DE14807C - Apparat zur Bestimmung des Feuchtigkeitsgrades des Dampfes - Google Patents

Apparat zur Bestimmung des Feuchtigkeitsgrades des Dampfes

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DE14807C
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Germany
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steam
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L. boye in Bergen (Norwegen) und E. müller in Dresden
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01LMEASURING FORCE, STRESS, TORQUE, WORK, MECHANICAL POWER, MECHANICAL EFFICIENCY, OR FLUID PRESSURE
    • G01L23/00Devices or apparatus for measuring or indicating or recording rapid changes, such as oscillations, in the pressure of steam, gas, or liquid; Indicators for determining work or energy of steam, internal-combustion, or other fluid-pressure engines from the condition of the working fluid
    • G01L23/02Devices or apparatus for measuring or indicating or recording rapid changes, such as oscillations, in the pressure of steam, gas, or liquid; Indicators for determining work or energy of steam, internal-combustion, or other fluid-pressure engines from the condition of the working fluid mechanically indicating or recording and involving loaded or return springs

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
in DRESDEN.
Patentirt im Deutschen Reiche vom la. Januar 1881 ab.
Der Apparat dient zur Bestimmung des Feuchtigkeitsgrades (der Gewichtsprocente des vom Dampf mitgeführten Wassers) und des Druckes des Dampfes im Dampfkessel oder im Schieberkasten.
Es wird ein bestimmtes Volumen Dampf im Raum α eingeschlossen, dann der Kolben b zurückgezogen und der Dampf aus bekanntem Volumen unter constanter Temperatur expandirt, welche dadurch erzielt wird, dafs im Raum c immer frischer Dampf um den Raum α circulirt. Ist der Kolben b so weit zurückgezogen, dafs die Feuchtigkeit des Dampfes Null ist, dafs er also aus dem gesättigten in den überhitzten Zustand übergeht, so findet im Raum α eine Druckverminderung statt, welche dadurch angezeigt wird, dafs die Quecksilbersäule d, welche an dem einen Ende mit dem Raum a, am anderen Ende mit dem Raum c in Verbindung steht, eine der Druckänderung entsprechende Abweichung zeigt.
Der Weg des Kolbens b giebt an der Scala der Säule e die procentuale Zunahme des Raumes α an. Die hohle Kolbenstange ist oben mit der Traverse f, welche das Muttergewinde für die Schraubenspindel g enthält, fest verbunden.
Die Spindel g wird durch das Handrädchen h gedreht; die Ganghöhe von g ist so gewählt, dafs durch je eine Umdrehung der Raum a um je ι pCt. seiner ursprünglichen Gröfse vermehrt wird.
Das Handrädchen h ist an seinem Umfang in ι oo Theile getheilt, so dafs am Zeiger i noch ioo Theile einer Umdrehung, d. i. ioo Theile eines Procentes des Raumes a, abgelesen werden können.
Die Ablesung in Procenten wird dadurch ermöglicht, dafs das Volumen des Wassers im Dampf verschwindend klein ist gegen das Volumen des Dampfes.
Um Abkühlung und Durchgang des Dampfes durch den Kolben zu verhindern, ist auch Dampf über den Kolben geleitet durch den Deckel k, welcher in Verbindung mit c steht. Hierdurch wird der Raum a, in welchem die Expansion des Dampfes stattfindet, von allen Seiten durch den zu untersuchenden Dampf geheizt.
Der Dreiwegehahn/ am Quecksilberstandszeiger läfst einmal die Verbindung von c mit der äufseren Luft, dann von α mit der äufseren Luft, dann sowohl von α und c mit der äufseren Luft, als auch die Verbindung von α mit c, als auch die Absperrung dieser Räume von einander zu; er gestattet auch, etwaige gröfsere Schwankungen der Quecksilbersäule zu bremsen.
Der Hahn m hat zwei senkrecht zu einander stehende Systeme von Bohrungen.
Zuerst wird der Dampf durch den Hahn m so geleitet, dafs sowohl α als auch c mit dem Kessel in Verbindung stehen, dann m so gedreht, dafs nur noch durch den Raum c Dampfcirculation stattfindet, während der Dampf in a abgeschlossen ist und nun in der angegebenen Weise untersucht wird.
Bei einer Drehung um 45 ° schliefst der Hahn m beide Räume α und c ab.
Mit dem Raum c steht ein Federmanometer in Verbindung, welches bei η angeschraubt ist und den Dampfdruck in c und damit den Dampfdruck im Kessel bezw. im Schieberkasten anzeigt.
Die Abkühlung des Raumes c nach aufsen wird durch einen Blechmantel ο vermindert.
Fig. ι zeigt den Schnitt durch die Mittelaxe des Apparates; Quecksilberstandszeiger und Deckel sind um 90 ° gedreht gedacht.
Fig. 2 ist ein Schnitt nach A-B der Fig. 1.
Fig. 3 ist der Crundrifs des Apparates.
Die mittelst des Apparates mögliche Bestimmung der Differenz zwischen dem Feuchtigkeitsgrade des Dampfes im Kessel und im Schieberkasten giebt über die Güte der Dampfzuleitung Aufschlufs.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Das Verfahren, die Feuchtigkeit des Dampfes dadurch zu bestimmen, dafs ein bestimmtes Volumen Dampf unter constant erhaltener Temperatur bis zum Moment des überhitzten Zustandes expandirt wird, und dessen Volumen zu Anfang und Ende dieser Operation beobachtet wird.
  2. 2. Die Anordnung des Apparates selbst, und zwar die Combination von:
    ä) dem so in den Raum c eingebauten Raum a, dafs er von allen Seiten von dem zu untersuchenden Dampf geheizt wird,
    b) mit dem Mechanismus zum Zurückziehen des Kolbens b, welcher directe Ablesung der procentualen Vergröfserung des Raumes α ermöglicht, bestehend aus der hohlen Kolbenstange, der Traverse f mit der Mutter für die Spindel g, dem Handrädchen h mit dem Zeiger i und der Scala e,
    c) mit dem Quecksilberstandszeiger d zur Erkennung der Druckdifferenzen zwischen α und c,
    d) mit dem eigenthümlich construirten Hahn»/ zum Verbinden und Abschliefsen des Raumes α und c unter sich und mit dem Kesseldampf.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT14807D Apparat zur Bestimmung des Feuchtigkeitsgrades des Dampfes Active DE14807C (de)

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