DE138933C - - Google Patents

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DE138933C
DE138933C DENDAT138933D DE138933DA DE138933C DE 138933 C DE138933 C DE 138933C DE NDAT138933 D DENDAT138933 D DE NDAT138933D DE 138933D A DE138933D A DE 138933DA DE 138933 C DE138933 C DE 138933C
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impregnation
impregnation liquid
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27KPROCESSES, APPARATUS OR SELECTION OF SUBSTANCES FOR IMPREGNATING, STAINING, DYEING, BLEACHING OF WOOD OR SIMILAR MATERIALS, OR TREATING OF WOOD OR SIMILAR MATERIALS WITH PERMEANT LIQUIDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CHEMICAL OR PHYSICAL TREATMENT OF CORK, CANE, REED, STRAW OR SIMILAR MATERIALS
    • B27K3/00Impregnating wood, e.g. impregnation pretreatment, for example puncturing; Wood impregnation aids not directly involved in the impregnation process
    • B27K3/02Processes; Apparatus
    • B27K3/08Impregnating by pressure, e.g. vacuum impregnation

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Chemical And Physical Treatments For Wood And The Like (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Imprägniren von porösen Massen, wie Holz, künstlichen Steinen, Geweben, Torf, Papier, Filz u. dgl.
Die bisherigen Imprägnirverfahren gingen darauf hinaus, die Zellen, Poren und Hohlräume mit der Imprägnirflüssigkeit zu füllen, während im Gegensatz hierzu gemäfs vorliegender Erfindung das Bestreben besteht, nicht die Zellen, Poren und Hohlräume zu füllen, sondern nur die Wandungen derselben mit der' Imprägnirflüssigkeit zu imprägniren bezw. zu überziehen, die Zellen, Hohlräume u. dgl. selbst aber mehr oder weniger leer zu lassen, ein technischer Effect, der bisher erst nach langem Austrocknen, bei gewissen Imprägnirungsmitteln aber überhaupt nicht erreicht wird.
Dieses neue Verfahren hat mehrfache Vortheile gegenüber den bisher verwendeten Verfahren. Der erste Vortheil besteht darin, dafs viel weniger Imprägnirflüssigkeit als bisher nothwendig ist. Weiter aber erhält man ein nach vielen Richtungen hin besseres Product, da ein nach vorliegendem Verfahren imprägnirtes Product rascher austrocknet.
Das vorliegende Verfahren ist nicht nur im allgemeinen, sondern auch besonders dann von grofsem Vortheil; wenn ein mehrmaliges. Imprägniren des Materials mit verschiedenen Lösungen zu erfolgen hat und beispielsweise unter dem Einflufs einer zweiten Lösung ein Niederschlag in der Zelle oder Inkrustationen der Zellenwandungen eintreten sollen. In derartigen Fällen kann bei vorliegendem Verfahren sofort nach dem Imprägniren mit der ersten Imprägnirflüssigkeit mit dem Imprägniren mit der zweiten Flüssigkeit begonnen werden, weil infolge der .vorausgegangenen Behandlung im Innern der Zellen u. s. w. Raum für die Aufnahme der zweiten Imprägnirflüssigkeit geschaffen ist.
Das Verfahren selbst besteht darin, dafs man das zu imprägnirende Material zunächst in einem geschlossenen Behälter eine Zeit lang (etwa Y2 Stunde und länger) einem Luftdruck von beispielsweise fünf Atmosphären oder dem Druck eines sonstigen Gases aussetzt, so dafs sich sämmtliche Zellen und Hohlräume mit Druckgas füllen und hierauf, ohne den Luftdruck zu vermindern, die Imprägnirflüssigkeit unter Anwendung von höherem Druck in den Behälter eintreten läfst. In dem Mafse, wie dies geschieht, läfst man Luft aus dem Behälter entweichen, um Raum für die nöthige Menge der Imprägnirflüssigkeit zu schaffen. Ist das Material vollständig von der Flüssigkeit überdeckt, so kann der Druck noch weiter ·— beispielsweise auf ι 5 Atmosphären — erhöht werden, so dafs die Flüssigkeit rascher in die einzelnen Zellen eindringt. Dies erfordert eine Zeit von einer oder mehreren Stunden, je nach der Natur des zu imprägnirenden Materials und der Stärke des verwendeten Druckes der Imprägnirflüssigkeit. Hierauf wird der Druck aufgehoben und die Imprägnirflüssigkeit abgelassen ; ist der Druck auf atmosphärische Spannung gekommen, so kann auch in dem Behälter noch eine Luftleere erzeugt werden.
Man hat sich die Wirkung des neuen Verfahrens etwa in der Weise zu erklären, dafs sich unter dem Einflüsse der Druckluft die einzelnen Zellen, Poren und Hohlräume des
zu imprägnirenden Materials zunächst mit Gas der verwendeten Art und unter dem verwendeten Druck füllen. Läfst man nun die Imprägnirflüssigkeit zu dem Material treten und erhöht den Druck, so wird auch die Imprägnirflüssigkeit in die einzelnen Zellen eindringen und sich an den Zellenwandungen ablagern, die vorhandenen Gase entsprechend noch weiter comprimiren, und zwar bei dem erwähnten Beispiel bis etwa 15 Atmosphären Druck. Vermindert man nun den Druck der Imprägnirfiüssigkeit bis zum Atmosphärendruck, so wird die in jeder einzelnen Zelle u. dgl. eingeschlossene hochgespannte Luftmenge zunächst die Imprägnirflüssigkeit, so weit letztere nicht an den Wandungen haften bleibt, wieder herauspressen und dann auch entweichen. Es folgt hieraus, dafs in dem zu imprägnirenden Material nicht mehr Imprägnirfiüssigkeit verbleiben kann, als wie gerade zum Imprägniren und Auskleiden der Wandungen der Zellen nothwendig ist, dafs aber die einzelnen Zellen selbst nicht mit Imprägnirflüssigkeit, sondern mit Luft bezw. Gas gefüllt bleiben, welches, rasch trocknend, oxydirend oder erhärtend auf die imprägnirten Wandungen einwirkt. Dns Wiederaustreten der Imprägnirflüssigkeit wird natürlich noch befördert, wenn man das imprägnirte Material noch der Wirkung eines Vacuums aussetzt.
Es sei noch besonders bemerkt, dafs bei dem vorliegenden Verfahren eine vorhergehende Behandlung mittelst Dampf nicht nothwendig ist, in bestimmten Fällen jedoch gleichfalls vorgenommen werden kann. Man kann bei vorliegendem Verfahren in jedem Fall die Druckverhältnisse so bestimmen, dafs ein gröfserer oder geringerer Theil der Imprägnirflüssigkeit in den Zellen des imprägnirten Materials zurückbleibt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Imprägniren, dadurch gekennzeichnet, dafs man die zu imprägnirenden Stoffe, ehe man sie mit der Imprägnirflüssigkeit behandelt, einem starken Luft- oder Gasdruck aussetzt, welcher auch bei der darauf folgenden Behandlung mit der Imprägnirflüssigkeit aufrecht gehalten oder noch weiter gesteigert wird, so dafs die Zellen, Poren und Hohlräume während der Imprägnirarbeit stetig mit stark gespannten Gasen durchsetzt sind, aber nach beendeter Imprägnirung zufolge der Aufhebung des Druckes und eventueller Anwendung des Vacuums von dem Ueberschufs der Imprägnirflüssigkeit befreit werden.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE750689C (de) * 1935-10-01 1945-01-23 Verfahren zum Verteilen und Trocknen von auf eine sich fortbewegende Matte aus Glas- oder anderen anorganischen Fasern aufgebrachtem Klebstoff unter Gas- oder Luftdruckanwendung
DE967212C (de) * 1952-03-12 1957-10-24 Bolidens Gruvaktiebolag Verfahren und Vorrichtung zum Impraegnieren von Holz

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DE750689C (de) * 1935-10-01 1945-01-23 Verfahren zum Verteilen und Trocknen von auf eine sich fortbewegende Matte aus Glas- oder anderen anorganischen Fasern aufgebrachtem Klebstoff unter Gas- oder Luftdruckanwendung
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