DE13674C - Neuerungen an dem unter Nr. 532 patentirten Gasmotor - Google Patents

Neuerungen an dem unter Nr. 532 patentirten Gasmotor

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DE13674C
DE13674C DENDAT13674D DE13674DA DE13674C DE 13674 C DE13674 C DE 13674C DE NDAT13674 D DENDAT13674 D DE NDAT13674D DE 13674D A DE13674D A DE 13674DA DE 13674 C DE13674 C DE 13674C
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DE
Germany
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air
gas
cylinder
combustible
mixture
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DENDAT13674D
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Menck und Hambrock GmbH
Original Assignee
Menck und Hambrock GmbH
Publication of DE13674C publication Critical patent/DE13674C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02KJET-PROPULSION PLANTS
    • F02K9/00Rocket-engine plants, i.e. plants carrying both fuel and oxidant therefor; Control thereof

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Maschine besteht aus einem Cylinder, einer Saug- und Verdichtungspumpe für brennbares Leuchtgasgemisch. Es können auch andere brennbare Gase verwendet werden.
Die ■ eine Seite des Cylinders dient als Arbeitscyliiider und als Verdichtungsvorrichtung für die nicht brennbaren Gase. Die andere Seite dient zum Einsaugen der überschüssigen atmosphärischen Luft. Die Ueberführung der auf der einen Seite eingesogenen atmosphärischen Luft nach der anderen, der Verdichtungsseite, erfolgt beim Hubwechsel gleichzeitig mit dem Ausblasen der Gase, welche auf jener Seite soeben ihre Arbeit verrichtet haben.
C1 ist der Arbeitscylinder und B1 die Pumpe für das brennbare Gasgemisch, deren Kolben B2 vom Kreuzkopfbolzen des Arbeitskolbens mitgenommen wird.
Den Einlafs des Gases und der zur Verbrennung desselben dienenden Luft in die Pumpe B1, sowie die Uebertragung des dadurch erhaltenen brennbaren Gemisches von B1 nach C1 besorgt der Schieber D, welcher durch die unrunde Scheibe D1 und ein Gestänge, das durch eine Feder gegen die Scheibe D1 geprefst wird, seine Bewegung erhält.
Das Auslassen der verbrauchten Gase besorgt das Ventil E, welches durch die unrunde Scheibe E1 und ein Gestänge bewegt wird.
Das Einlassen der überschüssigen Luft besorgt das durch die Saugwirkung des Kolbens C2 sich öffnende Ventil G.
Die Ueberführung der überschüssigen Luft von der Saugseite des Cylinders C1 nach seiner Verdichtungsseite geschieht durch im Winkel gebohrte Löcher g, welche in dem ganzen Cy-
linderumfange in geringen Abständen än|
sind.
Die Wirkungsweise der Maschine ist folgende. Beim Einschub der beiden Kolben C, und B2 (Bewegung von links nach rechts) entsteht in C1 auf der linken Seite vom Kolben C2 ein Einsaugen von überschüssiger Luft durch das Ventil G; auf der rechten Seite vom Kolben C2 geht die Verdichtung der darin enthaltenen nicht brennbaren Gase vor sich; in B1 wird das darin befindliche Luft- und Gasgemisch durch den Schieber D, welcher auf mittlerer Stellung steht, eingeschlossen gehalten, und zwar so lange, bis der Kolben B2 etwa 0,8 seines Hubes zurückgelegt und den Inhalt auf etwa drei Atmosphären verdichtet hat.
An diesen " Punkt angelangt, schiebt die Nase χ der unrunden Scheibe D1 den Schieber D rasch nach rechts und läfst ihn wieder zurückgehen, so dafs er beim Ende des Hubes wieder in seiner mittleren Stellung steht.
Während dieser raschen Rechtsbewegung des Schiebers und der in derselben Zeit vollendeten letzten 0,2 des Kolbenhubes ist das brennbare Gasgemisch durch die Schieberhöhlung aus der Pumpe B1 in den Verbrennungskanal ν gedrückt und wird gleich nach dem Hubwechsel entzündet.
Um ein Vermischen des brennbaren Gemenges mit den nicht brennbaren Gasen zu verhindern, ist der Kanal ν lang und von engem, gleichmäfsig sich erweiterndem Querschnitt gemacht. Die Mafse des Kanals sind so gewählt, dafs er von dem einströmenden Gasgemisch, welches die im Kanal befindliche Luft verdrängt, nur zu drei Vierteln angefüllt wird.
Da beim Beginn der Ueberströmimg die Gase bereits stark verdichtet sind und der Raum, worin sie sich befinden, nur von geringer Ausdehnung ist, auch eine Umkehr der Kolbenbewegung während des Ueberdrückens nicht stattfindet, so können nach Ueberzeugung der Erfinder derartige starke Wellenbewegungen und AVirbelungen, welche im Stande wären, einen Theil des Gasgemenges aus dem Kanal υ in den halbkugeligen Raum V zu treiben, nicht eintreten, und bei Beendigung der Ueberpressung wird das ganze brennbare Gasgemisch noch in einer ungetheilten Wolke sich vorfinden und auf einmal verpuffen. Eine Vermischung der nicht brennbaren Gase mit dem Gasgemisch durch das den Gasen innewohnende Bestreben, sich im Räume ohne Rücksicht auf andere darin enthaltene Gase frei auszudehnen, kann wegen der Kürze des Zusammenseins (bei 200 Umdrehungen in der Minute berühren sich die Gase während 3/i00 Secunden) und während der kleinen Berührungsfläche, welche der enge Kanal ν den Gasen bietet, nur im verschwindend kleinen Mafse stattfinden.
Gleich nach dem Hubwechsel erfolgt die Entzündung des Gasgemenges, und es treten nun beim Ausschube der beiden Kolben C2 und Bi (Bewegung von rechts nach links) nachstehende Wirkungen ein.
In B1 erfolgt Einsaugen von Gas und Luft durch die Oeffnungen 0 für Luft und fi für Gas. In der Schiebermuschel geschieht die Vermischung von Gas und Luft zu einem brennbaren Gemenge. Der Schieber bewegt sich während dieser Periode von seiner Mittelstellung nach links und wieder zurück und hält am Ende des Hubes das eingesogene brennbare Gemisch in B1 eingeschlossen.
In C1, rechts vom Kolben, erfolgt beim Beginn des Hubes die Entzündung der brennbaren Wolke und die Uebertragung der dadurch geleisteten Arbeit auf den Kolben C2. Etwas vor Ende des Hubes wird das Auslafsventil E geöffnet, und die verbrauchten Gase entweichen durch dasselbe ins Freie.
In C1, links vom Kolben, schliefst sich beim Beginn des Linksganges das Ventil G selbstthätig durch eine Feder, und die beim vorhergehenden Rechtshub eingesogene Luft ist eingeschlossen und wird durch den nach links sich bewegenden Kolben verdichtet. Diese Verdichtung ist jedoch wegen des grofsen verlorenen Raumes, der durch die Verlängerung des Cylinders C1 nach links zwischen Kolben und Deckel gebildet wird, nur eine sehr schwache. Die Verdichtung geht wieder verloren beim Ueberströmen der eingeschlossenen Luft nach der rechten Seite des Cylinders C1 und hat nur den Zweck, ein rasches Ueberströmen der Luft von der linken nach der rechten Cylinderseite um die Zeit des Hubwechsels zu ermöglichen.
Das Ueberströmen der Luft wird bewirkt durch den Kolben C2, indem derselbe gegen Ende seines Linkshubes über die radicalen Mündungen der Löcher g hinwegläuft und so eine Verbindung beider Cylinderseiten herstellt.
Sobald der Druck rechts vom Kolben C2 durch das Ausströmen der verbrauchten Gase durch das Ventil E so tief gefallen ist, dafs das Ueberströmen der frischen Luft von links nach rechts beginnen kann,' dehnt sich die schwach verdichtete frische Luft aus, treibt die rechts vom Kolben befindlichen Gase durch das offene Ventil E ins Freie und nimmt .selbst den Raum rechts vom Kolben ein.
Beim Beginn des nächsten Rechtsganges des Kolbens setzt sich das Ueberströmen der frischen Luft noch fort, bis gleiche Spannung links vmd rechts vom Kolben hergestellt ist und der Kolben C3 die Mündungen der Löcher g wieder verschlossen hat. Alsdann beginnt wieder die Wirkung des Einschubes der Kolben, und somit wiederholt sich das Spiel von neuem.

Claims (2)

PATENT-Ansprüche:
1. An einer Gaskraftmaschine die Einrichtung, dafs die beiden Theile der Ladung, das brennbare Gasgemisch und das nicht brennbare Gemisch aus Luft und Verbrennungsrückständen, welche in besonderen Verdichtungsvorrichtungen zusammengeprefstwerden, erst kurz vor der Entzündung in einem Räume zusammenkommen, der an der Seite des brennbaren Gases aus einem engen, sich allmälig erweiternden Rohre, an der Seite des nicht brennbaren Gemisches aus einem am weiten Rohrende sich anschliefsenden gröfseren Räume besteht, zu dem Zwecke, den Grad der Vermischung beider Theile vor der Entzündung zu vermindern.
2. Die Einrichtung des Mechanismus der Maschine, welche aus Arbeitscylinder und Pumpe mit starr verbundenen Kolben besteht, die mittelst Pleuelstange an eine Kurbelwelle angeschlossen sind, in der Weise, dafs bei jeder Umdrehung auf je einer Seite der beiden Kolben folgende Wirkungen stattfinden :
a) beim Ausschub: in der Pumpe Einsaugen von Leuchtgas und Luft, im Cylinder Uebertragung der Arbeit des verpufften Gases auf die Kurbelwelle,
b) beim äufseren Hubwechsel: im Cylinder Spannungsausgleichung mit der Atmosphäre und Einströmung atmosphärischer Luft,
c) beim Einschub: in der Pumpe auf etwa vier Fünfteln des Kolbenweges Verdichtung des brennbaren Gasgemenges, auf dem letzten Fünftel Ueberdrücken desselben in die enge Röhre des Verbrennungsraumes, im Cylinder Verdichtung des nicht brennbaren Gasgemenges und Eindrücken desselben in den weiten Theil des Verbrennungsraumes,
d) beim inneren Hubwechsel: Entzündung des brennbaren Theils der Ladung.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT13674D Neuerungen an dem unter Nr. 532 patentirten Gasmotor Active DE13674C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5226302A (en) * 1991-04-15 1993-07-13 Loctec Corporation Six-way self-adjusting lock for use on truck storage boxes and the like

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5226302A (en) * 1991-04-15 1993-07-13 Loctec Corporation Six-way self-adjusting lock for use on truck storage boxes and the like

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