DE133012C - - Google Patents

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DE133012C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G13/00Weighing apparatus with automatic feed or discharge for weighing-out batches of material

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Weight Measurement For Supplying Or Discharging Of Specified Amounts Of Material (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Einrichtunganselbstthätigen Waagen mit kippender Lastschale, welche dazu dient, bei Erreichung der richtigen Füllung der Lastschale die Ausschüttungsbewegung derselben in richtiger Weise selbsttätig auszulösen.
Bei den bisher . bekannten selbstthätigen Waagen mit kippender Lastschale sind die Einrichtungen, welche die angeführte Aufgabe zu erfüllen haben, verhältnifsmäfsig verwickelt und enthalten aufser den unbedingt nöthigen Häupttheilen noch eine Anzahl von Zwischentheilen, wie Kniehebel und Hängestangen, welche nicht nur die Herstellung der Waage erschweren und vertheuern, sondern auch die Betriebssicherheit derselben herabsetzen können, da jeder bewegliche Theil der Abnutzung unterworfen ist und Reibungswiderstände hervorrufen kann, sowie auch durch andere Umstände die Gebrauchsfähigkeit der Waage gefährden kann.
Nach vorliegender Erfindung wird die Bauart und Herstellung derartiger Waagen sehr vereinfacht und die Betriebssicherheit erheblich vergröfsert, indem die Haupttheile der Waage so ausgebildet sind, dafs die oben angeführte Aufgabe durch diese Theile allein erfüllt wird und die bisher nöthigen Zwischentheile daher fortfallen, ohne dafs die Genauigkeit und Zweckmäßigkeit der Functionen der Waage im geringsten darunter leidet·, im Gegentheil werden diese gesteigert.
Fig. ι zeigt in Seitenansicht eine derartige selbsttätige Waage mit der neuen Einrichtung in der Stellung der Theile, die dieselben unmittelbar vor dem Auslösen der Ausschüttbewegung einnehmen, Fig. 2 eine ähnliche Ansicht mit Entleerungsstellung der Lastschale, Fig. 3 eine entsprechende Ansicht der Waage, in welcher die Theile in der Stellung dargestellt sind, die sie unmittelbar vor der selbstthätigen Zurückfuhrung in die Füllungsstellung einnehmen. Fig. 4 bis 8 zeigen Einzelheiten in gröfserem Mafsstabe.
Die Lastschale α der Waage ist wie gewöhnlich mittels zweier von den Schneiden des doppelten Waagebalkens b getragenen Hängeschienen c aufgehängt, welche in beliebiger Weise, z. B. durch einen Lenker d, sich selbst parallel geführt sind.
Die innere der beiden kreisförmigen, concentrischen Abschlufsklappen e bezw. f des Schütttrichters g läfst das Wägegut in starkem Strom in die Lastschale α fliefsen und wird von der Lastschale bis zu ihrem unmittelbar vor Erreichung der waagerechten Lage des Waagebalkens erfolgenden Abschlufs (Fig. 1) offen, gehalten, z.B., wie dargestellt, durch Vermittelung einer von der Lastschale getragenen Rolle h. Wenn die Lastschale nahezu gefüllt ist, kann sie dem Druck dieser Klappe e nicht mehr Widerstand leisten; diese sinkt mit ihr nieder und stüzt sich dann, wie gewöhnlich, mit ihrer unteren Kante gegen den Grund der AbschlufsbUrste z, worauf sie das Wägegut nur noch durch eine oder mehrere kleine Ausschnitte in feinerem Strahle einfliefsen läfst, bis auch die äufsere Klappe f zufällt und den Zuflufs ganz absperrt.
Statt durch Kniegelenke und andere verwickelte bewegliche Zwischenmechanismen, welche den Mechanismus der Waage sehr
compliciren, wird nun nach vorliegender Erfindung die äufsere Klappe/bis zu ihrerSchliefsung durch eine einzige, am Gestell k der Waage gelagerte Stütze / unmittelbar tangential abgestützt, welche durch die Abwärtsbewegung der Lastschale bei Erreichung der richtigen Füllung unmittelbar von der Hängeschiene c fortgestofsen wird, worauf ebenso unmittelbar durch den Stofs der frei zufallenden äufseren Klappe/ die Sperrklinke aufgestofsen wird, welche bei Füllungsstellung der Lastschale die Drehung der letzteren verhindert, wodurch die Ausschüttbewegung erfolgt.
Das Fortstofsen der Stütze / kann durch den an der Hängeschiene c angebrachten Anschlag dadurch bewirkt werden, dafs ~er beim Abwärtsgehen im richtigen Augenblick gegen diese Strebe selbst stöfst. Bei der dargestellten Anordnung ist der Deutlichkeit halber ein besonderer, mit der Stütze I fest verbundener Anschlagarm m vorgesehen, der sich im Bewegungsbereiche eines an der Hängestange c vorgesehenen Anschlages η befindet. Die Auslösung der Klappe/ wird bewirkt, indem die Stütze /, unter Umständen mittels des Anschlagarmes m, von dem Anschlage η abwärtsgedrückt wird und auf den Stift 2 niederfällt.
Um durch die zufallende äufsere Klappe/ die Sperrung der Lastsschale unmittelbar auszulösen, trägt diese Klappe einen Auslösungsänschlag 0, in dessen Bewegungsbereich der nach oben gerichtete Arm ρ der Sperrklinke q liegt, welche mittels des Sperrzahnes ν die Lastschale gegen die Drehungsbewegung abstützt und an der Hängestange c drehbar ist. Stöfst der Anschlag 0 mit seinem Stofszapfen s gegen den Arm p, so wird die Sperrklinke ν gehoben, giebt die Lastschale frei und diese dreht sich um ihre Lagerungsschneiden u, bis die seitliche Ausschüttöffnung der Schale nach unten gelangt und die Füllung entleert wird.
Um das freie Vorübergehen des Sperrblocks r an der Sperrklinke q zu ermöglichen, kann man, wie aus der in Fig.
in gröfserem
Mafsstabe dargestellten Vorderansicht der Sperrklinke ersichtlich, die mit dem Sperrblock r zum Eingriff kommende Spitze ν derselben in Form eines seitlichen Vorsprunges ausbilden, der allein im Bewegungsbereich dieses Sperrblocks liegt. In ähnlicher Weise kann man die Anschlagstelle des Armes ρ in Form eines seitlichen Vorsprunges w ausbilden, der allein im Bewegungsbereich des Stofszapfens s liegt. Hierdurch wird verhindert, dafs etwa, falls die Klappe zufällig, z. B. durch Erschütterungen oder in betrügerischer Absicht, ausgelöst wird, bevor die Lastschale ihre richtige Füllung hat, die Lastschale sich entleert. In diesem Falle trifft nämlich der Stofszapfen s den Anschlag w des Hebels ρ nicht, sondern geht unter ihm vorbei, so dafs die Klinke q nicht ausgelöst und die Waage, weil sie sich nicht entleeren kann, zum Stillstand gebracht und sogar durch den Stofszapfen an ihrer Abwärtsbewegung gehindert wird. :
Der Schwerpunkt der Sperrklinke q liegt seitwärts vom Drehpunkt, so dafs die Klinke q, wenn sich die Lastschale wieder aufrichtet, von selbst wieder in den Auschnitt des Sperrblocks r einfällt und die Lastschale in Füllstellung festhält. Ein Anschlag x, der zwischen entsprechenden Vorsprüngen der Sperrklinke q an der Hängestange c angeordnet ist, verhindert übermäfsige Ausschläge der letzteren nach beiden Richtungen.
Um nach dem Ausschütten des abgewogenen Gutes die Stütze / wieder in Füllungsstellung zu bringen, in welcher sie die äufsere Klappe/ abstützt, ist sie noch mit einem dritten abwärts gerichteten Arm ^ fest verbunden. An der Lastschale ist ein Anschlag^ vorgesehen, der bei der Aufrichtungsbewegung (Fig. 3) gegen das Ende dieses Armes \ stöfst und mittels desselben die Stutze / in ihre Anfangslage zurückführt, so dafs sich die äufsere Klappe/, welche inzwischen durch die Rolle h oder durch ein anderes Mittel gehoben ist, wieder auf das Ende der Stütze / stützen kann. Die Länge des Hebels \ ist so bemessen, dafs der Anschlag j-, -bevor die Lastschale in die Alislösungsstellung abwa'rts gegangen ist, diesen Hebel \ freigiebt, so dafs er die Auslösung der Stütze / nicht hindert. Die Bahn des Anschlages^, welche derselbe bei jeder Wägung durchläuft, ist in Fig. 3 in strichpunktirten Linien angedeutet. Ein an der Lastschale vorgesehener Anschlag t, der z. B. gegen die Hängeschiene c stöfst, hindert die übermäfsige Rechtsdrehung der Lastschale.
Die Ausschlagsbewegung der vereinigten Hebel /, m und \ wird durch den festen Anschlag 2 begrenzt. Die Anordnung dieser Hebel /, ra, % und der zugehörigen Theile ist ohne nähere Erläuterung aus Fig. 4 und 5 .ersichtlich, welche dieselben in gröfserem Mafsstabe in zwei verschiedenen Ansichten darstellen.
Um den selbsttätigen Gang der Waage bequem unterbrechen zu können, kann man den Auslösungsanschlag. 0 so einrichten, dafs er aufser Wirksamkeit gesetzt werden kann. Zu diesem Zwecke kann der Stofszapfen s dieses Anschlages in geeigneter Weise aus dem Bereich des Armes ρ der Sperrklinke gebracht werden. Z. B. kann dieser Stofszapfen, wie in Fig. 6 und 7 angedeutet, um einen zu seiner Achse senkrechten Zapfen 3 drehbar angeordnet sein, so dafs eine Drehung um i8o° genügt, um den genannten Zweck zu erreichen. Die Nabe 4 des Stofszapfens ist hierbei, wie dargestellt, zweckmäfsig beiderseits abgeflacht, und an dem Anschlagblock 0 ist eine Feder 5 angeordnet, welche sich gegen die eine oder die
andere dieser geraden Flächen der Nabe 4 legt und so den Stofszapfen in seiner jeweiligen Stellung in oder aufser Wirksamkeit festhält.
Wenn letzteres der Fall ist, so wird beim Zufallen der Klappe/ die Ausschüttbewegung der Lastschale nicht ausgelöst, und die Waage bleibt infolge dessen stehen.
Der ümlegbare Anschlag kann statt an der Klappe/in ähnlicher Weise auch am Hebel ρ angebracht werden.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
  2. Selbstthätige Waage, deren Lastschale durch die äufsere Klappe zum Kippen gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, dafs die Abwärtsbewegung der Lastschale vermittelst eines mit dieser sich senkenden Anschlages unmittelbar das Fortstofsen. einer die äufsere Abschlufsklappe des Schütttrichters offenhaltenden Stütze (I) herbeiführt.
    Selbstthätige Waage nach Anspruch 1, bei welcher die Stütze (I) der äufseren Abschlufsklappe (f) einen abwärts gerichteten Arm (ι) trägt, der bei dem nach vollendeter Entleerung der Lastschale erfolgenden Zurückgehen der Lastschale (α) in ihre Füllungsstellung in den Bewegungsbereich eines an der Lastschale sitzenden Anschlages (y) gelangt, derart, dafs dieser die Stütze (I) vermittelst ihres Armes fa) in die wirksame Stellung zurückführt, so dafs sie die inzwischen gehobene äufsere Abschlufsklappe (f) wieder abstützt.
  3. -3. Selbstthätige Waage nach Anspruch 1, bei welcher der Stift (s) durch Drehung um eine zu seiner Bewegungsrichtung senk-, rechte Achse aus seiner wirksamen Stellung in eine Lage gebracht werden kann, in welcher er beim Zufallen der Klappe (f) den Arm (ρ) der Sperrklinke (q) nicht trifft, so dafs dann die selbstthätige Entleerung der Lastschale beim Zufallen der Klappe verhindert und dadurch der selbstthätige Gang der Waage unterbrochen wird.
  4. 4. Selbstthätige Waage nach Anspruch 1, bei welcher die Anschlagstelle für den Auslösungsstift (s) am Arm (ρ) der Sperrklinke (q) als ein seitlicher, gegen die Klappe (f) vortretender. Vorsprung ausgebildet ist, derart dafs, falls sich die äufsere Klappe (f) infolge einer Erschütterung oder anderer Ursachen zu früh schliefst, der Auslösungsstift (s) unter diesen Vorsprung fällt und somit nicht nur die Auslösung der Lastschale nicht bewirkt, sondern auch die Abwärtsbewegung der Lastschale verhindert, so dafs die Waage zum Stillstand kommt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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