierungsmittel und einer Metallseife
enthielten, wobei jedoch gemäß der USA.-Patentschrift 2 8J7 197 das Chelatisierungsmittel aus Diphenylguanidin
und NjN-Disalicylaläthylendiamin bestand.
Proben von jeweils 50 g einer jeden Zusammensetzung wurden in Gefäße mit einem Durchmesser ypn
5 cm gegeben, worin die Härtungseigenschaften beobachtet
wurden. Die Zusammensetzung der drei Massen war folgende:
| Zusammensetzung ftl"i |
A | B | C |
| Polysulfidpolymer ... Calciumcarbonat Titandioxid |
100 30 10 4 |
100 30 10 4 |
100 30 10 4 |
| Phenolharz | i | 1 | 1 |
| ■ ° Stearinsäure | 10 1,14 |
10 1,75 |
10 1,25 |
| Kobaltnaphthenat (6 %) 1,10-Phenanthrolin ... Diphenylguanidin .... Ν,Ν-Disalicyl- 3? aläthyiendiamin .... |
Die erfindungsgemäße Masse A war nach einer halben Stunde klebfrei und härtete vollständig innerhalb
von 3 bis 4 Tagen. Die Massen B und C nach dem Stand der Technik dagegen begannen bereits unmittel:
bar beim Vermischen der Bestandteile auszuhärten, und die Härtung verlief so schnell, daß die Massen innerhalb
ypn weniger als 15 Minuten einschließlich der Mischzeit so weit ausgehärtet y^aren, daß. sie nicht mehr
aufgetragen werden konnten.
Die erfindungsgemäßen Massen können beispielsweise zum Abdichten, Versiegeln, Einbetten, Überziehen,
zum Tränken poröser Materialien od. dergl. verwendet werden. Sie liefern Elastomere, die an saubren
Oberflächen aus Holz, Glas, Metall, Baustoffen, Kunst: Stoffen, Leder, Geweben und anderen porösen Substanzen
fest haften. Sie besitzen nach dem Aushärten die üblichen physikalischen und chemischen Eigenschaften
gehärteter Polythiopolymercaptane, wie EJa-:
stizität, Zerreißfestigkeit, geringe Gasdurchlässigkeit und Beständigkeit gegen Sonnenlicht, Luftoxidation,
Säuren, Lösungsmittel und Öle.
In den folgenden Beispielen wurden die flüssigen Polythiopolymercaptane A und B verwendet, die aus
sich wiederholenden Einheiten der Fprmel
(SC2H4-O-CH2-OGpH4S)
mit etwa 0,5% Vernetzung und mit Mercaptoerul·
gruppen bestanden. Das Polymer A besaß ein mittleres Molekulargewicht von etwa 4000 und eine Vigkpsitat
bei 250C von 350 bis 400 cP, das Polymer B ein mittleres
Molekulargewicht von etwa 1000 bis 12Q0. Soweit nichts anderes angegeben ist, wurden die physikali-
sehen Eigenschaften von extrudierten Proben ermittelt,
die während 10 Tagen bei 710C gehärtet worden waren.
Verschiedene härtbare Massen wurden unter Verwendung von flüssigem Polythiopolymercaptan A, von
1,10-Phenanthrolin als Chelatisierungsmittel und von verschiedenen Metallseifen hergestellt. Die Komponenten
wurden von Hand einige Minuten lang bei Raumtemperatur durchgemischt. Das Chelatisierungsmittel
wurde in Lösung zugesetzt, die verwendete Menge an 1,10-Phenanthrolin betrug 1,14 Gewichtsteile je 100 Gewichtsteile Polymer. Auch die Metallseifen
wurden in Lösung zugegeben, und zwar in solchen Mengen, daß 0,3 Teile Metall auf 100 Teile Polymer
kamen. Demnach betrug das Verhältnis von Chelatisierungsmittel zu Metall in der Seife etwa 4:1.
Gleiche Teile von jedem dieser Ansätze wurden in verschlossenen Behältern bei Raumtemperatur etwa
3 Monate aufbewahrt. Während dieser Zeit wurden keine Anzeichen einer Eindickung beobachtet, was
zeigte, daß die Ansätze lagerbeständig waren.
Sie wurden dadurch gehärtet, daß man Proben von ihnen in flachen Behältern der Luft aussetzte. Hierzu
wurden 50-g-Proben derart verteilt, daß eine Oberfläche von 5 cm Durchmesser der Luft ausgesetzt wurde. Über
einem flüssigen Kern entstand dabei eine klebfreie Haut, und später erhärtete die ganze Masse zu einem
weichen, plastischen Elastomeren. Die Härtungszeiten und die Anfangsfarbe dieser Ansätze sind in Tabelle I
aufgeführt.
Die Werte zeigen, daß man einen ziemlich großen Bereich an Härtungszeiten bekommen kann, je nachdem,
welche Metallseife man verwendet. Gewöhnlich härten die Kobaltseifen schneller, und unter ihnen bewirken
die Naphthenate die schnellste Härtung. Weiter wurde gefunden, daß die Tallate des Mangans,
Eisens und Bleies und Äthylhexoate des Eisens und Bleies bei Verwendung in den hier beschriebenen Ansätzen
ähnliche Härtungseigenschaften besitzen, wie die in Tabelle I aufgeführten Metallseifen.
Die Ausgangsfarben der Massen hellen sich während des Härtungsvorganges auf, so daß dieser Farbwechsel
als Kontrolle für den Härtungsgrad verwendet werden kann.
| Metallseife | Tabelle I | rJärtungsdauer | 3 | Ausgangs | |
| Voll | 2 bis 3 | färbung | |||
| ständige Er |
|||||
| 5 | Kobalt | Hautbildung | härtung | 2 bis 3 | |
| naphthenat | (Monate) | Dunkelbraun | |||
| Mangan- | (Std.) | 4 bis 5 | |||
| naphthenat | 1 | Gelbbraun | |||
| IO | Eisen- | 16 bis 20 | |||
| naphthenat | 2 bis 3 | Dunkelrot | |||
| Blei- | 36 bis 48 | ||||
| naphthenat | 3 | Schwarz | |||
| Kobalttallat .. | 36 bis 48 | Dunkelbraun | |||
| 15 | Kobaltäthyl- | ||||
| hexoat .... | 48 bis 72 | Dunkelbraun | |||
| Manganäthyl- | 20 bis 24 | ||||
| hexoat .... | Bernstein | ||||
| 24 bis 36 | farben | ||||
| 20 | |||||
| 36 bis 48 | |||||
Eine Reihe von Massen wurde nach den in Tabelle II aufgeführten Rezepturen hergestellt. Das Calciumcarbonat
ist ein Füllstoff, das Phenolharz dient der Verbesserung der Adhäsionseigenschaften der Masse, und
die Stearinsäure wurde beigegeben, um die Klebrigkeit freier Oberflächen in der Härtungszone herabzusetzen.
Das Kobalt wurde in der Form des Kobaltnaphthenates in einer 6 % Metall enthaltenden Lösung zugesetzt.
Die Härtung wurde an der Luft bei Raumtemperatur durchgeführt. Da alle Proben, einschließlich der
Kontrollprobe, ein geringeres Verhältnis von Oberfläche zu Masse hatten als die Proben von Beispiel 1,
liegen die Härtungszeiten der Tabelle II etwas unter denen der Tabelle 1.
Die nachstehenden Angaben zeigen, daß eine Steigerung des Metallgehaltes die Härtungsdauer
verlängert.
Bestandteile
Kontrollprobe Proben nach der Erfindung
B I C
B I C
Polymer A ,
Calciumcarbonat
Titandioxid
Phenolharz
Stearinsäure
Kobalt ,
1,10-Phenanthrolin ,
Natriumchromat
(wasserfrei) ,
(wasserfrei) ,
Eisenchlorid ,
Verhältnis Chelatisierungsmittel zu Metall .,
Zeit bis zur
Hautbildung
Hautbildung
Vollständige Härtungszeit
100
30
10
10
0,25
0,25
72 Std.
7 Tage
7 Tage
100 30 10
4:1
20 Std. 1 Monat 100
30
10
30
10
0,1
0,38
4:1
48 Std.
48 Std.
100
30
10
30
10
0,6
1,14
2:1
16 bis 20 Std.
16 bis 20 Std.
100 30 10
0,3
2,28
8:1 16 bis 20 Std.
Bestandteile
Kontrollprobe Proben nach der Erfindung I B I
Polymer A
Calciumcarbonat
Titandioxid
Phenolharz
Stearinsäure
Phenolisches Mikroballons
Kobalt (in Form von
Naphthenatlösung)
Kobalt (in Form
von Octoatlösung)
Mangan (in Form von
Naphthenatlösung)
1,10-Phenanthrolin
Natriumchromat (wasserfrei) ....
Eisenchlorid
Physikalische Eigenschaften
Dehnfestigkeit kg/m2
% Dehnung beim Bruch
Shore-Härte A
100
30
10
10 0,25
155 650 30
Eine Reihe von Massen wurde mit den Rezepturen gemäß Tabelle III hergestellt. Im Fall der Probe C
wurden phenolische Mikroballons hinzugenommen, um Dehnbarkeit und Härte zugleich zu erhöhen.
Eine härtbare Masse wurde wie Probe A von Beispiel 3 hergestellt, jedoch mit dem Unterschied, daß
das Polymer A durch das Polymer B ersetzt wurde. Die dabei erhaltene Verbindung war sehr stabil und
erhärtete zufriedenstellend, wenn man sie bei etwa 210C der Luft aussetzte. Nach etwa 4 Wochen bildete
100
30
10
0,3
1,25
270 000
580
36
580
36
100
30
10
30
10
4
1
1
0,2
0,3
0,75
0,75
260 000
505
36
505
36
100 30
8,72
8,75
0,3
1,25
172 000 675 40
sich eine klebfreie Haut, und in etwa 4 Monaten war das Material zu einem Elastomer erhärtet.
Eine Masse wurde wie Probe A von Beispiel 3 hergestellt, jedoch mit dem Unterschied, daß eine Mischung
von 90 Teilen Polymer A und 10 Teilen vom Polymer B an Stelle von 100 Teilen Polymer A verwendet
wurde. Alle übrigen Ausgangsmaterialien waren die gleichen wie in Beispiel 3. Dabei erhielt man
eine braune, hochstabile flüssige Masse, die an der Luft bei etwa 210C erhärtete. Nach etwa 16 bis 20 Stunden
entstand eine hellbraune klebfreie Haut, und etwa 12 Wochen später hatte man ein plastisches, vollständig
erhärtetes Elastomer erhalten.
Claims (2)
1. An der Luft härtbare Überzugs- und Abdichtmasse auf der Basis einer Mischung von flüssigem
Polythiopolymercaptan mit einem Molekulargewicht von 500 bis 25 000 und einem wasser- und
sauerstoffaktivierbaren Härtungskatalysator, der aus einem Komplex eines öllöslichen aminogruppenhaltigen
Chelatisierungsmittels und einer Metallseife besteht, dadurch gekennzeichnet,
daß die Masse als Chelatisierungsmittel im Härtungskataiysator 1,10-Phenanthrolin enthält.
2. Masse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallmenge in der Metallseife
0,1 bis 0,6 Gewichtsprozent des Polymers beträgt und das Gewichtsverhältnis von 1,10-Phenanthrolin
zu Metall in der Metallseife bei 1:1 bis 10: 1
liegt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US200336A US3247138A (en) | 1962-06-06 | 1962-06-06 | One-package liquid polysulfide sealant |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1494530A1 DE1494530A1 (de) | 1969-11-13 |
| DE1494530B2 true DE1494530B2 (de) | 1974-06-27 |
| DE1494530C3 DE1494530C3 (de) | 1975-03-13 |
Family
ID=22741288
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1494530A Expired DE1494530C3 (de) | 1962-06-06 | 1963-06-05 | Überzugs- und Abdichtmasse |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3247138A (de) |
| DE (1) | DE1494530C3 (de) |
| GB (1) | GB984511A (de) |
Families Citing this family (11)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3388945A (en) * | 1965-08-23 | 1968-06-18 | Gen Motors Corp | Dielectric bonding of convertible top deck material to glass |
| US3505258A (en) * | 1968-09-30 | 1970-04-07 | Thiokol Chemical Corp | Cupric abietate-cumene hydroperoxide cure system for -sh terminated polysulfide polymer |
| US3618760A (en) * | 1968-10-07 | 1971-11-09 | Diamond Shamrock Corp | Storage stable one-part polymercaptan compositions |
| US4224200A (en) * | 1978-10-23 | 1980-09-23 | Phillips Petroleum Company | Polymer curing system, air-curable composition and method of preparing the composition |
| US4298508A (en) * | 1978-10-23 | 1981-11-03 | Phillips Petroleum Company | Polymer curing system, air-curable composition and method of preparing the composition |
| US4272415A (en) * | 1979-12-03 | 1981-06-09 | Dow Corning Corporation | Compositions including mercaptoorganopolysiloxanes and metal salts of carboxylic acids |
| US4542183A (en) * | 1983-04-01 | 1985-09-17 | Lockheed Corporation | Fatigue crack growth retardant material |
| US5244956A (en) * | 1988-08-09 | 1993-09-14 | Lockheed Corporation | Corrosion inhibiting coating composition |
| US7645840B2 (en) * | 2002-02-26 | 2010-01-12 | Advanced Chemistry And Technology, Inc. | Frozen, lightweight curable sealant |
| US6881462B2 (en) | 2002-02-26 | 2005-04-19 | Advanced Chemistry And Technology, Inc. | Frozen, preformed curable seal |
| FR2983204B1 (fr) * | 2011-11-30 | 2014-01-10 | Hutchinson | Composition liquide d'etancheite reticulable a la demande, son procede de preparation et ses applications |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2565897A (en) * | 1951-08-28 | Drier compositions | ||
| US2659691A (en) * | 1949-08-26 | 1953-11-17 | Raffinage Cie Francaise | Process for refining petroleum products |
| US2877197A (en) * | 1955-02-16 | 1959-03-10 | Du Pont | Liquid coating composition comprising a polythiol polymer, a metallic drier, an amine, and a solvent therefor |
-
1962
- 1962-06-06 US US200336A patent/US3247138A/en not_active Expired - Lifetime
-
1963
- 1963-05-27 GB GB21051/63A patent/GB984511A/en not_active Expired
- 1963-06-05 DE DE1494530A patent/DE1494530C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1494530A1 (de) | 1969-11-13 |
| GB984511A (en) | 1965-02-24 |
| US3247138A (en) | 1966-04-19 |
| DE1494530C3 (de) | 1975-03-13 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1494530C3 (de) | Überzugs- und Abdichtmasse | |
| EP0619355B1 (de) | Dichtstoffe | |
| CH620469A5 (de) | ||
| DE2240891C3 (de) | Dichtungs- und Überzugsmasse auf Polysulfidpolymerbasis und deren Verwendung | |
| EP0043501B1 (de) | Unter Wasserausschluss lagerfähige plastische Organopolysiloxan-Formmassen | |
| DE2244644C2 (de) | ||
| DE1594287C3 (de) | Polysulfid-Dichtungsmasse und deren Verwendung | |
| DE2156824A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Bitumen-Zubereitungen | |
| DE1719217B2 (de) | Durch Feuchtigkeit härtbare PoIythiolpolymermasse | |
| DE1254344B (de) | Haertbare Dichtungs- und UEberzugsmassen | |
| DE2533041A1 (de) | Plastifizierte schwefelgemische und verfahren zum plastifizieren von schwefel | |
| DE2720722A1 (de) | Dichtungsmasse | |
| DE2335431A1 (de) | Polythiolpolymerderivate, verfahren zu deren herstellung und deren verwendung | |
| DE2054565A1 (de) | Verfahren zur Stabilisierung und Har tung eines organischen Polymers mit SH End gruppen und hartbare Polymermasse hierfür | |
| DE916733C (de) | Verfahren zur Herstellung von Polymerisationsprodukten | |
| DE2615963C3 (de) | Einkomponenten-Mischungen zur Herstellung von Dichtungs-, Versiegelungs- oder Formmassen auf der Basis von flüssigen Polymeren oder Mischungen von monomeren, oligomeren und polymeren Verbindungen mit endständigen Mercaptogruppen | |
| DE1963222C3 (de) | Lufthärtbare Dichtungs- und Verstemmasse auf Basis von Polythiolpolymeren | |
| DE2147758C3 (de) | Polysulfidpolymermasse | |
| DE1948660C3 (de) | Verfahren zum Regulieren der Topfund Härtungszeit eines Polysulfidpolymers | |
| DE1952515C3 (de) | Lagerbeständige Polythiolpolymermassen und deren Verwendung | |
| DE1694489C3 (de) | Verfahren zur Herstellung einer kalthärtenden Füllmasse | |
| DE2008478C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Überzügen auf Oberflächen von Holz oder Metall an Luft oder unter Wasser | |
| DE962292C (de) | Verfahren zur Herstellung von gefuellten Kautschukmischungen | |
| DE1800982C3 (de) | Härter-Beschleuniger-System für flüssige Polysulfidpolymer-Massen | |
| DE1694263A1 (de) | Polymerisatmassen |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| EHJ | Ceased/non-payment of the annual fee |