DE147635C - - Google Patents

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DE147635C
DE147635C DENDAT147635D DE147635DA DE147635C DE 147635 C DE147635 C DE 147635C DE NDAT147635 D DENDAT147635 D DE NDAT147635D DE 147635D A DE147635D A DE 147635DA DE 147635 C DE147635 C DE 147635C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B49/00Sulfur dyes
    • C09B49/10Sulfur dyes from diphenylamines, indamines, or indophenols, e.g. p-aminophenols or leucoindophenols

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Oxygen Or Sulfur (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Ja 147635 KLASSE 22 fl.
In der Patentschrift 144119 sind dunkelblaue bis schwarze schwefelhaltige Baumwollfarbstoffe beschrieben, die durch Einwirkung von Schwefel, Schwefelalkalien und Wasser auf p-Amidodinitrodiphenylamin bei Temperaturen von 140 bis i8o° erhalten werden. Es hat sich nun weiter ergeben, daß auch Temperaturen unter 1400 bei längerer Dauer der Einwirkung zu dunkelblauen und schwarzen Farbstoffen führen. Um die Schmelze entsprechend lange flüssig zu erhalten, ist wiederholtes Ersetzen des verdampften Wassers erforderlich. Auch kann man durch Zudecken des Schmelzekessels das Verdampfen des Wassers vermeiden. Am vorteilhaftesten und bequemsten ist es, etwas mehr Verdünnungsmittel (Glyzerin) als in der Patentschrift 144119 angegeben ist, anzuwenden.
Beispiel:
1
36 Teile p-Amidodinitrodiphenylamin werden in einer Lösung von 180 Teilen kristallisiertem Schwefelnatrium, 60 Teilen Schwefel, 60 Teilen Wasser (bezw. 180 Teilen Natronlauge von 400B. und 84 Teilen Schwefel) und 36 Teilen Glyzerin im Ölbad bei etwa 135 ° erhitzt. Die dünnflüssige Schmelze verdickt sich nach einigen, Stunden und gibt
ι. nach ungefähr 8 bis 12 stündigem Erhitzen nach dem Erkalten eine zähe Schmelze, den blauen Farbstoff,
2. nach 15 bis 20 stündigem Erhitzen nach dem Erkalten eine feste Schmelze, den schwarzen Farbstoff.
Längeres Erhitzen führt zu dem grünschwarzen, selbst zu dem olivgrünen Farbstoff.
Obigen Schmelzansatz kann man auch in der Weise behandeln, daß er aufgekocht wird und nach dem Verdampfen des überflüssigen Wassers, wenn die Innentemperatur auf 115 bis I2O° gestiegen ist, unter Rückfluß gekocht wird. Es findet auch hier bei entsprechend langer Einwirkungsdauer Umwandlung des p-Amidodinitrodiphenylamins in schwefelhaltige dunkelblaue bis schwarze Farbstoffe statt.
Man erhält nach 20 stündigem Kochen eine leicht lösliche Schmelze, die sich klar im Wasser mit violettroter Farbe löst. Der Farbstoff kann daraus durch Säure oder -Einleiten von Luft gefällt bezw. es kann die Schmelze eingedampft werden. Durch Säuren isoliert bildet er ein violettes Pulver, welches in Schwefelalkalien mit violettroter Farbe löslich ist. Die Lösung ist beständig beim Erwärmen; in kalter konzentrierter Schwefelsäure ist der Farbstoff ebenfalls löslich, auf Zusatz von Wasser erhält man eine violettblaue Lösung und einen blauen Niederschlag; er färbt Baumwolle dunkelblati, die Färbung wird durch Nachbehandlung mit Bichromat echter. Wird die Schmelze länger erhitzt,
etwa I1Z2 bis 2 Tage, so wird die Nuance des Farbstoffes verändert, er färbt dann schwarz. Das längere Kochen ist auch von vorteilhaftem Einfluß für die Echtheit der Farbstoffe, während die übrigen physikalischen Eigenschaften wenig geändert werden. Der schwarze Farbstoff ist durch Einleiten von Luft leichter fällbar als der dunkelblaue.
Das vorherige Verdampfen des überflüssigen Wassers zum Kochen unter Rückfluß ermöglicht es, daß die Umsetzung sich bei höherer Temperatur und daher leichter vollzieht. Diese hohe Temperatur wird nötig, wenn obiger Schmelzansatz ohne Glyzerin verarbeitet wird; wird nämlich bei dieser Schmelze ohne Glyzerinzusatz, ohne Verdampfung des überflüssigen Wassers direkt unter Rückfluß gekocht, so ist selbst nach 2 bis 4 stündigem Erhitzen nur eine geringe Farbstoffbildung zu bemerken, der größte Teil des p-Amidodinitrodiphenylamins ist unlöslich abgeschieden. Wird dagegen die Temperatur über I150 gebracht, z. B. auf 1250, so ist nach 3ostündigem Kochen die Umsetzung erfolgt. Es scheidet sich, wenn Glyzerin nicht zugegen ist, hier der Farbstoff größtenteils als harzige Masse ab.
Die bei niederen Temperaturen durch Verschmelzen nach vorliegender Erfindung zu erhaltenden Farbstoffe, besonders die schwarzen Farbstoffe, werden durch Nachbehandlung mit Bichromat etwas blauer als die nach dem Verfahren der Patentschrift 144119 erhältlichen Produkte. Die durch Kochen mit Lösungen von Schwefel und Schwefelalkalien erhältlichen Farbstoffe sind von den durch Schmelzen erhaltenen verschieden, sie färben röter, bilden isoliert ein violettes Pulver und lösen sich in Schwefelalkalien mit rein violettroter, beim Erwärmen beständiger Farbe.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Abänderung des durch Patent 144119 geschützten Verfahrens zur Darstellung dunkelblauer bis schwarzer schwefelhaltiger Baumwollfarbstoffe, darin bestehend, daß statt der Temperaturen 140 bis i8o° hier Temperaturen von 100 bis 1400 in Anwendung kommen. g0
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US10654119B2 (en) 2016-06-30 2020-05-19 Seco Tools Ab Hobbing tool with replaceable cutting inserts

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US10654119B2 (en) 2016-06-30 2020-05-19 Seco Tools Ab Hobbing tool with replaceable cutting inserts

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