DE1420249A1 - Verfahren zur Herstellung von Niederdruck-Polyaethylen hohen Polymerisationsgrades - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Niederdruck-Polyaethylen hohen PolymerisationsgradesInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08F—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
- C08F10/00—Homopolymers and copolymers of unsaturated aliphatic hydrocarbons having only one carbon-to-carbon double bond
- C08F10/02—Ethene
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Description
CHEMISCHE WERKE HÜLSΆ. G. Marl, den 27.' Februar 1956
-Patentabteilung- 1402/L.
Unser Zeichen: O. Z. 980
Verfahren zur Herstellung von Niederdruck-Polyäthylen
hohen Polymerisationsgrades
Es ist bekannt, daß man Äthylen, vorzugsweise in Gegenwart von Verdünnungsmitteln,
bei gewöhnlichem oder wenig erhöhtem Druck und bei mäßigen Temperaturen
mit Hilfe von Polymerisationskatalysatoren, die sich aus Verbindungen der Metalle der 3V. bis VI. Nebengruppe des Periodischen Systems einschließlich
Thorium und Uran einerseits und Aluminiummetall, Aluminiumhydrid oder
organischen Verbindungen des Aluminiums, Magnesiums, Zinks oder der Alkalimetalle
oder mit Alkalimetallen andererseits bilden, zu sogenannten Niederdruck-Polyäthylenen
polymerisieren kann. Die so erzeugten Niederdruck-Polyäthylene besitzen Molekulargewichte zwischen etwa 20 000 .und 3 000 000,
wobei diese Zahlen nicht als Absolutwerte, sondern nur als Vergleichszahlen
zu verstehen sind, die sich aus Viskositätsmessungen errechnen lassen (vgl.
Angewandte Chemie 67 (1955}, 545/6). Im folgenden werden daneben auch die
sogenannten reduzierten Viskositäten als Maß für den Pölymerisationsgrad verwendet
(vgl. Angewandte Chemie 67(1855), 548).
Neben dem Polyäthylen mit mittlerem Polymerisationsgrad gewinnen Polyäthylene
mit sehr hohem Polymerisationsgrad erhöhte anwendungstechnische Bedeutung.
Man kann solche Polymerisate mit Hilfe von Katalysator-Kombinationen
aus Zirkonhalogeniden einerseits und aluminiumorganischen Verbindungen andererseits
herstellen.
Verwendet man anstelle der schwer zugänglichen Zirkonhalogenide in den Katalysator-Kombinationen
jedoch das viel leichter zugängliche Titantetrachlorid, so kann man keine Polyäthylene herstellen, deren reduzierte Viskositäten über
16,5, entsprechend Molekulargewichten über 500 000, liegen. So kommt man
8 0 9 8 0 2/0631
- 2 - O. Z. 980
27.2. 56
ζ. B. bei einer Katalysator-Kombination aus Aluminiumtrioctyl und Titantetrachlorid im Molverhältnis 2 : 1 nur zu einem Polyäthylen mit einem Molekulargewicht von knapp 400 000. Verändert man das Verhältnis Aluminiumtrioctyl
zu Titantetrachlorid, so gelangt man sowohl bei einer Erhöhung als auch bei einer Verringerung des Verhältnisses nur zu Polymerisaten niedrigeren
Polymerisationsgrades. Ähnlich liegen die Verhältnisse auch bei den Katalysator-Kombinationen Aluminiumtriäthyl/Titantetrachlorid und Aluminiumdiäthylmonochlorid/Titantetrachlorid.
Es wurde gefunden, daß man Niederdruck-Polyäthylen hohen Polymerisations grades
durch Polymerisation von Äthylen in Gegenwart von Katalysator-Kombinationen
aus aluminiumorganischen Verbindungen und Titantetrachlorid .;.
vorteilhaft herstellen kann, wenn man als aluminiumorganische Verbindungen -■■_
Aluminium.-tri-aralkyle der Formel Al(CH0-CH R1R L verwendet* in der, R1
einen Arylrest und R0 ein Wasserstoffatom, einen Alkylrest oder einen Arylrest
bedeuten. Als Aluminium-tri-ar alkyle eignen sich beispielsweise das -r.-'.
Aluminium-tri-(2-phenyl-äthyl), das Aluminium-tri-(2~phenyl-propyl) und
andere
das Aluminium-tri-(2, 2-diphenyl-äthyl). Ferner lassen sich j -entsprechende
Aluminium-tri-(2-phenyl-alkyle) verwenden, ebenso aluminiümorganisehe
Verbindungen, die anstelle der Phenylreste substituierte Phenylreste oder
andere aromatische Reste enthalten. Das Molverhältnis dieser Aluminium-tri-
-aralkyle zu Titantetrachlorid wird zweckmäßig 2 : 1 und höher gewählt. Der
Polymerisationsgrad des Polyäthylens ist von der Natur der verwendeten AIuminium-tri-araikyle
und von dem. Molverhältnis abhängig, er steigt mit steigendem Molverhältnis.
Die Polymerisation des Äthylens zu Niederdruck-Polyäthylen erfolgt in bekannter
Weise (vgl. Angewandte Chemie 67 (1955), 541 - 547). Mit Hilfe der vorstehend beschriebenen Katalysator-Kombinationen kann man etwa die
gleiche Menge an Äthylen polymerisieren, wie dies mit den bekannten Katalysator-Kombinationen
möglich ist.'
In der beiliegenden graphischen Darstellung ist der erreichte' Polymerisations-
80 98 0 2/0 631 -■;
- 3 - Q. Z. 980
27. 2. 56
- grad gegen das Verhältnis der aluminiumorganischen Verbindungen zu Titantetrachlorid
in der Katalysator-Kombination für verschiedene Aluminium-triaralkyle
aufgetragen. Es ist zu erkennen, daß man mit Hilfe der beschriebenen Katalysator-Kombinationen sehr hohe Polymerisationsgrade von einer relativen
Viskosität von 15 bis zu einer relativen Viskosität von über 65, entsprechend
Molekulargewichten von 500 000 bis über 1 400 000, erreichen kann.
Beispiel 1
-. in
-. in
In einer mit Stickstoff bespülten Rührvorrichtung werden/1000 Gewichtsteile
Isopropylcyclohexan, in denen die Umsetzungsprodukte von 5 Gewichtsteilen
Aluminium-tri-(2-phenyl-propyl) mit 1/24 Gewicht steilen Titantetrachlorid
(Molverhältnis 2:1) suspendiert sind, bei einer Temperatur von 50° im Verlauf
von 6 Stunden 250 Gewichtsteile Äthylen eingeleitet, wobei der größte Teil polymerisiert. Das erhaltene Polymerisat wird mit 150 Gewichtsteilen Isopropylalkohol
zersetzt, unter Stickstoff abfiltriert und mit Isopropylalkohol nachgewaschen.
Man erhält 230 Gewichtsteile Polyäthylen mit einer reduzierten Viskosität von 16, 8 (Molgewicht 505 000).
In analoger Weise werden weitere Versuche mit Katalysator-Kombinationen
wechselnder Zusammensetzung durchgeführt. Man erhält Polymerisate mit den in der Tabelle 1 aufgeführten Eigenschaften:
Molverhältnis
Aluminium-tri-(2-phenyl-propyl) reduzierte Viskosität Molgewicht
Aluminium-tri-(2-phenyl-propyl) reduzierte Viskosität Molgewicht
zu Titantetrachlorid
. der Polymerisate
2 16,8 ; 505 000
4 25,3 693 000
8 42, 0 950 000
20 64, 0 ~ 1 400 000
Werden in lOOO Gewichtsteile Isopropylcyclohexan, in denen die Umsetzungsprodukte
von 5 Gewichtsteilen Aluminium-tri-(2-phenyläthyl) mit 1, 38 Gewichtsteilen Titantetrachlorid (Molverhältnis 2 : 1) suspendier^sind, bei eirier-'Temp'e-
8üyöU2/U63:i ; - ■
420249
- 4 - O. Z.
27.2,
ratur von 50° im Verlauf von 5 Stunden 250 Gewichtsteile Äthylen eingeleitet,
und das erhaltene Polymerisat, wie im Beispiel 1 beschrieben, aufgearbeitet, so erhält man 227 Gewichtsteile Polyäthylen mit einer red. Viskosität
von 22 (Molgewicht 605 000). In analoger Weise werden weitere Versuche mit Katalysator-Kombinationen wechselnder Zusammensetzung durchgeführt. Man
erhält Polymerisate mit den in der Tabelle 2 aufgeführten Eigenschaften:
Molverhältnis
Aluminium-tri-(2-phenyläthyl) reduzierte Viskosität Molgewicht
Aluminium-tri-(2-phenyläthyl) reduzierte Viskosität Molgewicht
zu Titanteirachlorid - der Polymerisate
2 22 605 000
4 28 750 000
8 36 875 000
20 57 r» 1 200 000
Leitet man 250 g Äthylen bei 50° im Verlauf von 6 Stunden in 1000 Gewichtsteile Isopropylcyclohexan ein, in denen die Umsetzungsprodukte von 5 Gewichtsteilen
Aluminium-tri-(2, 2-diphenyl-äthyl).mit 0, 83 Gewichtsteilen
Titantetrachlorid suspendiert sind (Molverhältnis 2:1), und arbeitet, wie im Beispiel 1 beschrieben, auf, so erhält man 201 Gewichtsteile Polyäthylen
mit einer reduzierten Viskosität von 28 (Molgewicht 740 000).
Claims (1)
- PatentanspruchVerfahren zur Herstellung von Niederdruck-Polyäthylen hohen Polymerisationsgrades durch Polymerisation von Äthylen mit Hilfe von Katalysator-Kombinationen aus aluminium organisch en Verbindungen einerseits und Titantetrachlorid andererseits , dadurch gekennzeichnet, daß man als aluminiumorganische Verbindungen Aluminium -tri- ar alkyl e der allgemeinen Formel A1(CH_-CH RjRg) verwendet, in der R1 einen Arylrest und R ein Wasserstoffatom, einen Alkylrest oder einen Arylrest bedeuten.80 980 2/06 3 1
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC0012621 | 1956-02-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1420249A1 true DE1420249A1 (de) | 1968-10-10 |
Family
ID=7015253
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19561420249 Pending DE1420249A1 (de) | 1956-02-28 | 1956-02-28 | Verfahren zur Herstellung von Niederdruck-Polyaethylen hohen Polymerisationsgrades |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US2935501A (de) |
| DE (1) | DE1420249A1 (de) |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1012460B (de) * | 1953-11-17 | 1957-07-18 | Dr Dr E H Karl Ziegler | Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Polyaethylenen |
| US2845414A (en) * | 1956-11-05 | 1958-07-29 | Exxon Research Engineering Co | Olefin polymerization process |
-
1956
- 1956-02-28 DE DE19561420249 patent/DE1420249A1/de active Pending
-
1957
- 1957-02-26 US US642589A patent/US2935501A/en not_active Expired - Lifetime
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US2935501A (en) | 1960-05-03 |
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