DE423896C - Fluessigkeitsstandanzeiger - Google Patents

Fluessigkeitsstandanzeiger

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DE423896C
DE423896C DEP50429D DEP0050429D DE423896C DE 423896 C DE423896 C DE 423896C DE P50429 D DEP50429 D DE P50429D DE P0050429 D DEP0050429 D DE P0050429D DE 423896 C DE423896 C DE 423896C
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chamber
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01FMEASURING VOLUME, VOLUME FLOW, MASS FLOW OR LIQUID LEVEL; METERING BY VOLUME
    • G01F23/00Indicating or measuring liquid level or level of fluent solid material, e.g. indicating in terms of volume or indicating by means of an alarm
    • G01F23/14Indicating or measuring liquid level or level of fluent solid material, e.g. indicating in terms of volume or indicating by means of an alarm by measurement of pressure
    • G01F23/16Indicating, recording, or alarm devices being actuated by mechanical or fluid means, e.g. using gas, mercury, or a diaphragm as transmitting element, or by a column of liquid

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measuring Fluid Pressure (AREA)

Description

  • Flüssigkeitsstandanzeiger. Die Erfindung bezieht sich auf Vorrichtungen zur Anzeige des Standes einer Flüssigkeit über einem gegebenen Punkte, und zwar eine Einrichtung der Bauart, bei der Luft durch ein Rohr getrieben wird, das an dem betreffenden Punkt offen ist und bei dem die Messung durch den statischen Luftdruck erfolgt, der vorhanden ist, wenn die Strömung aufhört. Bei solchen Anzeigern wird die Luft gewöhnlich durch das Rohr mittels einer von Hand betriebenen Luftpumpe getrieben; dies führt dazu, daß das Manometer leicht durch Zuführung übermäßigen Druckes beschädigt werden kann.
  • Die Erfindung hat die Aufgabe, einen Anzeiger zu schaffen, der hoch empfindlich ist und genaue Ablesungen ergibt, bei dem aber auch die Gefahr von Irrtümern oder Beschädigungen durch falsche Handhabung beseitigt ist.
  • Gemäß der Erfindung dient eine einzige ausdehnbare Kammer dem doppelten Zwecke, die Luft durch das Rohr zu treiben und den Druck zu messen. bei dem die Luftströmung durch das Rohr aufhört. Es sind entsprechende Einrichtungen vorgesehen, durch die die Kammer entgegen der Wirkung einer Feder oder sonstigen Irraft ausgedehnt und wieder freigegeben wird, um die Luft durch- das Rohr zu treiben; diese Einrichtungen bestehen vorzugsweise aus einem von Hand bewegten Nokken. Das Maß' der Kammerausdehnung kann durch einen Zeiger oder eine aonstige Vorrichtung angezeigt werden. Das Einfließen der Luft in den Rauen wird vorzugsweise durch ein Rückschlagventil geregelt, das zwang läufig geöfnet wird, bevor die Kammer ihre Ausdehnung beginnt, und dessen Schließung anderseits möglich wird, bevor die Kammer freigegeben wird. Bei einer vorzugsweise angewendeten Ausführungsform besitzt die Kammer die: Gestalt eines zusaninienlegbaren Balgens, der normal durch eine Feder in zusammengezogener Lage gehalten wird, und es ist ein Antriebswerk vorgesehen, zu dein eine Spindel geh(irt, die von IIand gedreht werden kann und zwei Nocken besitzt, die einerseits auf ein mit dem Balgen verbundenes Glied einwirken und anderseits auf das Rückschlagventil. Die Anordnung ist dabei so, daß beim Drehen der Spindel das Ventil geöffnet, daß der Balgen entgegen der Federwirkung gedehnt und wieder ausgelöst wird, um Luft durch das Rohr zu treiben, bis die Gleichgewichtsstellung erreicht ist.
  • Eine Ausführung der Erfindung ist beispielsweise durch die Zeichnungen wiedergegeben. Darin ist Abb. i ein senkrechter Schnitt unmittelbar innerhalb des Gehäuses, der eine Rückansicht des darin enthaltenen Apparates zeigt, Abb. 2 ein Mittelschnitt in ' einer Ebene rechtwinklig zu der der Abb. i, Abb.3 eine Vorderansicht und Abb. 4. eine schematische Darstellung, die eine Anwendung der Vorrichtung erkennen läßt.
  • Bei der dargestellten Ausführung ist der Apparat auf einer Platte A angebracht und liegt im Gehäuse Al, das durch Stangen A'= gegen die Platte abgestützt ist. An der Rückseite der Platte A sitzt nahe dem oberen Rand ein Klotz B, der einen zusammenschiebbaren Balgen C trägt und einen inneren Kanal Bi aufweist, der mit dem Balgeninnern in ständiger Verbindung steht. Der Kanal Bi kann mit einem oder dem andern von zwei Auslässen B' und B3 durch einen Sperrhahn D verbunden werden, der mittels eines Hand-U # il fes D' zwischen zwei Endstellungen drehbar ist, die durch Bewegung eines Stiftes D' zwischen Anschlägen. D= und D'° bestimmt sind.
  • Am freien Ende des Balgens C ist ein arm Cl in Richtung der I3algendehnung angebracht. Dieser Arm Cl trägt eine Klammer C=, an der eine l')ogenfeder F_ annähernd elliptischer Gestalt befestigt ist. Diese Feder E ist symmetrisch bezüglich der Richtung der Balgendehnung und -zusammenziehung angeordnet, und die Klammer C= greift an der Feder ;in tinein Ende der kleineren Ellip,enarh,c# an. Am andern Ende der kleinen Achse ist die Feder an einer zweiten Klammer Ei befestigt. die zu einem Konsol F'= ausgebildet ist, das einstellbar an der Platte A sitzt. Die Feder L hält den Balgen C in zusammengedrückter Lage. Da nun die große Ellipsenachse beträchtlich größer ist als die kleine, so wird die Feder seitlichen Bewegungen des Armes C in der Federebene beträchtlichen Widerstand entgegensetzen. Der Streifen, aus dem die Feder gebildet ist, ist ziemlich breit, so daß er einen großen Widerstand gegen Verdrehungsbeanspruchungen aufweist, die durch Bewegung des Armes Cl aus seiner eigenen Ebene auftreten würden.
  • Der Arm Cl trägt noch eine weitere hlarniner C3, an der ein Ende einer sehr leichten Kette F angreift, deren anderes Ende um eine Spindel F1 herumgewunden und daran befestigt ist. Diese Spindel ist drehbar in einen: Konsol F4 gelagert. sie tritt durch die Platte A hindurch und trägt einen Zeiger F=, der auf einer eingeteilten Skala G an der Vorderseite der Platte A spielt. Eine Glasplatte G1 überdeckt die Scheibe G und wird durch einen Ring G' gehalten, der auf die Platte A aufgeschraubt ist. Auf der Scheibe ist ein Anschlag G3 vorhanden, an dem der Zeiger in der Nullstellung anliegt. Auf die Spindel F1 wirkt eine feine Spiralfeder F3 und ist bestrebt, die Kette F derart aufzuwinden, daß sie den Zeiger F= von der Nullstellung zur Stellung des Höchstanschlages zu bewegen sucht; der Zeiger wird gewöhnlich in seiner Nullstellung durch Einwirkung der Bogenfeder E festgehalten. Wenn nun der Balgen C entgegen der Wirkung der Feder E ausgedehnt wird, so wird die Spannung der Kette F freigegeben, und die feine Feder F`i bewegt den Zeiger nach Maßgabe der Ausdehnung des Ballens aus der Nullstellung.
  • Mit dem Kanal BI im klotz B ist ein weiterer Kanal B4 in Verbindung, der in ein Rohr H ausmündet. Am andern Ende dieses Rohres H liegt ein Rückschlagventil Hl, das ge"c-ölinlich durch eine Feder H= geschlossen gehalten wird. Dieses Ventil wird in unten beschriebener Weise durch Druck auf die Ventilstange H3 geöffnet. Dann ist das Innere des Balgens C in freier Verbindung mit der Außenluft.
  • Hinter dem Unterende der Platte A ist ein konsol J angebracht, in dem eine Spindel J1 drehbar ist. die mittels des Handgriffes J= angetrieben werden kann. Eine Federkupplung J3 stellt sicher, daß die Spindel Ji lediglich in einer Richtung gedreht werden kann, nämlich in der Richtung, die durch den Zeiger in Abb. 3 angedeutet ist. Die Spindel J1 trägt zwei Nocken I( und L. Der erste wirkt auf die Ventilstange H;; und der zweite auf einen Stift C4 am Ende des Armes Cl. Das Konsol J trägt einen Arm J4, der als Führung für den Stift Cl wirkt und seine Seitenbewegung infolge von Reibung hindert, wenn der Nocken L gedreht wird. Wird der Nocken J'= t#eclreht, so wirkt der Nocken I( auf die Ventilstange H3 und öffnet das Ventil Ht. Während der folgenden Drehung wirkt der Nocken L auf den Stift C4 und dehnt allmählich den Balgen C entgegen der Wirkung der Feder F aus, wobei Luft in ihn durch das unter Ventilwirkung stehende Rohr H eingesaugt wird. Dies dauert so lange an, bis die Aussparung I(1 im Nocken I( gegenüber der Ventilstange H3 liegt, worauf sich das Ventil H schließt. Unmittelbar nachdem das Ventil sich geschlossen hat, bewegt sich der höchste Teil des Nockens L am Stift C4 vorüber und gestattet dem Balgen, sich unter der Wirkung der Feder E wieder zusammenzuziehen. Der gerade Teil L1 des Nockens L und die Kante der Führung J4 sind so gestaltet, daß während der plötzlichen Rückführbewegung des Armes- Cl kein Reibungswiderstand die Bewegung des Stiftes C4 hindert. Infolgedessen. wird.. abgesehen von dem sehr kleinen Widerstand der Haarfeder F3, der Balgen C sich vollkommen frei unter 'Wirkung der Feder E und des inneren Druckes im Balgen bewegen können..
  • Die Wirkung der Vorrichtung ist am besten an Hand der Abb. 4. zu beschreiben, die ihre Anwendung auf die Messung der Flüssigkeitstiefe in dem Brennstoffbehälter M und in dein Ölbehälter N zeigt. Der Auslaß B:' ist in Verbindung mit einem Rohr Ml, das an seinem entfernten Ende M2 an einem gegebenen Punkt im Behälter M frei ausmündet. Der Aus-Iaß- B3 steht in ähnlicher Verbindung mit einem Rohr NI, das frei an einem gegebenen Punkt im ülbehälter N2 ausläuft. Soll die Tiefe des Brennstoffes gemessen werden, so wird der Handgriff Dl in die in den Zeichnungen veranschaulichte Lage gebracht, so daß das Rohr t171 in Verbindung mit dem Balgeninnenraum steht. Soll die Tiefe des Öls gemessen werden, so wird der Handgriff Dl in die Lage umgestellt, in der das Rohr N1 in Verbindung mit dem Balgeninnern ist.
  • Ist der Handgriff Dl in die gewünschte Stellung gebracht, so wird der Handgriff J2 von Hand in Pfeilrichtung gedreht. In der beschriebenen Weise veranlaßt das ein Öffnen des fentils HI und ein Ausdehnen des Balgens; inzwischen ist der Zeiger F' auf seine Maximalstellung gebracht. Wird. der Stift C4 aus seiner Höchstlage auf den Nocken L aus-Celöst, so wird dem Balgen ermöglicht, sich unter Wirkung der Feder E zusammenzuziehen. Diese Zusammenziehung des Balgens drückt Luft durch das Rohr :1T1 (oder NI), da jetzt das Ventil Hl geschlossen ist. Das Strömen der Luft durch das Rohr dauert so lange an, bis der Druck im Balgen dem hydrostatischen Druck der Flüssigkeitssäule über dem gegebenen Punkt M2 (oder iV=) gleich wird. Der Zeiger F= folgt der Zusammenziehung des Balgens, und wenn das Gleichgewicht hergestellt ist, so zeigt er auf der Scheibe die Flüssigkeitssäule an. Im dargestellten Beispiel ist die Scheibe nach zwei Skalen eingeteilt, von denen die eine, G4, Ziffern trägt, die die Brennstoffhöhe im Behälter, z. B. in Zoll, zeigen, während die andere, G5. so eingeteilt ist, daß sie den ölstand im Behälter ablesen läßt.
  • Infolge der reibungslosen Freigabe des Balgens ist die Anzeigevorrichtung sehr empfindlich und ergibt sehr genaue Messungen. Es liegt auch keine Gefahr vor, daß die Teile durch mangelhafte Handhabung beschädigt werden, weil die Rückführbewegung des Balgens ganz unabhängig vom Handantrieb ist, während die Gestalt des Nockens L eine allmähliche Ausdehnung des Balgens erzwingt und es unmöglich macht, den Balgen zu weit auszuziehen. Ferner verhindert die Kupplung f3 eine Drehung der Welle .h in falscher Richtung. Die Vorrichtung gemäß der Erfindung ist auch für andere Zwecke anwendbar, beispielsweise zum Messen der Dichte einer Flüssigkeit. In diesem Falle kann sie in Verbindung mit einem Tauchrohr benutzt werden, das in einer festgelegten Tiefe unterhalb des Flüssigkeitsspiegels ausmündet.
  • Falls der Gasdruck in dem nicht von Flüssigkeit erfüllten Teil des Flüssigkeitsbehälters größer oder geringer als der Atmosphärendruck ist, würde der beschriebene Apparat falsche Ablesungen ergeben. Diese Fehler können ausgeglichen werden, indem man das Gehäuse A' auf der Platte A so anbringt, daß der darin eingeschlossene Raum luftdicht ist und indem man dann ein Rohr von dieser Kammer aus zu dem Flüssigkeitsdampfraum im Behälter führt. Statt dessen kann man, um die Notwendigkeit eines luftdicht geschlossenen Gehäuses zu vermeiden, einen zweiten Balgen vorsehen, der eine Differentialwirkung zu dem ersten ergibt und mit dem Dampfraum im Behälter verbunden ist.
  • «renn ferner gewünscht wird. Temperatureinflüsse auszugleichen. so kann das dadurch geschehen. daß ein Doppelmetallstreifen oder eine Doppelmetallspirale zwischen den Punkt der Bogenfeder, der gewöhnlich festgehalten wird, und den festen Tragteil eingefügt wird.
  • Die im einzelnen beschriebene Ausbildungsform ist nur beispielsweise gegeben, ohne daß die Erfindung darauf beschränkt ist. Wenn die Vorrichtung z. B. selbstregistrierend sein soll, so würde man die die Antriebsnocken tragende Welle mit Kraftantrieb versehen.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i.- Flüssigkeitsstandanzeiger mit Einrichtung zur Messung des statischen Luftdruckes nach Aufhören der Strömung, gekennzeichnet durch eine einzige dehnbare, unter. Federdruck stehende Kammer, die den doppelten Zweck, die Luft durch das Rohr hindurchzutreiben und den Druck beim Aufhören der Luftströmung durch das Rohr zu messen, erfüllt.
  2. 2. Flüssigkeitsstandanzeiger nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer entgegen der Wirkung einer Feder oder sonstigen Kraft auf mechanischem Wege sich ausdehnen und danach freigeben läßt, um die Luft durch das Rohr hindurchzutreiben, und daß ein Zeiger angeordnet ist, der das Ausmaß der Kammerdehnung angibt.
  3. 3. Flüssigkeitsstandanzeiger nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein von Hand angetriebener Nocken auf ein mit der Kammer verbundenes Glied so einwirkt, daß die Kammer sich bis zu einer bestimmten Grenze ausdehnen und dann plötzlich freigeben läßt. ¢.
  4. Flüssigkeitsstandanzeiger nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Steuerung der Lufteinströmung in die Kammer ein Rückschlagventil angeordnet ist, das zwangläufig geöffnet wird, bevor die Ausdehnung der Kammer beginnt, und das sich schließen kann, bevor die Kammer freigegeben wird.
  5. 5. Flüssigkeitsstandanzeiger nach den Ansprüchen i bis ¢, gekennzeichnet durch die Anordnung eines von Hand sich zur Wirkung bringen lassenden Antriebswerkes, bestehend aus einer Spindel mit zwei Nocken, von denen der eine auf die elastische Kammer und der andere auf das Rückschlagventil derart einwirkt, daß beim Drehen der Spindel zunächst das Ventil geöffnet, dann die Kammer entgegen der auf sie einwirkenden Feder gedehnt, darauf das Ventil geschlossen und die Kammer wieder freigegeben wird, so daß sie Luft durch das Meßrohr so lange hindurchtreibt, bis ein Gleichgewichtszustand erreicht wird.
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