DE138017C - - Google Patents

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DE138017C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
    • H04M5/00Manual exchanges
    • H04M5/12Calling substations, e.g. by ringing

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  • Signal Processing (AREA)
  • Devices For Supply Of Signal Current (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVr 138017 KLASSE 21 a.
Schaltung für Fernsprechämter.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. Mai 1901 ab.
Gegenstand der vorliegenden und auf der beiliegenden Zeichnung durch Fig. 1 und 2 veranschaulichten Erfindung bildet eineSchaltung für Fernsprechämter, bei welcher im Falle des •—■ erfahrungsgemäfs oft eintretenden — Schadhaftwerdens einer Polarisationszelle eine Aushülfeschaltung bestehen bleibt, welche dann die Uebermittelung der Sprech- und Rufströme ermöglicht. Diese Aushülfeschaltung enthält einen durch zwei Bewickelungen eines Elektromagneten hergestellten Drahtcondensator, welcher nicht denselben Gefahren wie die Polarisationszellen ausgesetzt ist. Derselbe bietet daher eine Bürgschaft, dafs bei einer Aufserbetriebsetzung der allerdings besser leitenden, dafür aber unzuverlässigeren Polarisationszelle die Möglichkeit des Rufens und der Sprechverständigung zwischen beiden Theilnehmern nicht gänzlich abgeschnitten wird.
In Fig. ι der Zeichnung bedeutet a die rufende Sprechstelle, b die gerufene, c die Schaltung im Vermittelungsamte. Die Fig. 1 zeigt die Schaltung, wie sie entstanden ist, nachdem Theilnehmer α gerufen hat, im Amte mit Theilnehmer b verbunden worden ist und beide Theilnehmer durch Abheben des Fernhörers die Sprechstellung herbeigeführt haben. Im Amte ist der Schlufszeichenelektromagnet d sammt der denselben speisenden Batterie / in Brücke zu den beiden verbundenen Theilnehmerleitungen geschaltet. Der Schlufszeichenelektromagnet d besitzt eine doppelte Bewickelung; die eine Wickelung, deren Klemmen q und r sind, dient zur Magnetisirung des Schlufszeichenelektromagneten; die andere Wickelung, deren Enden s und t sind, ist einerseits isolirt, andererseits an die zum gerufenen Theilnehmer führende Leitung angeschlossen. Beide Wickelungen wirken wie die Belegungen eines Condensators durch elektrostatische Induction auf einander ein und sind daher im Stande, die Sprechwechselströme und die Rufströme, welche von der einen Seite kommen, auf die andere Seite zu überführen.
Die Batterie/" ist mit der zum Schalthebel g der rufenden Theilnehmerstelle α führenden Leitung über die das Schlufszeichen bewirkende Wickelung q r des Elektromagneten d verbunden. Die beiden an die Theilnehmerleitung angeschlossenen Enden r und t der beiden Bewickelungen des Elektromagneten d sind in bekannter Weise durch eine Polarisationszelle e verbunden, damit die Sprechströme ohne wesentliche Schwächung von dem einen Ast der Leitung des einen Theilnehmers auf den entsprechenden Ast der Leitung des anderen Theilnehmers übergehen können, h ist ein inductiver Widerstand, der einerseits geerdet, andererseits an die Vereinigung der beiden Ruckleitungen angeschlossen ist; i i sind Condensatoren, k k Telephone mit Inductionsrollen, Il Wechselstromwecker. Vermöge der Condensatoren i i ist die Leitung beider Theilnehmer, so lange die Telephonhaken g sich in der Sprechstellung befinden, Gleichströmen gegenüber unterbrochen.
Die Wirkungsweise der Schaltung ist folgende (s. Fig. 2, in welcher die Einzelheiten
der Schaltung bei angehängten Telephonen zur Darstellung gebracht sind ; der Sprechumschalterp befindet sich in der gestrichelten Lage): Sobald der Theilnehmer α auf seinen Anruf durch das Vermittelungsamt in der Fig. ι dargestellten Weise mit dem Theilnehmer b verbunden worden ist, setzt er den Inductor y seiner Sprechstelle in Thä'tigkeit; hierdurch gelangt ein Strom aus diesem Inductor über die mit der Station α verbundene Leitung ι zu der einen Wickelung r q des Elektromagneten d, Batterie /, Erde, Drosselspule h, Rückleitung über Hebel 2 "des Sprechumschalters ρ und zurück zu dem zweiten Pol des Inductors jr. Ein Zweigstrom geht von Punkt ^ aus über die Polarisationszelle e, Hebel 3 des Sprechumschalters jp, den durch den angehängten Fernhörer niedergedrückten Hebel g der Sprechstelle b, den Wechselstromwecker / durch die Erdrückleitung zum Amt und von hier aus über h zum zweiten Pol des rufenden Inductors zurück. Ein zweiter Zweigstrom geht vom Punkt % aus über die als Condensator wirkende Doppelwickelung des Schlufszeichenelektromagneten d, da es sich um einen Wechselstrom handelt, welcher durch elektrostatische Influenz von der einen Wickelung auf die andere durch Ladungserscheinung übergehen kann. Weiterhin verläuft dieser Zweigstrom auf demselben Wege wie der erste Zweigstrom über Hebel 3 zu dem gerufenen Theilnehmer b und von dort zum rufenden Inductor zurück. Nachdem der so gerufene Theilnehmer b seinen Fernhörer vom Haken genommen hat, verlaufen die von den Sprechapparaten k ausgehenden Sprechströme infolge der verhältnifsmäfsig hohen Selbstinduction des Elektromagneten d im Wesentlichen ähnlich wie die Rufströme, über die Polarisationszelle e, zum Theil auch über die als Condensator wirkende Doppelwickelung von d. Nach Beendigung des Gespräches entsteht durch Anhängen des Fernhörers auf der Sprechstelle α für die Batterie f ein Stromschlufs, da der an Stelle der Sprechapparate nunmehr eingeschaltete Wecker / des Theilnehmers α einen relativ niedrigen Widerstand besitzt. Stromlauf: Batterie f, Wickelung q r des Elektromagneten d, Hebel 1 des Sprechumschalters p, Leitung des Theilnehmers a, kurzgeschlossener Anrufinductor y, Hebelumschalter g, Wecker /, Rückleitung 2, Hebel 2 des Sprechumschalters p, Widerstand h, Erde und zurück zum geerdeten Pol von f. Hierbei ist — in bekannter Weise — durch die Sperrzelle e erreicht, dafs das Schlufszeichen nur vom rufenden Theilnehmer gegeben werden kann.
Es kommt nun in der Praxis häufig vor, dafs die Polarisationszelle e, welche nach der vorstehenden Schilderung zur Uebertragung der Sprech- und Rufströme in erster Linie wichtig ist, schadhaft wird, z. B. durch die entwickelten Gase zum Explodiren gebracht wird. Damit in diesem Falle der Verkehr der Theilnehmer dennoch stattfinden"kann, ist die zweite Wickelung t s auf dem Elektromagneten d angebracht, durch welche eine Beschädigungen weniger ausgesetzte condensatorische Nebenschliefsung zur Polarisationszelle e hergestellt ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Schaltung für Fernsprechämter, bei welcher das Schlufszeichen nur vom rufenden Theilnehmer durch Anhängen des Fernhörers unter Benutzung einer auf dem Amte befindlichen Batterie, das Anrufzeichen aber durch Wechselstrominductoren gegeben wird, zu welchem Zwecke die Leitungen des rufenden und des gerufenen Theilnehmers unter Einschaltung einer Polarisationszelle verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dafs parallel zur Polarisationszelle ein durch Aufbringung einer zweiten Wickelung auf den Schlufszeichenelektromagneten (d) entstandener Drahtcondensator geschaltet ist, zu dem Zwecke, um bei Aufserbetriebsetzung der Polarisationszelle die Ruf- und Sprechwechselströme durch den Drahtcondensator zu leiten.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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