DE58165C - Verfahren zur Darstellung von Diamidocarbazol und Diamidodimetliylcarbazol - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Diamidocarbazol und Diamidodimetliylcarbazol

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DE58165C
DE58165C DENDAT58165D DE58165DA DE58165C DE 58165 C DE58165 C DE 58165C DE NDAT58165 D DENDAT58165 D DE NDAT58165D DE 58165D A DE58165D A DE 58165DA DE 58165 C DE58165 C DE 58165C
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DE
Germany
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diamidocarbazole
diamidodimethylcarbazole
hydrochloric acid
sulfuric acid
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DENDAT58165D
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Dr. E. TÄUBER in Berlin N.W., Rathenowerstr. 96 III.
Publication of DE58165C publication Critical patent/DE58165C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D209/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings, condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom
    • C07D209/56Ring systems containing three or more rings
    • C07D209/80[b, c]- or [b, d]-condensed
    • C07D209/82Carbazoles; Hydrogenated carbazoles
    • C07D209/88Carbazoles; Hydrogenated carbazoles with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to carbon atoms of the ring system

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  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT/
Das in den Ber. der Deutschen ehem. Ges. (XXIII, 797) beschriebene Diamidobenzidin geht durch Erhitzen mit Mineralsäuren unter Druck in ein Diamidocarbazol über, gemäfs der Gleichung:
>-NH, = NH,-< >—JVH2 4. NH3.
Dieses Diamidocarbazol liefert Azofarbstoffe, die ungeheizte Baumwolle kräftig färben. In analoger Weise läfst sich aus o-Tolidin ein Diamidotolidin und aus diesem ein Diamidodimethylcarbazol erhalten.
CH,
NH, = NH,
Beispiel 1.
Darstellung von Diamidocarbazol.
ι Gewichtstheil schwefelsaures m - Diamidobenzidin wird mit 5 Gewichtstheilen 3oprocentiger Schwefelsäure 10 Stunden im geschlossenen Gefäfs auf 180 ° erhitzt. Das Druckgefäfs enthält nach dem Erkalten das schwefelsaure Diamidocarbazol als schwach grau gefärbte krystallinische Masse ausgeschieden. Nach dem Abfiltriren ' kann das Product direct zur Darstellung von Tetrazofarbstoffen verwendet werden.
Beispiel 2.
Darstellung von Diamidodimethylcarbazol.
ι Gewichtstheil salzsaures m-Diamidotolidin wird mit 5 Gewichtstheilen 2oprocentiger Salzsäure 10 Stunden im geschlossenen Gefäfs auf i8o° erhitzt. Nach völligem Erkalten ist das
-JVH2 4- NH3.
Diamidodimethylcarbazol als krystallinisches salzsaures Salz ziemlich vollständig ausgeschieden. Durch Filtration und Waschen mit wenig 2oprocentiger Salzsäure wird es in den zur weiteren Verarbeitung geeigneten Zustand gebracht.
Das neue Diamidocarbazol krystallisirt aus Sprit jn silberglänzenden flachen Nadeln. Einen scharfen Schmelzpunkt besitzt die Base nicht; sie färbt sich beim Erhitzen schon wenig über 200° und nimmt von 2300 an allmälig eine theerige Beschaffenheit an. Charakteristisch ist das selbst in siedendem Wasser äufserst schwer lösliche Sulfat.
Die Verbindung ist nicht identisch mit der in der Patentschrift No. 46438 beschriebenen, aus Carbazol erhaltenen Verbindung der gleichen Zusammensetzung.

Claims (2)

  1. Die letztere (Diamidocarbazol B), nach den Angaben des genannten Patentes dargestellt, ist eine nicht vollkommen einheitliche Substanz, welche.aber von dem Diamidocarbazol dieses Patentes auch nicht einmal Spuren enthält. Während das letztere schon in sehr verdünnter salzsaurer Lösung durch Schwefelsäure als weifses Sulfat gefällt wird, giebt eine weit concentrirtere Lösung des Diamidocarbazols B zunächst gar keine Fällung. Erst nach mehrstündigem Stehen setzen sich dunkle Krusten aus der Lösung ab. Die daraus dargestellte und aus Alkohol krystallisirte Base zeigt folgendes Verhalten beim Erhitzen; während das Diamidocarbazol schon wenig über 200° sich dunkler färbt, um bis 2600 schwarz und bei dieser Temperatur flüssig zu werden, zeigt dieses Product bei 280° noch kaum eine Farbenänderung und keine Spur von Schmelzung.
    Auch die aus den beiden Producten dargestellten Salicylsäuretetrazofarbstoffe erweisen .sich durch die grofse Nüancenverschiedenheit als nicht identisch.
    Das Diamidodimethylcarbazol zeigt grofse Aehnlichkeit mit dem niederen Homologen. Es bildet ein in feinen weifsen Nadeln krystallisirendes salzsaures und ein ähnlich krystallisirendes schwefelsaures Salz. Das letztere ist in Wasser wesentlich leichter löslich als das entsprechende Salz des Diamidocarbazols. Die aus Alkohol krystallisirte Base ist weifs und silberglänzend; beim Erhitzen färbt sie sich von 2500 an dunkel und schmilzt bei circa 2800 zu einer schwarzen Masse zusammen.
    Patenτ-Ansprüche:
    ι .' Verfahren zur Darstellung von Diamidocarbazol, darin bestehend, dafs man m-Diamidobenzidin mit überschüssiger Salzsäure oder Schwefelsäure verschiedener Concentrationen auf Temperaturen über 130° C. erhitzt.
  2. 2. Verfahren zur Darstellung von Diamidodimethylcarbazol , darin bestehend, dafs man in dem durch Anspruch 1. geschützten Verfahren m-Diamidobenzidin durch m-Diamidotolidin ersetzt.
DENDAT58165D Verfahren zur Darstellung von Diamidocarbazol und Diamidodimetliylcarbazol Expired - Lifetime DE58165C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3189616A (en) * 1961-08-11 1965-06-15 Agfa Ag Process for the preparation of pyrazolinobenzimidazoles

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