DE512958C - Verfahren zur Entsaeuerung von Acetylcellulose - Google Patents
Verfahren zur Entsaeuerung von AcetylcelluloseInfo
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Description
- Verfahren zur Entsäuerung von Acetylcellulose Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Entsäuerung von Acetylcellulose, welche durch eines der üblichen Fällungsmittel, z. B. Wasser, Alkohol o. dgl., in faseriger oder flockiger Form ausgefällt ist. Sie besteht darin, daß man die Masse einer Pressung unterwirft, derart, daß sie ein zusammenhängendes Band bildet und dieses einem wiederholten abwechselnden Waschen und Abpressen unterwirft.
- Wenn man in der vorbeschriebenenWeise das Fällgut auf einer geeigneten Unterlage in breiter Verteilung der Pressung unterwirft, so daß dabei ein zusammenhängendes dünnes Band entsteht, so gelingt es ohne weiteres, den größten Teil, etwa 95 °,!o, der gesamten Säurewerte schon bei erstmaligem starken Druck in etwa 3o°/oiger Konzentration wiederzugewinnen, ohne daß das Preßgut verunreinigende Rückstände verbleiben. Das Anpressen der Flüssigkeit aus der in Bandform übergeführten Masse ist nicht nur sehr wirksam, sondern man hat auch den Vorteil, weitere Auswaschungen mit noch weniger Waschflüssigkeit in engerem Raume aufs schnellste durchführen zu können, so daß im raschesten Arbeitsgang, gegebenenfalls in ununterbrochenem Betrieb, allen bisherigen bekannten Auswaschungsverfahren gegenüber ein sehr erheblicher Fortschritt erzielt wird.
- Es ist zwar bereits bekannt, zwecks Entsäuerung von Acetylcellulose dieselbe einer Pressung zu unterwerfen. Im einen Falle handelt es sich jedoch um eine durch Ausfällung mit konzentrierter N atriumacetatlösung in eine schwammige Gallerte übergeführte Masse und im anderen Falle um ein Auspressen einer noch in der ursprünglichen Faserform befindlichen acetylierten Cellulose, die überhaupt keinem Fällungsprozeß unterworfen wurde.
- Es ist indessen bisher noch nirgends beschrieben worden, daß es vorteilhaft sei, den Prozeß des Auswaschens großer Chargen (z5oo kg Acetylcellulose, trocken gedacht, und mehr) in einem kontinuierlichen Arbeitsprozeß durchzuführen. In der vorliegenden Erfindung werden jedoch alle Kennzeichen und Vorschriften gegeben, und es wird auch die Apparatur beschrieben, mit der der Arbeitsprozeß des Auswaschens der ausgefällten Acetylcellulose auf die einfachste kontinuierliche Weise durchgeführt wird, wodurch nicht nur eine äußerste Ersparnis an Zeit, sondern auch eine sehr erwünschte Schonung der ausgefällten Acetylcellulose selbst garantiert wird.
- Das Verfahren kann unter Zuhilfenahme bekannter Vorrichtungen, wie sie aus beigegebener Abbildung zu ersehen sind, durchgeführt werden.
- So gelangt beispielsweise aus einer Fällvorrichtung bekannter Art die ausgefällte Acetylcellulose a durch einen Vorratsbottich, in welchem sie sich abkühlt, in einen Kanal b, dessen Ende kropfartig wie ein Holländerboden ansteigt. Eng anschließend an die Wölbung ist ein Schaufelrad c angeordnet, welches den Brei gleichmäßig über den Kropf hinweg durch einen Kändel o einem umlaufenden endlosen Filz oder einem säurebeständigen Metallgewebe oder sonstigem Transportband d zutreibt. Die Masse durchläuft auf dem Band d zunächst eine lose gelagerte Walze e, welche die Ungleichheiten beseitigt, und gelangt dann unter die Vorpresse f, welche bereits einen großen Teil der anhaftenden Säure entfernt. Unter der Hauptpresse g, welche in Walzen aus Granit oder säurebeständigem Stahl bestehen kann, wird bereits die Masse ca in ein zusammenhängendes, gut verfilztes glattes Band von erheblicher Festigkeit übergeführt, wobei es auf einen Trockengehalt von etwa 5o°/, gebracht wird, während die abgepreßte Essigsäure in dem Behälter l zurückbleibt. Zweckmäßig kann dem Pressen der Masse noch eine möglichst weitgehende Eindickung vorangehen.
- Das gepreßte Band a ist nun sehr geeignet, einem neuen Durchtränkungs- und Abpressungsprozeß unterworfen werden zu können, und zwar mit besonderem Vorteil auf einer zweiten umlaufenden Unterlage d', die durch eine Reihe von Tauchwannen h, hl, h2 usw. hindurchgeleitet wird. Zwischen diesen Tauchwannen befindet sich jeweils wieder eine Preßwalze k, durch welche das Acetatband °wieder möglichst von Flüssigkeit befreit wird.
- Zur Vermeidung des Ablösens des Preß- und Waschgutes von der Unterlage kann über jeder der Tauchwannen ein umlaufender Deckfilz i angeordnet sein, der das Celluloseacetatband auf dem kurzen Weg durch die Tauchwannen und über deren Rollen hinweg begleitet. Vier bis sechs solcher Wannen mit Preßvorrichtungen hintereinandergeschaltet, ermöglichen die Entfernung fast der gesamten, in dem Celluloseacetatband noch befindlichen Essigsäure auf rascheste Weise ohne erhebliche Verdünnung, besonders wenn, wie aus der Zeichnung zu ersehen ist, die einzelnen Wannen so untereinander verbunden sind, daß das Waschwasser dem Acetatband im Gegenstrom entgegengeführt wird, so daß aus der der Hauptpreßwalze nächstgelegenen Wanne die stärkste Säure abfließt. Diese wird dann wieder zum Fällprozeß verwandt. Auf die vorbeschriebene oder eine ähnliche Behandlung folgt dann das Trocknen des Acetats. Das kann sowohl in den bisher gebräuchlichenTrockenkammern infolgeder durch das Pressen erhaltenen Form weit vorteilhafter und schneller geschehen als bisher, besonders aber, wenn man dabei, wie die Abbildung ebenfalls erkennen läßt, heizbare Trockenzylinder oder Trockentrommeln benutzt, wie man sie schon in der Papierfabrikation anwendet. Dabei ermöglicht der langsame Gang der Maschine von etwa 5 cm/Sek. und die lockere rösche Struktur der Pappe bei genügender Anzahl von Trockenzylindern in ausreichender Größe eine weitestgehende Trocknung, wie sie bei den nicht in Bandform übergeführten Massen bisher nicht erreicht werden konnte.
- Ein sehr rasches und vorteilhaftes Arbeiten wird dann noch erreicht, wenn man die beschriebenenTeilbehandlungen oder das Gesamtverfahren einschl. der Trocknung kontinuierlich durchführt, was bisher ebenfalls beim Auswaschen und Trocknen von Acetylcellulose noch nicht hat erreicht werden können. Die Kontinuierlichkeit ergibt sich ohne weiteres schon daraus, daß das Acetatband von dem umlaufenden ersten Transportband d auf das zweite Transportband dl der Tauchwannen und dann auf d2 der Trockenvorrichtung übergeleitet werden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: x. Verfahren zur Entsäuerung von Acetylcellulose, welche durch eins der üblichen Fällungsmittel, z. B. Wasser oder wäßrigen Alkohol, in faseriger oder flockiger Form ausgefällt ist, dadurch gekennzeichnet, daß man die Masse einer Pressung unterwirft, derart, daß sie ein zusammenhängendes Band bildet und dieses einem wiederholten abwechselnden Waschen und Abpressen unterwirft. z. Verfahren nach Anspruch x, dadurch gekennzeichnet, daß man das durch die Pressung erhaltene Faserband durch eine Reihe von mit Waschflüssigkeit gefüllten Tauchwannen hindurchleitet und beim Übergang oder auf dem Wege von einer Wanne zur anderen und am Schluß der letzten Wanne einer starken Pressung unterwirft.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEV21194D DE512958C (de) | 1926-04-16 | 1926-04-16 | Verfahren zur Entsaeuerung von Acetylcellulose |
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| DEV21194D DE512958C (de) | 1926-04-16 | 1926-04-16 | Verfahren zur Entsaeuerung von Acetylcellulose |
Publications (1)
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| DE512958C true DE512958C (de) | 1930-11-24 |
Family
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Country Status (1)
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| DE (1) | DE512958C (de) |
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1926
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